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Die Hoffnung schwindet - Wieder keine Punkte gegen Gladbach

Artikel, 23.03.2014

Entscheidend ist auf'm Platz. Eigentlich ein Fall für das Phrasenschwein, beim unserer Mannschaft scheint dieser Spruch jedoch noch nicht angekommen zu sein. Denn während auch in der vergangenen Woche wieder einmal die ja doch vorhandene Qualität der Mannschaft betont wurde, zeigte sich auf dem Feld erneut, warum der KFC verdientermaßen im Tabellenkeller steht. Denn 20 Minuten Fußball spielen reicht einfach nicht.

Schlecht, aber nicht aussichtslos - so sahen die meisten Fans vergangene Woche die Situation. Denn der Rückstand auf Wattenscheid und Bochum II betrug jeweils nur drei Punkte. Die englische Woche mit drei durchaus machbaren Gegnern sollte den Schritt aus der Abstiegszone bereiten, sieben bis neun Punkte kalkulierten die Optimisten, um am Ende über dem Strich zu stehen. Wie schon gegen Essen und anderen Spielen dieser Saison legte die Mannschaft auch ordentlich los. Ein paar gute Chancen, ein paar halbe Chancen, sogar nach einer Ecke wurde es mal gefährlich. Das Tor durch Kofi Schulz war dann aber ein Geschenk des Gladbacher Torhüters, der einen Flatterball von Kaya nur abprallen ließ. Verdient war die Führung zu diesem Zeitpunkt trotzdem, nach Ansicht der Fans hätte es auch gerne so weiter gehen können. Doch wie schon gegen Essen stellte die Mannschaft nach der Führung plötzlich das Spielen ein. Alles, was bis zu diesem Zeitpunk gut funktioniert hatte, war plötzlich nicht mehr möglich. Zahlreiche Fehlpässe und Stellungsfehler folgten, die Offensive war von einer Minute auf die andere komplett abgemeldet. So brachte man die Gäste erneut zurück ins Spiel, schon vor der Pause musste Robin Udegbe zwei mal in höchster Not klären. Nach der Pause war leider keine Besserung zu sehen. Die Mannschaft war komplett von der Rolle und brachte keinen Spielzug mehr zustande. Güngör Kaya und Kofi Schulz verhungerten in der Offensive, ein paar unplatzierte hohe Bälle waren alles, was aus dem Mittelfeld noch kam. Eric van der Luer erkannte auch endlich mal, wo das Problem lag, und wechselte erst Issa Issa und dann auch Kosi Saka aus. Doch auch Korte und Voorjans brachten keine Besserung. Wenn es nach vorne nicht läuft, lädt man bekanntlich den Gegner ein. Der Ausgleich fiel dann wie auch schon das entscheidende Gegentor in Lotte durch einen Handelfmeter. Tim Rubink wurde der Ball aus einem Meter Entfernung an den Arm geschossen. Ärgerlich und unötig, doch ohne den erneut starken Udegbe wäre der Ausgleich ohnehin schon früher gefallen. Dass dann ausgerechnet Norman Jakubowski, eine der wenigen positiven Überraschungen dieser Saison, das 1:2 verschuldete, passte zum ohnehin gebrauchten Tag. In der Defensive spürte man gegen Ende auch das Fehlen des verletzten Ioannis Alexiou, der mit seiner Erfahrung für mehr Stabilität hätte sorgen können. Aber auch die zahlreichen Ausfälle reichen sicherlich nicht als Begründung für die Niederlage. Dass auch dieser Rumpfkader einen Gegner wie Gladbach dominieren kann, war ja in den ersten 25 Minuten zu beobachten. Ohnehin ist es bei einem Blick auf die gestrige Aufstellung kaum zu glauben, dass dieses Team schlechter als beispielsweise Wattenscheid sein soll. Am Ende des Spiels lagen dann nur noch die Nerven blank. Die Zuschauer machten ihrem Unmut Luft und Eric van der Luer erwieß sich mit seine Geste in Richtung Fanblock selbst einen Bärendienst. Man muss fast schon froh sein, dass es bereits am Dienstag mit dem Spiel in Bochum weiter geht und man nicht zu viel Zeit hat, sich über das Gesehene aufzuregen. Wenn auch da wieder verloren wird, kann man das Thema Regionalliga vermutlich ohnehin abhaken. Bleibt zu hoffen, dass das auch den Spielern klar ist.