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Machen, nicht reden - Interview mit Michael Wiesinger

Interview, 17.06.2017

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Nach dem Fantreffen gestern stelle sich der neue Trainer noch kurz dem Radio-Team für ein Live-Interview. In ein paar kurzen Antworten fasste er noch mal zusammen, was er vorher auch schon der Versammlung erklärt hatte.

[b]Schluesselzene: Dein erster Eindruck hier von der Veranstaltung?[/b] Michael Wiesinger: Das hab ich nicht so erwartet, das muss ich schon sagen. Ich war schon etwas überwältigt, wie ich hier rein gekommen bin, was hier los ist. Das ist hier ja auch Tradition pur, das hat man heute auch gemerkt und das gefällt mir. Das hab ich vielleicht auch ein bisschen vermisst die letzten zwei Jahre bei meiner letzten Station. Das ist hier schon eine gute Nummer. [b]Michael Ponomarev hat vorhin auch offensiven Fußball angekündigt, nachdem wir ja lange hier über Deinen Vorgänger reden mussten. Auch nicht so angenehm für Dich, wie hast Du das empfunden?[/b] Das gehört dazu. Er hat ja einen super Job hier gemacht, ist aufgestiegen. Trotzdem muss jeder akzeptieren, dass der Verein eine Entscheidung getroffen hat, und unpopuläre Entscheidungen gehören nunmal auch dazu, wenn man ein klares Konzept hat. Es betrifft mich dahingehend nicht, weil ich ja jetzt der neue Trainer bin und mit mir jetzt einfach eine andere Saison los geht. Deswegen werden wir trotzdem versuchen, das bestmöglichste raus zu holen, [b]Wir haben ja auch viele Fans, die im Internet gerne mal nachschauen: was hat er denn bei den vorherigen Stationen gemacht. Jetzt hatten wir da die Diskussion, dass in Elversberg vielleicht ein bisschen defensiv gespielt worden ist. Was haben wir hier für eine Spielphilosophie zu erwarten?[/b] Ah, daher weht der Wind. Das in Elversberg bezieht sich ja denke ich auf ein Spiel von vielen, in Unterhaching, wo wir eine Strategie gewählt haben, die ich aber heute wieder genau so machen würde. In den zwei Jahren, die ich da war, haben wir ein Heimspiel verloren, haben in zwei Jahren 150 Punkte geholt, ein gutes Torverhältnis gehabt, und das alles immer basierend auf einer guten Ordnung. Wir waren letztes Jahr die beste Verteidigung der Liga, aber das heißt nicht, dass ich nicht auch immer den Weg nach vorne suchen will. Als Trainer musst Du ein dickes Fell haben. Im Grunde musste Du gewinnen, und wenn Du gewinnst hast Du alle hinter Dir. Wenn Du nicht gewinnst, dann musst Du Dich der Kritik stellen. Ich war als Spieler Offensivspieler, da ist es ja auch klar, dass ich irgendwo nach vorne denke. Aber es kommt immer darauf an, was ich für eine Mannschaft habe. [b]Die Fans haben auch darauf spekuliert, heute vielleicht noch ein zwei Leute auf der Bühne zu sehen, die auch in der Mannschaft stehen. Wie lange müssen wir warten, habt ihr da schon jemanden im Auge?[/b] Wir haben ja schon eine ganze Menge gemacht. Ich will jetzt keine Namen nennen, das wird der Mannschaft nicht gerecht. Aber wir haben ja schon zwei drei Spieler verpflichtet, deren Namen recht bekannt sind. Das war jetzt vor meiner Zeit, aber für mich 100% sinnvoll diese Verstärkungen. Ich muss jetzt erst mal die Mannschaft im Detail kennen lernen und ich möchte mir auch die Zeit nehmen. Alles was ich jetzt machen würde, wäre auch nicht fair. Ich möchte meinen Eindruck haben, die Truppe im Training erleben, wie ticken die, und das geht halt nicht von heute auf morgen. Und dann werden wir Entscheidungen treffen, wie wir uns positionsspezifisch noch verstärken. Und da habe ich in zwei Jahren Regionalliga gelernt: entscheidend ist nicht immer der Name, sondern der muss das ganze mit Leben füllen und voran gehen. Der muss Mentalität zeigen. Gerade in der Liga ist es verdammt wichtig, dass du die Leute hast, die den Laden auch ziehen. Vierte Liga ist hartes Brot, Hauen und Stechen, jeder will nach vorne. Und da brauchst Du einfach Leute, die nicht reden, sondern die machen.