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Kümmer dich doch einfach um deinen MSV und dann ist doch gut @Cpt Fantastic.


3. Liga 2019/2020 ·

Kaiserslautern: FCK stellt erneut Antrag auf Mietminderung für das Stadion

https://www.der-betze-brennt.de/news/11701-stadion-fck-beantragt-erneute-mietminderung.php

Ja sehe ich auch so. Und wenn das nicht funktioniert dann fragt man halt wieder in der Umgebung nach - notfalls in Düsseldorf bei irgendeinem Amateur-Verein und zahlt halt normal Miete. Von den Spielern wohnt eh kaum einer in Krefeld und an den paar Tausend Euro wird es ja wohl nicht scheitern denke ich. Dann sieht wenigstens nochmal jeder was hier Sache ist.
Aber so wie bisher kann es doch nicht weitergehen. Am Ende kostet uns so eine Scheisse eventuell den Klassenerhalt weil man über Wochen nicht vernünftig trainieren kann und Spieler sich verletzen.
Wobei ich da auch unsere Verantwortlichen nicht verstehe - denn dass es im November mal regnet und kalt wird das sollte ja keine Überraschung sein oder? Und dass der Rasen in der Grotenburg zu dieser Zeit seit Jahren unbespielbar ist sollte doch ebenfalls bekannt sein. Es hätte also schon längst eine Alternative geschaffen werden müssen. Aber hier muss es ja immer erst fast schon zu spät sein bevor man reagiert. Nur was gibt es diesmal großartig zu überlegen?
So ist es. Wenn sich Stadt und Verein nicht mal langsam auf eine Lösung einigen dann wird das noch richtig bitter für unsere Mannschaft. Soll man im Winter nur noch einmal pro Woche trainieren und ansonsten in die Turnhalle oder wie?
Was hier wieder passiert ist nichts anderes als eine Schande für diese Stadt und einen ambitionierten Drittliga-Verein.
Ja geil. Und schon wieder müssen einige Spieler nach einer Partie mit dem Training aussetzen. Das ist doch nicht mehr zu fassen. Wieviele Duisburger vom Montag sind am Wochenende fraglich?
Kirchhoff angeschlagen und anstatt dass Maroh ihn ersetzen könnte - ist der natürlich auch selber wieder verletzt. Und genau deswegen muss im Winter aussortiert werden. Was nützt einem ein "großer Kader" wenn man einigen nicht mal vertrauen kann 5 Spiele in der Saison zu absolvieren? Das letzte Pflichtspiel von Maroh war in Wuppertal - nur mal zur Info.
Kaiserslautern hat übrigens in 6 von 7 Auswärtsspielen in dieser Saison 3 Gegentore oder mehr kassiert. Also wenn wir da jetzt nicht mutig nach vorne spielen und deren Abwehr unter Druck setzen dann weiß ich auch nicht. Umgekehrt ist Lautern vorne drin (zumindest nominell) so gut besetzt wie kaum ein anderes Team in der Liga. Vorallem der Pick ist super in Form.
Würde daher versuchen das Spielfeld so eng wie möglich zu machen. Dazu 2 Spitzen und hinten eine 3er beziehungsweise 5er-Kette (vorallem solange Dorda fehlt und nun auch Bittroff ausfallen sollte). In Zwickau und Aalen haben wir das zweimal so gemacht und beide Male sah es nach vorne plötzlich gut aus. Wird zwar nicht passieren aber das sähe dann so aus:
Königshofer
Lukimya - Kirchhoff - Steurer
Bittroff - Matu - Mbom - Gündüz
Ibra
Evina - Boere
Falls die angeschlagenen Spieler alle ausfallen sollten dann haben wir allerdings ein großes Problem. Dann müsste man sogar Mohammad auf die Bank setzen weil sonst kein anderer Defensivspieler mehr im Kader wäre. Das würde dann bestenfalls so aussehen:
Königshofer
Großkreutz - Lukimya - Steurer - Gündüz
Kinsombi - Mbom - Konrad - Barry
Ibra
Evina - Boere
Würde liebend gerne auch Rühle irgendwie für so ein Spiel einbauen - ich glaube der kann vorne ganz wichtig sein - aber Evina ist halt im Abschluss gefährlicher. Rühle wäre aber der erste Kandidat für einen offensiven Wechsel.
Ibra vor Pflücke weil Ibra gegen die großen Lauterer im Zentrum meiner Meinung nach die bessere Wahl wäre. So oder so brauchen wir aber einen torgefährlichen Spieler hinter den Spitzen und keinen Konrad oder Mbom auf der "Zehn".
Michael Schuhmacher ·

Interview mit Michael Schuhmacher vor dem Duell gegen den 1.FC Kaiserslautern.


KFC-Chronik: Herr Schuhmacher, Sie wechselten in der Winterpause der Spielzeit 1981-82 (als 24-Jähriger) zu Bayer 05 in die 2.Bundesliga, nachdem Ihre Profilaufbahn zuvor ausnahmslos in Liga Eins stattfand und darüber hinaus auch schon mit einigen Europapokal-Auftritten mit Kaiserslautern bestückt war. Wie schaffte man es denn seinerzeit Sie trotzdem nach Uerdingen zu lotsen? Und auf welche Art und Weise würden Sie generell den Beginn ihrer Karriere aus heutiger Sicht in eigenen Worten zusammenfassen?


