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Endlich wieder souverän - Voorjans schießt KFC ins Halbfinale

Artikel, 26.01.2014

Endlich mal wieder ein ungefährdeter Sieg! Als KFC-Fan ist man es diese Saison ja schon gar nicht mehr gewohnt, entspannt am Spielfeldrand stehen und sich auf das Ende eines Spiels freuen zu können. Zu viele Rückschläge gab es in der bisherigen Regionalligasaison, zu oft brachte sich die Mannschaft mit individuellen Fehlern selbst um ihren Lohn. Doch gegen den VfB Homberg traten die Uerdinger endlich mal wieder engagiert auf und sicherten sich souverän den Einzug in das Pokalhalbfinale. Bei den Fans kamen trotz des garstigen Wetters warme Erinnerungen an die Erfolgssaison in der Oberliga hoch, als solche Leistungen an der Tagesordnung waren.

Nicht nur das Wetter war an diesem Tag wenig einladend, auch der Platz hatte sicherlich schon bessere Tage gesehen. An einigen Stellen bestand er eigentlich nur noch aus lehmigem Matsch, der absolut keinen Halt mehr bot. Gepaart mit einem Schiedsrichter, der nicht zwischen Foulspiel und Ausrutschen unterscheiden konnte, kam es während der Partie zu manch kurioser Szene. Um das Thema Schiedsrichterleistung gleich zu Beginn abzuhandeln: es war wenig überzeugend. Nicht nur bei klaren Fouls wurde häufig falsch entschieden, auch die Abseitsregel erfuhr manche Neuinterpretation. Am Ende des Tages war aber auch das egal. Zu Spielbeginn die erste negative Überraschung. Anders als angekündigt stand Ioannis Alexiou doch nicht auf dem Platz, der Rücken spielte wohl nicht mit. Stattdessen kam Jungspund Norman Jakubowski zum Einsatz, der in der Verteidigung mit Touré, Rubink und Schattner die Viererkette bildete. Wie schon in den Testspielen standen auch die genesenen Benjamin Baltes und Kosi Saka wieder in der Startaufstellung. Neuverpflichtung Deniz Senvinc nahm zunächst auf der Bank Platz. Schon zu Beginn war der KFC klar überlegen und schnürte die Homberger in der eigenen Hälfte ein. Das lag vor allem an den sehr aktiven Benjamin Baltes und Lance Voorjans, aber auch Emrah Uzun machte wie immer viele Meter. Die erste Chance hatte Voorjans, der seine gute Form aus der Vorbereitug bestätigte, doch sein Flugkopfball nach Rubinks Flanke verfehlte das Tor knapp. Kurz darauf schaffte es auch Emrah Uzun, eine halbhohe Flanke mit den Knie nur neben das Gehäuse zu setzen. Die Hausherren versuchten es in dieser Phase nur mit langen Bällen, konnten dem Uerdinger Tor aber nicht wirklich gefährlich werden. Nach 25 Minuten dann endlich das erste zählbare Ergebnis, der KFC traf zum 0:1. Lance Voorjans setzte sich wunderschön durch und legte vor dem Torwart quer - Moses Lamidi musste den Ball nur noch zur Führung einschieben. Es folgte die größte Chance der Homberger in der ersten Hälfte. Nach einem Freistoß kam ein Spieler von außerhalb des Strafraums zum Schuss, doch den harten aber unplatzierten Ball konnte Udegbe per Faustabwehr klären. Der KFC vergab im Anschluss noch einige teils hochkarätige Chancen, doch kurz vor der Pause konnte dann Lance Voorjans noch per Volleyschuss zum 0:2 treffen. Nach der Pause war das Spiel etwas zerfahrener - der KFC setzte sich zwar in der gegnerischen Hälfte fest, wirkliche Chancen waren aber Mangelware. Da musste ausnahmsweise eine Standardsituation helfen: der Ball fand Lance Voorjans, welcher mit einem elegant platzierten Kopfball seinen zweiten Treffer erzielte. Im weiteren Spielverlauf war der KFC weiter dominant, hielt sich aber zurück und spielte die Zeit herunter. Deniz Sevinc kam zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz, konnte sich in der jetzt recht ereignislosen Partie aber nicht mehr wirklich zeigen. Alle Beteiligten, insbesondere aber die durchgefrohrenen Fans, warteten nur noch auf den Abpfiff. Doch vorher leistete sich Kapitän Kosi Saka noch einen Patzer und lud die Homberger so doch noch zum unverdienten Ehrentreffer ein. Anders als in der Hinrunde, wo ähnliche Fehler oft von den Mitspielern einfach hingenommen wurden, gab es diesmal aber auch ein entsprechendes Echo. Schlussmann Udegbe war sichtlich erbost, dass er am Ende doch noch überwunden wurde, und eilte für ein paar sehr deutliche Worte aus seinem Kasten. Es sollte aber der einzige negative Moment des Nachmittags bleiben, kurz darauf schickte der Schiedsrichter die Mannschaften endlich in die warme Kabine. Im Uerdinger Lager war die Stimmung nach dem Abpfiff verständlicherweise deutlich besser. Die gezeigte Leistung macht Hoffnung darauf, dass die Rückrunde doch noch etwas erfolgreicher verlaufen könnte. Im Halbfinale muss der KFC gegen einen weiteren alten Bekannten aus der Oberliga ran. Der TV Jahn Hiesfeld bezwang den Wuppertaler SV im Elfmeterschießen und ist damit die letzte Hürde der Uerdinger auf dem Weg in das Pokalfinale.