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Lizenzantrag für 3. Liga eingereicht – Spielbetrieb vorerst gesichert

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N-City
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #16
Und wen man sich manchmal die Stadien in anderen Ligen ansieht dann frage ich mich warum hier in Deutschland für die 3 Liga solche Anforderungen nötig sind. Selbst in den Top Ligen wie Spanien und Italien gibt es Bruchbuden im Gegensatz zu unserer Burg
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N-City
vor 1 Jahr #17
Der Tivoli wäre für uns auch eine Alternative oder?? Aachen ist doch näher als Lotte
Grenzländer05
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #18

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Weil das für den DFB abgesehen von den ihm unterstehenden Nationalmannschaften sein "Premiumprodukt" ist. 


Da muß das Ganze natürlich einen gewissen Hochglanz versprühen. Wie sähe das denn aus, wenn man einfach nur nach dem sportlichen fragt und dafür winzige Gammelstadien vermarkten müsste. Das geht doch nun wirklich nicht. Das kann man der feinen DFB-Nase nun mal nicht zumuten. Da muß ein Hauch der großen weiten Welt wehen und nicht der Mief der Dorf-Provinz. 


*Ironie off*

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chef792
vor 1 Jahr #19

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Warum sollte Aachen das Stadion günstiger vermieten als Duisburg? 

Glaube der Tivoli ist sogar noch etwas neuer und die Kapazität ist gleich. 

vico
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #20

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Weil Aachen Regionalligist ist und finanziell sicherlich genau schlecht da steht wie Duisburg.
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Looxus
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #21

Das Aachener Stadion gehört der Stadt Aachen, Alemania wird also von einer Miete nichts haben, außer einen mehr beanspruchten Rasen. Da die Alemania ein hohes Standing in Aachen hat, wird die Stadt das Stadion auch nicht ohne deren Zustimmung untervermieten. Und da man in dem Verein immer noch das Selbstverständnis eines zukünftigen Bundesligisten hat, wird es eine solche Zustimmung kaum geben.


https://rp-online.de/sport/fussball/kfc-uerdingen/kfc-uerdingen-krefelder-grotenburg-kann-zum-sargnagel-werden_aid-56562857



Hier mal eine Einschätzung vom Schulz. Meiner Meinung nach spekuliert er hier mal wieder nur, ohne wirklich fundiertes Wissen zu haben. Aufhänger ist für  ihn die Stellungnahme vom DFB zum Stadionwechsel nach Lotte, jedoch glaube ich, dass er dieser Stellungnahme zu viel Gewicht gibt.

Ich denke aber schon, dass der DFB einem "weiter so" nicht mehr unkommentiert zustimmen wird. Für die Lizensierung wird der DFB eine Perspektive für ein Heimstadion haben wollen und diese wird man nur mit Hilfe der Stadt auch bieten können.
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vico
vor 1 Jahr #22

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Ich meinte auch die Stadt. 

Und es gibt eines was ich hier gelernt habe, wenn es ums Geld geht gibt's kein großes Standing mehr mit dem Club. Das haben wir in Duisburg sowie in Düsseldorf erlebt. Solang genug Geld den Besitzer wechselt ist der Stadt doch Schnuppe welcher Verein da gerade spielt. Aachen ist sicherlich auch nicht auf Rosen gebettet. Aber was reden wir hier, es muss erstmal Geld da sein xD

Mittelstürmer
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #23
Das Grundproblem sind die hohen Auflagen. Selbst Zweitligisten können sich nur ihr Stadion leisten, wenn die Stadt das baut und günstig vermietet. Wenn ein normales Stadion 60 - 100 Mio. Euro im Bau kostet, wie viele Jahre im Profifußball bräuchte man dann, um das zu finanzieren? Das geht eigentlich nur in der Champions League...
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Looxus
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #24
Es geht halt immer um die Vermarktung eines Produkts Fußball. DFL und DFB wollen mit den Auflagen einen gewissen Standard bzw. eine gewisse Qualität garantieren. Dabei geht es aber auch um eine gewisse Kundschaft die ins Stadion gelockt werden soll, die"Eventis". Diese mögen es Pompös und Modern, wollen gemütlich sitzen, dabei nicht nass werden und sie möchten Spitzenfußball gucken.
Grundsätzlich kann ein Verein ein Stadion schon finanzieren, dafür muss er aber in der ersten oder zweiten Liga spielen. Interessant fand ich dazu gestern die Zahlen die im Talk nach dem DFB Pokalspiel genannt wurden. Es ging um die Frage, wie hoch die Einnahmeausfälle pro Heimspiel sind.
Eintracht Frankfurt: 2.200.000 Euro
Hannover 96: 550.000 Euro
RW Oberhausen: 35.000 Euro

Der MSV Duisburg hatte seine Einnahmeausfälle durch den Ausschluss von Zuschauern mal auf 260.000 Euro beziffert.

