vorwärtsblaurot
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Puh, das ist ernüchternd. Jetzt sind wir wieder blank und alle Hoffnungen müssen auf dem jungen Kiprit ruhen... Für Grimaldi tut es mir leid, aber das muss es jetzt auch ganz ehrlich bei ihm gewesen sein. Das war jetzt gefühlt seine letzte Chance, aber es geht einfach nicht mehr. Wir sollten einen Kaderplatz frei machen.
Viele Alternativen zu Quaner gibt der Markt wirklich nicht her... Ich würde meinetwegen auch noch Mounir Bouziane bis Saisonende verpflichten (https://www.transfermarkt.de/mounir-bouziane/profil/spieler/123189). Sollte zu kriegen sein (auch wenn er Saarbrücken zu teuer war) und hat letzte Saison immer gespielt, wenn er fit war (26 Mal, davon 13x mehr als eine Hälfte, meistens als Mittelstürmer, 5 Tore erzielt, eine Vorlage, zu seiner besten Zeit letzten Winter hat er immer von Anfang an gespielt, u.a. bei einem Remis gegen Braunschweig oder Auswärtssiegen in Zwickau und Meppen). Er wäre noch eine ordentliche Alternative. Auch wenn er kein Knipser ist, verfügt er schon über sehr viel Drittliga-Erfahrung und kann wichtig für seine Teams sein.
Hier seine Tore der letzten Saison:
https://www.youtube.com/watch?v=OMoKDEO19AE
https://www.youtube.com/watch?v=wxGleahktrY
https://www.youtube.com/watch?v=apkr_ybWMM0
https://www.youtube.com/watch?v=9FVPipe0nRE
https://www.youtube.com/watch?v=ldQsOdJJ95c
Ein Saisonbeginn kann schon mal in die Hose gehen, zuletzt gab es zwei Remis gegen zwei gute Gegner. Nun kommt allerdings schon der 5. Spieltag, gegen einen total durchschnittlichen und typischen Drittligisten.
Genau jetzt müssen einfach klare Fortschritte im eigenen Spiel und in der Ausrichtung zu erkennen sein. Wir brauchen die Überzeugung, dort gewinnen zu wollen und müssen auch so offensiv und entschlossen auftreten. Dazu müssen offensive Automatismen nach so vielen Wochen des Trainings nun einfach mal zu sehen sein. Denn sonst muss man sich fragen, was tagtäglich trainiert wird. Ich erwarte Minimum 5 gute, herausgespielte Torchancen für uns - damit wir endlich unser Schicksal selber in der Hand haben. Wer gewinnen will, muss Tore schießen. Genau das will ich sehen! Und wenn wir am Ende nach berauschendem Spiel 2:2 spielen, dann werde ich nicht meckern, weil dann wenigstens spielerisch Fortschritte zu sehen waren. Vor einem Jahr haben wir in Zwickau auch mutig gespielt und wurden am Ende mit dem Sieg belohnt.
Eins muss klar sein: Noch ein ermauertes Unentschieden, das man dann gegen einen ekligen Gegner und auswärts gerne mitnimmt in dieser Kampfliga (Ausreden), kann man gegen solche Teams mit unserem Anspruch und unserer Punkteausbeute nicht akzeptieren! Wie alle schon geschrieben haben, muss auch am Samstag wieder ein Entwicklungsschritt zu erkennen sein! Das ist das Entscheidendste in dieser Saisonphase. Wir brauchen eine Perspektive unter Krämer, damit man von einer Steigerung im Saisonverlauf ausgehen kann. Ist weiterhin keine Durchschlagskraft und Idee zu erkennen, dann werden wir bald handeln müssen.
Bis zur Winterpause sollten wir mindestens 20 Punkte holen, das heißt, wir brauchen jetzt 18 Punkte aus 13 Spielen. Das sind 6 Siege oder 5 Siege und 3 Unentschieden oder 4 Siege und 6 Unentschieden oder 3 Siege und 9 Unentschieden. Das sollte im Normalfall machbar sein. Die Unentschieden werden nicht das Problem sein, sondern die Siege.
Um zu gewinnen, braucht es Mut, Überzeugung und einen Plan! All das muss ab dem Spiel in Zwickau auf den Platz gebracht werden, dann haben wir auch eine realistische Chance und werden auch unsere Punkte holen!
Und Lukimya wird bestimmt in der englischen Woche, sofern er bis dahin fit ist, einen Einsatz bekommen. Alles weitere wird man dann sehen. Auf Dauer wird er natürlich für die erste Elf infrage kommen, wobei wir auch nach wie vor nicht über seine fußballerischen Defizite in der Spieleröffnung hinwegsehen dürfen.
