Corporal Clegg
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Kaum sind 2 Tage vergangen, da gehen die Rempeleien der letzten Wochen weiter. Zumindest weiss ich jetzt, warum das Tor am Sonntag in der 94.Minute bei mir kaum mehr als ein müdes 'Yeah' und einen kurzzeitigen erhöhten Pulsschlag bewirkt hat.
Der Verein steht mehr denn je an einem Scheideweg. Für die jetzige Führungsmannschaft gibt es nur eine Chance, erst einmal für Ruhe zu sorgen, und das ist der sofortige sportliche Erfolg. Gelingt dieser nicht, was angesichts der aktuellen Voraussetzungen erst einmal wahrscheinlich ist, wird sich das Desaster der letzten Saison fortsetzen und dem KFC sehr bald den Rest geben. Blau-rotes Herz hin oder her, Lakis hat es in 6 Jahren leider nicht geschafft, ein solides Fundament zu schaffen. Yilmaz ist trotz allem positiven Engagement auch nicht geeignet, den Verein zu führen und zu präsentieren.
Wagener und seinem Netzwerk ist das grundsätzlich eher zuzutrauen, zumal dieses auch einen dringend notwendigen Neustart darstellen könnte. Er ist allerdings auch Unternehmer durch und durch und so ein Fußballverein in der 4.Liga braucht halt eine ganze Portion Herz und Leidenschaft. Die kann ich bei ihm bisher leider nicht wirklich erkennen.
Diese ganze schwarz-weiss Diskussion wird daher am Ende nicht zu einer wirklichen Lösung führen. Gefragt ist jetzt jemand, der das Heft in die Hand nimmt und in dieser verfahrenen Situation koordiniert, vermittelt und die Beteiligten an einen Tisch holt. Eigentlich eine nette Aufgabe für den Bürgermeister. Bei Herrn Kathstede bin ich mir da nur nicht so sicher. Also bleibt es wahrscheinlich am Verwaltungsrat hängen. Oder, Herr Galland?
Der Verein steht mehr denn je an einem Scheideweg. Für die jetzige Führungsmannschaft gibt es nur eine Chance, erst einmal für Ruhe zu sorgen, und das ist der sofortige sportliche Erfolg. Gelingt dieser nicht, was angesichts der aktuellen Voraussetzungen erst einmal wahrscheinlich ist, wird sich das Desaster der letzten Saison fortsetzen und dem KFC sehr bald den Rest geben. Blau-rotes Herz hin oder her, Lakis hat es in 6 Jahren leider nicht geschafft, ein solides Fundament zu schaffen. Yilmaz ist trotz allem positiven Engagement auch nicht geeignet, den Verein zu führen und zu präsentieren.
Wagener und seinem Netzwerk ist das grundsätzlich eher zuzutrauen, zumal dieses auch einen dringend notwendigen Neustart darstellen könnte. Er ist allerdings auch Unternehmer durch und durch und so ein Fußballverein in der 4.Liga braucht halt eine ganze Portion Herz und Leidenschaft. Die kann ich bei ihm bisher leider nicht wirklich erkennen.
Diese ganze schwarz-weiss Diskussion wird daher am Ende nicht zu einer wirklichen Lösung führen. Gefragt ist jetzt jemand, der das Heft in die Hand nimmt und in dieser verfahrenen Situation koordiniert, vermittelt und die Beteiligten an einen Tisch holt. Eigentlich eine nette Aufgabe für den Bürgermeister. Bei Herrn Kathstede bin ich mir da nur nicht so sicher. Also bleibt es wahrscheinlich am Verwaltungsrat hängen. Oder, Herr Galland?
