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Niederlage in Unterzahl - Auswärts in Gladbach

Artikel, 25.09.2013

Wiedergutmachung war nach dem 0:7-Debakel gegen die Sportfreunde Lotte angesagt. Auch wenn das Ergebnis nach 90 Minuten mal wieder nicht stimmte, so konnten sich die zahlreich mitgereisten Fans über die Leistung der Mannschaft im Großen und Ganzen nicht beschweren - was einige natürlich wieder trotzdem taten.

Im Sonderzug von Krefeld nach Rheydt fuhren nach verschiedenen Aussagen zwischen 3 und 17 Fans mit, die meisten zogen es vor den regulären Zug um 18 Uhr von Gleis 1 zu nehmen. In Rheydt warteten überraschenderweise gleich 4 Shuttle-Busse auf die Uerdinger Fans, die sich jedoch alle in einen setzen konnten. Am Grenzlandstadion angekommen begann dann die große Anspannung - wer spielt und wie präsentiert sich die Mannschaft nach der desaströsen Niederlage gegen Lotte. Ünlü bekam eine weitere Chance, Lamidi stand vorne als einzige Spitze und Baltes rückte außerdem in die Startelf zurück. Dann begann das Spiel - mit einer roten Karte. Nach einem schnellen Konter der Gladbacher rannte Ünlü aus dem Tor und versuchte den Ball abzufangen. Dabei befand er sich jedoch nach Sicht des Schiedsrichters bereits außerhalb seines Strafraums und berührte somit als letzter Mann den Ball unrechtmäßig mit der Hand. 83 Minuten musste der KFC danach in Unterzahl spielen und Neuzugang Robin Udegbe bekam sein Debüt im KFC-Dress. Dieses startete leider mit dem einzigen Tor der Partie. Den Freistoß schoss der Gladbacher Marlon Ritter einfach an Mauer und Keeper vorbei ins Tor. Ein fieser Beginn, doch was daraufhin folgte, konnte sich in weiten Teilen sehr gut sehen lassen. Uerdingen zeigte sich das ganze Spiel über bemüht nach vorne zu spielen und erspielte sich trotz der Unterzahl einige Chancen. Zunächst setzte Issa Issa Moses Lamidi in Szene, der im Strafraum zu Fall kam, einen Elfmeterpfiff gab es hier leider nicht. Kurz drauf folgte nach einer Gladbacher Ecke ein schneller Konter über Issa, Lamidi und Rubink. Letzterer stand zum Schluss leider im Abseits. Auch Udegbe machte nach dem Gegentreffer eine absolut souveräne Figur: Nach einer Flanke kam Pisano am Fünfmeterraum völlig frei zum Kopfball und scheitert dennoch am Uerdinger Neuzugang. Lamidi machte in der Zwischenzeit zusammen mit Saka und Baltes mächtig Palaver vor dem Gladbacher Tor, da fehlte nicht viel für etwas Zählbares. Einen Schock bekamen die mitgereisten Fans etwa in der 35. Minute. Kurz vor der Torauslinie bergräbt Udegbe einen zu langen Ball unter sich, doch eine Gladbacher Angreifer rutschte noch mit ordentlich Schwung in ihn hinein und traf ihn am Kopf. Glücklicherweise stand unsere Nummer 27 nach kurzer Behandlung wieder, sein Gegenspieler sah völlig gerechtfertigt gelb. Am Ende der ersten Hälfte machte die Zweitvertretung der Borussia nochmal Dampf. Einmal konnte Udegbe im 1 gegen 1 klären - etwas was wir schon länger nicht mehr gesehen haben. Kurz darauf hatte der KFC auch einmal Glück bei einer ähnlichen Situation, in der nur noch der Pfosten rettete. In Halbzeit 2 ging dann wirklich die Post ab. Trotz der Unterzahl hatte der KFC eine klare Feldüberlegenheit. Die Gladbacher kamen in diesem Durchgang nur noch zwei Mal gefährlich vor das Uerdinger Tor und dann war stets der sehr starke Udegbe zur Stelle. Auch akkustisch legten die KFC-Fans noch eine Schippe drauf. Schon in Halbzeit 1 gaben sie im wahrsten Sinne des Wortes den Ton an. Issa und Saka gaben ein tolles Duo ab und erarbeiteten sich Chance um Chance, die auch von Mal zu Mal gefährlicher wurden, aber leider nicht im Tor landeten. Auch Issa Issa sah etwa nach zehn Minuten der zweiten Halbzeit eine Chance von der Mittelinie. Der Gladbacher Torhüter Blaswich stand recht weit vor dem Tor und Issa zog einfach mal ab. Wäre Blaswich hier einen halben Schritt langsamer gewesen hätte der gepasst. Verletzt hatte sich kurz darauf Alexiou, für ihn kam Voorjans. Nach etwa 70 Minuten kam Kuta für Baltes, der auf der rechten Seite wie gewohnt nochmal für etwas mehr Wirbel sorgte. Der KFC spielte in dieser Phase stark nach vorne und ließ auch hinten bis auf zwei Freistöße, die beide das Tor verfehlten, nichts mehr zu. Leider konnten die eigenen Chancen nicht mehr genutzt werden, auch weil die Gladbacher Hintermannschaft sich zum Schluss den Ball nur noch hin und herschob und nur noch versuchte, die Zeit herunter zu spielen. Beim letzten Freistoß für den KFC standen alle Uerdinger in der gegnerischen Hälfte konnten aber auch hier nichts Zählbares mehr mitnehmen. Nach dem Schlusspfiff wurde die Mannschaft trotz der Niederlage gefeiert. Hier hatte man sich wirklich über 90 Minuten stark präsentiert und es fehlte am Ende am Quäntchen Glück und Abgezocktheit vor dem Tor.