Looxus
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Wobei er mit dem Grundtenor sicherlich Recht hat. Ohne die Stadt und ihre Töchter wird es nicht gehen. Könnte mir noch vorstellen, wahrscheinlich als einer der wenigen hier, dass MP zur Sicherung der Regionalliga finanziell als Sponsor noch einmal auftritt oder zumindest bei der Tilgung der Schulden des e.V. hilft. Aber keine Ahnung wie weit ihm das noch möglich ist (auch bzgl. der Insolvenz) oder wie weit man ihn überhaupt noch lassen würde.
An die Märchenwelt von regionalen Sponsoren und Investoren mit denen man dann langsam was aufbaut, glaube ich übrigens nicht. Diese Geschichten gab es auch 25 Jahre lang beim KEV oder eine Zeit lang beim Wuppertaler SV, beide mit einem bösen Erwachen. Auch bei uns wurde in den letzten 25 Jahren immer wieder davon erzählt, wenn xy erst einmal weg ist, dann kann man seriös wieder es aufbauen und dann sei man am Start.... und dann gab es Situationen in denen kleine Sechstellige oder noch geringere Summen fehlten und keiner dieser Leute kam um uns zu retten. Es brauchte einen fußballverückten leidenschaftlich exzentrischen Griechen und eines ebenso aufgestellten Russen, die uns am Leben hielten und für die einzigen positiven Momente in den letzten 25 Jahren gesorgt haben.
Das ich mir dafür von befreundeten Gladbach, Leverkusen, Düsseldorf oder Dortmund Fans, wenn es nicht lief Gespött oder wenn es lief moralische Grundsatzreden über scheiß Investoren/Mäzen anhören musste, war mir egal. Immer nach dem Motto, wir waren auch Mal so schlecht dran und haben es dann seriös nach oben geschafft..... einen scheiß haben die erlebt und geschafft!!!
Die Emotionen und Träume bei Siegen und Aufstiegen kann mir keiner mehr nehmen.
Ein Spieler, der vom Talent her sicherlich auch 1.Bundesliga spielen könnte/konnte. Leider konnte er diesem großen Druck mental wohl nicht aushalten und so blieb ihm eine größere Karriere verwehrt. Erstdas familiäre Umfeld bei der Viktoria haben ihn wirklich Fußball spielen lassen.
Der Satz
"...aus "privaten und persönlichen Gründen", so Wunderlich, habe er sich aber dennoch für einen vorzeitigen Abgang entschieden." (Liga-3-online)
macht mir ein wenig Sorgen, ich hoffe die Gründe sind positiver Natur, also das Antwerpen ihn als sehr guter Freund überzeugt hat und nicht das er sich mit Personen die in den letzten Jahren sein Anker waren überworfen hat.
Vielleicht ist dieser Gedankengang auch völlig übertrieben und alles ist gut und er hat es im Griff, ich wünsche ihm auf jeden Fall alles Gute.
"Kein Geld oder die falschen Leute mit Geld = Platt" (Karl Ferdinand Crause)
Ich weiß nicht was immer die "falschen Leute" bedeuten soll. Ich finde nicht, dass MP eine falsche Person mit Geld war, mit der Kohle hat er Erfolg gebracht und auch die letzten 3 Jahre 3.Liga waren für mich erfolgreich, weil man wieder auf der Karte des Profifußballs aufgetaucht ist. Entscheidend für mich ist die Strategie die verfolgt wird. MP hat sich auf die Macht des Geldes verlassen und seine Strategie war es mit hohen kurzfristigen Investitionen einen dauerhaften Erfolg zu kaufen. Das ab einem gewissen Niveau dies im Sport nicht mehr möglich ist, wollte oder konnte er nicht verstehen. Hätte er nur einen Kevin Großkreuz in die Infrastruktur investiert und für einen Maroh lieber 5 weitere Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle eingestellt, hätte es vielleicht für mehr reichen können, aber zumindest wäre jetzt die Fallhöhe nicht so groß.