Von 'wahren' und 'unwahren' Fans zu sprechen ist sicherlich falsch. Ich glaube nicht, dass es hier irgendjemanden gibt, dem das Schicksal des KFC wirklich egal ist. Es gibt halt nur unterschiedliche Sichtweisen. Lakis ist und bleibt ein Geschäftsmann, der offensichtlich nicht wenig Geld damit verdient, geringwertige Immobilien zu überhöhten Preisen zu verkaufen. Wer schon mal mit ein wenig Sachverstand ein Expose der Lakis Group gelesen hat wird schnell merken, wie viel heiße Luft darin enthalten ist. Nun gut, es ist sicherlich jedem selbst überlassen, das zu prüfen und sich darauf einzulassen. Und auch die moralische Fragwürdigkeit scheint ja vielen hier egal zu sein (mir persönlich übrigens nicht!)...es ist letztlich auch dem KFC zugute gekommen. Trotzdem bleibt bei diesem Geschäft ein fader Beigeschmack und es ist doch wohl klar, dass sich bei diesem Hintergrund kaum ein größeres Unternehmen und erst recht kein Politiker öffentlich hinter Herrn Lakis stellen kann. Durch das Interview wird nun aber auch klar, dass Lakis nie der selbstlose Gönner gewesen ist, als den er sich gerne darstellt. Wieder diese Halbwahrheiten...vor Wochen noch waren Rückforderungen kein Thema, ein zukünftiges Sponsoring auch ohne Präsidentschaft möglich. Nun diese frei interpretierbaren Andeutungen, dass es auch ganz anders aussehen könnte und ziemlich sicher auch aussehen wird. Warum? Weil es ein paar Leute im Verein gibt, die nun öffentlich gegen ihn vorgehen? Seine Intention bei der Übernahme des Vereins war schlicht und einfach, einen Einstieg in das Fussballgeschäft zu finden und damit längerfristig neue Kundschaft für seine Immobilienverkäufe zu generieren. Da sich dieses 'Geschäftsmodell' nun zerschlagen hat, erlischt auch sein Interesse am Verein. Aber Treueschwüre kommen beim gemeinen und leicht manipulierbaren Fußballfan natürlich immer gut...diese Art der Doppelmoral hat ja auch bei Herrn Hoeness gut funktioniert! Ich bin Herrn Lakis dankbar, dass er den Verein noch ein paar Jahre geschenkt hat und mit ein wenig mehr Glück und Fussballsachverstand hätte sein Plan vielleicht sogar funktionieren können. Leider sieht das Ergebnis aber nun so aus, dass der Verein, neben dem seit jeher bestehenden Desinteresse der Bevölkerung, in Krefeld und Umgebung verbrannte Erde ist und es wahrscheinlich niemanden geben wird, der den KFC in diesem Zustand übernehmen wird. Jedes weitere Jahr mit Lakis wird das Ende des Vereins daher nur verzögern. Ich wünsche mir, dass sich der bittere Weg durch die Insolvenz noch vermeiden lässt. Wenn es Ende aber doch darauf hinausläuft bleibt zu hoffen, dass ein Neuanfang mit frischen Kräften möglich sein wird.
Naja, wenn alle Probleme so einfach zu lösen wären, müßten eigentlich in jeder Liga wöchentlich irgendwelche Trainer entlassen werden.
2 von 3 Gegentreffern sind heute wieder durch völlig unnötige indivduelle Fehler von Abwehrspielern zustande gekommen. Da helfen nicht einmal ein 10-0-0 System oder Pep Guardiola an der Linie. Und den einen regionalligauntauglichen Spieler gegen den anderen regionalligauntauglichen Spieler auszutauschen bringt die Mannschaft auch nicht weiter.
Van der Luer ist sicherlich keine heilige Kuh und seine Fehler bei der Kaderzusammenstellung sind nicht von der Hand zu weisen, auch wenn finanzielle Aspekte dabei eine große Rolle gespielt haben. Dennoch...der KFC steht nicht so aussichtslos schlecht da, dass eine Trainerentlassung zum jetzigen Zeitpunkt der letzte verzweifelte Weg sein müßte. Ein neuer Trainer wird aus Rubink, Nimpsch und Co auch keine Bundesligaprofis mehr machen. Ich hatte heute nicht den Eindruck, dass da eine tote Mannschaft auf dem Feld steht, die sich bereits aufgegeben hat. Kampf und Willen kann man dem Team sicherlich nicht absprechen. Insofern kann van der Luer also nicht auf einmal alles komplett falsch machen. Und taktisch braucht man für eine Systemumstellung auch wieder Spieler, die das umsetzen können. Selbst beim FC Bayern sieht man, dass so etwas nicht von heute auf morgen funktioniert. Natürlich...wenn sich alle hinten rein stellen, wird die Gegentorquote vermutlich sinken. Ich fürchte allerdings, dass die Qualität der Abwehr nicht ausreicht, um wirklich Beton anzurühren. Zumal dann ja auch die Offensive wieder schwächer wird.
