Wegzug aus Krefeld?
Es gab Bauchschmerzen in der Politik, 11 Mio. Euro in die Drittliga-Ertüchtigung der Grotenburg zu investieren, während Karlsruhe dem KSC ein neues Stadion hinstellt oder München noch ein weiteres Fußballstadion für seine Löwen baut.
Gleichzeitig gibt es keine Bauchschmerzen, 60 Mio. € für ein neues Schwimmbad, zig Mio. € für eine Sportanlage für American Football und Baseball auszugeben. Und darüber, dass Krefeld anscheinend noch eine Eishalle braucht, gibt es in Presse und Politik kein Dissens.
Und man muss ehrlich sein, dass ein Projekt KFC unter Ponomarev noch in der zweiten Liga überlebensfähig ist. Aber von Zweitligaertüchtigung der Grotenburg ist keine Rede mehr.
Die Frage ist, ob es für den KFC nicht besser wäre, irgendwo in die Umgebung umzugehen, wo die Entscheidungsträger Profifußball haben wollen und den Verein dementsprechend unterstützen würde.
Ich liebe unsere Grotenburg. Aber ein neues Heimstadion ist besser als gar keins.
Zumindest einige KFC-Fans (und auch Nicht-KFC-Fans) haben dies in den vergangenen Jahren schon vorgemacht. Gründe gibt es dafür genug.
Aber der Standort sollte schon bleiben. Weil der KFC (eigentlich) mehr ist als einmal pro Woche Fussball. Der KFC ist Lebensmittelpunkt für viele Menschen und auch für unsere Jugend. In Willich oder Meerbusch oder Kempen wäre der KFC wirklich seine Seele los.
Wobei ich sagen muss dass ich darüber auch schon desöfteren aus Frust nachgedacht habe. Bis wir dann wirklich in Duisburg aufgelaufen sind...
Aber Moment, man könnte ja beispielsweise nach Duisburg oder Düsseldorf gehen, dort gibt es ja schon Stadien. Dann kommen die Zuschauer direkt in Scharen und alles ist gut!
Gestern war ein Mandant da, mit dem ich dann ins Plaudern über den KFC kam.
Seine Ansicht: Krefeld steht für nichts!
Außer für Fußball und Eishockey.
Der Zoo ist nett, der Stadtwald schön, Burg Linn einen Besuch wert, Häuser Lange und Esters sehenswert, in der Yayla-Arena finden Konzerte statt, vor allem Ostwall und Südwall erinnern an die Blütezeit der Samt- und Seidenindustrie, aber alle diese Dinge interessieren schon in rund 50km Entfernung kein Schwein mehr.
Krefeld hat als bundesweite Aushängeschilder nur den KFC und den KEV. Das müssen die Stadtoberen mal verstehen
Was einige hier auch immer wieder übersehen, es fing gut an mit Ponomarev und der Stadt, man kam sich näher und es schien als ob da was wachsen könnte. Doch irgendwann gab es einen Knacks, meiner Meinung nach mit dem Lizenz Ärger nach dem Aufstieg in die 3. Liga. Würde behaupten mit seinen Äußerungen hat Ponomarev die Kritiker bzw Skeptiker direkt wieder stark gemacht. Sein Rückzug aus dieser Stadion GmbH war sicherlich auch keine Vertrauensbildene Maßnahme. Und ob seine Ankündigung ein letztes Mal Auswärts die Heimspiele zu veranstalten, den Druck in die richtige Richtung aufgebaut hat, kann man aktuell noch bezweifeln.
Aber zum Thema, einen Weggang aus Krefeld kann man knicken... wir sind der KFC Uerdingen und wir gehören nach Krefeld
Aber sorry, ein generellen Umzug weg von Krefeld in Erwägung zu ziehen , ist aus meiner Sicht schon krank!
Die Grotenburg muss jetzt endlich drittligatauglich werden . Und wenn wir nächste Saison „nur“ eine Kapazität von 10.000 Zuschauern haben, dann gehen ich von über 2.000 DK aus und die Nachfrage nach Tageskarten wird automatisch wieder eine andere und die Attraktivität des Vereins wieder besser werden.
Einhergehend werden bei sportlichen Erfolg auch Lobby bei Presse und Stadt wieder besser. Dann sind wir wieder chic !
Sportlich müssen wir es nur diese Saison irgendwie hinbekommen die Klasse zu halten und dabei sollten wir die Jungs weiter unterstützen.