NobbieB
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In der Tat hatte der Gegner in fast allen Spielen die bessere Spielanlage. Druckvoll werden wir meist nur dann, wenn wir Risiko gehen oder wenn wir Konter spielen können. Das wir beim Kontern die Räume auf den Außen erhalten ist logisch. Hier ist es unkritisch das die offensive Zentrale im Mittelfeld nicht besetzt ist.
Gleiches gilt, wenn der Gegner sich tief zurück zieht und / oder wir Krempicki rausnehmen zu Gunsten eines echten OM (Pflücke) oder einer hängenden Spitze (z.B. Beister). In diesen Fällen werden wir druckvoll, haben Anspielstationen und man sieht auch unser offensives Potential. Aber auch eine Luxus-Offensive mit Aigner, Beister, Rodriguez, Grimaldi und Osawe wird gar nichts bringen, wenn der Ball nicht planvoll in die vordere Linie kommt, weil das Spiel in der "Normalsituation" mit Öztürk/Konrad und Krempicki viel zu statisch angelegt ist. Aber wieso erkennen wir das seit Monaten und Krämer nicht?
Bin auch weit davon entfernt bei Rückschlägen immer sofort nach einem Trainerwechsel zu schreien, zumal ich den Typen Krämer wirklich mag. Was mich nur wie viele hier massiv irritiert, ist die Tatsache, dass Krämer die immer gleichen Defizite in unserem Spiel nicht behoben bekommt (oder auch gar nicht wahrnimmt?).
Seit Saisonbeginn kommt keinerlei Druck aus dem zentralen Mittelfeld. Öztürk und Krempicki, beide nicht gerade mit einem Übermaß an Kreativität gesegnet, spielen jeden Ball entweder auf die Außenverteidiger oder lang auf den "Zielspieler" Aigner. Die Außenverteidiger haben die Wahl zwischen Pest und Cholera: entweder sie schlagen den Ball ihrerseits lang auf Aigner oder sie versuchen (meist vergebens) den Ball auf das äußere Mittelfeld (Beister, Kefkir) durchzustecken. Wird Letzteres vom Gegner vermieden, kommt es zu besagtem Ballgeschiebe. Eine zentrale Anspielstation auf Höhe Beister, Kefkir existiert schlichtweg nicht. Dadurch das wir zentral keine Bewegung haben, ist unser Spiel so ausrechenbar. Da bin ich ganz sicher nicht der Einzige, der dies seit Monaten sieht. Sieht Krämer dies nicht? Kann ich mir nicht vorstellen, so helle sind wir hier nun auch wieder nicht. Wenn es am Personal liegt, dann hätte hier zuallererst etwas in der Winterpause passieren sollen. Wenn es am System liegt, dann ist in der Tat der Trainer in der Pflicht eine Lösung zu finden. Ich freue mich, wenn diese Lösung von Krämer kommt, aber langsam muss diese Lösung her.M.P. ist (natürlich!) nicht unfehlbar, aber er gibt nicht nur sein Geld für unseren Erfolg, sondern er hat definitiv mehr Erfahrung wie man Erfolg plant als die meisten von uns.
Schon geil..., im einen Moment zu fragen, welches Gemecker gemeint sei und im nächsten Moment das Meckern munter fortzusetzen. Ich liebe Selbstironie!
Zum Inhalt: Hätten wir einen 22jährigen Stamm-Torwart der zweiten Liga verpflichten können, dann hätten wir das sicherlich in Erwägung gezogen. Wir leben aber leider in der Realität, und da haben junge, gute Torhüter der oberen Ligen wenig Ambition unterjährig auf die Ersatzbank der dritten Liga zu wechseln. Unter diesen Voraussetzungen ist Robin definitiv eine Verbesserung auf der Position des Ersatz-TW.
Was den "wahrscheinlich für 8 Wochen verletzten Stürmer" angeht sind die potentiellen Gründe für die Entscheidung (guter Spieler für eine bei uns verwaiste Schlüsselposition im Angriff, spätestens bei einem evtl. weiteren Anlauf zum Aufstieg nächste Saison wertvoll und dann schon eingespielt, evtl. auch in der Schlussphase dieser Saison ein Erfolgsfaktor) hier schon mehrfach dargelegt worden.
Auch hier: Natürlich wäre es schöner, er wäre unverletzt, jünger, ablösefrei usw., aber wir bewegen uns in der Realität und da muss sich das Management des KFC Uerdingen manchmal auch einfach nach dem Machbaren richten. Also entweder keinen Stoßstürmer oder den leider mit einem Mal verletzten Grimaldi. Spieler dieser Art, die in der Winterpause nach Uerdingen kommen wollen, die Liga kennen und bezahlbar sind, wachsen nun mal nicht auf den Bäumen.
Entweder die Verletzung ist nicht ansatzweise so schwer wie angenommen und Grimaldi ist in ca. 3-4 Wochen wieder trainingstauglich. Denn bei einem Ausfall von 8 Wochen oder mehr steht er uns sonst vollständig fit und eingespielt nicht weit vor der Relegation gegen Duisburg wieder zur Verfügung 😉.
Oder bei der Verpflichtung wird ein längerfristiger Ausfall in Kauf genommen, um für den Fall des Ligaverbleibs bereits heute die schwierig zu besetzende Schlüsselposition im Sturm für vertretbares Geld gut (und dann bereits ansatzweise eingespielt) besetzt zu haben. Und wer weiß, ob AG nicht auch im Fall eines 2.Liga-Aufstiegs eine gute Rolle spielen kann.
In jedem Fall eine plausible Verpflichtung für überschaubares Geld.