Die Weiterentwicklung der Mannschaft wird letztlich nur durch den Einkauf individueller Klasse in Verbindung mit einem funktionierenden Teambuilding möglich sein. Zumindest letzteres traue ich dem Trainer durchaus zu. Insofern würde ich Geld, falls es denn überhaupt vorhanden ist, eher in neue Spieler als in eine Abfindung für den Trainer investieren.
2 von 3 Gegentreffern sind heute wieder durch völlig unnötige indivduelle Fehler von Abwehrspielern zustande gekommen. Da helfen nicht einmal ein 10-0-0 System oder Pep Guardiola an der Linie. Und den einen regionalligauntauglichen Spieler gegen den anderen regionalligauntauglichen Spieler auszutauschen bringt die Mannschaft auch nicht weiter.
Van der Luer ist sicherlich keine heilige Kuh und seine Fehler bei der Kaderzusammenstellung sind nicht von der Hand zu weisen, auch wenn finanzielle Aspekte dabei eine große Rolle gespielt haben. Dennoch...der KFC steht nicht so aussichtslos schlecht da, dass eine Trainerentlassung zum jetzigen Zeitpunkt der letzte verzweifelte Weg sein müßte. Ein neuer Trainer wird aus Rubink, Nimpsch und Co auch keine Bundesligaprofis mehr machen. Ich hatte heute nicht den Eindruck, dass da eine tote Mannschaft auf dem Feld steht, die sich bereits aufgegeben hat. Kampf und Willen kann man dem Team sicherlich nicht absprechen. Insofern kann van der Luer also nicht auf einmal alles komplett falsch machen. Und taktisch braucht man für eine Systemumstellung auch wieder Spieler, die das umsetzen können. Selbst beim FC Bayern sieht man, dass so etwas nicht von heute auf morgen funktioniert. Natürlich...wenn sich alle hinten rein stellen, wird die Gegentorquote vermutlich sinken. Ich fürchte allerdings, dass die Qualität der Abwehr nicht ausreicht, um wirklich Beton anzurühren. Zumal dann ja auch die Offensive wieder schwächer wird.
Die Weiterentwicklung der Mannschaft wird letztlich nur durch den Einkauf individueller Klasse in Verbindung mit einem funktionierenden Teambuilding möglich sein. Zumindest letzteres traue ich dem Trainer durchaus zu. Insofern würde ich Geld, falls es denn überhaupt vorhanden ist, eher in neue Spieler als in eine Abfindung für den Trainer investieren.
Leider eine insgesamt schwache Vorstellung der Mannschaft heute gegen eine zumindest im Angriff sehr starke Fortuna. Während es in der Vorwärtsbewegung bisweilen noch ganz ordentlich aussieht muss man ganz klar sagen, dass die Abwehr allenfalls mittelmäßiges Oberligaformat hat. Es macht auch keinen Sinn, einzelne herauszupicken.....die Spieler, die dort hinten herumlaufen, sind allesamt zu langsam und fußballerisch zu limitiert. Da hilft auch keine Positions- oder Taktikänderung, aus einem VW wird man niemals einen Ferrari machen können. Im Vergleich zu den Düsseldorfern, deren Spiel sehr kompakt und abgeklärt wirkte, fallen beim KFC immer wieder große Lücken zwischen den Manschaftsteilen auf, weil zu wenig Bewegung im Spiel zwischen Abwehr und Mittelfeld ist und das ganze Teamspiel unrund wirkt.
