TimK
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Leider ein erschreckend realistisches Szenario.
Er hält den Ball häufig unnötig lange, verrennt sich dann und bleibt immer (!) liegen und beschwert sich. Er verwendet darein immer so unglaublich viel Energie.Wenn der einfach mal 1-2 Momente früher den Ball spielen würde, wäre das ein sensationeller Kicker!
Also nochmal:
Plogmann (der Meppener Torhüter, der gestern im Tor stand) musste in der zweiten HZ nicht einmal ernsthaft eingreifen. In der ersten HZ waren es nur die Distanzschüsse von Albutat und Pusch, die für wirkliche Gefahr sorgten.
Wie oft musste Buntic im Ingolstädter Tor in höchster Not retten? Ich kann mich auch nicht wirklich an eine Rettungstat erinnern.
Es ist aber am Ende auch völlig egal. Ich will eine Mannschaft die gewinnt..Wenn - wie damals z. B. in Rhede war es glaube ich - wir 20 mal auf's Tor schießen und der Torwart jeden noch so kranken ball aus dem Winkel holt.. okay.. soll nicht sein. Aber Plogmann musste gestern nicht einmal wirklich ernsthaft eingreifen. Nicht einmal.
Da ist der Wille vllt. da aber nur vom Willen allein bekommt man auch keine Punkte.
Es ist völlig unabhängig wer das Spiel bestimmt, denn dafür gibt es keine Punkte.
"Aber was diskutiere ich schon wieder mit Leuten, die für Argumente nicht zugänglich sind... von Ardo habe ich übrigens noch keine Antwort.."
Ich bin für Argumente zugänglich nur kommen hier selten welche.
Aber hey - Du wolltest Dich ja auf die Sachebene konzentrieren, nicht auf die Beziehungsebene. Ist Dir bisher nicht sonderlich gut gelungen.
Ich bin hier auf jeden Fall raus.
"Wir haben uns doch genau diese Spielweise gewünscht, wir wollten nicht mit Glück 1:0 gewinnen, wir wollten auch mal dominant mit
4:2 gewinnen oder auch Notfalls mal ein gutes Spiel mit 2:3 verlieren und trotzdem zufrieden nach Hause gehen. Genau das hat der
Trainer und auch die Mannschaft versucht, wenn es auch am Ende nicht funktioniert hat. Daran muss man halt noch arbeiten."
Und genau das stimmt nicht.
Hier will keiner "dominant" gewinnen sondern vernünftig. Ingolstadt war bei uns letztes Jahr auch nicht dominant und hat 3:0 gewonnen. München 60 war nicht dominant und hat 3:1 gewonnen. In Lautern waren wir dominanter - optisch - und haben 4:0 verloren.
Und wenn wir wenigstens 2:3 verloren hätten. Aber wir hatten in der zweiten Halbzeit nicht eine zwingende Torchance. NICHT EINE!
Ich will keine Mannschaft sehen, die dominant spielt sondern eine, die erfolgreich spielt. Ich will eine Mannschaft sehen, die Ideen im Spiel nach vorne hat und die gegnerische Abwehr und den Torhüter beschäftigt! Meppen hätte gestern mit zehn Mann gegen uns spielen können und es wäre nicht aufgefallen, weil wir einfach ideenlos gespielt haben.
Wenn Du Dir das so gewünscht hast, okay. Ich glaube, der Großteil hat sich das nicht so gewünscht.
"Da werden Spieler ohne Not abgestoßen wie Matuschyk, Bittroff, Vollath, die alle auf einem konstanten Niveau gespielt haben"
Ja, konstantes Niveau. Aber ein Traoré gefällt mir von seiner Spielanlage z. B. viel besser als ein Bittroff, ein Matuschyk hat nur versucht übers Stellungsspiel zu kommen und ist kaum gelaufen und war vor allem langsam und Vollath muss man auch nicht zwingend behalten, auch wenn er die kleinste Baustelle war..
Auf allen drei Positionen haben wir uns nicht verschlechtert.
Schaut Euch nochmal an, wie das Tor in Ingolstadt zustandekam.
Das war schnörkellos und unkomplizierter Fußball. Grimaldi lässt prallen, Feigenspan schickt Kiprit und der haut drauf.
Viel mehr braucht man nicht in der dritten Liga. Kein Tikitaka und Takatuka sondern einfachen Fußball. Aber wir versuchen den Gegner zu dominieren.
Wenn man sich das Spiel gestern anschaut, fing es m. E. schon wieder bei der Aufstellung an.
