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Keine Chance gegen Fortuna - Mini-Erfolgsserie endet in Düsseldorf

Artikel, 02.11.2013

Fast kam in den letzten Wochen so etwas wie Euphorie auf beim KFC. Mit zwei Siegen und einem Unentschieden schaffte die Mannschaft den Schritt aus der Abstiegszone heraus. Und auch im Pokal reichte es zu einem Sieg und dem Weiterkommen in die nächste Runde. In Düsseldorf folgte dann aber postwendend der Dämpfer, mit 3:1 schickte die Zweitvertretung der Fortunen die Uerdinger wieder nach Hause.

Trotz Dauerregens hatten hunderte Fans den Weg in die Landeshauptstadt auf sich genommen und stellten damit auch klar den Löwenanteil der gut 1.000 Zuschauer. Dass die anfänglich so gute Stimmung nicht lange hielt, lag wieder einmal an individuellen Fehlern in der Abwehr und dem Spielaufbau. Schon nach vier Minuten setzten die Hausherren mit einem Lattentreffer von Taskin eine erste Duftmarke. Und gleich in der nächsten Szene ließ sich Tim Rubink von seinem Gegenspieler düpieren, Bebou ließ ihn stehen und vollendete zur frühen Führung (5.). In der Folge entwickelte sich ein recht offener Schlagabtausch, soweit der rutschige Rasen es zuließ. Dabei zeigte sich wieder einmal das Problem unserer Mannschaft: Im Angriff durchaus wettbewerbsfähig, in der Defensive oftmal katastrophal. Zweimal musste Udegbe retten, damit der Rückstand bis zur Pause nicht noch größer wurde. Den Ausgleich hatte indessen Emrah Uzun auf dem Fuß, traf jedoch nur den Pfosten. Die wenigen Standardsituationen wurden wie gewohnt kläglich vergeben - den Höhepunkt setzte hierbei Lance Voorjans, der einen Freistoß genau auf die Ein-Mann-Mauer schoss. Mit dem Pausenpfiff war der Trainer sichtlich bedient, schon einige Minuten vor der zweiten Halbzeit schickte er seine Mannschaft wieder raus in den Regen. Seine Ansprache hatte aber offensichtlich nichts gebracht, ein weiterer Aussetzer der Verteidigung ermöglichte den Fortunen in Person von Erat das 2:0. Auch in der Folge waren die Hausherren dem nächsten Tor näher als der KFC, der nur selten gefährlich wurde. Erneut Bebou erzielte dann auch das 3:0, ehe der für den verletzten Saka eingewechselte Papas mit dem 3:1 kurz vor Schluss noch etwas Ergebniskosmetik betrieb. Trotz der Enttäuschung über die Leistung der Mannschaft war eine Niederlage gegen die sechstplatzierten Fortunen keine sonderliche Überraschung. Insbesondere im Vergleich mit dem Spiel gegen den Oberligisten aus Ratingen konnte man schön beobachten, wo das Niveau unserer Mannschaft liegt. Viele Spieler, die im Pokal noch gut mithalten konnten, waren gegen die schnellen und technisch starken Düsseldorfer klar überfordert. Wenig überraschend ist auch, dass eine Verteidigung, die selbst gegen einen Oberligisten drei Tore zulässt, nicht ansatzweise Regionalliganiveau hat. Dass Eric van der Luer inzwischen gebetsmühlenartig die mangelnde Leistung der Spieler anprangert zeigt, dass auch er entweder keine Lösung sieht oder nicht gewillt ist, bestimmte Spieler auf die Bank zu verbannen. Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass ihm die Transferperiode im Winter ein paar wirkliche Alternativen im Kader beschert. In jedem Fall dürfte der Klassenerhalt noch ein sehr hartes Stück Arbeit werden.