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Heimsieg gegen Rostock!

Neuigkeit, 08.12.2018

Es war eine schwere Aufgabe, die Stefan Krämer zu lösen hatte. Zum einen kam mit dem FC Hansa Rostock eine vermeintliche Spitzenmanschaft in die Grotenburg. Zum anderen musste er auf gleich zwei Stammspieler in seiner Viererabwehrkette verzichten. Neben dem gelbgesperrten Kevin Großkreutz musste der Uerdinger Trainer auch Innenverteidiger Dominic Maroh ersetzen, der unter der Woche krank war und nicht rechtzeitig zum Spiel fit wurde. Für Ihn schaffte es Robert Müller zu seinem Startelfeinsatz. Auf der Rechtsverteidiger-Position war es Alexander Bittroff, der den Vorzug vor Jan Holldack erhielt. Das Spiel war noch nicht angepfiffen, als ein paar unverbesserliche Idioten meinten, den Sport als Bühne für ihre eigene, zweifelhafte Show nutzen zu müssen. Im Stadion brannten Toiletten im Gästeblock. Mit Sport und Fußball-Fan hat das herzlich wenig zu tun. Doch wir wollen uns dem Geschehen auf dem Platz widmen.

Der KFC startete zielstrebig und versuchte das Spiel von Beginn an sehr breit zu machen und auf die Außen zu verlagern. Nach wenigen Minuten verunglückte eine Kefkir Flanke und senkte sich gefährlich aufs Tor der Kogge. Nach zehn Minuten klingelte es dann fast. Aigner startete über Rechts, falnkte scharf in den Strafraum, doch Maxi Beister verpasste knapp. Noch. Nach gut 25 gespielten Minuten hatte der KFC dann Glück. Einem unnötigen Hackentrick folgender Ballverlust ging schnell nach vorne auf das Tor von René Vollath zu. Cebio Soukou legte sich das Leder am Uerdinger Schlussmann vorbei und verstolperte in der Folge jedoch den Schuss auf's leere Tor, so dass der KFC glücklich sein konnte, nicht in Rückstand zu geraten. Quasi im Gegenzug spielte Stefan Aigner dann einen wunderschönen Querpass in den Lauf von Maxi Beister, der mit einer noch schöneren Annahme sich selbst das Leder nochmal auflegte und zum 1:0 in die Maschen drosch! Der KFC lag nun im Spitzenspiel vorne und zeigte auch in der Folge die bessere Spielanlage mit konsequenteren Angriffen. Der FC Hansa hingegen hatte Glück, dass ein schweres Foul von Biankadi an Alex Bittroff nicht entsprechend geahndet wurde und die Hanseaten das Spiel mit elf Spielern weiterspielen durften. Kurz vor der Pause durfte das Duo Beister/Aigner nochmal seine Gefährlichkeit unter Beweis stellen. Dieses mal war es Maxi Beister, der den in der Mitte wartenden Aigner mustergültig bediente, doch sein starker und platzierter Kopfball wurde mit einer glanztat des Rostocker Keepers entschärft. Doch anstatt mit 2:0 in die Pause zu gehen, kam Rostock nochmal gefährlich vor das Tor. Soukou ließ Schorch mit einem einfachen Heber stehen und stand plötzlich blank vor René Vollath. Gegen seinen Gewaltschuss war Vollath machtlos und so ging es mit einem 1:1 zum Halbzeittee.

Nach der Pause war das Bild dann ähnlich. Der KFC kontrollierte das Geschehen, zog sich nun jedoch etwas weiter zurück und wartete auf Fehler der Rostocker. Acht Minuten nach Wiederanpfiff hatte Beister dann das 2:1 auf dem Kopf. Eine genau getimte Flanke Kefkirs landete auf Beisters Kopf, doch der anschließende Kopfball landete in Abwehrspielermanier neben dem Tor. Kurze Zeit später schlug dann doch wieder die Stunde des Maxi Beisters. Einen tollen Diagonalball von Christopher Schorch nahm Beister wieder wunderbar an, zog an seinem Gegenspieler vorbei und knallte den Ball aus 18 Metern flach ins kurze Eck! Bis zur 80. Minute hatte der KFC das Geschehen in der Folge souverän im Griff, ohne aber vor dem Tor noch zu großen Chancen zu kommen. Dann versuchte es Hansa nochmal. Zweimal innerhalb kürzester Zeit versuchten die Rostocker Spieler, auf dem matschigen Untergrund eine Elfmeter zu schinden, doch der Schiedsrichter hat in den Situationen das Geschehen souverän geleitet und korrekterweise keinen Strafstoß gepfiffen. Im Anschluss war es nochmal Soukou, der zunächst einen Abwehrspieler umspielte und an Vollath scheiterte um kurze Zeit später, anders als beim Ausgleich, den Ball quer zu legen und den vermeintlich besser postierten Spieler anzuspielen. Doch der Ball wurde im letzten Moment vom Uerdinger Abwehrverbund geklärt.

Der KFC festigt mit dem verdienten Heimerfolg den Dritten Platz und hält die Verfolger weiter auf Distanz. Mit vier Siegen aus den letzten vier Spielen und einer deutlichen Steigerung hat Stefan Krämer auch bewiesen, dass die Änderung im Spielsystem zum Erfolg geführt und er eine gute Drittligamannschaft hat. Am kommenden Montag ist der KFC um 19 Uhr zu Gast bei Wehen Wiesbaden, die heute beim VfL Osnabrück mit 2:1 unterlagen. Dabei muss Stefan Krämer wieder umbauen, denn mit Christopher Schorch (5. Gelbe Karte) und Tanju Öztürk (10. Gelbe Karte) fehlen gleich zwei Spieler gelbgesperrt. Dafür darf Kevin Großkreutz wieder mitwirken und auch Dominic Maroh dürfte wieder mit dabei sein.