Wo war Wagner? Nicht mal im Kader?! Der hat - zusammen mit Velkov - die komplette Vorbereitung gespielt, beiden haben in Ingolstadt ihre Sache sehr gut gemacht und werden nun rausgenommen. Gerade in der Abwehr halte ich solche Experimente während der Saison für gefährlich, wenn diese ohne Not entstehen. Genau hierfür gibt es die Vorbereitung. Aber Krämer war ja auch noch nie ein Freund davon, aus der Vorbereitung mit einer eingespielten Mannschaft zu kommen sondern rotiert in jedem Spiel auf jeder Position, so dass am Ende schon kein Spieler mehr weiß, was er eigentlich spielt. Und genau das ist doch Krämers Anforderungspotential: Jeder soll sich seiner Position und Aufgabe im Klaren sein. Hierzu nochmal: schaut Euch an, wie lost Albutat gestern war! der hatte schon in Ingolstadt keine Ahnung, was er eigentlich machen soll und jetzt gegen Meppen auch nicht. Dass Gnaase reinkam war wichtig, dass Albutat in der derzeitigen Verfassung drinblieb falsch. Hierfür hätte Wagner spielen müssen.
Unsere Außenverteidiger sind Licht und Schatten. Licht spielt rechts und Schatten links. Klar, macht Traoré viele Fehler, aber er läuft auch mindestens doppelt so viel wie Dorda und spielt weniger Fehlpässe. Ich weiß auch immer noch nicht, warum wir es seit drei Jahren nicht schaffen, einen LV zu holen, der wenigstens mal Druck auf Dorda ausübt. Dorda ist für unsere Spielidee zu langsam und denkt zu defensiv. Krämer hat im RBR Interview noch ganz viel über Traoré und seine Fähigkeiten gerade für das offensive AV Spiel geschwärmt. Er findet alles das toll, was Dorda nicht hat. Hier ist nach wie vor dringender Handlungsbedarf.
Dann die Offensive. Dass Krämer Marcussen noch nicht mitnehmen will habe ich ja an anderer Stelle bereits kritisiert. Der Junge steht voll im Saft und wir spielen sicher nicht krassere Taktiken als Lyngby und selbst wenn, kann man ihn mal für 45 Minuten reinwerfen. Stattdessen sind unsere offensiven Wechseloptionen (neben Mörschel): Kinsombi, Kobiljar und Ibrahimaj! Kinsombi, der bisher in dieser Saison noch keinen Zweikampf gewonnen hat, Kobiljar, der gerade aus einer Verletzung kommt und Ibrahimaj, der seine Aufgabe sicher auch nicht kennt. Feigenspan muss wieder einmal auf einer Position spielen, die nicht seine ist, weil Krämer lieber die Spieler in ein System presst anstatt ein System für die Spieler zu finden. Aber hier dann nochmal die Frage:
Jeder Spieler war von Krämer gewollt. Wann hat er sich denn angefangen, darüber Gedanken zu machen, welches System er spielen will und welche Spieler er dafür braucht? Das 4-4-2 mit der Raute finde ich prinzipiell gut, aber dafür haben wir einfach nicht die richtigen Spieler oder stellen sie zumindest nicht so auf. Entweder wechselt Krämer auf ein 4-3-3 oder auf ein 4-2-3-1. Aber das 4-4-2 ist für uns kontraproduktiv.
Zur Vorbereitung wurde hier ja auch schon was gesagt. Wir freuen uns lieber darüber, dass wir Schalke geschlagen haben als gegen einen Gegner mal ein offensives Spielsystem einzustudieren. Dafür brauchst Du aber Gegner, die hinten drin stehen. Schaut Euch doch mal an, wie die Tore gegen Schalke entstanden sind. Alle, selbst der Elfmeter, in dem wir Umschaltsituationen schnell ausgespielt haben und die Abwehr überlaufen konnten. So eine Situation hatten wir doch gegen Ingolstadt nur genau einmal (da fiel das Tor) und gegen Meppen nie! Es geht ja auch nicht darum, Testspiele mit 8:0 zu gewinnen, aber mal einen Gegner wie z. B. Essen, Rödinghausen, Dortmund 2 etc., die nicht so hoch stehen. Und wenn man da kein Tor schießt oder verliert. Scheißegal! Danach weißt Du aber, was Phase ist.
Krämers Wechsel und Ideen, das Spiel in der Halbzeit zu beleben (holt mit Grimaldi den einzigen Spieler raus, der vorne die Abwehr beschäftigt hat), setzt Kobiljar auf Außen etc. sind wieder mal - wie so oft - eine absolute Offenbarung. Er hat eine Idee, die funktioniert (wieder) nicht und in der HZ muss er alles über den Haufen werfen. Und Grimaldi war jetzt - auch im Anlaufverhalten - nicht so schlecht, dass er runtergemusst hätte. Und ER wäre zumindest an die ein oder andere Flanke mal rangekommen...