Ich denke, wenn man garantiert 15-20 Jahre lang überwiegend in der erste und ein paar Jahre in der zweiten Liga spielen kann, dann kann man auch ein Stadion selber finanzieren. Wenn es aber runter geht in die dritte oder vierte Liga, dann wird es schwer.
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Thomas13
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #25

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Spannende Zahlen, Looxus.... Wäre interessant was in den 2.200.000 € bei der Eintracht enthalten ist, können ja nicht nur Eintrittskarten sein, denn sonst würde eine Karte im Schnitt knapp 43 Euro kosten (bei ausverkauftem Haus) :-) 

Aber am Anfang der Pandemie haben wir ja schon mitbekommen dass so einige Vereine eher "gröbere" Kalkulationen aufgestellt haben.... Ich denke auch dass man z.b. Kosten, die man durch Geisterspiele einspart, nicht abgezogen hat..... 

Aber die Eintracht scheint einen guten Controller zu haben :-)


Ich glaube eher nicht dass man - selbst wenn man 20 Jahre lang durchweg 1. Bundesliga spielt - ein Stadion ohne fremde Hilfe finanzieren kann.... Selbst die Bayern hatten damit alle Hände voll zu tun.... In M´gladbach hat es die Stadt vorfinanziert, wenn ich mich nicht irre..... 

Man darf sich  - denke ich - auch nicht von Umsatzzahlen blenden lassen, die Bayern haben für das GS 2019/2020 einen Umsatz von 671 Mio.€ gemeldet. Davon blieb -immerhin - ein Gewinn von 9,8 Mio. € nach Steuern übrig.... Klar, da ist auch ein gewisser Verlust durch die Pandemie enthalten, der sicher im Geschäftsjahr 2020/2021 noch größer wird.... 

Die Pandemie außer Acht gelassen denke ich dass bei den meisten Vereinen der 1. und 2. Liga alles Spitz auf Knopf gerechnet ist, und im Allgemeinen über die Verhältnisse gelebt wird bzw. gelebt werden muss (um mithalten zu können).... Ich sehe da keine Chance ein Stadion selbst zu finanzieren.... Und auch eine Fremdfinanzierung sehe ich als schwer machbar an, mir fallen kaum Vereine an die ich als wirklich kreditwürdig ansehen würde, dazu ist Business Fußball zu fragil....   


 

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TimK
vor 1 Jahr #26

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"Spannende Zahlen, Looxus.... Wäre interessant was in den 2.200.000 € bei der Eintracht enthalten ist, können ja nicht nur Eintrittskarten sein, denn sonst würde eine Karte im Schnitt knapp 43 Euro kosten (bei ausverkauftem Haus) :-)"


Zumal Eintracht Frankfurt 31.000 Dauerkarten (2019/2020) verkauft hat, die ja bereits am Anfang der Saison bezahlt werden und dann auch keine weitere Einnahmequelle während der Saison sind.

Soao
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #27
Ich denke ein großer Teil der Summe bei Eintracht machen die Logenplätze aus.
Looxus
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #28

Logen und Business-Plätze sind die Einnahmequelle Nr.1

Frankfurt hat 1000 Logenplätze und 2200 Business-Plätze, ein Logenplantz kostet im Durchschnitt 7.000€ und ein Business-Platz 4.000€ im Jahr. Das macht dann schon mal 15,8 Mio im Jahr. Diese Plätze sind alle als Dauerkarten gebucht. Dann gibt es 9.300 Stehplätze und 39.000 Sitzplätze. Die Auslastung des Stadions liegt bei gut 97%, macht als 9.021 Stehplätze und 37.830 Sitzplätze. Die Dauerkarte für Stehplätze kostete 2017/18 180 Euro für Normalzahler und 125 Euro für Mitglieder. Da ich von einer hohen Mitgliederanzahl im Steherbereich ausgehe, rechne ich mit 140 Euro pro Karte im Jahr, also 1.262.940 Euro. Bei den Sitzplätzen gehe ich von einem Durchschnittspreis von 480 Euro im Jahr aus, da es hier 6 Kategorien mit Normaltarif, Ermäßigt und Mitglied gibt mit einer Preisspanne von 323 Euro bis 803 Euro, ist der genaue Durchschnittspreis schwer zu errechnen. Das wären dann im Jahr 18.158.400 Euro. Macht also Einnahmen durch Tickets i.H.v. 35.221.340 Euro im Jahr oder 1.956.741 pro Spiel. Jetzt kostet die Organisation eines Spieltags natürlich auch, aber auch durch Catering etc. kommen noch weitere Einnahmen dazu. Ich denke, dass es auch Sponsorengelder gibt, die nur bei Zuschauern bezahlt werden, z.B. Spieltagssponsor und daher die 2,2 Mio pro Spieltag durchaus stimmen könnten, wobei es sich da wohl eher um die Spanne handelt zwischen den aktuellen Kosten und dem sonstigen Gewinn.

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Kotbullar
vor 1 Jahr | Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr #29

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sehr schön recherchiert, top !

ich denke, dass die Eintracht da sowieso ganz vorne ist, was die Einnahmen durch Zuschauer angeht


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Looxus
vor 1 Jahr #30

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Das denke ich auch, man braucht auch erst einmal ein Stadion mit 77 Logen. Der Deutsche Bank Park hat auch ca. 188 Mio gekostet.

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