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Neue Investoren

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ocin
vor 9 Monaten #16
ich finde es ok solche dinge auf twitter zu teilen, aber mit journalismus hat das solange nichts zu tun, wie nur ein verein in den fokus gerät und das angenommene problem des investorentums nicht insgesamt beleuchtet wird und neben den direkten investoren müßten dann auch die sponsoren in den blick genommen werden, denn zum beispiel der fairplay-ansatz der uefa wird durch diese, ob moralisch fragwürdig oder nicht, genauso unterlaufen, dafür braucht es noch nicht mal einen investor der völlig ungeil ist ...
vico
vor 9 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 8 Monaten #17

Als Antwort auf Mr who (Beitrag ansehen)

Ich glaube du hast keinerlei Vorstellung wieviel Geld RedBull in Sponsoring steckt. Daten von 2010 zeigen, das RedBull 1,4 Milliarden Euro in „Sonstige betriebliche Aufwendungen“

 investiert hat. Und die "RedBull verleiht Flügel"-Werbung ist sicherlich der weniger bedeutende Teil dieser 1,4 Milliarden. Und diese Zahlen werden sich seit 2010 sicherlich nochmal erhöht haben. Wohlgemerkt alles "pro Jahr".
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vorwärtsblaurot
vor 8 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 8 Monaten #18

Ich finde nicht, dass es für uns nur den einen alternativlosen Weg zurück in den Profifußball gibt und alles andere zwangsläufig nicht mehr als Fußballromantik ist und bin auch nach wie vor der Ansicht, dass man zwischen verschiedenen Investoren unterscheiden sollte.


Wir wissen aktuell noch nichts über die Ziele und Absichten der möglichen armenischen Investoren, weshalb ich vorsichtig wäre, dem Ganzen so positiv gegenüber zu stehen. Ich jedenfalls kann von mir sagen, dass ich es nicht akzeptieren würde, wenn wir als KFCN Uerdingen auflaufen würden und letztlich nicht mehr als ein Farmteam für den armenischen Fußball wären. Ich habe nach Ponomarev wie viele andere Fans und auch die Stadt klare Erwartungen an einen zukünftigen Investor bezüglich Professionalität, Seriösität und Nachhaltigkeit. Die im Eingangspost artikulierte Sorge sollten wir doch ernst nehmen. Ich teile daher auch die Aussage des neuesten Banners der Ultras an der Grotenburg ("Unser Verein wird nicht an der Basis vorbei an Investoren mit unklaren Motiven verkauft").

Wir können hier doch nicht die Augen vor möglichen Problemen verschließen, nur um unseren Status quo zu erhalten und weiter von der 2. Bundesliga zu träumen. Für mich steht der sportliche Erfolg nicht so weit über allem anderen, dass man dafür quasi alles in Kauf nehmen würde. Manche hier schreiben, dass der Profifußball immer mehr zu einem Business verkommt, wollen aber trotzdem am liebsten sofort dort hin, weil Erfolg eben sexy ist. Wie gesagt, ich hätte keine Lust, einen KFC in der 1. Bundesliga zu sehen, wenn wir dafür unsere Seele verkaufen würden und zum Spielball eines Investors werden würden. Schaut euch doch die Stadien in England an.

Ganz nebenbei halte ich die Zielsetzung des schnellen Aufstiegs in die 2. Bundesliga aktuell sowieso nicht für realistisch, denn andere Vereine haben für diesen Schritt jahrelang Aufbauarbeit leisten müssen, die wir erstmal noch vor uns haben. Es gibt auch andere Wege als den des schnellen Erfolgs mit irgendwelchen x-beliebigen Investoren und diese müssen nicht unbedingt Landesliga und Fußballromantik auf Bezirkssportanlagen bedeuten.


Es gibt es eine Fülle an Investitionsmodellen, die man aber nicht einheitlich bewerten sollte. Wenn man beispielsweise vom kommerzialisierten Bundesliga-Fußball spricht, sollte schon noch einmal unterschieden werden, auch wenn das große Ganze ingesamt natürlich zu einem Produkt geworden ist: Es gibt künstliche Gebilde wie RB Leipzig, Werksklubs wie den VfL Wolfsburg, Spielzeuge Superreicher wie 1899 Hoffenheim und Sponsoren wie Gazprom oder Qatar Airways, aber auf der anderen Seite genügend Vereine, die dank eines gewachsenen Sponsorenpools, einzelner verwurzelter Investoren oder anderer Finanzierungsmodelle Profifußball ermöglichen können. Diese Vereine wie Bielefeld, Mainz, Augsburg und viele Zweitligisten haben es ohne ausländische Investoren geschafft, welche in der Regel schon noch deutlich profitorientierter agieren. Man kann es sogar bis in die Bundesligen schaffen, ohne sich einem einzigen Investoren anzuvertrauen, auch wenn das wie gesagt aktuell gar nicht unser Thema sein sollte und nicht einfach ist.