Ich stimme euch zu, dass es problematisch werden könnte, wenn die Spieler auch in Zukunft nicht auf ihren angestammten Positionen spielen dürfen. Dann könnte man sie auf Dauer demotivieren. Krämer sollte allgemein echt noch mehr positionsgetreu wechseln, wir haben doch die passenden Optionen. Denn Krämer muss hier doch gar keinen in sein System zwingen, er muss auch kein System für das Spielermaterial finden, er hat doch im Sommer einen ganz neuen Kader zusammengestellt, der seinen Systemwünschen entspricht, hat also beides aufeinander abstimmen können. Wie gesagt sehe ich unseren Kader perfekt für ein 4-2-3-1, 4-3-3 oder auch 4-1-4-1 etc. ausgelegt (mit fittem Osawe auch gerne mal mit zwei Spitzen). Krämer muss jetzt einfach nur noch jeden Spieler auf den passenden Positionen einsetzen. Links haben wir Marcussen und Feigenspan, rechts Kinsombi und Göbel, im offensiven Zentrum Pusch, Mörschel und Kobiljar - passt doch wunderbar. Dahinter spielen Gnaase, Wagner, Albutat und Ibrahimaj 6 oder 8.
Wir brauchen ehrlichen Konkurrenzkampf auf jeder Position. Wenn dann eben ein Marcussen den Vorzug vor Feigenspan erhält, kommt der (wenn er denn wirklich nur als linker Flügel spielen kann und möchte) eben nur für Marcussen 1 zu 1 ins Spiel und ansonsten nicht. Keine Experimente. Wobei man fairerweise sagen muss, dass wenn wie heute Kinsombi platt ist und wir keinen Göbel auf der Bank haben, irgendeiner halt auf dieser Seite ran muss, ob er will oder nicht. Deswegen wird es umso wichtiger sein, dass wir gerade in der Offensive immer aus dem Vollen schöpfen können und immer 3-4 Offensive auf der Bank haben, die wir problemlos positionsgetreu reinwerfen können. Wie viele Punkte uns es letzte Saison wohl gekostet hat, dass wir keinen adäquaten Ersatz von der Bank hatten, wenn es nötig war.
Eine Kurve, deren Anstieg wir eben beeinflussen können. Das Virus muss nicht durch Senioren- und Pflegeheime fegen, wir können das verhindern, indem wir alle vorsichtig sind. Und der Vergleich mit der Grippe ist mal wieder unpassend.
Hier noch aktuelle Stimmen aus unseren Krankenhäusern, die ja schließlich mit den schweren Fällen fertig werden müssen:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-10/coronavirus-charit-berlin-intensivstationen-anstieg-neuinfektionen?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.twitter.ref.zeitde.share.link.x&utm_referrer=https%3A%2F%2Ft.co%2FTBxPI94LbE%3Famp%3D1
Ich würde außerdem mal gerne seine Definition von schwerer Erkrankung hören. Sind das Menschen, die in Lebensgefahr schweben? Andere schwerere Verläufe mit möglichen Spätfolgen sind egal?
Aber ihr habt natürlich recht, dass jetzt auch bald ein System erkennbar sein muss, wenn Krämer hier eine Zukunft haben will. Denn sonst werden wir da unten kaum rauskommen bzw. uns maximal so gerade über dem Wasser halten. Vor allem würde das unseren Möglichkeiten im Kader einfach nicht gerecht werden! Klar ist jedes Spiel anders und man muss auch mal tiefer stehen und verteidigen. Aber es braucht unterm Stricht einfach ein sicheres Offensivspiel, um sich befreien zu können und um Spiele zu gewinnen. Nur auf Konter, Glück und Standards können wir uns nicht verlassen.
Ich stimme euch zu: Krämer darf jetzt nicht jedes Spiel mit dem Ziel "wenigstens einen Punkt erkämpfen und dann mal schauen" angehen, er muss jetzt eine Idee finden, wie wir mit System gefährlich werden können. Die Spieler dazu hat er allemal. Die kommenden Spiele sind dafür auch wie gemacht. Er hat sich im Amt gehalten und uns stabilisiert - jetzt müssen aber noch ein paar weitere Gänge zugelegt werden und daran wird man ihn dann wirklich messen.
Natürlich war das nach vorne immer noch keine Augenweide und es ist noch viel Luft nach oben, aber auch da hat man erste Ansätze gesehen. Gefallen hat mir vor allem die Reaktion nach dem Rückstand, da haben wir offensiv mal etwas versucht und wurden auch direkt gefährlich. Wie Krämer schon sagt, muss jetzt weiter fleißig am Offensivspiel gearbeitet werden, damit wir noch zielstrebiger vor das gegnerische Tor kommen. Denn klar ist natürlich, dass wir auch schnellstens Siege einfahren müssen. Gegen Zwickau muss der Anspruch jetzt schon sein, besser als der Gegner zu sein, Torchancen zu haben und zu gewinnen!
