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WM Quali und WM in Nord-Amerika

Stroem
Antwort auf KFCfan45

Ein Vergleich der WM 2014 und der WM 2026

Eine der vielen Pressestimmen nach dem WM Achtelfinale Deutschland gegen Algerien bei der WM 2014:

"Tages-Anzeiger": "Deutschland kegelt sich mit haarsträubenden Abwehrfehlern beinahe selber aus der WM. Um die gute Stimmung ist es erst einmal geschehen."

Viele von uns wissen es (hoffentlich) noch. In diesem Spiel standen wir zeitweise wirklich vor dem K.O. Wir gewannen mehr als glücklich 2:1 nach Verlängerung gegen den Aussenseiter Algerien. Das Spiel war schlecht und es war fast ein Spiegelbild der Partie von gestern gegen Paraguay. Wir erinnern uns alle an die Kritik der Reporter und der anschliessenden "Eistonnen-Rede" vom Per Mertesacker". Wären wir wirklich an diesem Abend gegen Algerien rausgeflogen, dann hätten alle die Nationalmannschaft und den Trainer Joachim Löw massiv in Frage gestellt und die Diskussion über den deutschen Fussball und Joachim Löw wäre sofort voll entbrannt. Löw wäre wahrscheinlich entlassen worden und alle hätten von einem bitter nötigen Neuanfang im deutschen Fussball gesprochen.

Dann aber kam das Frankreich Spiel, was ein ganz anderes war und das Deutschland dann mit einer sehr guten Leistung und auch mit etwas Spielglück mit 1:0 gewann. Im Halbfinale dann das legendäre 7:1 gegen Brasilien und dann gegen Argentinien Weltmeister geworden. Das Team kehrte mit Heldenstatus und Pokal wieder zurück.

Was will ich damit zum Ausdruck bringen ?

Der zurückgenommene Treffer durch den VAR war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gestern Spielentscheidend. Vielleicht wäre das nächste Spiel gegen Frankreich auch ein ganz anderes geworden als erwartet. Zum ersten mal keine Defensivspezialisten wie Elfenbeinküste, Ecuador und vor allem Paraguay. Spieler wie Musiala, Wirtz oder Havertz hätten dann vielleicht ihr ganzes Potenzial entfalten können......wer weiss das schon.

Es ist nur eine Hypothese, aber 2014 haben die meisten mit einem Ausscheiden gegen Frankreich gerechnet und vom Titel sprach ehrlich gesagt kein Mensch. Deutschland spielte zwar in der Vorrunde etwas besser als bei dieser WM, aber auch nicht überragend.

Es hat also nichts mit einem Verstecken hinter dieser fatalen Fehlentscheidung des VAR und der Feigheit des Schiedsrichters diesen Einwand des VAR abzuweisen zu tun. Manchmal ist es nur eine Kleinigkeit die über Sieg, Niederlage, Schimpf oder Schande entscheidet. Dieses Momentum war diesmal nicht auf deutscher Seite, aber Fakt ist auch, dass für deutsche Ansprüche diese WM keine gute war. Aber ohne VAR wäre Deutschland weiter, das ist auch Fakt und wer weiss was daraus entstanden wäre. 2014 nach dem Algerienspiel hat kein vernünftiger Mensch auch nur Ansatzweise von einem folgenden 7:1 gegen Brasilien und dem anschliessenden Titelgewinn gegen Argentinien zu träumen gewagt.............

Ich finde die Betrachtung grundsätzlich gut. Allerdings gab es diesmal auch noch das Ecuador Spiel. Da hätte man mehr Erkenntnisse draus mitnehmen und vor allem auch umsetzen müssen. Ballbesitz schießt keine Tore. Dem Spiel fehlte Tempo und Zweikampfstärke. Die Quote der angekommen Pässe war zwar auf dem Papier gut, aber die entscheidenden Pässe haben häufig nicht geklappt. Daran hätte man arbeiten müssen.

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