Grundsätzlich ist es ohne finanzkräftige Hilfe heutzutage natürlich erheblich schwieriger geworden, aus der Regionalliga oder 3. Liga herauszukommen. Vereine wie wir, aber selbst etwas etabliertere und in der Region anerkanntere Vereine wie Alemannia Aachen, Kickers Offenbach, Rot-Weiß Erfurt, Hessen Kassel oder der Wuppertaler SV kämpfen rein mit Sponsoren dauerhaft ums Überleben und sind auf größere Investitionen angewiesen, um irgendwann wieder eine Chance auf Profifußball zu haben. Trotzdem muss man sich eben immer die Frage stellen, wie wichtig einem die Aussicht auf Erfolg ist und wie wichtig die nachhaltige und seriöse Entwicklung des Vereins. 1860 München, Carl-Zeiss Jena oder wir gelten nicht als Positivbeispiele für den Einstieg ausländischer Investoren. Besser stehen Vereine da, deren Investoren oder Gönner es wirklich ernst mit dem Verein meinen, wodurch die Vereine langfristiger planen und finanziell solider aufgestellt sind.

Allerdings ist auch offensichtlich, dass wir nicht der einzige Verein sind, der vergeblich solch einen regionalen Investor sucht. Beispiele wie aus Erfurt in diesem Jahr, wo Ex-Profi Franz Gerber als Investor eingestiegen ist und nun den Verein konsolidieren, Strukturen aufbauen, Sponsoren hinzugewinnen, die Fans zurück ins Boot holen und dann mit sportlicher Kompetenz und Nachhaltigkeit in den nächsten Jahren den Aufstieg aus der Oberliga in die 3. Liga anpeilen möchte, sind nicht die Regel, sondern sind Glücksfälle.


Wir wissen alle, auf welch wackligen Beinen unser Verein seit Jahren steht und dass wir aktuell fast dazu verdammt sind, einen Investoren zu finden, wenn wir weiterhin im Profifußball mitmischen möchten, aber wir sollten eben auch wissen, wo wir herkommen und dass die ganzen Diskussionen hier ohne Ponomarev gar nicht stattfinden würden. Einzig und allein durch Ponomarevs Geld können wir jetzt von der 2. Bundesliga träumen - ansonsten hat sich in und um den Verein kaum etwas geändert. Wir befinden uns seit zwei Jahren in einer künstlich erzeugten Blase Profifußball, obwohl wir dort eigentlich aktuell noch viel weniger zu suchen hätten als viele Regionalligisten. So viel zu verlieren haben wir also eigentlich gar nicht. Wir haben so viele Baustellen offen, weshalb wir eigentlich das Wort Bundesliga gar nicht in den Mund nehmen dürften.


Wieso also mit Krampf unseren Verein wieder in die Hände unfähiger, rein renditeorientierter, kaum verwurzelter Investoren legen, die mittelfristig mehr kaputt machen könnten als schaffen? (Es besteht zumindest die Gefahr, dass wir uns mit den armenischen Investoren solche Leute ins Boot holen könnten) Wenn wir einen anderen Weg gehen wollen und irgendwann vielleicht Investoren gewinnen wollen, die hier wirklich etwas aufbauen wollen, müssten wir uns doch erstmal folgenden Fragen widmen:

Haben wir als Verein nicht erstmal wieder unser Image zu verbessern, damit wir überhaupt erstmal wieder in Krefeld und Umgebung ernstgenommen werden? Sollten wir nicht erstmal wieder den Rückhalt in der Stadt gewinnen, den wir haben könnten? Sollten im Verein nicht vielleicht erstmal Leute tätig werden, die dem Klub wieder ein Gesicht geben?


