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Saison 2021/22 - Ideen & Co.

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Stroem
vor 1 Monat | Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat #31

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Würde ich anders sehen. Gerade die gute Jugendarbeit sollte jetzt stark unterstützt werden. Dazu brauchen wir insbesondere Trainingsmöglichkeiten und gutes Personal. Jugendbundesliga muss das Ziel sein. Ein gesunder Unterbau.


Ich trainiere eine E-Jugend ohne Leistungsansprüche. Das kostet jede Woche 8-10 Stunden, wenn Spielbetrieb ist. In Uerdingen wären es vermutlich eher 15-20 Stunden. Insbesondere wenn man da auch noch scouten soll. Finde es da nicht ganz abwegig, dass solche Leute auch Geld erhalten.


PS: Ich bekomme übrigens nichts. Und möchte auch nichts. Mache das Ehrenamtlich, weil man Sohn dort spielt. Macht Spaß, aber kostet echt viel Zeit und Nerven.

Ich hätte Bock auf Regionalliga. Wenn man sich aber die Zahlen und sportlichen Möglichkeiten anschaut, wäre ich schon mit der Oberliga zufrieden. Da könnten wir vorübergehend auch auf einer Bezirkssportanlage wie Fischeln spielen. Zusätzlich sollte man dann die Jugendarbeit stärken, um in ein zwei, drei Jahren die Regio sportlich in Angriff zu nehmen, wenn man bis  dahin auch wirtschaftlich stabil ist. Der Etat in Liga 5. liegt so zwischen 150.000 und 300.000 Euro. Das klingt schon erheblich machbarer.
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Stoffel
vor 1 Monat #32
Klar ist die Jugend wichtig. Aber wenn der Verein aus finanziellen Gründen aus dem Register gelöscht wird, ist damit auch die Jugend weg. Also wird da definitiv der Rotstift ran müssen.
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Wittenberg
vor 1 Monat | Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat #33

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Da sind wir doch gar nicht weit auseinander. Gutes Personal hängt ja auch nicht immer mit dem Geldbeutel zusammen. Für einen U19 Trainer in der Niederrheinliga sind 450 euro im Monat schon angemessen und sollen auch bezahlt werden. 


Die notwendigen Kosten müssen schon beibehalten werden. Auf Null setzen lässt sich das nicht. Wenn die Niederrheinliga gehalten wird, ist das in den nächsten Jahren schon in Ordnung.


Generell muss aber jeder verfügbare Euro abseits von den gerade benötigen Jugendkosten für die 1. Mannschaft genommen werden. Jugend schön und gut und wichtig, aber wichtiger ist die 1. Mannschaft. Würde auch gerne mal 5 U19 Spieler dann in der 1. Mannschaft sehen, aber die Realität ist nunmal anders. 


Und wie viele Fans sich am Ende für die Jugend interessieren, sieht man, wenn man deren Spiele Sonntags um 11 Uhr besucht. Eine Handvoll Zuschauer sind da neben den Spielereltern. 


Es kann also kein Jugendleiter oder Trainer für 2000 Euro im Monat eingestellt werden, wenn wir andererseits Seniorenspieler für 250 - 500 Euro verpflichten müssen. 


Da müssen wir uns jetzt an so Teams wie z.b. Fischeln orientieren in der Jugend. 

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Stroem
vor 1 Monat | Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat #34

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Echt schwierig. Der Unterbau ist das was dem KFC mit das Genick gebrochen hat. Und damit meine ich nicht nur höherklassige Jugendmannschaften, sondern auch die dazugehörige Infrastruktur. Man muss da ganz fein aufpassen, dass sich dieser Fehler nicht wiederholt. Jeden Cent in die 1. Mannschaft -als Fan interessiert mich eigentlich nur die - zu stecken ist aus meiner Sich ein Fehler.
Die Stadt inkl. Politik kann, will und wird den "Profis" kein Trainigsgelände geben. Da wäre die Jugend ein anderer Ansatz. Ich rede jetzt auch nicht von einem 50/50 Etat. Es geht nur darum, dass wir die gute Aufbauleistung die in diesem Bereich in den letzten zwei Jahren geleistet wurde nicht kaputt machen.

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Stoffel
vor 1 Monat #35

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Das ist - bei allem Respekt für die Arbeit der Leute in der Jugendabteilung - absoluter Humbug.
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Stroem
vor 1 Monat | Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat #36

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Weil?

Und das meine ich als Aufforderung Argumente auszutauschen.
Stoffel
vor 1 Monat #37
Das Genick gebrochen haben uns viele Dinge - fremde Stadien, falsche Trainer, sprunghafte Investoren, unterbesetzte Geschäftsstelle, die lieben Finanzen, der DFB, etc. pp.

Bei aller Liebe, aber was die Jugend die letzten  paar Jahre gemacht hat, hatte da null Einfluss. Selbst wenn wir in allen Jugendteams die  Meisterschaft geholt hätten, stünden wir jetzt vor dem gleichen Trümmerhaufen.
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Stroem
vor 1 Monat | Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat #38

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Ok. Das war in der Tat zu viel scharf formuliert.