"Und dann meinen wir hier den Anspruch zu haben, ja Minimum 3. Liga zu spielen? Woher kommt dieses Denken? Von den 14 Jahren Bundesliga aus dem letzten Jahrtausend? " (vorwärtsblaurot)
Ohne dieses Denken wäre der Verein schon platt! Die Fanszene existiert zu 90% auf Grundlage der Erfolge der 70er/80er und 90er Jahre und immer mit der Hoffnung irgend wann an diese wieder anknüpfen zu können. Wenn diese Hoffnung stirbt, dann wird der Verein auf mittelfristige Sicht auch sterben. Irgend wie blenden immer viele die Situation vor MP aus. Ende der Saison 15/16 sah es wirklich hoffnungslos aus und das sah man dann auch gleich an den Zuschauerzahlen. Und wenn man jetzt ohne Perspektive in der Oberliga spielen würde, weil es das ist was man sich leisten kann, dann werden wir schnell wieder diese Zuschauerzahlen haben und ein paar Jahre später wird der Zahn der Zeit die Zahlen dann auf ein paar Hundert reduzieren.
Ich bin ehrlich, würde MP hier stehen und mir den Profifußball versprechen und eine andere Gruppe mir Oberligafußball mit einer langfristig vielleicht möglichen Perspektive auf die Regionalliga, würde ich sofort MP wählen, weil mir die Tristesse der Oberliga mehr Existenzangst bereitet, als ein Investor der sein Geld hier verbrennen möchte und sich in der Öffentlichkeit benimmt wie ein Elefant im Porzellanladen.
Ein sehr nebulöser Typ, aber mit dem richtigen Pass, akzeptierter Ahnentafel und guten Verbindungen in die Oberschicht/Politik. Kein schlimmer Russe oder sonstiges aus dem Osten. Zu dem gab es nicht einen Aufschrei der soganannten aktiven Fanszene und der Hüter des wahren Fußballs. Da sieht man halt wie heuchlerisch das alles ist.
Diese Heuchlei ist auch das was mich am meisten stört an der Sache. Auf all den Fanseiten bzw. in all den Fanforen wurde nicht einmal die irrwitzige Forderung des DFB gegen uns kritisiert oder zumindest in Frage gestellt. Einem Verein, der sportlich sich für eine Liga qualifiziert hat, wurde faktisch die Lizenz entzogen, weil man für einen Drittligisten nicht zu erfüllende Bedingungen gestellt hat. Hier wird der Sport Fußball mit Füßen getreten, aber die Intressiert nur wieviele Immobilien (Stadion) man besitzt, dass man mit einem dicken Russen als Investor gearbeitet hat, wieviel Erfole man in der Vergangeheit hatte und wieviele Fans man doch hat.Es geht nur darum die eigenen Pfründe zu schützen und alle die da was von ab haben wollen niederzuschreien. Klar freut man sich über Meppen, einem Verein der niemanden was wegnimmt und nächstes Jahr kann man ihn ja dann beim Abstieg wieder bemittleiden.
Ich werde keine Aktion dieser Fanszene gegen DFB oder sonst wen mehr unterstützen, denn der Fußball als Sport ist tot und diese selbsternannten Beschützer sind die wahren Totengräber!
Ich bin skeptisch, denn die letzten 25 Jahr in Krefelder Sport haben mir gezeigt, dass es diese Leute, bzw Unternehmen in Krefeld und Umgebung nicht gibt. Da bleiben nur die städtischen Töchter, diese können ihr Geld aber auch nur einmal ausgeben....
Hier irre ich mich aber gerne
Wichtig wäre es jetzt, wenn die Stadt Farbe bekennen würde und alles in ihrer Macht für uns tuen würde. Das fängt mit Sponsoring durch städtische Töchter an, geht weiter über die Bereitstellung von Trainingsmöglichkeiten und endet noch lange nicht bei der Stadionfrage. Leider wetzen beim Thema Stadion die ersten Politiker ja schon die Messer. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, dass die Stadt sich zur Stadionsanierung und der damit verbundenen Standortsicherheit bekennt. Wir reden hier ja nicht von irgend einem Luxusfußballtempel der gebaut werden soll, sondern von der Sanierung einer alten städtischen Immobilie die es ermöglicht vor mehreren tausend Zuschauern auch noch in der 3.Liga zu spielen. Aber gut, das ist ein anderes Thema.