Wenn wir dem Verein wieder ein Herz und Hirn geben würden und ernsthaft um Hilfe beten würden, dann bin ich mir sicher, dass, auch mit dem Stadion, zumindest schon einmal eine hinreichende Zahl an Sponsoren helfen würden. Aus einer gesunden Basis heraus könnte man sich dann anschließend Gedanken um die Finanzierung eines größeren Etats bzw. von Profifußball machen. Ponomarev hat mal gesagt, dass wir über Mitgliedereinnahmen (völlig ungenutztes Potential), Sponsoren (liegt ebenso brach) und Eintrittsgelder (auch mehr möglich als 1200 Nasen) pro Jahr maximal 600.000 Euro erwirtschaften können. Für die Regionalliga wäre das eng, keine Frage, aber ich sehe wie geschrieben eben ungenutzte Potenziale.


Beim Bonner SC, einem eher kleinen Regionalligisten, sieht es aktuell übrigens wie folgt aus:

"Wir waren im Jahr 2010 insolvent, uns gab es also fast gar nicht mehr. Jetzt wollen wir möglichst schnell in die 3. Liga aufsteigen und Strukturen etablieren, die für den Profifußball notwendig sind. In den letzten ein bis zwei Jahren haben wir ein Plateau erreicht, welches für die Regionalliga reicht. Mit unserem Etat von rund einer Millionen Euro sind wir nämlich nur eine kleine Trompete im großen Orchester Profifußball. Aber wir haben großes sportliches Potenzial: Unser Trainer ist top und wir haben viele Spieler im Kader, die sich sportlich weiterentwickeln wollen. In der Vereinsführung arbeiten wir nach drei Prinzipien: Seriösität, Geduld und Verlässlichkeit. Wir wollen uns langfristig entwickeln. Dazu tragen auch unsere Sponsoren bei, deren Anzahl wir in den vergangenen drei Jahren von 60 auf 160 haben steigern können. Die Sparkasse KölnBonn als Trikotsponsor auf der Brust zu tragen, ist für mich und den Bonner SC eine Auszeichnung."


Ganz salopp gesagt muss solch eine Basis für einen Verein wie den KFC Uerdingen mit viel größerem Namen und Fanpotential auch möglich sein. Wir sind größer als wir oft denken.


Und wieso nicht auch neue Wege der Finanzierung gehen, wie andere Vereine auch? Ein Beispiel sind die zuletzt bei einigen Vereinen ausprobierten Fan-Anleihen. Hier das Beispiel MSV:

"Um neues Geld zu generieren, startete der MSV Duisburg vor über einem Jahr eine Fan-Anleihe. Ab einem Betrag von 100 Euro können Fans ihr Geld beim MSV anlegen, und erhalten es nach fünf Jahren mit einer Verzinsungen von 5 Prozent zurück – im Falle des Aufstiegs erhöht sich der Zinssatz gar auf 6 Prozent. Wenige Tage vor dem Ende der Aktion sind bisher 519.000 Euro erwirtschaftet worden. "Wir sind beim Start der Anleihe davon ausgegangen, den Schuldenschnitt und die Stadionlösung in kurzer Zeit zu erreichen. Das hat sich dann aber leider als Marathonverfahren erwiesen, das erst jetzt abgeschlossen ist. Wir haben aber von Anfang an kommuniziert, dass wir wissen, dass mittelständische und Großanleger erst in die Zebra-Anleihe einsteigen, wenn diese Sicherheit wirklich fix ist. Deshalb sind wir mit dem jetzt erreichten Ergebnis nicht unzufrieden“, so MSV-Vorstandsvorsitzender Ingo Wald. Die Erlöse werden zum einen in das NachwuchsLeistungsZentrum des MSV investiert und zum anderen in den Verein selbst, um "die Abhängigkeit von Banken und einzelnen Investoren weiter zu reduzieren." "Unser Dank geht an die vielen, vielen Fans, die mit dem Zeichnen der Zebra-Anleihe wieder einmal ihre Liebe und Leidenschaft zum MSV gezeigt haben. Auch dieser Erfolg der Zebra-Anleihe ist ein wichtiger Baustein, mit dem beim MSV jetzt das Fundament geschaffen ist, eine wirtschaftlich und damit auch sportlich erfolgreiche Zukunft angreifen zu können“, erklärte Robert Philipps, stv. Vorstandsvorsitzender des MSV."