Trotzdem halte ich den Unterbau inklusive Struktur (Trainingsgelände!) für extrem wichtig, wenn es nach oben gehen soll. Würden wir bereits in der Jugendbundesliga spielen, wären wir für Nachwuchsspieler noch interessanter und es gäbe die Chance Spieler mit einer ordentlichen Qualität hochzuziehen. Es kann ja nicht sein, dass tatsächlich drei Torhüter im Spieltagskader sind, weil wir niemanden haben. Neben der Stadionproblematik, hätten wir bei Aufstiegsambitionen in die 2. Liga erhebliche Probleme bekommen mal eben ein NLZ aus de Boden zu stampfen. Da der Geldtopf in den nächsten Jahren vermutlich ziemlich knapp sein wird, sehe ich durch Jugendspieler ebenfalls Chancen einen Kader aufzufüllen. Das hat bei mir auch nichts mit Romantik zu tun, sondern rein aus wirtschaftlichen Gründen.

Mit Unterbau war daher nicht die Jugend an sich gemeint , sondern alles was zu einem Fußballverein dazu gehört.
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Valentin05
vor 1 Monat #39
Zum Thema Spielort: Ist eigentlich schon mal über die Möglichkeit gesprochen worden, dass wir in Straelen kurzzeitig unsere Spiele austragen? Oder geht das mutmaßlich von vornherein wegen Tecklenburg nicht? 

Zwar ist das rein von der Distanz auch nicht näher als Velbert, aber Straelen gehört immerhin noch zum Niederrhein und im Kreis Kleve wären vielleicht auch mehr Ortsansässige mal daran interessiert, ein Uerdingen-Spiel zu besuchen als in Velbert. 

Stoffel
vor 1 Monat #40

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Ich glaube da reden wir aktuell aneinander vorbei. Du redest vom wieder nach oben kommen, mich beschäftigt momentan das nackte Überleben. Sobald wir grob wissen, was die nächsten 12 Monate passiert und wie wir es bezahlen, können wir gerne wieder über die Jugend reden.
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Stroem
vor 1 Monat #41

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Klares Jein. Ich möchte auch so hoch wie möglich weiter spielen. Dabei dürfen sich aber bestimmte Fehler nicht wiederholen. Und ein Fehler wäre aus meiner Sicht nur in Beine der ersten Mannschaft zu investieren. Ich bin auch kein Anhänger der "wir fangen in der Kreisklasse nochmal ganz neu an" Befürworter. Es wurde zwar Geld für einen Jugendleiter ausgegeben, aber wo sind die Trainingsplätze? Da hätte viel früher, viel mehr passieren müssen.
Ohne Investor wird aktuell die Regionalliga nahezu unmöglich. Da fehlt einfach rund eine halbe Millionen. Oberliga könnte gerade so reichen. Man darf aber die Grundprobleme nicht aus den Augen verlieren. Und dazu gehört aus meiner Sicht ein gutes Trainingsgelände. Das lässt sich nur mit vernünftiger Jugendarbeit gegenüber der Stadt rechtfertigen. Vielleicht müssen wir da etwas kürzen. Keine Ahnung wie viele Leute da hauptberuflich eingebunden waren, aber man sollte mindestens den Status quo halten und perspektivisch noch oben wollen.
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derlinner
vor 1 Monat #42
Ich glaube Stoffel hat recht, es wäre schon ein Erfolg wenn es überhaupt
weiter gehen würde, schon fast egal wie.
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Der Ball ist rund
vor 1 Monat #43

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Spielort: Ist eigentlich schon mal über die Möglichkeit gesprochen worden, dass wir in Straelen kurzzeitig unsere Spiele austragen?


Das Stadion liegt in einem Wohngebiet. Teilweise bekommen die Anwohner "jetzt schon die Krise", insbesondere wenn dort Mannschaften wie RWE oder Wuppertal auflaufen.


Die werden sich bedanken wenn dort die Anzahl der "Heimspiele" verdoppelt würde.

KFC Sympathisant
vor 1 Monat #44
Naja ich finde beides wichtig, den Stammverein genauso wie die Jugendabteilung und leider bewegt man sich da aktuell in einem Teufelskreis weil man beides nicht mal so eben auf den Stand bringt der eigentlich nötig wäre.


Die Frage ist bzw. das sollte man mal ausloten, ob es überhaupt einen Investor oder Sponsor gibt der bereit ist beim KFC etwas aufzubauen völlig unabhängig von der Liga.


Ich denke man sollte von der Stadt auch nicht zuviel erwarten damit es hinterher nicht wieder heißt die böse Stadt, die sind Schuld.

