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Was macht eigentlich... Regjep Banushi?

Interview, 12.06.2018

Schlüsselszene hat mit unserem ehemaligen Stürmer Regjep Banushi gesprochen. Banushi in der Winterpause der Saison 2008/2009 zum KFC Uerdingen gewechselt ist. Er schlug sofort ein und erzielte in 12 Einsätzen 12 Tore und bewahrte den KFC als bester Schütze in dieser Saison vor dem schweren Gang in die Landesliga. 2010 verletzte sich Banushi im Heimspiel gegen Viktoria Goch so schwer, dass er leider nie mehr für den KFC Uerdingen spielte und der Vertrag im Januar 2012 in beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst wurde.



Regjep, wie geht’s Dir heute? Was machst Du heute?

Mir geht es gut. Ich bin glücklich verheiratet und habe einen 18 Monate alten Sohn. Mittlerweile arbeite ich in der Baubranche und leite einen Stuckatteurbetrieb mit acht Mitarbeitern Namens REBA-Bau. Da ich vor meiner Fußballzeit eine Ausbildung zum Stuckatteur absolviert habe, war mein Plan, dem nach meiner aktiven Fußballerzeit auch nachzugehen!


Wie kam es damals zum Wechsel zum KFC Uerdingen?

Ich spielte zuvor in Sprimont in Belgien und hatte einen Vertrag über ein Jahr. Dort habe ich mich nicht mehr wohl gefühlt, meine Freunde und meine Familie fehlten mir. Zu dieser Zeit war es dann Uwe Weidemann, der mich anrief und fragte, ob ich nicht zum Probetraining kommen wolle. Sie suchten sehr dringend einen Stürmer! Das Angebot nahm ich gerne an und ein paar Tage später stand ich schon beim KFC unter Vertrag!


Deine Torquote gerade in der ersten Saison sprach für sich, Du  hast den Verein vor dem Abstieg bewahrt. Gab es Angebote von höherklassigen Mannschaften?

Als ich in der Saison 2008/2009 zum KFC wechselte, war der Verein mitten im Abstiegskampf. Ich hab mich aber sofort wohl gefühlt und gleich in meinem ersten Spiel gegen TuRu Düsseldorf mit einem Doppelpack meinen Einstand gefeiert. Die Saison nahm dann so ihren Lauf. Wir haben den Klassenerhalt geschafft und ich habe in 12 Spielen 12 Tore geschossen und konnte dazu beitragen, dass wir nicht abgestiegen sind. Meine Leistungen in der Rückrunde haben auf jeden Fall dafür gesorgt, dass ich Angebote von anderen Vereinen bekommen habe. Unter anderem von Fortuna II und auch Rot Weiß Essen als Regionalligist.


Warum bist Du dann beim KFC geblieben?

Das Team war super und wir hatten mit Uwe Weidemann einen sehr erfahrenen Trainer. Mit meiner Art Fußball zu spielen gewann ich die Herzen der Fans und fühlte mich immer sehr geehrt, für den KFC Uerdingen zu spielen. Der damalige Präsident Lakis hat mir dann einen Dreijahresvertrag angeboten, den ich ohne zu zögern annahm. Ich hab mit zu 100% mit dem Verein und den Fans identifiziert.


Es folgte ein Auf und Ab beim KFC, schließlich der Aufstieg 2011. Was war das schönste Erlebnis beim KFC?

2011 war der tolle Aufstieg, der war für den Verein so wichtig. So ein Verein, diese Fans. Das gehört einfach nach oben! Zum Aufstieg konnte ich leider wenig beitragen, da ich mir im Spiel gegen Viktoria Goch einen Schien- und Wadenbeinbruch zugegzogen habe. Das hat meine Karriere im Endeffekt beendet. Ich habe mich 16 Monate in der Reha gequält und immer mein Ziel vor Augen gehabt. Ich wollte wieder Spielen. Aber am Ende sollte es nicht sein! Manchmal müssen einfach Dinge passieren, damit bessere folgen!


Was ist Dir in besonderer Erinnerung geblieben?

In besonderer Erinnerung ist mir sicherlich mein Viererpack gegen Viersen zu Hause in Erinnerung geblieben. Das ist schon selten! Das Gefühl, wenn die Fans Deinen Namen rufen. Das ist unbeschreiblich.. Banushi ohooh Banushi!!


Verfolgst Du den KFC heute noch?

Klar verfolge ich den KFC noch! Ich hab mich sehr über den Aufstieg in die dritte Liga gefreut und gratuliere von Herzen! Viel Erfolg und alles Gute in der dritten Liga!


Gibt es noch Kontakt zur Mannschaft von früher?

Hier und da gibt’s zu ein paar Leuten noch Kontakt und ich freue mich immer, wenn wir uns mal wieder sehen!


Regjep, wir danken Dir sehr für das Gespräch und wünschen Dir für die Zukunft weiterhin alles Gute!




Das Interview führte Tim Krug