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Kopf hoch, KFC! - Ein Aufruf zu mehr Optimismus

Artikel, 10.10.2013

Nach dem späten Gegentor im Spiel gegen Viktoria Köln war die Enttäuschung auf beiden Seiten groß. Während die Gäste ihren Frust an den Türen im Kabinengang ausließen, standen Trainer und Mannschaft des KFC etwas ratlos auf dem Feld und trauerten dem vergebenen Sieg hinterher. So richtig schien sich niemand über den gewonnenen Punkt freuen zu können. Aber warum eigentlich nicht?

Klar, ein später Ausgleich tut immer weh. Wenn man so kurz davor steht, den Sieg ins Ziel zu zittern, ist die Enttäuschung verständlich. Erst recht, wenn es ein absolut dreckiges Kullertor ist, man vier Wochen zuvor in ähnlicher Situation gegen RWE das gleiche Pech hatte und man einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf so dringend bräuchte. Aber ist die Situation des KFC wirklich so düster, wie es die Tabelle derzeit scheinbar wiedergibt? Die meisten Punkte ließ der KFC im Duell mit Spitzenmannschaften liegen - Fortuna Köln, Schalke II und Lotte spielen alle in einer anderen Liga. Auch wenn es nach der Rekordsaison in der Oberliga schwer zu akzeptieren ist: Der KFC spielt dieses Jahr als Aufsteiger in erster Linie um den Klassenerhalt, und damit im direkten Duell gegen die anderen Teams im Tabellenkeller. Gegen diese direkten Konkurrenten hat sich der KFC hingegen bisher gut geschlagen. Gegen Bochum und Lippstadt konnte gewonnen werden, nur die Wattenscheid-Entscheidung am grünen Tisch tut noch weh. Doch nach den harten Partien bisher folgen in der Hinrunde noch einige Spiele gegen Gegner, die eher unserer Kragenweite entsprechen. Der Sprung aus der Abstiegszone ist vor der Winterpause noch durchaus machbar. Assimou Touré war der einzige, der gleich nach dem Schlusspfiff gegen Köln die richtige Schlussfolgerung zog: Die Leistung gegen Viktoria sollte Mut machen! Über 90 Minuten hat die Mannschaft eine solide Leistung gezeigt, hat in der Defensive gut gestanden und um jeden Ball gekämpft. Grobe individuelle Schnitzer, die in der bisherigen Saison schon manches Spiel entschieden, wurden zum größten Teil vermieden. Mit Einsatz und Konzentration wurde ein Aufstiegsanwärter mit Millionenetat zur Weißglut getrieben. Die zertretenen Kabinentüren sollte sich die Mannschaft als Motivation für die nächsten Spiele in die Kabine hängen! Das ist auch das entscheidende: Der Schwung aus der guten Vorstellung gegen Köln muss mit in die nächsten Spiele genommen werden. Dort warten mit dem SC Wiedenbrück (Platz 19) und Bayer Leverkusen U23 (Platz 16) zwei Gegner, die in dieser Saison eher unserem Kaliber entsprechen. Hier müssen die Punkte geholt werden, um die Klasse zu halten - Erfolge gegen die "Großen" der Liga sind da das Sahnehäubchen!