Von der Stadt wird man hoffentlich trotzdem die Sanierung durchziehen in welchem Umfang auch immer aber auf viel mehr würde ich da erstmal nicht hoffen. Man hat ja erlebt wie schwierig es war die Sanierung und Mehrkosten überhaupt durch zu boxen. Sollte sie Stadt doch mehr helfen können wäre es Begrüßenswert aber hoffen würde ich darauf nicht.


Ich habe mich wohl eins schon länger gefragt aber ich kenne jetzt den genauen Grundriss der Grotenburg nicht. Angenommen man würde jetzt das Stadion sanieren und zusätzlich noch Trainingsgelände, Vereinsheim und alles was dazu gehört errichten, würde der Platz am Stadion rein flächenmäßig überhaupt ausreichen das alles dahin passt 🤔

Ich befürchte das die Fläche dafür viel zu klein ist, also müsste man das alles auslagern auf andere freie Flächen und ob das im Sinne des Erfinders ist.

Deswegen wäre meine persönliche Meinung, das ein neues kleines Stadion an anderer Stelle mit ausreichend Platz für Trainingsgelände, Vereinsheim ect. viel sinnvoller wäre bei allem Verständnis das man so sehr an der Grotenburg hängt. Ich denke nur das dass ganze leider nicht mehr zeitgemäß ist. 

Ich fand den Vorschlag auch gut von dem Politiker (komm jetzt nicht auf den Namen) der vorschlug ein neues Stadion an selber Stelle auch gut aber leider kam dieser Vorschlag viel zu spät. Es ging je erstmal darum das der KFC eine bespielbare Heimstätte hatte für die dritte Liga, deswegen war die Sanierung Alternativlos. 

Aber in Prinzip wenn die Sanierung fertig ist, spätestens dann könnte man sich bei der Stadt schon mal Gedanken wegen eines neuen kleinen Stadions weil bis da der erste Spatenstich erfolgen würde, werden auch noch einige Jahre ins Land ziehen.

Mir ist klar das viele von meiner Meinung nicht begeistert sind und nicht teilen werden aber wie gesagt, ich denke da wird auf lange Sicht kein Weg dran vorbei führen. 


Jetzt muss man aber erstmal mal schauen ob und wie es überhaupt weitergehen kann. Dafür sollte man sich unbedingt zusammen setzen und die Möglichkeiten ausloten und dann entsprechend ein Konzept für die Zukunft erstellen das Hand und Fuss hat. 

vorwärtsblaurot
vor 1 Monat #45
Oberliga halte ich auch ganz klar für ein realistisches Mindestziel. Aber ob daraus letztlich etwas wird oder ob wir auch eine Perspektive auf Regionalliga-Fußball haben, hängt wirklich total davon ab, wer nun im e.V. das Heft des Handelns übernimmt und wie engagiert diese Personen gemeinsam mit der Stadt bei der lokalen Wirtschaft für den KFC werben können. Wichtig wäre allein schon eine öffentlichkeitswirksame Präsentation der dann neuen Vereinsspitzen mit der Stadt, in der die Ziele öffentlich ausgesprochen werden und ein öffentlicher Appell an alle Krefelder und die Wirtschaft gerichtet wird. Ich kann mir auch vorstellen, dass, sobald halbwegs Klarheit über die Besetzung und die Ziele des Vereins besteht, manche Unternehmen proaktiv auf uns zukommen werden und ihre Unterstützung anbieten. Da muss man sich dann natürlich maximal kooperationsbereit zeigen und jeden Erfolg medial gut verkaufen.

Corona mal ausgeklammert bin ich zudem optimistischer, was das Faninteresse anbelangt. Wir haben gerade durch die 3. Liga wieder so viel Aufmerksamkeit in der Stadt wie lange nicht mehr. Ich schätze unser Fanpotential (Stammpublikum und Gelegenheitsbesucher) auf ca. 5000 Menschen. Wenn wir diesen Leuten zeigen, dass der KFC nun einen neuen Weg einschlägt und wenn wir mit einfachen Mitteln präsenter in der Stadt werden und etwas Werbung für den Verein und die Heimspiele machen (in Kooperation mit Partnern), dann glaube ich, dass an einem ersten Spieltag 3000+ Zuschauer auf der Matte stehen werden, wenn wir wieder in der Grotenburg spielen dürfen. Wenn dann da unten auf dem Rasen eine hungrige Truppe alles raushaut und endlich wieder so etwas wie Stimmung aufkommt, dann werden sich die Gegner noch wundern und die Grotenburg kann wieder zur Festung werden. Wieso sollten dann in den darauffolgenden Spielen, wenn auch die Preise sehr einladend gestaltet werden (Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien, Rabattaktionen, Freikarten) und wir ein kleines Rahmenprogramm bieten (auch wieder mit kreativen Lösungen), nicht wieder 2000-3000 Leute kommen? Wir müssen es einfach so gut es geht hinbekommen, eine Art Euphorie zu entfachen, den Verein wieder erlebbar und sympathisch zu machen und ihn für die Stadtgesellschaft sichtbar zu machen. Es liegt auch an uns, was wir draus machen.
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