Trotzdem hat sich Krämer in meinen Augen erstmal noch ein paar Spiele verdient, weil eben kleine Fortschritte zu sehen sind und wir den jüngsten Neuzugängen noch etwas Eingewöhnungszeit zugestehen müssen, um unser Spiel wirklich bewerten zu können. Zudem ist die Liga nach wie vor sehr eng und noch hat sich nicht zu viel getan. Wichtig ist jetzt, dass das Team weiter eine Entwicklung zeigt und sich dann auch Erfolgserlebnisse holt. Davon wird auch die Position des Trainer abhängen.
Heute gab es keinen Spieler, den man wirklich scharf kritisieren muss. Schneider und Kinsombi haben sich in meinen Augen auf der rechten Seite als Duo sehr gut präsentiert. An Schneider ist einfach kein Vorbeikommen, dazu kann er sich auch immer wieder vorne einschalten. Kinsombi hat endlich wieder seinen Durchschlagskraft und sein Tempo der letzten Saison gezeigt, über ihn kam viel Gefahr. Fechner und Velkov räumen hinten echt viel weg. Wagner muss man auch ein Lob für seinen unermüdlichen Einsatz aussprechen, der Junge läuft und kämpft bis zum Ende! Die Rote Karte war natürlich eine klare Fehlentscheidung! Dorda wie immer mit Licht und Schatten, aber doch auch mit guten Offensivaktionen, er kann auch noch mehr. Marcussen ist für mich auch schon erstaunlich gut angekommen, nur muss er noch klarer in seinen Aktionen werden. Und für mich unser bester Spieler ist Kiprit: der Junge wirkt zwar nicht so, aber er ist einfach nicht vom Ball zu trennen! Und vor dem Tor ist er einfach eiskalt!
Die niedrige Bevölkerungsdichte sollte im Großteil der Länder wie Schweden oder den USA die Verbreitung des Virus erschweren. Dort sollte es eigentlich kaum Infektionen geben. Viele ländliche Landkreise in Deutschland sind ja z.B. kaum von Corona betroffen.
Eine niedrige Bevölkerungsdichte sagt, wenn man die größten Städte eines Landes kennt, aber eben auch etwas über die Bevölkerungsverteilung im Land aus. Im ländlichen Raum ist sie extrem niedrig, die Städte heben sie stark an. Das bedeutet aber, dass wenn man von wenigen Infektionen in geringer besiedelten Gebieten ausgeht, das Geschehen in den Städten komplett außer Kontrolle geraten ist, wie man es ja aus Stockholm gehört hat.
Ich habe mal ein paar Zahlen recherchiert:
Die Provinzen Stockholms Län und Västra Götalands Län um die beiden größten Städte Schwedens machen mit 4,05 Mio. Einwohnern 40% der Bevölkerung Schwedens aus, aber nur 8% der Fläche des Landes. Und sie machen mit 3260 Todesfällen von insgesamt 5892 55% der Toten aus.
In Deutschland haben wir 12 Tote/100.000 Einwohner. In Schweden sind es 59 Tote/100.000 Einwohner.
In den beiden großen Provinzen gibt es 82 Tote/100.000 Einwohner und selbst im Rest des Landes, wo 60% der Bevölkerung (ca. 6 Mio. Menschen) auf 92% der Fläche leben (15 Menschen pro Quadratkilometer, zur Erinnerung: in Deutschland sind es 233) gibt es 44 Tote/100.000 Einwohner.
Das heißt, dass sich das Virus einerseits sehr stark in den großen Ballungsräumen ausgebreitet hat, aber selbst in den ländlichen Gebieten und kleineren Städten recht viele Menschen gestorben sind - mehr als in Deutschland im Schnitt im ganzen Land.
Nur ein schlimmes Beispiel: Dalarnas Län in Mittelschweden. Bevölkerungsdichte nur 9,5 Einwohner/Quadratkilometer, insgesamt nur ca. 288.000 Einwohner. 174 Todesfälle ergeben dort 60 Tote/100.000 Einwohner!
Länder wie Schweden haben es eigentlich erheblich leichter, mit einem Virus umzugehen, da sie wie gesagt einfach total dünn besiedelt sind. Außerdem ist der normale Schwede eher vernünftig und hält sich jetzt eben an bestimmte Regeln. Dann kann man auch ein normales Leben aufrechterhalten. Wäre hier ja auch möglich, wenn sich eben jeder an Regeln hält.