Ich wünsche mir einfach, dass wir den Verein als solchen mehr wertschätzen und uns nicht rein zum Spielball von unbekannten Investoren machen, nur weil wir vermeintlich keine Alternative sehen. Ich bin nicht per se gegen Investoren, nur sollten das Wohl und die ID des KFC immer über allem anderen stehen! Wer das gefährdet, hat meine Stimme nicht (mehr). Ich freue mich über eine Diskussion!

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derlinner
vor 8 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 8 Monaten #19
Viel Spaß in der Kreisliga A!
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Ardo
vor 8 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 8 Monaten #20

Als Antwort auf derlinner (Beitrag ansehen)

??? Was ist passiert? 
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derlinner
vor 8 Monaten #21

Als Antwort auf Ardo (Beitrag ansehen)

Das ist der Anfang der Diskussion!
Andy
vor 8 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 8 Monaten #22
Hier träumt wieder jemand von regionalen Sponsoren und einer soliden Basis und ist gegen Investoren. Der Klassiker, aber leider komplett unrealistisch. 


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derlinner
vor 8 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 8 Monaten #23
Meiner Meinung nach, sind wir ohne Investor ziemlich am Arxxx!
Dann geht es dahin zurück, wo wir hergekommen sind, oder auch
noch tiefer. Da ich nur noch 10-15 Jahre zu leben habe, dauert es
mir zu lange, alles neu aufzubauen. Die Frage ist auch, wer soll das
machen, wo sollen die qualifizierten Leute und vor allem auch das
Geld herkommen. Ich denke das dieser Zug abgefahren ist, es geht
nur mit Investor!
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Ötzi
vor 8 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 8 Monaten #24

Als Antwort auf vorwärtsblaurot (Beitrag ansehen)

Aaaah eine Wonne diesen Beitrag eines reflektierten Erwachsenen zu lesen....


Eine nachhaltige Zukunft ohne Investor kann ich mir bei uns nicht mehr vorstellen.


Das wurde schon einige Male versucht und ist gescheitert. Die Konkurrenz ist zu groß, der Verein zu wenig verwurzelt in der Stadt, die Fanbase zu klein und die berühmte grundlegende Vereinsinfrastruktur auch nicht vorhanden.


Nach dem Ausstieg von Bayer wurde die Chance leider verpennt. Der Verein hat sich verhalten wie ein privatisiertes ehemaliges Staatsunternehmen.


So leid es mir tut, ohne Investoren kann sich dieser Verein gar nichts mehr aufbauen.


Aber dann bitte seriös und nachhaltig. Oder gar nicht.

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Thomas13
vor 8 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 8 Monaten #25

Als Antwort auf vorwärtsblaurot (Beitrag ansehen)

Deine Meinung in allen Ehren, aber worüber möchtest Du denn nun diskutieren? 

Über die Sponsoren, die man schon seit 2 Jahrzehnten erfolglos sucht? Über regional verwurzelte Investoren die man schon seit 2 Jahrzehnten erfolglos sucht? 

Die meisten Deiner positiven Beispiele hängen doch seit vielen Jahren an der prallgefüllten Brust der TV Gelder. 

Der KFC kämpft seit Jahrzehnten um das nackte Überleben, Deine Ideen sind schön, aber nicht neu, und führten in der Vergangenheit nicht dazu dass der KFC sorgenfrei überleben konnte. 

Man kann auf diesem Weg weder die 2. noch die 1. Bundesliga erreichen, und mit jedem Jahr das vergeht wird es schwieriger, weil die Kluft zwischen den ersten beiden Ligen und allen nachfolgenden immer größer wird. Der KFC hat den Anschluss in den 90er Jahren verspielt. Und ohne Investoren reicht es für den KFC eher für die Oberliga, denn  - im Gegensatz zu anderen Vereinen - ist der KFC das kleine gallische Dorf umgeben von von vielen Heerlagern (1. und 2. Bundesliga). 


Solche Aussagen finde ich übrigens daneben:

"Wieso also mit Krampf unseren Verein wieder in die Hände unfähiger, rein renditeorientierter, kaum verwurzelter Investoren legen, die mittelfristig mehr kaputt machen könnten als schaffen? (Es besteht zumindest die Gefahr, dass wir uns mit den armenischen Investoren solche Leute ins Boot holen könnten). "


Und die Antwort auf das "Wieso" ist auch relativ einfach: Weil der KFC sonst keine Chance hat langfristig zu überleben.


