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Freitag gegen den "Dorfklub"

Neuigkeit, 23.08.2018

Nein, Dorfklub soll nicht despektierlich klingen, ist es viel mehr eine selbstgewählte Beschreibung der Homepage unseres nächsten Gegners, der SG Sonnenhof-Großaspach. Und nicht nur der Name des Vereins sondern auch der Dorfklub Slogan erinnert an längst in Vergessenheit geratene Tage, wo die Gegner wirkliche Dorfklubs waren und den Acker zum Beben bringen wollten.

Trotz der selbst gewählten Beschreibung Dorfklub darf die SG SHGA nicht unterschätzt werden. Der Verein ist seit 2014 Mitglied der 3. Liga. Und das, wo der Verein erst 1994 offiziell gegründet wurde. Ein Verein, der maßgeblich von Uli Ferber mit geprägt wird, welcher im Aufsichtsrat der SG sitzt und "nebenbei" als Spielerberater u. a. Mario Gomez, Bernd Leno oder auch Joshua Kimmich vertritt. Viel Prominenz also für ein "Dorf", irgendwo zwischen Stuttgart und Heilbronn gelegen. Doch der Schein des Dorfes darf nicht trügen. In der zweiten Drittligasaison klopfte Großaspach sogar eine Weile am Tor zur 2. Liga, schaffte es dann jedoch nur auf Platz sieben. In der laufenden Spielzeit läuft es noch durchwachsen für die Württemberger. Der einzige Dreier gelang beim Tabellenschlusslicht Sportfreunde Lotte, zu Hause gelangen gegen Osnabrück und Kaiserslautern jeweils Unentschieden und das Auftaktspiel beim FC Carl Zeiss Jena verlor die überwiegend sehr junge Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann mit 3:2. Gegen Uerdingen sieht sich Großaspach selbst in der Außenseiterrolle, will aber dennoch in Duisburg etwas mitnehmen. Hildmann betont, man fahre "mit breiter Brust nach Duisburg" und dass man "trotz der klaren Favoritenrolle des KFC [...] Einsatz und Leidenschaft auf den Platz bringen" wolle, um so möglichst etwas Zählbares mitzunehmen. Bis auf den Defensiven Mittelfeldspieler Yannick Thermann stehen alle Spieler zur Verfügung. Auch der vom MSV Duisburg gewechselte Linksverteidiger Dan-Patrick Poggenberg. Einmal mehr ein Indiz auch dafür, dass auch bei der SG Sonnenhof Großaspach, trotz des Dorfklub Images, gute Möglichkeiten vorhanden sind. Das weiß auch Stefan Krämer, der den Großaspachern eine große Stabilität in der Innenverteidigung und viel Fleiß im Mittelfeld attestiert. "Es wird schwer, durchs Zentrum zu kommen und Tore zu schießen. Wir müssen Räume finden und dürfen nicht in Konter laufen".

Aber natürlich ist Krämer auch daran gelegen, die drei Punkte am Freitag zu Hause zu behalten und vorrübergehend Tabellenführer der dritten Liga zu werden. "Es ist immer etwas Besonderes, Freitagabend unter Flutlicht zu spielen. Und die Zielsetzung ist klar: Wir wollen gewinnen!"

Nach dem 8:1 im Pokal gegen den SSV Berghausen findet seit Montag die Vorbereitung auf das Spiel statt. Wieder mit im Mannschaftstraining ist auch Maurice Litka, dessen Heilungsprozess sehr gut verläuft. Ein Kandidat für das Spiel am Freitag ist er selbstverständlich noch nicht. Auch Jojo Dörfler (nach wie vor zu hohe Entzündungswerte) und Dennis Daube (Hexenschuss) können beim Spiel nicht mithelfen, so dass die Aufstellung mit Spannung erwartet werden darf. "Wir dürfen erst einmal nicht in Rückstand geraten. Daran ist uns immer gelegen. Aber wir werden dennoch nicht zu vorsichtig agieren - das ist nicht unsere Art", so Krämer vor dem Spiel.

Die Frage, was aus Lucas Musculus wird, ist weiter ungeklärt. Darf er von Anfang an spielen oder ist er wieder "nur" Joker? Oder steht vielleicht gar nicht im Kader. Auch wenn alle KFC Verantwortlichen betont haben, dass ein Wechsel Musculus' für diese Saison kein Thema ist, bestätigte Franz Wunderlich - seinerseits Mäzen des FC Viktoria Köln - ein offizielles Angebot an den KFC abgegeben zu haben. Beide Vereine befänden sich in fairen Gesprächen. Das Thema Musculus scheint also noch nicht vom Tisch. Nichstdestotrotz erwartet den KFC eine schwere Aufgabe am Freitag Abend, die es zu lösen gilt.

Anpfiff ist um 19 Uhr in der Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg!

Ein wichtiger Hinweis gilt für alle Fans, die mit dem Auto nach Duisburg reisen wollen.
Da sich auf der A59 gerade Freitags zur Feierabendzeit recht häufig Staus bilden, muss eine entsprechend längere Anreisezeit eingeplant werden. Alternativ kann es einfacher sein, das Auto komplett stehen zu lassen und auf den öffentlichen Nahverkehr auszuweichen!