Das alles von einem Aufsteiger mit sehr begrenzten finanziellen Mitteln zu erwarten ist meiner Meinung aber auch ein wenig zu viel verlangt. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass der KFC gegen andere Mannschaften durchaus mithalten kann und wenn es sicherlich schwer wird bleibt auch nach diesem Abend die Hoffnung, dass Uerdingen die Klasse halten kann. Wichtig ist, weiterhin die Ruhe zu bewahren, aus Fehlern und Rückschlägen zu lernen und Woche für Woche daran zu arbeiten, auch aus limitierten Spielern das Maximum hausrauszuholen. Falls es dann noch möglich sein sollte, in der Winterpause 1-2 wirklich regionalligataugliche Abwehrspieler zu verpflichten, sehe ich den KFC auf einem guten Weg, sich in dieser Liga zu etablieren.
Das alles von einem Aufsteiger mit sehr begrenzten finanziellen Mitteln zu erwarten ist meiner Meinung aber auch ein wenig zu viel verlangt. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass der KFC gegen andere Mannschaften durchaus mithalten kann und wenn es sicherlich schwer wird bleibt auch nach diesem Abend die Hoffnung, dass Uerdingen die Klasse halten kann. Wichtig ist, weiterhin die Ruhe zu bewahren, aus Fehlern und Rückschlägen zu lernen und Woche für Woche daran zu arbeiten, auch aus limitierten Spielern das Maximum hausrauszuholen. Falls es dann noch möglich sein sollte, in der Winterpause 1-2 wirklich regionalligataugliche Abwehrspieler zu verpflichten, sehe ich den KFC auf einem guten Weg, sich in dieser Liga zu etablieren.
[quote='F. Reigeist','index.php?page=Thread&postID=20942#post20942']Ein neues Stadion an der Grotenburg wird es niemals geben, und den Umbau/Modernisierung kann keiner bezahlen.[/quote]Genau diese pauschale Aussage gilt es ja zu prüfen. Bis vor einer Woche hätte auch jeder hier behauptet, dass niemand ein neues Stadion bezahlen kann, oder?
[quote='Michael','index.php?page=Thread&postID=20939#post20939'][quote='Corporal Clegg','index.php?page=Thread&postID=20923#post20923']Sollte sich der sportliche Erfolg in den nächsten Jahren nicht einstellen, wäre der KFC mit einem neuen Stadion irgendwo am Stadtrand nichts anderes als jeder x-beliebige Krefelder Fußballverein.[/quote]
Sollte sich der sportliche Erfolg in den nächsten Jahren nicht einstellen, sind wir wahrscheinlich sowieso am Arsch. :D[/quote] Na ja, den Spruch gibt es aber schon seit dem Abstieg aus der Bundesliga. Und siehe da...der KFC lebt immer noch! ;)
Sollte sich der sportliche Erfolg in den nächsten Jahren nicht einstellen, sind wir wahrscheinlich sowieso am Arsch. :D[/quote] Na ja, den Spruch gibt es aber schon seit dem Abstieg aus der Bundesliga. Und siehe da...der KFC lebt immer noch! ;)
Ich bin sicherlich kein Gegner von Veränderungen und gerade in der Stadionfrage muss in den nächsten Jahren eigentlich eine Lösung für den KFC her. Wenn der Standort Grotenburg diese nicht hergibt kann der Verein natürlich froh sein, wenn ein Investor bereit ist, ein neues Stadion zu bauen. Ich befürchte nur, dass bei der Suche nach der besten Lösung am Ende politische und finanzielle Interessen im Vordergrund stehen werden.