Ist aber nur meine Meinung. 



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Kotbullar
vor 8 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 8 Monaten #26

Als Antwort auf derlinner (Beitrag ansehen)

Ich wünsche dir noch viele Jahre, aber das Argument ist einfach super ....;-)

Ich glaube, dass der KFC drei Parameter erfüllt, die einen sportlichen Erfolg ohne Investoren nicht zulassen.

Zum einen ist der Standort mehr als schlecht. Krefeld ist das klassische Gegenteil einer Sportstadt. Ich glaube auch, dass die allerwenigsten Krefelder ihre Stadt mögen. Klar gibt es eine relativ breite Basis an Fans. Bestimmt finden auch viele Krefelder den KFC ganz gut, aber reicht das ? Und wenn ja, wozu reicht das ? Die Fans sind auch fast alle regional beheimatet. Die Verbreitung von KFC Fans ist nicht ausreichend. Ich habe in Münster studiert. Da gab es Schalke-Fans, BVB-Fans und Bochum-Fans etc. Die allermeisten waren entweder Fan von BMG oder dem FC Bayern.

Das zweite Problem ist das Stadion. Wo soll eine Mannschaft in der Regionalliga spielen und zu welchen Konditionen ? Die Stadt hat keine Verpflichtung, dem KFC das Stadion zur Verfügung zu stellen. Wo soll die Jugendabteilung hin ? Wie soll die aufgestellt sein ? Was soll da investiert werden ?

Das dritte Problem ist aus meiner Sicht das größte. Der KFC war von der Bildfläche verschwunden, als der Fußball in Deutschland mit der WM 2006 noch einmal einen Schub bekommen hat. Zweit- und Drittligisten sind uns da Lichtjahre voraus. Und bekommen seit Jahren die dicken Fernsehgelder



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Vadersstraße
vor 8 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 8 Monaten #27
Ich glaube es gibt regionale Sponsoren , die bereit sind den Verein zu Supporten , jedoch wurde in der Vergangenheit vielen vor den Kopf getreten. Mmn. Wäre es trotzdem sinnvoll zusätzlich zu einem Investor eine Art Sponsoren Pyramide aufzubauen. Dazu braucht es aber Seriösität im Verein , ein Konzept, Aufmerksamkeit in der Stadt und gewiefte Sales Personen , die den Spaß auch noch charmant verkaufen können. 

In gewisser Weise machen es ja die Pinguine ganz gut. Die haben bspw. Sparkasse , Fressnapf , Borgmann etc. mit an Board. 

Wir schaffen es noch nicht mal eine email oder Anruf zu beantworten , einen vernünftigen Fan Shop zu führen oder gezielt ein Marketing Konzept aufzubauen. 

Ich würde mich über deutlich mehr Präsenz (auch vielleicht in Kooperation mit den Pinguinen ) freuen... aber das ist glaube ich ein wunschdenken.

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Ürdi
vor 8 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 8 Monaten #28
Es ist wirklich gut geschrieben und wäre z.T. auch umsetzber. Allerdings müssten wir dann freiwillig bis in die Bezirksliga wahrscheinlicher aber bis in die Kreisliga A runter. Denn uns fehlen A die ausreichenden Mitgliedseinnahmen und B die genügend große Anzahl an Geldgebern.
Dazu bin ich aber in meinem jetzgen Alter nicht mehr bereit uns setze auf "Seriöse Geldgeber". Haben wir dann noch eine gute Geschäftsführung, einen Top-Scout und einen ebensolchen Trainer steigern wir unsere zusätzlichen Einnahmen und unser Ansehen wird in der breiten Masse verbessert..
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JimPanse
vor 8 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 8 Monaten #29

@vorwärtsblaurot


Ich bin oft deiner Meinung, aber hier liegen wir völlig auseinander, was auch nicht schlimm ist. 


