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Bestätigung für die Vereinsführung - Zusammenfassung der JHV 2013

Artikel, 03.07.2014

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr waren die Mitglieder des KFC heute zu einer Jahreshauptversammlung geladen. Nachdem im Januar die JHV des Jahres 2012 nachgeholt wurde, ging es diesmal um das Geschäftsjahr 2013. Im Vergleich zu den letzten Jahren gab es einen Ortswechsel, man traf sich diesmal im Fischelner Burghof.

In der vergangenen Saison war rund um den Verein viel passiert. Nach der bereits turbulenten JHV 2012, bei er es unter anderem zwischen Präsident Lakis und der inzwischen aufgelösten zweiten Mannschaft zu hitzigen Diskussionen gekommen war, stand die Vereinsführung auch in der Folge in der Kritik. Vor allem mit dem weiter ausbleibenden sportlichen Erfolg verschlechterte sich die Stimmung, während der letzten Spiele protestierten einige Fans offen gegen den Vorstand und Verwaltungsrat. Entsprechend angespannt war die Stimmung vor der Versammlung. Das war auch auf der JHV bald zu spüren. Schon während der Vorstellung der eingegangenen Anträge kam es zu langen Diskussionen. Zwei der drei Anträge zielten auf Satzungsänderungen ab, welche aber laut ebendieser Satzung schon mit den Einladungen verschickt werden müssten. Da dies nicht erfolgt war, konnten die Anträge nicht zur Sitzung zugelassen werden. Stattdessen werden diese nun bei der nächsten JHV entsprechend behandelt werden. Auch der Bericht des Wirtschaftsprüfer, der die Bilanz von 2012 geprüft hatte, sorgte nicht wirklich für mehr Ruhe im Saal. Dieser hatte die Bilanz zwar grundlegend bestätigt, aber einen grundlegenden Vorbehalt geäußert, da er nicht auch schon die Vorjahresbilanz geprüft hatte. Ruhiger war es dann während der Vorstellung der Bilanz des Jahres 2013. Diese stellte sich besser dar als im Vorjahr, am Ende des Jahres standen aber trotzdem noch knapp 57.800 € Verlust zu Buche. Zwar wurden die Sponsoreneinnahmen gesteigert, dagegen standen aber auch gesteigerte Ausgaben. Der Aufstieg in die Regionalliga hat in diesem Sinne auch seine negative Seite, denn für Schiedsrichter und Sicherheitspersonal musste deutlich mehr ausgegeben werden. Präsident Lakis ließ im Anschluss das Jahr nochmal aus seiner Sicht Revue passieren. Dabei ging er vor allem darauf ein, dass der Misserfolg in der vergangenen Saison nicht nur an den sportlichen Problemen und dem „blamablen“ Fehler beim Hinspiel in Wattenscheid gelegen hatte, sondern vor allem auch an der Unruhe im Umfeld und unter den Fans. Auch das Trainerteam wurde an das Rednerpult gebeten. Sowohl Salar als auch Fecht zeigten sich stolz, für diesen Verein arbeiten zu dürfen. Wie der Cheftrainer klar stellte, genießt der KFC außerhalb von Krefeld einen deutlich besseren Ruf, gilt als Traditionsverein pur. Entsprechend musste er auch laut eigener Aussage keine Sekunde überlegen, als ihm die Trainerposition angeboten wurde. Aber wie auch sein neuer Co-Trainer Uwe Fecht, der in der vergangenen Saison für Schalke 04 schon häufig als Beobachter in der Grotenburg zu Gast war, kam er schnell auf das zerrissene Umfeld zu sprechen. Mit mehr Rückhalt von den Fans soll in Zukunft der Klassenerhalt frühzeitig geschafft und mehr junge Spieler aus Krefeld in die Mannschaft integriert werden. Der anschließende Applaus war mit Sicherheit der lauteste der bisherigen Veranstaltung. Im Bericht des Verwaltungsrats ging es dann auch endlich einmal um die Sponsorentätigkeit des Präsidenten, die in der Vergangenheit oft bezweifelt wurde. Hier gab es zum ersten mal einige Beispiele: so stellt Lakis als Eigentümer dem Verein die Räumlichkeit für die Geschäftsstelle zur Verfügung, bezahlt einigen Spielern Fahrzeuge und erhebt auch auf die Darlehen keinerlei Zinsen. Den Umfang der größeren Posten bezifferte der Verwaltungsrat dabei auf runde 50.000 € pro Saison. Auch die Themen der Option „Planinsolvenz“ sowie die Verhandlungen mit Herrn Wagener wurden nochmal zusammen gefasst, wirklich neues gab es hier aber erwartungsgemäß nicht zu vermelden. Nach einer kurzen Unterbrechung mussten die Mitglieder im Anschluss zum ersten Mal selbst aktiv werden, die Entlastung von Verwaltung und Vorstand standen an. Bei beiden Abstimmungen stimmte eine Gruppe dagegen, am Ende war das Ergebnis aber mit ca. drei Vierteln Stimmen pro Entlastung mehr als eindeutig. Da auch auf der Veranstaltung kein alternatives Führungsteam bereit stand, wurde im Anschluss nur für die beiden offenen Plätze im Verwaltungsrat eine Bewerbungsrunde gestartet. Hier gab es am Ende gleich vier Kandidaten, wobei sich am Ende SPD-Ratsmann Mustafa Ertürk (115 Stimmen) und Harald Grassen (113 Stimmen) gegen Jochen Moors und Alexander Zimmermann durchsetzten. Als einzig zugelassener Antrag wurde eine Erhöhung des Beitrags für aktive Jugendmitglieder diskutiert, welchen Andreas Scholten eingereicht hatte. Da der Sprung von 65 € auf 85 € einem anwesenden Mitglied zu hoch war, wurde zusätzlich ein Antrag auf eine geringere Erhöhung um nur 10 € gestellt. Dieser Konsens fand am Ende dann auch die Mehrheit, der Beitrag wird auf 75 € erhöht. Unter dem letzten Tagesordnungspunkt Verschiedenes gab es gute Neuigkeiten: Wie Lakis bekannt geben konnte, wird Block P endgültig renoviert werden. Dank des persönlichen Engagement des Herrn Fabel, der einen Dringlichkeitsantrag stellte, wurde der Umbau in Rekordzeit genehmigt. Möglicherweise schon zum Saisonbeginn soll dieser Block nun fertig gestellt werden. Auch eine personelle Änderung gab es noch, Matthias Finken trat mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Fanbeauftrager zurück. Damit endete die turbulente aber am Ende deutlich entschiedene Jahreshauptversammlung 2013.