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Turbulentes 1:1 gegen Alemannia Aachen - KFC ärgert den Tabellenzweiten

Artikel, 14.03.2015

Diese Partie hatte einfach alles: gegen den klaren Favoriten Alemannia Aachen hielt der KFC lange gut mit und kam auch noch einem Rückstand noch zum Ausgleich. In der Nachspielzeit fiel sogar der Siegtreffer, wenn auch irregulär, und brachte die Emotionen auf beiden Seiten ordentlich im Wallung. Am Ende war es dann zwar nur ein Punkt, der KFC meldete sich aber nach zuletzt schwachen Leistungen deutlich stärker zurück.

Gegen den Tabellenzweiten Alemannia Aachen begann der KFC heute mit zwei personellen Veränderungen im Team: für Leon Heine und Athanasios Mentizis kamen Toshinori Uefune und Ioannis Alexiou zurück ins Team. Zudem hat Murat Salar endlich auf der Position des linken Verteidigers reagiert und dort Patrick Jöcks aufgeboten, Kofi Schulz spielte dafür im linken Mittelfeld. Der KFC bot den Aachenern während der gesamten ersten Halbzeit super Paroli und wusste vor allem kämpferisch zu überzeugen. Auf beiden Seiten gab es bis auf ein zwei Torabschlüsse kaum Torraumszenen. Aktivposten auf Seiten des KFC war Kofi Schulz, der sich auf der linken Seite im Mittelfeld sichtlich wohler fühlte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff reagierte Salar auf die mal wieder unauffällige Leistung von Omar El-Zein und brachte Torjäger Aliosman Aydin in der Partie. Auch der gelb-rot gefährdete Uefune blieb in der Pause in der Kabine. Für ihn kam zur zweiten Hälfe Leon Heine in der Partie, der die Position von Uefune im Mittelfeld eins zu eins übernahm. Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde die Alemannia von Minute zu Minute stärker. Der KFC konnte sich einige Minuten kaum aus der eigenen Hälfte befreien und überstand eine Serie von Ecken und eine Großchance von Dowidat zum Glück ohne Gegentor. In der 64. Min war es dann aber leider soweit. Der während der gesamten Partie überforderte Schiedsrichter zeigte nach einem Foul von Hirsch gegen Dowidat auf den Elfmeterpunkt. Strittig, da das Foul in Nähe der Strafraumgrenze passierte. Jerat ließ sich sich die Chance jedenfalls nicht nehmen und verwandelte souverän für die Alemannia zur verdienten Führung. Doch der KFC gab sich danach nicht auf und kämpfte sich zurück in die Partie. Nach Standards hatten sowohl Alexiou als auch Ellguth per Kopf die große Chance zur Ausgleich. Der KFC rannte immer wieder an und wurde offensiver. Für den starken Alexiou kam in der 79. Minute Mentizis in die Partie, um Aydin im Zentrum zu unterstützen. Dennoch musste auch auf Seiten des KFC ein Standard her, um zum Treffer zu kommen. Einen Freistoß aus ca. 25 Metern hämmerte Weiler in der 85. Minute unter die Latte hinein ins Tor. Der Jubel auf den Rängen der Grotenburg und bei der Mannschaft war riesig. Doch danach war noch nicht Schluss. Der KFC macht weiter Druck und kam immer wieder in Tornähe der Aachener. Mentizis hatte kurz vor Schluss nach einer schönen Freistoßvariante die Führung auf dem Fuß, wurde aber im letzten Augenblick noch geblockt. In der Nachspielzeit war es dann Weiler, der nach einem Freistoß per Hand das 2:1 für den KFC erzielte. Weder der Schiedsrichter, noch der Linienrichter hatten das Handspiel gesehen. Doch nach heftigen Protesten auf Seiten der Aachener und einer mehrminütigen Rudelbildung zwischen Spielern und Verantwortlichen beider Mannschaften gab Weiler sein absichtliches Handspiel zu und der schwache Schiedsrichter nahm das Tor zurück und pfiff das Spiel ab. Auf die Leistung lässt sich definitiv aufbauen. Der Einsatz stimmte während der gesamten Partie und das Team hat sich dieses Erfolgserlebnis einfach verdient. Diese Leistung gilt es nun auch in den Spielen gegen die direkten Konkurrenten Siegen und Bochum umzusetzen. Dann sollten bald auch wieder Siege für den KFC folgen.