So wie du gedacht hast, habe ich auch mal. Du schreibst "Wir können hier doch nicht die Augen vor möglichen Problemen verschließen". Das stimmt, aber dürfen genauso wenig die Augen vor der Realität verschließen. Wieso ist denn ein Ponomarev Investor oder warum war ein Lakis unser Geldgeber? Richtig, weil es sonst niemand machen wollte. Vor Lakis haben wir doch jahrelang gesehen, was hier machbar ist, nämlich absolut nichts. Wir haben einige absolut seriöse Vorstände gehabt, die alles für den Verein getan haben. Da wurde doch schon fast gebettelt in der Stadt nach Geld und es kam nichts. Wieso ist denn ein Lakis eingestiegen? Damals wollte niemand in Krefeld 100.000 Euro auf den Tisch legen, damit der KFC gerettet ist in einer Stadt die knapp 220.000 Einwohner hat. In letzter Sekunde hat uns ein Geschäftsmann aus Neuss den Arsch gerettet, sonst wäre Ende gewesen. Und das ist leider die Realität. 


Wir können unser Image aufpolieren wie wir wollen, am Ende brauchen wir Geld für sportlichen Erfolg. Ansonsten wird es ja nicht einmal für die Regionalliga reichen. Außerdem macht Erfolg sexy und dann kommen die Leute. Nur kein Geld, kein Erfolg. Außerdem ist Erfolg nicht dauerhaft in der Oberliga um den Aufstieg zu spielen bzw. in der Regionalliga gegen den Abstieg. Das interessiert außer uns verrückten niemanden. 


Und ganz ehrlich, so wichtig ist ein gutes Image auch nicht. Wann hatten wir denn mal ein gutes in den letzten Jahren? Unterm Strich hat es sowieso keinen interessiert. Wir waren erfolgreich, deswegen waren gegen Mannheim so viele da oder gegen Dortmund. Dann haben wir halt ein schlechtes Image, wenn der Investor bezahlt. Ja ist abgestumpft, aber so ist es doch. Als ob hier irgendwann mal die Krefelder Wirtschaft/Industrie groß einsteigt. Schau dir doch die Pinguine an. Das doch auch nur eine Seifenblase, an sich interessiert der Krefelder die Pinguine auch niemand oder wieso haben die jetzt einen Investor aus der Schweiz? Die leben seit Jahren von paar Eishockeyliebhabern und der Politik, aber doch nicht von der Krefelder Wirtschaft. Deren Sponsoring ist völlig überschaubar. 


Mir geht es auch gar nicht um den schnellen sportlichen Erfolg. Nur ich sehe einfach nicht die Alternative. Die Alternative habe ich die ganzen Jahre in Kleve, Goch, Rhede und Co. mitgemacht und mir gefällt die nicht. Deswegen bin ich auch völlig eiskalt bei dem Thema. Mir ist es scheiss egal, ob wir ein Spielball von Investoren sind. Das mag sicherlich nicht korrekt sein, aber zumindest auf dem Weg sehe ich noch etwas mehr als die Oberliga. Und ganz ehrlich, wenn es zu wild wird und uns fahren alle vor die Wand. Dann ist es so. Dann spielt der KFC halt am Rundweg in der Kreisliga und schaue mir den KFC dort an. Sterben wird er deswegen ja nicht. Und ob ich mir Kreisliga oder Oberliga anschaue? Wo ist der Unterschied. Vorteil, da kannste zu den Auswärtsspielen mit dem Rad fahren und dir noch ordentlich einen trinken. 


Wie gesagt, meine Meinung muss niemand gut finden, die ist wahrscheinlich auch scheisse, aber ich glaube einfach nicht mehr an die Fußballromantik. Und am Standort Krefeld sehe ich einfach keinen Weg mit Sponsoren aus dem Umfeld, der einen höher als die Oberliga bringt. 


@Vadersstraße


Schau dir die Pinguine Sponsoren nochmal genau an. Fressnapf ist da nicht drin. Sparkasse und SWK haben wir auch über die ganzen Jahre gehabt. Borgmann ist dabei, weil der Borgmann die Pinguine mit gerettet hat. Wenn da alles so toll wäre, wieso haben die Pinguine seit Jahren immer wieder finanzielle Probleme. Warum müssen immer wieder städtische Firmen einspringen bzw. die Miete wird immer weiter gesenkt. 

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Schreberstraße4
vor 8 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 8 Monaten #30

Eine gute Diskussion! Schön das sie geführt wird.


Da ich hoffe noch ein paar Jahre Länger zu leben, folge ich aus romantischen Gründen eher @vorwärtsblaurot


Das beste Beispiel, dass es auch anders geht, ist der AFC Wimbledon (inklusive neuem Stadion). Das wäre die optimal Lösung, aber ein langer steiniger Weg. 


https://de.wikipedia.org/wiki/AFC_Wimbledon

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