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3:2 Niederlage in Meppen

Neuigkeit, 04.02.2019

Beim vergangenen Auswärtsspiel in Meppen musste sich der KFC mit 3:2 (0:0) geschlagen geben. Die Niederlage war unglücklich, doch alles in allem geht ein Meppener Sieg in Ordnung.

Früh fing es an, brenzlig zu werden. Die Meppener versuchten gegen eine verunsicherte und neuformierte KFC Elf von Anfang an Druck aufzubauen und kamen nach nur einer Minute gefährlich in den Strafraum. Den ersten Schuss der Emsländer parierte René Vollath noch mit einem starken Reflex, beim Nachschuss war es dann das Aluminium, was an seiner statt rettete. Für den Uerdinger Übergangscoach Stefan Reisinger hieß es erst einmal durchatmen. Der KFC biss sich ins Spiel und wurde in der Zentrale vor allem vom wiedergenesenen Dennis Daube aber auch vom erstarkten Manuel Konrad stabilisiert. So entwickelte sich in der Folge eine leichte optische Überlegenheit, doch zwingend wurde der KFC nicht. Die Hausherren hingegen hatten durch Niko Proschwitz auf der anderen Seite wieder eine große Gelegenheit, doch er schaffte es aus spitzem Winkel nicht, die Kugel ins Tor zu befördern und schoss vorbei. Auf der Gegenseite war es dann der KFC, der für einen Aufreger sorgte. Osawe wurde im Sechszehner schön freigespielt und versenkte die Kugel im Tor. Doch das Schiedsrichtergespann meinte eine Abseitsposition ausgemacht zu haben. Der Protest der Uerdinger hielt sich in Grenzen, so dass man davon ausgehen kann, dass die Entscheidung richtig war.

Nach dem Wechsel dann zunächst das gleiche Bild. Der KFC in der Defensive um Stabilität bemüht, Meppen im Angriff und gleich wieder mit einer guten Gelegenheit. Doch der KFC konnte klären. Im unmittelbaren Gegenzug wurde Stefan Aigner auf die Reise geschickt. Einen langen Ball erlief der Außenstürmer und zog bis zur Grundlinie durch. Beim anschließenden Pass auf Maxi Beister musste dieser nur noch den Fuß hinhalten und es stand - zum Jubel der 600 mitgereisten Uerdinger - 1:0 für den KFC. So einfach ist Fußball. Nun war es wieder der KFC, der Oberwasser hatte und das Spiel vor sich. Meppen musste kommen und bot dem KFC so die Möglichkeit, zu kontern. Einen dieser Konter nutzte Osayamen Osawe dann zu seinem ersten regulären Tor! Durch Ricardo Rodriguez schön in Szene gesetzt lupfte Osawe den Ball aus 18 Metern über den Torwart in den Winkel. Es stand 2:0 für den KFC und Stefan Reisinger konnte sich kaum einen besseren Einstand wünschen. Der KFC versuchte nun das Spiel zu verwalten und selbst immer wieder Nadelstiche in der Offensive zu setzen. Doch die langen Bälle auf Proschwitz zeigten ihre Wirkung. Erb und Maroh gelang es über 90 Minuten leider nicht, ein entscheidendes Kopfballduell gegen den großen Stürmer zu gewinnen, und auch in dieser Situation. Langer Ball auf Proschwitz, der legt auf Außen ab, Flanke zurück auf Proschwitz. Tor. Nur noch 1:2. Gespielt waren zu dem Zeitpunkt 84 Minuten und es wurde nochmal eng. Dem KFC merkte man jetzt die Verunsicherung an und der SVM hatte Lunte gerochen. Nur wenige Zeigerumdrehungen später schoss Max Kremer den Ball volley an einen Uerdinger. Während das Stadion schon laut auf Elfmeter reklamierte spielte Kremre einfach weiter und drosch den Ball mit viel Effet ins lange Eck. Vollath, der im Spiel bereits überragende Reflexe zeigte, war chancenlos. Jetzt hieß es, einen Punkt zu sichern und mitzunehmen. Doch der SVM war giftig, gallig und gewillt, die drei Punkte mitzunehmen. Eine Flanke von der linken Seite traf Dominic Maroh im wegdrehen am Arm. Der Schiri zeigte auf den Punkt. Eine zweifelhafte Entscheidung sicherlich, da Maroh weder seine Körperfläche vergrößerte noch eine aktive Bewegung zum Ball machte. Doch alle Proteste halfen nichts, nach 95 Minuten trat Proschwitz zum Elfmeter an. Und auch wenn René Vollath die Ecke noch ahnte, so war der Schuss zu platziert. 3:2. Der KFC gibt in zehn Minuten eine 2:0 Führung aus der Hand und steht mit leeren Händen da. Ein kurzes Aufbäumen reichte nicht mehr, das Spiel war verloren.

Doch es war nicht alles schlecht, bei diesem Spiel in Meppen. Klar, braucht das IV Duo Maroh / Erb noch Zeit. Zumal Erb nach seiner Verletzung noch nicht bei 100% zu sein scheint. Doch hätte spätestens nach der ersten Halbzeit sicher eine andere Zuordnung den Kopfballduellen gegen Proschwitz aus Uerdinger Sicht gut getan. Doch die Rückkehr von Dennis Daube macht Mut. Er war der stille Strippenzieher im Mittelfeld, der unaufgeregt viele Bälle gewann und kluge Pässe spielte. Ihm fehlte, ebenso wie den Neuzugängen Osawe und Rodriguez, zwar noch ein wenig die Bindung zum Spiel, doch die Unsicherheit trifft aktuell wohl alle Spieler und es könnte auch zu Teilen der Situation geschuldet sein. Doch auch Rodriguez machte auf seiner linken Seite einen guten Eindruck und hatte viele gute Aktionen im Uerdinger Spiel. Und auch Osayamen Osawe zeigt, wie wichtig es ist, mit einem echten Mittelstürmer zu spielen, der vorne auch mal einen Ball festmachen oder ablegen kann. Mit dem neuen Trainer, auf den viel Arbeit wartet, dürfte nun auch der Mut und die Sicherheit zurückkehren und der KFC in den nächsten Spielen anders auftreten.