Schluesselszene.net

Die nächste Chance - Karnevalssamstag in Köln

Artikel, 28.02.2014

Am Dienstag hat es gegen den Tabellenführer Fortuna Köln erwartungsgemäß nicht zu einem Punkt gereicht, doch schon morgen kann die Mannschaft einen neuen Anlauf starten. Dann spielt sie um 13:00 Uhr bei der Zweitvertretung des 1. FC Köln im Franz-Kremer-Stadion (RheinEnergieSportpark, Franz-Kremer-Allee 1-3, 50937 Köln). Die Kölner waren über den Spieltermin am Karnevalswochenende wohl wenig glücklich, schließlich hat man da als Jecke für gewöhnlich Besseres zu tun. Die Ultras Krefeld wollen hingegen mal wieder Fußball und Karneval verbinden und laden alle Fans zu einer Kostümfahrt ins Alaaf-Gebiet ein.

Etwas gute Laune im Vorfeld ist auch mit Sicherheit notwendig, denn an das Hinspiel gegen die Kölner U23 erinnert man sich aus Uerdinger Sicht nur sehr ungern. Mit der katastrophalen Defensivarbeit, die den KFC in der Hinrunde besonders auszeichnete, kassierte man in der Grotenburg eine deutliche 0:4-Niederlage. Der verkorkste Saisonstart war endgültig besiegelt und die Stimmung dementsprechend - bald darauf sollte aber das Spiel gegen Lotte zeigen, dass es durchaus noch schlimmer geht. Zwei der Gegentore bei diesem Spiel erzielte übrigens ein gewisser Maurice Exslager, eigentlich ein Spieler der ersten Kölner Mannschaft. In gerade einmal vier Einsätzen in der Regionalliga traf er bereits sechsmal und bereitete zudem noch ein weiteres Tor vor. Das ist deswegen interessant, weil der Stürmer, mit dem die Kölner in dieser Saison bislang alle Spiele gewonnen haben, auch diesmal wieder gegen den KFC im Kader der U23 stehen wird. Doch damit nicht genug, auch Maximilian Thiel (diese Saison vier Einsätze in der 2. Liga) und der nach langer Verletzungspause wieder genesene Sascha Bigalke kommen aus dem Kader des Tabellenführers der zweiten Liga. Die Kölner haben auch allen Grund, ihre Mannschaft derart aufzurüsten. Mit sieben Punkten ist der Abstand zu den Abstiegsrängen noch lange nicht groß genug, um sich beruhigt zurück lehnen zu können. Dem KFC bleibt in dieser Situation mal wieder nichts anderes übrig, als diese Wettbewerbsverzerrung klaglos hinzunehmen. Als personelle Reaktion könnte Trainer van der Luer höchstens Güngör Kaya trotz mangelnder Spielpraxis durch seine Sperre von Anfang an bringen, um der Offensive frischen Wind zu verleihen. Während Hamza Cakir vermutlich immer noch nicht fit ist, liegt der Antrag von Burak Kaplan inzwischen nicht mehr beim DFB sondern bei der FIFA, weiterhin ohne Ergebnis. Einen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch, denn die Kölner scheinen sich mit dem KFC zuletzt nicht sonderlich beschäftigt zu haben. Gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger äußerte sich FC-Trainer Stephan Engels so über die Uerdinger Mannschaft: "Wir treffen auf einen kampfstarken Gegner, der vor allem bei Standards gefährlich ist". Nicht überliefert ist, ob nach dieser Aussage eine Karnevalskapelle einen dreifachen Tusch spielte.