[size=12][font='Arial']Die Diskussion um den Stadionneubau verläuft aus meiner Sicht viel zu sehr unter dem Eindruck des momentanen sportlichen Erfolges und den daraus entstehenden Visionen eines KFC, der in den nächsten Jahren wieder im Profibereich spielen wird. Fakt ist jedoch, dass der Verein auch bei einem Aufstieg noch sehr weit davon entfernt ist und Fakt ist auch, dass die Voraussetzungen für Profifußball in Krefeld leider immer schon ungünstig waren, es immer noch sind und es wahrscheinlich auch zukünftig sein werden.[/font][/size]
[size=12][font='Arial']Auch wenn der Vergleich mit den 80er Jahren sicherlich nicht korrekt ist bin ich mir sicher, dass die Zuschauerzahlen schon in der 3.Bundesliga kaum über dem Ligadurchschnitt liegen würden. Sponsoren, die die notwendigen Summen in den Verein investieren können, sind weit und breit nicht in Sicht. Das Krefelder Umland ist durch Borussia MG und Fortuna D´dorf weitestgehend mit Profifußball abgedeckt. Rückhalt aus der Krefelder Politik und der Bevölkerung gibt es auch kaum.[/font][/size]
[size=12][font='Arial']Was der KFC hat, auch wenn der Begriff in den letzten Jahren ziemlich überstrapaziert wurde, ist ein wenig Tradition aus den erfolgreichen Bundesliga- und Europapokaljahren. Diese Tradition zu bewahren ist meiner Meinung nach die wichtigste Voraussetzung, um den Fortbestand des Vereines auch in Zukunft zu gewährleisten.[/font][/size]
[size=12][font='Arial']Da es aus verschiedensten Gründen schon nicht möglich zu sein scheint, Personen aus dem damaligen Umfeld an den Verein zu binden ist die Grotenburg das letzte Überbleibsel aus diesen erfolgreichen Zeiten. Sollte sich der sportliche Erfolg in den nächsten Jahren nicht einstellen, wäre der KFC mit einem neuen Stadion irgendwo am Stadtrand nichts anderes als jeder x-beliebige Krefelder Fußballverein. Und selbst die ewigen Nörgler hätten dann keinen Grund mehr, gegen den KFC zu schreiben, da der Verein dann völlig aus der Diskussion verschwinden würde.[/font][/size]
[size=12][font='Arial']Es ist an dieser Stelle müßig, über mögliche alternative Planungen zu sprechen, da hier sehr viele Faktoren zu berücksichtigen sind. Aber wenn das Konzept, Flächen zu Vermarktungszwecken an einen Investor zu verschenken, der dafür im Gegenzug notwendige Baumaßnahmen durchführt, tatsächlich funktioniert, müssen aus meiner Sicht zunächst alle Möglichkeiten untersucht werden, ob dieses Konzept, sei es durch teilweisen Rückbau oder Ausbau nicht auch am Standort Grotenburg funktionieren kann. [/font][/size]
[size=12][font='Arial']Auch wenn der Vergleich mit den 80er Jahren sicherlich nicht korrekt ist bin ich mir sicher, dass die Zuschauerzahlen schon in der 3.Bundesliga kaum über dem Ligadurchschnitt liegen würden. Sponsoren, die die notwendigen Summen in den Verein investieren können, sind weit und breit nicht in Sicht. Das Krefelder Umland ist durch Borussia MG und Fortuna D´dorf weitestgehend mit Profifußball abgedeckt. Rückhalt aus der Krefelder Politik und der Bevölkerung gibt es auch kaum.[/font][/size]
[size=12][font='Arial']Was der KFC hat, auch wenn der Begriff in den letzten Jahren ziemlich überstrapaziert wurde, ist ein wenig Tradition aus den erfolgreichen Bundesliga- und Europapokaljahren. Diese Tradition zu bewahren ist meiner Meinung nach die wichtigste Voraussetzung, um den Fortbestand des Vereines auch in Zukunft zu gewährleisten.[/font][/size]
[size=12][font='Arial']Da es aus verschiedensten Gründen schon nicht möglich zu sein scheint, Personen aus dem damaligen Umfeld an den Verein zu binden ist die Grotenburg das letzte Überbleibsel aus diesen erfolgreichen Zeiten. Sollte sich der sportliche Erfolg in den nächsten Jahren nicht einstellen, wäre der KFC mit einem neuen Stadion irgendwo am Stadtrand nichts anderes als jeder x-beliebige Krefelder Fußballverein. Und selbst die ewigen Nörgler hätten dann keinen Grund mehr, gegen den KFC zu schreiben, da der Verein dann völlig aus der Diskussion verschwinden würde.[/font][/size]
[size=12][font='Arial']Es ist an dieser Stelle müßig, über mögliche alternative Planungen zu sprechen, da hier sehr viele Faktoren zu berücksichtigen sind. Aber wenn das Konzept, Flächen zu Vermarktungszwecken an einen Investor zu verschenken, der dafür im Gegenzug notwendige Baumaßnahmen durchführt, tatsächlich funktioniert, müssen aus meiner Sicht zunächst alle Möglichkeiten untersucht werden, ob dieses Konzept, sei es durch teilweisen Rückbau oder Ausbau nicht auch am Standort Grotenburg funktionieren kann. [/font][/size]
Zurückschauend sind es vor allem Momentaufnahmen aus der frühen Jugend zu Beginn der 80er Jahre, die meine Leidenschaft für den (heutigen) KFC so sehr geprägt haben, dass ich es danach trotz einiger Versuche nie mehr geschafft habe, mich nochmal in einen anderen Verein zu ´verlieben´.