Die Stadt muss aber jetzt vorangehen, nur dann ist eine Konsolidierung möglich. Um in der Rgionalliga chancenreich im Abstiegskampf zu sein, braucht es einen hohen sechstelligen Betrag als Spieleretat. Stadionmiete und sonstige Vereinsarbeit kosten wahrscheinlich in ähnlicher Weise, so dass man für den Gesamtetat eine kleinere siebenstellige Summe braucht. Mit der Hilfe von städtischen Töchtern könnte man sicherlich 50% des Etats schon decken, der Rest müsste dann durch Zuschauereinnahmen, Mitgliedsbeiträgen und private Sponsoren erwirtschaftet werden. Beim Stadion könnte die Stadt als Mieter auftreten und uns dann als Untermieter günstiger mieten lassen. Dafür müsste man einen Mietvertrag für die Grotenburg schließen und für die Zeit in der diese nicht zu Verfügung steht, würde die Stadt uns ein Ersatzstadion anmieten. Natürlich wäre die rechtliche Bewertung hier sehr kniffelig, aber ich glaube, dass das möglich ist.
Können, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, da man vorher ja auch problemlos alles bezahlt hat und das gesamte Auftreten eher den den Eindruck machte, dass es am Geld nicht scheitern wird.
Wollen, kann ich mir auf Grund aller Anstrengungen für den Klassenerhalt auch nicht vorstellen. Man muss ja auch sehen, dass es sich nicht um eine Teilnahmegebühr handelt, sondern um eine Sicherheitsleistung, die man wieder bekommt.Dürfen, ist für mich der einzig schlüssige Grund. Wir sind mitten in einer Insolvenz bei der Gläubiger 10 Millionen von uns wollen, laut Plan gibt es aber nur 1,7 Mio. Wenn ich jetzt 7 Mio habe, die ich dem DFB überweise, stellt sich wahrscheinlich jeder Gläubiger erst einmal die Frage, warum die 7 Millionen nicht zum ausgleich der Schulden benutzt werden. Der IV müsste wahrscheinlich auch rechtlich darauf bestehen, dass das Geld zum tilgen der Schulden benutzt wird.
Aber wie gesagt, es ist alles so unglaublich unlogisch.
Die Nichtsanierung dieses Stadions hat einen riesigen Anteil an dem aktuellen Dilemma. Jetzt darüber diskutieren zu wollen, ob man nicht weniger oder garnicht mehr in die Grotenburg investieren muss, ist der nächste Schlag ins Gesicht und der völlig falsche Weg. Es geht bei der Sanierung ja auch nicht darum irgend welchen Luxus wie etwa VIP Logen auszubauen, sondern vor allem darum eine städtische Immobilie auf den aktuellen Sicherheits- und Nutzungsstandard zu bringen
Dazu kommt mit den Grotenburg Supoporters ein riesiges bürgerliches Engagement, das man nicht ignorieren darf.
Das alles jetzt wieder aufzuschnüren, wäre eine riesige Sauerei. Das Argument mit den Fördergeldern ist dabei auch fadenscheinig, denn diese fließen für die Sanierung einer städtischen Sportstätte und nicht für das dasein eines Drittligisten.
Also bitte!! lasst die Planungen zu Sanierung der Grotenburg so wie sie aktuell sind. Alles anderen verschlimmbessert die Lage höchstens.
Man darf dabei aber auch nicht vegessen, dass die Entwicklungen der beiden Städte, Krefeld und München, in den letzten 30-50 Jahren konträrer nicht hätten sein können. Krefeld ist vielleicht gerade nach 20 Jahren von der Intensivstation wieder runter, während man es sich in München in dieser Zeit dauerhaft im Biergarten bei Haxe und einer Maß Bier hat gut gehen lassen. Wirtschaftlich trennen Krefeld und München Welten.
Interessante Spieler, nur bei den niederländischen Spielern weiß ich nicht ob die sich bei uns in der dritten Liga durchsetzen können. Es wird da halt deutlich weniger mit Körper gespielt. Ein Patrick Pflücke kommt dort sehr gut zurecht, bei uns aber nicht, ein PvO war dort auch Top, hier hatte er mit der Spielweise aber auch Probleme.
Es fehlte unseren Spielern fast die gesamte Saison das Selbstverständnis. Das Selbstverständnis Tore zu schießen und Tore zu verhindern. Das holt man sich aber nur, wenn man Tore schießt oder diese verhindert. Für mich war daher in den letzten Jahren die Vorbereitung immer schon der Knackpunkt. Man spielte praktisch nur gegen höherklassige Vereine, bei denen es eher auf das Verteidigen ankam und weniger auf Spielideen zum Tore schießen. Da konnten sich keine Automatismen entwickeln und das hat uns die ganze Saison begleitet.