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Uerdingen ohne Konzept - Auch in Oberhause keine Punkte

Artikel, 16.11.2013

Nachdem gegen Aachen nur ein recht magerer Zähler errungen werden konnte, sollte am heutigen Abend wieder etwas für das Punktekonto und gegen den Abstieg getan werden. Doch auch gegen die verletzungsgeplagten Oberhausener stand am Ende eine Niederlage zu Papier. Dabei war das Spiel keineswegs so knapp, wie das Ergebnis klingt. Die Mannschaft zeigte sich komplett verunsichert und ungefährlich und hätte eigentlich schon zur Halbzeitpause deutlich höher zurück liegen müssen.

Dass gegen Aachen mehr hätte drin sein müssen, hatte wohl auch Trainer Eric van der Luer gemerkt und gleich auf mehreren Positionen gewechselt. Für die verletzten Saka und Alexiou liefen Voorjans und Rubink auf. Die größte Überraschung war aber wohl, dass Issa Issa diesmal von Beginn an auf der Bank saß. Für ihn stand Musah Celik in der Startaufstellung. Trotz der personellen Änderungen hielt van der Luer aber weiter am bekannten System fest. Die Partie begann dann denkbar ungünstig und erinnerte stark an den Anfang des Spiels in Düsseldorf. Bereits in der zweiten Minute blieb Nimptsch im Rasen hängen, die Oberhausener konnten daraufhin vor das Tor ziehen und durch Menke früh in Führung gehen. Wieder mal ein individueller Fehler, diese ziehen sich inzwischen wie ein roter Faden durch die bisherige Saison. Normalerweise hätte man nach dem unglücklichen Rückstand ein Aufbäumen der Mannschaft erwartet, doch davon war nichts zu sehen. Auch in der Folge spielte nur RWO und kam auch zu weiteren guten Chancen - der KFC hätte sich über zwei weitere Gegentore nicht beschweren dürfen. In der anderen Richtung lief hingegen gar nichts zusammen, was vor allem an der katastrophalen Fehlpassquote des KFC lag. Und selbst wenn die Uerdinger es einmal bis an die Strafraumgrenze geschafft hatten, folgte entweder ein Ballverlust oder das Leder landete durch lauter Rückpässe wieder bei Udegbe. Gefahr für das Oberhausener Tor bestand eigentlich zu keinem Zeitpunkt. Zwei schwache Fernschüsse waren alles, was unsere Offensive zu Stande brachte. Deswegen war es auch sehr überraschend, dass in der 44. Minute Voorjans den Ausgleich erzielte. Doch sein Schuss von der Strafraumgrenze landete unhaltbar im rechten Eck. Es schien fast so, als ob es plötzlich wieder Hoffnung für den KFC gäbe. Kurz vor der Pause wurde dann auch noch Uzun im Strafraum zu Fall gebracht, doch der nötige Pfiff blieb aus. In der zweiten Halbzeit war von diesem Hoffnungsschimmer dann aber nicht mehr viel zu sehen. Die Hausherren bestimmten das Spiel weiterhin, Uerdingen fand im Angriff quasi nicht statt. Stattdessen erzielte Jansen in der 60. Minute das 2:1. Eric van der Luer brachte in der Folge doch Issa Issa und die beiden einzigen Stümer auf der Bank, Maik Kuta und Dominik Oehlers. Doch auch das brachte keine Besserung - ohne wirkliche Chance für den KFC ging die Partie zu Ende. Die harmlose Darbietung des KFC trübte natürlich auch die Stimmung bei den mitgereisten Fans. Nicht wenige waren der Meinung, dass Eric van der Luer nicht mehr der richtige Trainer sei. Man mag drüber streiten, ob es am Trainer liegt oder an dem System, welches die Mannschaft nicht umsetzen kann. In jedem Fall muss dringend etwas passieren, damit der KFC zur Winterpause nicht auf einem Abstiegsplatz steht.