Da gibt es in meinen Erinnerungen einen Elfmeter, den ich bei der Saisoneröffnung 83/84 mit zitternden Knien gegen Werner Vollack schiessen durfte.Das erste mal Freitags abends zu einem Fußballspiel gehen zu dürfen, weil am nächsten Tag keine Schule war...ich bin mir ziemlich sicher, dass Fortuna Köln der Gegner war und es furchtbar geregnet hat. Bei den leider immer seltener gewordenen Gelegenheiten erzeugen die von weither sichtbaren Flutlichtmasten und der im Umkreis der Grotenburg liegende Geruch von Bratwürstchen noch heute ein angenehmes Kribbeln im Bauch und erinnern wehmütig an die Zeit, in der hier vor 30 Jahren Fußball auf höchstem Niveau gespielt wurde.
Die Relegation gegen Schalke gab es bei mir leider erst am nächsten Tag als Radioaufzeichnung auf Kassette. Aber ich weiß noch heute, dass ich an dem Abend nicht schlafen konnte und sehnsüchtig auf meinen Vater gewartet habe, der mir das freudige Ergebnis mitteilte.
Und dann Dresden....
In der Halbzeit haben Jugendspieler Bälle ins Publikum geschossen und mein bester Kumpel hat einen davon gefangen. Auf dem Nebenplatz haben wir dann lieber selber gespielt, statt uns weiter das verloren geglaubte Spiel anzusehen. Das 2:3 habe ich daher nur noch als im Netz zappelnden Ball in Erinnerung. Alles was danach kam, war der blanke Wahnsinn. Keine Ahnung, wie viele Kilometer ich im Stadion nervös und jubelnd umhergelaufen bin, es hat mich einfach nichts mehr auf meinem Platz gehalten. Für diesen Abend bin ich dem Fußballgott bis heute unendlich dankbar, auch wenn damit rückblickend die Wende zum Abstieg des Uerdinger Profifußballs begonnen hatte.
Es gäbe noch so viel mehr Annekdoten. Berlin, Barcelona, die Erinnerungen an meinen Nachbarn Michael Klein. Man könnte fast ein Buch darüber schreiben.
Leider ist das alles nun schon so lange her. Auch wenn der Glaube daran fehlt hoffe ich so manches mal immer noch, dass eines Tages jemand kommt und den KFC wieder in höhere Gefilde führt. Die heutige Generation von Uerdinger Fußballfans hätte es auf jeden Fall verdient. Auf der anderen Seite zählt auch für mich weiterhin der Spruch ´Leidenschaft kennt keine Liga´.
Insofern ist eines sicher. Das Herz schlägt weiterhin blau-rot.
