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Befreiungsschlag in Lotte

Neuigkeit, 08.04.2019

Endlich ist er da, der erste, langersehnte Dreier im Jahr 2019. Alle, Fans, Verantwortliche und Spielre mussten lange warten und atmeten dafür umso erleichterter auf. Nach dem Finaleinzug im Niederrheinpokal unter der Woche siegte der KFC auch in Lotte.

Frank Heinemann schickte die gleiche Elf auf's Spielfeld wie in Essen. Und kaum hatte er sich gesetzt, konnte er schon wieder aufspringen und jubeln. Stefan Aigner setzte Thomas Blomeyer am Loteraner Sechszehner unter Druck, Blomeyer rutschte weg und Beister konnte den Ball ganz überlegt zum 1:0 einschieben. Ein frühes Tor, wie auch schon in Essen und gegen Lautern. Und der KFC machte weiter. Die beste erste Halbzeit dieser Saison zeigte vor allem, was möglich ist, wenn die Mannschaft im Kollektiv agiert. Angetrieben durch den starken Maxi Beister war es immer wieder das Mittelfeld, was schon früh den Gegner unter Druck setzte und dadurch eindrucksvoll bewies, dass Verteidigung schon im Sturm anfing. Lotte kam nicht zur Entfaltung. Nach 19 Minuten war es erneut Beister, der schon früh für ein richtungsweisendes Ergebniss hätte sorgen können. Doch nach einem schönen Solo scheiterte er am Torhüter der Sportfreunde, so dass es weiter nur 1:0 für die Gäste stand. In der Folge ließ der KFC die Gastgeber etwas mehr kommen und wurde fast bestraft. Oesterhelweg schoss einen Freistoß sehr gekonnt auf's Tor, doch Robin Benz zeigte, dass auf ihn Verlass ist und lenkte das Spielgerät ums Tor!

Mitten ins Herz der Lotter Angriffsbemühungen stach dann Connor Krempicki. Bei einem Konter wurde der Uerdinger Spielmacher nicht angegriffen und hämmerte die Kugel aus 25 Metern einfach ins Tor. Steve Kroll war machtlos und Krempicki feierte seinen ersten, sehr sehneswerten, Saisontreffer zum 2:0! Kurze Zeit später war es schon wieder Maxi Beister, der Rodriguez wunderbar freispielte. Doch der Neuzugang vom FC Zürich scheiterte dieses Mal an Steve Kroll, der seine Mannschaft damit im Spiel hielt. Doch wenig später war auch Kroll wieder machtlos. Rodriguez fand bei einer Ecke den Kopf von Mario Erb, der mit Kraft und Tempo einlief und den Ball unhaltbar zum 3:0 einköpfte. Mit dem Ergebnis ging es auch in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel machte Blau-Rot dort weiter, wo sie vor der Halbzeit aufgehört haben. Wieder war es Beister, wieder mit einem Solo und wieder war Steve Kroll die Endstation. Doch die Sportfreunde fanden nach der Halbzeit mehr zu sich, haben die Räume enger zugestellt und besseren Zugriff auf's Spiel bekommen. In Kombination mit einem verwaltenden KFC hatte Lotte Feldvorteile, die sie auch nach 55 Minuten schon nutzen konnten. Einen hohen Ball in den Strafraum unterschätzte Kevin Großkreutz, Langlitz tanzte um den Verteidiger rum und schloss aus sieben Metern zum 1:3 ab. Doch der KFC hielt an seiner Marschroute fest. Souverän verteidigt, den Ball durch die eigenen Reihen laufen lassen und hinten nicht all zu viel zulassen. Durch immer wieder Entlastungsangriffe kam Lotte nicht mehr zu gefährlich vor's Tor und wenn, war Robin Benz zur Stelle.

Zwei Wehrmutstropfen muss der KFC verzeichnen. Adriano Grimaldi hat einen Schlag auf den Knöchel bekommen, für ihn ist die Saison vermutlich vorbei. Adam Matuschyk wurde bereits nach 22 Minuten verletzt ausgewechselt. Eine Diagnose steht noch aus. Mario Erb konnte zwar verletzungsfrei die Partie beenden, ist aber gegen den Spitzenreiter Osnabrück gelbgesperrt.

Der KFC hat mit dem Ergebnis einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt geschafft.