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Quo vadis KFC Uerdingen

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Autor Beitrag
TheJinx1
vor 1 Jahr #151
Wäre schon skandalös! Aber vielleicht war die Quelle ja auch der Gündüz. :-)

Aber im Moment scheint es möglich. Weiter Daumendrücken, dass Noah da seriöser arbeitet...

Der Ball ist rund
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #152
Wenn es so ist wie der Kicker berichtet wäre das für die Spieler extrem bitter. Sie müssten dann die Beiträge nochmals aus eigener Tasche bezahlen.

Die meisten Spieler dürften einen Verdienst oberhalb der Bemessungsgrenze in der Krankenversicherung (KV) haben. Somit gelten sie bei AOK, TK, Barmer und Co. als "freiwillig Versicherte".
Eine Beitragsabführung durch den Arbeitgeber ist zwar auch bei freiwillig Versicherten möglich - und bei "normalen" Unternehmen durchaus üblich.
Man sollte jedoch als freiwillig Versicherter (nicht nur beim KFC) immer ein Auge darauf haben, ob der Arbeitgeber die Beiträge tatsächlich abführt.

Rechtlich ist es so, das man als freiwillig Versicherter selber gegenüber der KV in der Haftung für die Beitragszahlung steht.
Schlimmstenfalls wären also Beiträge für die KV bei der Lohnabrechnung in Abzug gebracht worden, aber nicht an die KV überwiesen worden.

Dann wäre der Versicherte immer noch in der haftung, also wird sich irgendwann die Krankenkasse melden und bei ihm die Beiträge einfordern - sprich: Es wird etwas gefühlt "zum zweiten Mal" eingefordert, was man meint (laut Lohnabrechnung) schon bezahlt zu haben.
Man kommt aus der Nummer auch nicht so einfach raus, die Krankenkasse wird da hartnäckig Beiträge eintreiben.

Und in der Insolvenz bleibt man in der Regel als Arbeitnehmer auf dem Schaden sitzen. Beim insolventen Unternehmen ist nichts mehr zu holen, man muss also seine Forderung zur Insolvenztabelle anmelden. Mit Glück gibt es nach jahren darauf eine kleine "Quote" ...
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TheJinx1
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #153
Stimmt, das muss aber nicht so sein. Meist zahlt der Arbeitgeber dem Versicherten auch den Arbeitgeberanteil aus, und der Versicherte muss dann die Beiträge zahlen (wenn dieser privat versichert ist). Ich bezweifle, dass viele Spieler noch in den gesetzlichen KK freiwillig versichert sind. Unter den notwendigen 60K€ wird hier wohl niemand verdienen, dann kann man sich privat versichern...
Der Ball ist rund
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #154

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Naja, über Sinn und Unsinn einer privaten KV läßt sich streiten. Möglicherweise spart man auf den ersten Blick Beiträge, was sich aber schon relativiert wenn man ein wenig langfristiger denkt.

Wer bezahlt später, im Rentenalter, die Beiträge der privaten KV - bzw. kann man sie sich dann noch leisten?

Was ist mit Frau und Kindern? Die gesetzliche KV versichert diese kostenfrei im Rahmen der Familienversicherung, die private KV rechnet grundsätzlich "pro Kopf".

Es gibt also durchaus viele und gute Gründe, auch als "Besserverdiener" als freiwilliges Miglied in der gesetzlichen KV zu verbleiben.


Eines steht fest: Es gibt nur einen, der mit Sicherheit von der privaten KV profitiert - und das ist der Versicherungsvertreter der den Vertrag schreibt ...


Das nur kurz hierzu, man kann das sicherlich noch ausführlicher diskutierten - aber das wäre für ein Fußballforum OT und sollte eher auf anderen Plattformen geschehen.

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Gelöschter User
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #155

Als Antwort auf TheJinx1 (Beitrag ansehen)

Profifußballer finden kaum eine private KV, die sie aufnimmt. Zu hohes Risiko für schnell exorbitant hohe Kosten. Falls es doch gelingt, sind sie sehr teuer.

Wenn, dann kommen Zusatzversicherungen, die ebenfalls individuell berechnet werden, in Betracht. Auch die gibt es aber nur für gutes Geld.

Vielleicht ganz interessant:

https://www.marco-mahling.de/blog/pkv-private-krankenversicherung-profifussballer-bundesliga/

https://www.dasinvestment.com/berufsunfaehigkeit-in-der-bundesliga-was-fussballprofis-fuer-ihre-versicherungen-zahlen/

Aber darum geht es hier ja eigentlich gar nicht. Es geht darum, dass möglicherweise der Verein (mindestens) einem Spieler die Beiträge zur KV abgezogen, sie aber nicht weitergeleitet hat. Und das ist ein massiver Vorwurf (und auch nicht dadurch zu relativieren, dass es nur einen Spieler betreffen soll) und möglicherweise auch strafrechtlich relevant (steht ja weiter oben schon).

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toni361
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #156
Die Vereine der 1. und 2. Liga zahlen meist die kompletten Beiträge für ihre Profis, das ist oft ein Bestandteil des Vertrages, trifft aber nur für die Private KV zu.

Wenn dem was im Kicker steht tatsächlich so ist, dann liegt ein Straftatbestand vor, das ist für die GF alles andere als spaßig...

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TheJinx1
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #157
Da hättet Ihr beiden dann recht. Ich habe in einem anderen Post schon geschrieben, dass es aber tatsächlich die gesetzliche KK sein könnte, nämlich, wenn es Paris oder Anapak beträfe. Die sind vermutlich tatsächlich noch in der "Barmer oder ähnlich".

Das Thema "Berufsunfähigkeit" ist da übrigens in der Tat ein ganz anderes...

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