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Die Würzburger Kickers zu Gast

Neuigkeit, 25.01.2019

Es war das zweite Pflicht- und Punktspiel der dritten Liga Saison 2018/2019 und gleichbedeutend mit dem ersten Sieg des KFC. Bei knapp 40° und einem schnellen Spiel konnte der KFC seinen ersten Dreier der Saison eintüten und bei den Würzburger Kickers mit 2:0 durch Tore von Kefkir und Ibrahimaj gewinnen. Wenn am kommenden Sonntag im Rückspiel der KFC auf die Kickers trifft, ist zum einen ein Temperaturunterschied von gut 40° zu erwarten. Zum anderen aber auch eine andere Ausgangslage.


Auch wenn der KFC, wie schon in der Hinrunde, sein erstes Spiel gegen die SpVgg Unterhaching (4:0) verloren hat, ist die Ausgangslage für den KFC doch recht positiv. Auf Platz drei überwintert und mit vier Punkten Rückstand in Schlagdistanz zum Tabellenführer VfL Osnabrück. In der Winterpause hat sich zudem beim KFC einiges getan. Lucas Musculus gehört nicht mehr zum Kader und schloss sich unter der Woche Viktoria Köln an (wir wünschen viel Erfolg beim Aufstieg in die dritte Liga!). Dafür hat der KFC mit Osayamen Osawe (FC Ingolstadt), Roberto Rodriguez (FC Zürich) und nicht zuletzt mit Adriano Grimaldi (TSV 1860 München) für aufsehenerregende Transfers gesorgt und seine Ambitionen auf den Aufstieg in die 2. Liga unterstrichen.


Auch wenn Grimaldi noch verletzt ist dürfte zumindest die ein oder andere Veränderung in der Formation und Aufstellung erfolgen. Mario Erb ist nach überstandener Verletzung wieder dabei und dürfte mit Dominic Maroh das Innenverteidiger Duo bilden. Auch Kevin Großkreutz wird auf seiner angestammten rechten Außenbahn zurückerwartet. Im Mittelfeld hat Stefan Krämer die Qual der Wahl. Mit Tanju Öztürk und Manuel Konrad stehen beide „Abräumer“ zur Verfügung, aber auch Connor Krempicki, Patrick Pflücke und Maurice Litka drängen auf einen Einsatz. Dazu sind Maxi Beister und Oguzhan Kefkir, ebenso wie Stefan Aigner, mit an Bord und wollen natürlich ihren Anteil an den nächsten drei Punkten haben. Ob Roberto Rodriguez und Osayamen Osawe bereits zum Einsatz kommen, wird sich Sonntag zeigen, doch auch hier hat Krämer noch weitere Optionen in der Offensive dazubekommen.


Es ist also nicht nur die Frage, welchem Personal das Trainerteam das Vertrauen schenkt sondern auch, welcher taktischen Grundformation. Während in der Hinrunde noch häufig ein 4-2-3-1 griff Krämer zuletzt häufiger auf ein 4-3-3 oder auch ein 4-1-4-1 zurück. Konrad spielte dabei leicht vor Öztürk und konnte somit schon vorher Bälle abräumen. Neben defensiver Stabilität hat das Umschaltspiel deutlich besser funktioniert. Mit Osawe im Sturm hat Krämer zudem die Möglichkeit, Stefan Aigner entweder auf seine angestammte Position zurückzuziehen oder aber auch mit dem Sturmduo Aigner/Osawe eine 4-4-2 Aufstellung ins Rennen zu schicken.


Die Würzburger sind nach anfänglichen Schwierigkeiten (Tabellenletzter nach dem dritten Spieltag) mit einer entsprechenden Serie zwischenzeitlich auf Tabellenplatz zwei vorgerückt. Doch einige unglückliche Spiel haben in den letzten Partien dafür gesorgt, dass die Kickers mittlerweile mit 24 Punkten auf Platz 12 und sind mitten im Kampf, nicht in die unteren Tabellenregionen reingezogen zu werden. Mit 28 Toren stehen jedoch sogar zwei mehr auf der Habenseite als beim KFC, dafür aber mit 25 Gegentoren ebenfalls zwei mehr. Verzichten muss Trainer Michael Schiele auf Sebastian Schuppan, der aufgrund einer Gelbsperre fehlt. Schuppan hat bisher alle Spiele über die komplette Distanz bestritten. Der Sturm der Kickers ist mit Orhan Ademi und Dominic Baumann gut und gefährlich besetzt. Beide zusammen sind für 11 der 28 Tore verantwortlich. Zudem wartet mit Simon Skalartidis ein dribbelstarker und Torgefährlicher Mittelfeldspieler auf den Außen.


Den KFC erwartet keine leichte Aufgabe am Sonntag, wenn der Ball um 15 Uhr rollt, doch bei dem starken Spitzenduo KSC und Osnabrück ist ein Sieg fast Pflicht, um sich oben weiter festzusetzen.