vorwärtsblaurot
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Fußballerisch fand ich uns aber auch nicht besonders toll. Vor der roten Karte haben wir viele Situationen nicht gut ausgespielt, nach der Karte hatten wir natürlich viel Platz.
Göbel fand ich besonders gut. Van Ooijen dagegen enttäuscht mich insgesamt für seine Ansprüche. Er gewinnt viel zu wenige Zweikämpfe und spielt viel zu wenige brauchbare tiefe Bälle.
Das Spiel in Unterhaching wird zeigen, ob wir uns wirklich verbessert haben. Noch bin ich nicht überzeugt. Wir stecken nach wie vor tief im Abstiegskampf fest.
Jetzt MÜSSEN wir gewinnen. Meppen wird nur noch den Punkt verteidigen.
Die inkonsistenten Entscheidungen der Politik ziehen sich übrigens durch alle Bereiche. Die Fluggesellschaften stopfen nun Flugzeug für Flugzeug nach Mallorca voll, aber was genau passiert eigentlich mit den Rückkehrern? Wenn getestet werden sollte, dann müsste das für alle verpflichtend sein und von ihnen selbst bezahlt werden. Viel wichtiger aber, und damit haben wir in Deutschland natürlich ein Problem, ist eine konsequente Quarantäne aller Reiserückkehrer für mindestens fünf Tage mit anschließender Freitestung, um wirklich sicherzugehen. Das aber würden Politiker den Bürgern wahrscheinlich nicht zumuten wollen und einige würden sich sowieso nicht daran halten. Das Resultat ist eine völlig halbherzige Einreisestrategie, die viele Infektionen übersieht und das Infektionsgeschehen nur befeuern wird.
Ein anderer Punkt ist zudem die Ehrlichkeit gegenüber der Bevölkerung. Es wird viel geschrien von Teststrategien. Wenn man sich aber mal vor Augen führt, dass ein Schnelltest-Ergebnis nur maximal einen Tag gültig ist, dann merkt man, dass wir gar nicht so viele Tests haben werden, um breit zu öffnen. In Tübingen braucht man aktuell für die Bürger 10.000 Tests am Tag, was für Deutschland 10 Mio. Tests bedeuten würde. Das sind völlig realitätsferne Dimensionen und das sollten alle Politiker auch mal ehrlich zugeben. Wir werden uns mit größeren Öffnungen gedulden müssen, bis der Imfpstoff da ist. Bis dahin sollte man sich mit Öffnungen auf wirklich systemrelevante Bereiche beschränken und die Infektionszahlen nach unten drücken.
Die Politiker verspielen langsam aber sicher auch den letzten Rest Vertrauen, weil sie völlig widersprüchlich handeln, aus Angst, sich unbeliebt zu machen. Alle wussten, dass eine 3. Welle bevorsteht und die Zahlen steigen werden, wenn man nicht eher noch nachschärft. Aber es wurde den irrationalen Forderungen irgendwelcher Schreihälse nachgegeben und gelockert, was natürlich überhaupt nichts gebracht hat, sondern die Lage noch verschärft, weil es überhaupt keinen Plan gibt.
Wenn ich in diesen Zeiten überhaupt etwas lockern will, dann doch erstens zuerst da, wo es am dringendsten ist, und zweitens nur mit absoluter Sicherheit. Das heißt, dass Schulen, Kitas etc. absoluten Vorrang bei der Nutzung von Schnelltests haben müssen, damit ein dortiger Betrieb auch sicher ist und nicht zum Brandbeschleuniger wird. Das derzeitige Vorgehen dort ist einfach nur rücksichtslos, peinlich und gefährlich! Die Sturheit und Planlosigkeit mancher Politiker ist wirklich haarsträubend!
Und zweitens sollten Schnelltests nur zentral durchgeführt werden, wie in Tübingen z.B., und sich nicht Brigitte und Bernd ungelernt mit einem halb-sicheren Schnelltest von Aldi testen, um wieder Spieleabende mit ihren Freunden zu veranstalten und dort womöglich noch in falscher Sicherheit wiegend fröhlich das Virus verbreiten. Ein Problem ist dabei auch, dass viele meinen, mit einem negativen Schnelltest noch 2 Tage später sicher zu sein, was einfach falsch ist.
Dazu kommen dann noch völlig unbegründete Aufweichungen von Grenzwerten in manchen Regionen, die auch die Bevölkerung immer undisziplinierter werden lassen.
Es wurde immer eine Strategie alternativ zum Lockdown gefordert. Scheinbar sind wir dazu in Deutschland aber einfach nicht in der Lage. Durch dieses wenig durchdachte Vorgehen steigen die Infektionszahlen nur wieder an, sodass uns irgendwann wieder nur noch der harte Lockdown bleibt.
Zum Vergleich jetzt die Punkte der Teams, die am Ende 16. wurden, nach 30 Spielen.Die Spanne reicht von 29 Punkten bis 40 Punkten. Im Schnitt und Median hatten die Teams 33 Punkte. Nur dreimal (von 12) konnten Teams mit bis dato maximal 30 Punkten noch Platz 16 erreichen.
Gesondert dazu noch die Statistik der 17. Plätze nach 30 Spielen: Spanne von 28 bis 37 Punkten, Schnitt und Median ebenfalls 33 Punkte. Acht (von 12) Teams hatten bereits 33 oder mehr Punkte und sind dennoch 17. geworden.
Wir sollten also nach den nächsten vier Spielen deutlich über 30 Punkte haben, wenn wir noch eine Chance haben wollen. Es sollten schon mindestens 5, am besten mindestens 7 Punkte her, heißt mindestens ein Sieg, besser zwei, und ein paar Unentschieden, sonst wird es ganz schwer. Noch haben wir alle Möglichkeiten, die nächsten Spiele sind aber bereits Endspiele!
Noch ein kleiner Mutmacher: In der Drittliga-Geschichte hatten 17x Teams nach 26 Spielen 25-27 Punkte auf dem Konto und nur 7x sind sie am Ende unter den letzten vier Teams gelandet. Es ist also eigentlich noch alles möglich. Nur weiß ich nicht, ob wir noch zu einem echten Abstiegsendspurt in der Lage sind, wie es bei anderen Teams der Fall war.
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