Nach der Niederlage in Halle ist es wichtig, eine Reaktion zu zeigen. Ein Sieg bringt uns sicher auf einen Nicht-Abstiegsplatz, wahrscheinlich sogar vor Meppen.
In der verrückten Liga ist alles drin. Sieg und Klassenerhalt.
Natürlich gibt es Wichtigeres als Fußball. Bei Kindergartenkindern ist Corona aber in der Regel sehr unkompliziert. Ich weiß nicht, in welchen Jobs das möglich sein soll, das beide Eltern bei einem (vermutlich) leicht erkrankten Kind bleiben?
Insofern kann ich den Punkt schon nachvollziehen. Zumindest wenn sein Kind nicht ernsthafter erkrankt ist.
In Gegenteil, man könnte auch argumentieren, dass es für ihn als Leistungssportler existenziell ist, sich selbst vor einer Corona-Infektion zu schützen.
Wir hatten in unserer schlimmsten Phase auch Glück, dass wir aufgrund einer Quarantäne nicht spielen mussten.
Die Gesundheitsämter entscheiden danach, ob man Kontakt zu einem Infizierten hatte. Solange Grimaldi nicht selbst positiv getestet ist, gibt es keinen Grund, den Rest der Mannschaft in Quarantäne zu setzen. Bei Fechner wäre das theoretisch anders.
Die Gesundheitsämter entscheiden aber natürlich auch auf Basis der gemachten Angaben der Betroffenen, solange die plausibel sind. Auch da kann es je nach Erinnerung oder konkreter Konstellationen natürlich auch Unterschiede in der Entscheidungsgrundlage geben.
Eine Verlegung würde uns eher helfen. Dresden ist aktuell doch etwas unter Druck geraten, lieber ein Spiel in der Hinterhand, bei den es für den Gegner im nichts mehr geht.
Was Schneider angeht, kann ich das nachvollziehen. Trotzdem waren die Wechsel eine Katastrophe. Nicht wegen denen, die reingekommen sind, sondern wegen denen, die raus mussten. Insbesondere Albutat wollte das Spiel gewinnen und hat sich richtig reingeschmissen.
Und hier ist wochenlang diskutiert worden, dass wir mal endlich wieder den Trainer wechseln müssten, weil Krämer jetzt schon über 40 Spiele gemacht hat... 😎
In den letzten Spielen war mein Eindruck, Krämer und Reisinger stimmen auch ständig ab und entscheiden gemeinsam. Insofern wäre das kein Neuanfang, obwohl ich insgesamt nichts gegen Reise als Co-Trainer habe.
Die offene Frage ist, ob ein neuer Trainer überhaupt kommen dürfte. In der Insolvenz ist eine Freistellung eines Mitarbeiters, von dem ich keine relevante Arbeitsleistung erwarte und dem ich auch keine Abfindung zusammen muss, wohl völlig ok. Jemand anderes einstellen, kostet Geld. Das dürfte wesentlich schwerer sein.
Der Star ist die Mannschaft, wie ein mäßig erfolgreicher Bundestrainer einmal sagte. Wichtig ist, dass die einigermaßen eingespielt sind, sonst ist die komplette Hinrunde wieder im Eimer und man spielt nur noch gegen den Abstieg.
Das ist richtig, natürlich ist das nur eine bzw. meine Sicht.
Bei Funkel habe ich in Erinnerung, dass er vor allem dann erfolgreich war, wenn er viel Zeit hatte und etwas aufbauen konnte. In Uerdingen, Duisburg, Frankfurt, Düsseldorf und mit Abstrichen in Bochum. Mitunter mit Abstieg und direktem Wiederaufstieg.
In Köln, Berlin und Aachen hat der Feuerwehreinsatz nicht funktioniert, meines Wissen war der einzige erfolgreiche Einsatz der Art in Rostock.
Das ist ja nicht so, als würde ich ihn für unfehlbar halten, auch wenn das hier schnell unterstellt wird. Die Punkteausbeute ist eine Katastrophe, die Mannschaft war irgendwie fahrig gegen Halle (Fehlpässe ohne Ende an Stellen, wo der Ball in den letzten Wochen locker lief) und die Liste der nicht nachvollziehbaren bzw. Fehlentscheidungen ist mittlerweile auch recht lang (danke, Bande fürs Zusammenstellen).
Ein Trainerwechsel kann, muss aber nicht funktionieren. Wenn Köln jetzt Funkel holt, mag man von dessen Qualität überzeugt sein (die er auf lange Sicht auch oft gezeigt hat), als Feuerwehrmann ist er nach meiner Erinnerung mehrfach gescheitert.
Da stimme ich zu. Albutats Einsatz vor der Auswechslung hat mich fast an Schweinsteiger im WM-Finale erinnert. Defensiv zu verstärken kann man zwar grundsätzlich für fünf Minuten machen, aber dann nehme ich noch eher Marcussen oder PvO wieder raus. Mit dem Risiko, dass ich nicht mehr nachlegen kann. Einzig eine Verletzung würde ich gelten lassen.
Ansonsten finde ich aber, dass die Krämer-Diskussion zu einseitig geführt wird. Er hat zweimal eine Mannschaft mit einer Serie in den letzten Spielen zum Aufstieg geführt. Wenn das Verhältnis zur Mannschaft nicht völlig kaputt ist, kann sein Motivationstalent die taktischen Schwächen hoffentlich aufwiegen.
Man muss denn Krämer ja auch nicht in die Enge treiben. Die inhaltlichen Fragen sind durchaus berechtigt und man könnte mir ihm absprechen, was veröffentlicht wird. So etwas ist mit Interviews bei seriösen Medien durchaus üblich.
Ansonsten wohnen in Düsseldorf und Meerbusch Fußball-Profis von mehreren Vereinen aus Niederrhein und Ruhrgebiet. Wer auch immer das war: nicht so schlau...