Da gibt es in meinen Erinnerungen einen Elfmeter, den ich bei der Saisoneröffnung 83/84 mit zitternden Knien gegen Werner Vollack schiessen durfte.Das erste mal Freitags abends zu einem Fußballspiel gehen zu dürfen, weil am nächsten Tag keine Schule war...ich bin mir ziemlich sicher, dass Fortuna Köln der Gegner war und es furchtbar geregnet hat. Bei den leider immer seltener gewordenen Gelegenheiten erzeugen die von weither sichtbaren Flutlichtmasten und der im Umkreis der Grotenburg liegende Geruch von Bratwürstchen noch heute ein angenehmes Kribbeln im Bauch und erinnern wehmütig an die Zeit, in der hier vor 30 Jahren Fußball auf höchstem Niveau gespielt wurde.
Die Relegation gegen Schalke gab es bei mir leider erst am nächsten Tag als Radioaufzeichnung auf Kassette. Aber ich weiß noch heute, dass ich an dem Abend nicht schlafen konnte und sehnsüchtig auf meinen Vater gewartet habe, der mir das freudige Ergebnis mitteilte.
Und dann Dresden....
In der Halbzeit haben Jugendspieler Bälle ins Publikum geschossen und mein bester Kumpel hat einen davon gefangen. Auf dem Nebenplatz haben wir dann lieber selber gespielt, statt uns weiter das verloren geglaubte Spiel anzusehen. Das 2:3 habe ich daher nur noch als im Netz zappelnden Ball in Erinnerung. Alles was danach kam, war der blanke Wahnsinn. Keine Ahnung, wie viele Kilometer ich im Stadion nervös und jubelnd umhergelaufen bin, es hat mich einfach nichts mehr auf meinem Platz gehalten. Für diesen Abend bin ich dem Fußballgott bis heute unendlich dankbar, auch wenn damit rückblickend die Wende zum Abstieg des Uerdinger Profifußballs begonnen hatte.
Es gäbe noch so viel mehr Annekdoten. Berlin, Barcelona, die Erinnerungen an meinen Nachbarn Michael Klein. Man könnte fast ein Buch darüber schreiben.
Leider ist das alles nun schon so lange her. Auch wenn der Glaube daran fehlt hoffe ich so manches mal immer noch, dass eines Tages jemand kommt und den KFC wieder in höhere Gefilde führt. Die heutige Generation von Uerdinger Fußballfans hätte es auf jeden Fall verdient. Auf der anderen Seite zählt auch für mich weiterhin der Spruch ´Leidenschaft kennt keine Liga´.
Insofern ist eines sicher. Das Herz schlägt weiterhin blau-rot.
Er muss den Verein ja nicht gleich vor die Wand fahren. Aber die Erkenntniss, dass sich geschäftliche Interessen nicht mit den sportlichen Zielen in Einklang bringen lassen können doch dazu führen, das finanzielle Engagement deutlich einzukürzen. Eine ähnliche Situation wie zur Ära Tecklenburg. Und der hätte den Verein tatsächlich fast vor die Wand gefahren.
Es dürfte sehr schwierig sein, einen talentierten, motivierten ´Feierabendfußballer´ für wenig Geld zum KFC zu locken und ihm dann klar zu machen, dass andere Spieler im Verein aber ein volles Monatsgehalt beziehen und nicht noch nebenher arbeiten müssen. Diese Kombination kann dauerhaft nicht zu einem erfolgreichen Mannschaftsgefüge führen. Hinzu kommt das Problem mit den Trainingszeiten. Öfter als 2-3x in der Woche wird kaum jemand trainieren können, der nebenher Vollzeit berufstätig ist.
Insofern müssen die Verantwortlichen zunächstmal ein Konzept finden, mit dem sie den Aufbau der neuen Mannschaft angehen wollen, wobei die finanzielle Ausgangslage der entscheidende Punkt sein wird. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass das Konzept ´schneller Erfolg mit Profispielern´ nur dann erfolgreich sein kann, wenn man wie beispielsweise Victoria Köln finanziell in der Lage ist, aufstrebende Spieler mit nachgewiesener Profi-Qualität zu verpflichten. Mag sein, dass das auch auf einige wenige beim KFC zutrifft, unterm Strich bleiben aber einfach zu viele Pseudo-Profis, die man nun schnellstens loswerden sollte. Die nicht mehr ausgeglichenen Verluste von wichtigen Spielern wie Pinske und Bendowski lassen zudem vermuten, dass Herr Lakis schon seit längerem das von ihm selbst genannte Ziel des schnellen Erfolgs nicht mehr finanzieren wollte oder konnte.
