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Wer ist Michael Wiesinger? - Infos zum neuen Trainer

Artikel, 12.06.2017

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Lange mussten die Fans auf den Namen des neuen Trainers warten – und am Ende dürfte der nur wenigen Experten etwas sagen. Deswegen haben wir ein paar Infos über den neuen Mann an der Seitenlinie gesammelt: wie erfolgreich war er in der Vergangenheit, was für ein System lässt er spielen und ist er der richtige Mann für die Ansprüche des KFC Uerdingen?

Vieles davon ist natürlich das berühmte Lesen im Kaffeesatz, niemand kann wissen, wie erfolgreich er am Ende in Uerdingen sein wird. Dennoch halten seine bisherigen Stationen einige Anhaltspunkte bereit. Denn Mikhail Ponomarev will bekanntlich zurück in den Profifußball, und da kennt Wiesinger sich bestens aus. Beim 1. FC Nürnberg, dem FC Bayern, 1860 München und dem SV Wacker Burghausen spielte er viele Jahre in der ersten und zweiten Bundesliga. In seinen zwei Jahren bei den Bayern konnte er sich zwar nicht endgültig durchsetzen, dafür aber mal eben zwei Meisterschaften, einen Pokalsieg und einen Champions-League-Titel feiern. Auch als Trainer blieb er dem Süden der Republik treu. In Ingoldstadt trainierte er erst die U23 und schaffte es dann über den Job als Co-Trainer bis zum Cheftrainer. In dieser Position konnte er zwar den Abstieg in die 3. Liga nicht verhindern, schaffte aber im Folgejahr den direkten Wiederaufstieg über die Relegation. Im folgenden Jahr war dann aber nach elf Spielen Schluss – gerade mal vier Punkte hatte der FC da auf dem Konto. Ihn zog es dann zu seinem Ex-Verein nach Nürnberg, wo er erst die Zweitvertretung trainierte. Im Januar 2013 rutschte er dann in das Traineramt der Zweitligamannschaft und führte diese aus der abstiegsbedrohten Zone auf einen guten 10. Tabellenplatz. In der zweiten Saison lief es leider auch hier wieder weniger gut, im Oktober wurde er auf einem Relegationsplatz stehend entlassen. Es folgte eine Lücke im Lebenslauf, ehe er zur Saison 2015/2016 beim SV Elversberg anheuerte. Hier war die Zielsetzung von Anfang an klar: Aufstieg aus der Regionalliga Südwest in die dritte Liga. Wiesinger führte die Mannschaft dann auch auf den zweiten Tabellenplatz (im Südwesten ein Aufstiegsplatz), scheiterte aber in der Relegation am FSV Zwickau. 2016/2017 war Elversberg dann sogar Tabellenerster – scheiterte aber wieder in der Relegation, diesmal an der SpVgg Unterhaching. Als Reaktion wurde der auslaufende Vertrag mit dem Trainer nicht verlängert. Gerade die letzte Station ist aus Uerdinger Sicht interessant. Denn die Situation ähnelt stark der unseren – hier wie dort peilt die Vereinsführung den schnellen Aufstieg in die dritte Liga an und ist bereit, für dieses Ziel entsprechend zu investieren. An den Etat von Elversberg dürften wir zwar nicht ran kommen, dennoch wird der Leistungsdruck hier spätestens im nächsten Jahr nicht geringer sein. Dass er dann mit einem guten Kader auch in der Regionalliga bestehen kann, hat er schon zwei mal bewiesen. Dass es in der Relegation beide Male nicht geklappt hat, kann verschiedene Gründe haben – vielleicht auch nur einfach Pech. Die Fans des SV Elversberg haben da aber eine andere Meinung. In Foren und sozialen Medien kommt der Ex-Trainer eher schlecht weg. Unter anderem wird ihm defensiver “Angsthasenfußball” vorgeworfen, mit seiner taktischen Umstellerei habe er den Aufstieg vergeigt. Dabei schwingt aber sicherlich auch viel Frust über die misslungene Relegation mit, denn Elversberg hatte immerhin auch die zweitbeste Offensive der Liga. Beim KFC hat er in jedem Fall die Chance, es seinen Kritikern zu zeigen. Etwas Sorgen macht dabei, dass er bislang ausschließlich in Süddeutschland aktiv war – in der Regionalliga West wird er sich kaum auskennen. Auch werden sich die Fans wohl auf einen defensiveren KFC einstellen müssen, nachdem die Mannschaft in der Oberliga ja gegen fast jeden Gegner anrennen musste. Mit Blick auf unsere letzten Erfahrungen in der Regionalliga wäre eine solide Defensive aber mit Sicherheit ein guter Anfang. Wer mehr über den neuen Trainer erfahren möchte, der sollte am Freitag zum Fantreffen im "Saal Gietz" des Fischelner Burghofs (Marienstraße 108, 47807 Krefeld) gehen – Beginn der Veranstaltung ist um 19:05 Uhr.