Apropos Flanken: was ist das zum einen für eine bescheuerte Idee, dass wir 90 Minuten lang aus dem Halbfeld flanken und wie bescheuert ist es, daran festzuhalten obwohl nicht eine Flanke einen Abnehmer findet?? Das muss doch nach der ersten halben Stunde jedem deutlich gewesen sein, dass das nicht funktioniert. Wir holen uns schnelle und technisch gute Spieler, um dann aus dem Halbfeld zu flanken, anstatt mal mit Tempo über die Außen in den Strafraum zu ziehen. Aber dann sind wir wieder bei der Problematik mit den Außen, zumindest auf Links, dass da keiner ist, der in den Strafraum ziehen KANN!
Was Thomas auch schon schrieb: wir spielen viel zu kompliziert. Wir versuchen immer, den schönen anstatt den einfachen Pass zu spielen. Gestern ist es mir auch ganz häufig aufgefallen, dass häufig der besserpostierte Nebenmann nicht angespielt wurde. Stattdessen musste ein komplizierterer Pass her, der das Spiel entweder langsam macht oder zu ungenau war, als dass daraus Gefahr entstehen konnte. Generell haben wir nach 10 Minuten schon kein Mittelfeld mehr gehabt. Gnaase und Albutat ließen sich fallen und spielten dann lange Bälle auf Grimaldi. Oder Girdvainis spielt den Ball direkt auf Grimaldi.
DAS ist ernsthaft Krämers Idee für den KFC 2020/2021? Dafür brauchte er die jungen und schnellen Spieler? Wow. Was hat er in der Vorbereitung denn einstudiert? Welchen Fußball will er spielen lassen? Und warum zur Hölle kann die Mannschaft das nicht umsetzen?
Ich war damals großer Fan davon, als MP endlich den Krämer Schlussstrich gezogen hat und habe mich über die Rückholaktion nie gefreut. Jetzt ist er aber da und hat genau die Mannschaft, die er haben wollte (und verweigert sich trotz Systemumstellung mal wieder einem neuen Stürmer!). Daran wird er sich messen lassen müssen. Ich bin weit weg davon seinen Kopf zu fordern, aber muss verdammt nochmal zeigen, dass er ein Team entwickeln und besser machen kann und dass er flexibel auf das Können seiner Spieler reagiert und die nicht immer nur flexibel auf das System Krämer reagieren müssen. Solange er stur an "seiner" Idee und Taktik festhält, werden wir nicht viele Punkte in der dritten Liga holen.
Das Spiel gestern war ein Offenbarungseid für Krämer. Von der ersten bis zur letzten Minute war das schlecht. Sah zwar alles gefällig aus, aber völlig ineffektiv. Daher teile
In Rostock bitte unbedingt auf 4-2-3-1 umstellen und erst einmal hinten absichern und dann mit Tempo nach vorne. Genau DAFÜR haben wir das Spielermaterial, auch wenn der Ausfall von Gnaase dafür schwer wiegt. Insbesondere, da van Ooije ja eine mysteriöse Muskelverhärtung hat.
Was denn nun? Warum liest man nichts oder warum wird es nicht verbreitet von allen?
Du musst Dich schon entscheiden.
Nur muss man bei Stefan Krämer ehrlicherweise eingestehen, dass seine Entwicklungsfähigkeit sehr begrenzt zu sein scheint. Es ist immer die gleiche Idee(nlose Art).
Ich wette, wenn Du die Spieler nach ihrer Aufgabe fragst, kann Dir kaum einer sagen, was er wirklich machen soll. Für mich das beste Beispiel: Albutat. Der Junge hat letzte Saison in Duisburg überragt und spielt nun einen Fehlpass nach dem anderen, weiß gar nicht, wo er hin soll und was er machen soll. Man sieht ihm die Frustration bereits nach zwei Spielen deutlich an.
Zum Spiel schreibe ich erst später was. Ich hab mich immer noch nicht beruhigt.
Uns fehlt einfach das nötige Spielglück, nicht die Taktik.
Stefan Krämer ist ein Märchenonkel. Er kann ganz toll analysieren und viele spannende Sachen erzählen. Aber er schafft es zu keiner Zeit auch nur annähernd, diese Analyse zu seiner Mannschaft zu transportieren, dass die im Anschluss wissen, was zu tun ist und was sie besser machen können und müssen.
Aber gut - das Spiel kennt man von Krämer. Siehe Yesil, Müller und Co.
Marcussen hat übrigens in Dänemark die Vorbereitung komplett mitgemacht und dürfte dementsprechend im Saft stehen.
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