Die nächsten Tage und Woche werden daher zeigen, in welche Richtung es für den KFC in der neuen Saison geht. Sollte es zu drastischen Budgetkürzungen kommen kann der Weg aus meiner Sicht nur dahin gehen, sich von so vielen Spielern wie möglich zu trennen, die mit Fußball ihren Lebensunterhalt verdienen wollen und mit einer wirklich fähigen sportlichen Führung über 2-3 Jahre eine homogene Amateurtruppe aufzubauen. Falls dann irgendwann noch ein Sponsoring oder ein Sponsorenpool hinzukäme, der es dem KFC erlauben würde, interessanten Spielern einen subventionierten Arbeitsplatz neben dem Fußball anzubieten, wäre dieses schon ein großer Schritt in eine positivere Zukunft. Das hiermit nicht von heute auf morgen der große Erfolg möglich sein wird finde ich dabei persönlich weniger tragisch als das, was wir in der Relegation gesehen haben.
Insofern müssen die Verantwortlichen zunächstmal ein Konzept finden, mit dem sie den Aufbau der neuen Mannschaft angehen wollen, wobei die finanzielle Ausgangslage der entscheidende Punkt sein wird. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass das Konzept ´schneller Erfolg mit Profispielern´ nur dann erfolgreich sein kann, wenn man wie beispielsweise Victoria Köln finanziell in der Lage ist, aufstrebende Spieler mit nachgewiesener Profi-Qualität zu verpflichten. Mag sein, dass das auch auf einige wenige beim KFC zutrifft, unterm Strich bleiben aber einfach zu viele Pseudo-Profis, die man nun schnellstens loswerden sollte. Die nicht mehr ausgeglichenen Verluste von wichtigen Spielern wie Pinske und Bendowski lassen zudem vermuten, dass Herr Lakis schon seit längerem das von ihm selbst genannte Ziel des schnellen Erfolgs nicht mehr finanzieren wollte oder konnte.
Die nächsten Tage und Woche werden daher zeigen, in welche Richtung es für den KFC in der neuen Saison geht. Sollte es zu drastischen Budgetkürzungen kommen kann der Weg aus meiner Sicht nur dahin gehen, sich von so vielen Spielern wie möglich zu trennen, die mit Fußball ihren Lebensunterhalt verdienen wollen und mit einer wirklich fähigen sportlichen Führung über 2-3 Jahre eine homogene Amateurtruppe aufzubauen. Falls dann irgendwann noch ein Sponsoring oder ein Sponsorenpool hinzukäme, der es dem KFC erlauben würde, interessanten Spielern einen subventionierten Arbeitsplatz neben dem Fußball anzubieten, wäre dieses schon ein großer Schritt in eine positivere Zukunft. Das hiermit nicht von heute auf morgen der große Erfolg möglich sein wird finde ich dabei persönlich weniger tragisch als das, was wir in der Relegation gesehen haben.
Die Presseberichte der letzten Tage waren in der Tat so realitätsfern wie lange nicht mehr. Mit keinem Wort wurde erwähnt, dass mit Pinske, Bendowski, Özkaya und Höfler 4 der wichtigsten Stützen der Mannschaft nicht mehr im Verein sind oder nicht mehr im Aufgebot stehen. Auch wenn man 100x das Gegenteil behauptet....die verbliebene Mannschaft ist nicht mehr regionalligatauglich und verdient hat sie den Aufstieg nach dieser Relegation schon gar nicht!
Bei Victoria Köln spielen aber keine Ex- oder Möchtegern-Profis sondern in der Mehrzahl aufstrebende Spieler mit Profi-Qualitäten, und das für teures Geld !
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