Michael Schuhmacher: Meine Profi-Zeit begann damals in Kaiserslautern und es war die Verwirklichung meiner Jugendträume. Wer träumt in der Pfalz nicht mal, beim großen FCK zu kicken? Ich hatte es geschafft und hatte eine super Ausbildung durch Trainer Karl-Heinz Feldkamp. Leider standen mir damals noch viele Nationalspieler im Wege, sonst wäre ich wahrscheinlich noch öfter zum Einsatz gekommen. Aber die Mannschaft in Kaiserslautern war schon genial, wir hatten große Erfolge in der Liga und einige Spieler haben sich in meiner Zeit zu bekannten Fußballern entwickelt, allen voran natürlich Hans-Peter Briegel, dessen Entwicklung ich hautnah miterleben konnte.


Es war also ein schöner erster Schritt für mich in Lautern, mit vielen schönen Erfahrungen. Anschließend wurde ich für eine Saison an Borussia Mönchengladbach ausgeliehen, da dort einige Spieler länger ausfielen. Bei den Fohlen in Gladbach zu spielen, war damals auch ein sehr erstrebenswertes Ziel eines jungen Fußballers. Eine gute Mischung aus jungen Spielern wie Peter Loontiens, Lothar Matthäus, Wilfried Hannes, Armin Veh, sowie erfahrenen Akteuren wie Wolfgang Kleff oder Ewald Lienen, ließen uns die Saison auf einem guten 6.Platz abschließen. Als ich von Gladbach aus zurück nach Kaiserslautern kam, wurde ich durch Kontakte eines Spielervermittlers auf das Interesse von Uerdingen aufmerksam gemacht und wechselte somit nur wenige Monate später wieder zurück an den Niederrhein…


Hier in Uerdingen trafen Sie beispielsweise auf Peter Schwarz, mit dem Sie vorher schon in Kaiserslautern zusammengespielt haben, sowie auf Peter Loontiens, den Sie (wie schon gesagt) während Ihres Aufenthaltes bei Borussia Mönchengladbach kennen lernen konnten. Sportlich gesehen lief es in dem Jahr allerdings nicht rund und die Mannschaft schloss eine alles in allem enttäuschende Runde auf Platz 12 ab. Welchen Eindruck machten denn der Verein und Ihre neuen Mitspieler damals auf Sie? Bei Ihrem Wechsel hierhin hatten Sie sich doch sicherlich mehr versprochen, als nur einen Mittelfeldplatz in der Tabelle.


Ach, die Mannschaft war soweit schon richtig gut. Wir hatten einige Leistungsträger wie Paul Hesselbach, Ludger van de Loo, Norbert Brinkmann, Franz Raschid, Horst Feilzer, Sascha Jusufi, Egon Köhnen oder auch Norbert Hofmann. Auch der damalige Trainer Werner Biskup war eigentlich spitze, wäre er nicht seinem bekannten Problem verfallen. Ich selbst hatte hier auch einen sehr guten Beginn, bis mich eine Bandscheiben-OP aus dem Konzept brachte. Längeres Schneeschippen vor dem Haus meiner Eltern in Ludwigshafen waren die Ursache. So ging es für mich erst im 2.Jahr bei Bayer so richtig los.


Die Saison 82/83, also Ihre zweite Spielzeit für Uerdingen, beendete die Mannschaft dann auf einem sehr guten 3.Platz und erarbeitete sich somit das Recht, in der Relegation mit (beziehungsweise gegen) Schalke 04 um das begehrte Ticket zur Teilnahme an der Bundesliga zu kämpfen. Nachdem Sie im Hinspiel in der Grotenburg erst dann in die Partie kamen, als Uerdingen schon mit 3:1 führte, brachte Sie Biskup-Nachfolger Hans-Dieter Tippenhauer als Defensivspieler beim Rückspiel etwas früher, da Schalke zwischenzeitlich nur noch ein Tor zum Sieg fehlte. Was dann passierte ist Geschichte und gilt inzwischen, auch dank Ihnen, als einer der größten Augenblicke des Vereins überhaupt…


Ja, das Spiel gegen Schalke. Das größte Ereignis des Jahres für uns. Ich war nach meiner Bandscheiben-OP relativ schnell wieder fit und konnte mich wieder in die Mannschaft einbringen. Wir hatten einen guten Lauf und schafften es auf Platz 3, der uns, wie schon gesagt, in die Relegation gegen den drittletzten der Bundesliga, in dem Fall Schalke 04, brachte. Im Heimspiel haben wir eine sensationelle Leistung hingelegt und verdient mit 3:1 gewonnen, also musste Schalke im Rückspiel mindestens mit 2:0 gewinnen um uns auszuschalten. Vor ausverkauftem Haus wurde ich dann während der 2.Halbzeit eingewechselt und hatte das Glück beim Stand von 1:0 für Schalke nach einem Konter kurz vor Schluss den Ausgleichstreffer zum 1:1 Endstand zu erzielen. Der Jubel war grenzenlos, eine ganze Mannschaft lag auf dem Spielfeld auf mir und die Aufstiegsfeier genossen wir dann in vollen Zügen. Da war dann endlich mal wieder richtig Stimmung in Krefeld, was leider zuvor nicht immer so war.


Kurioserweise war dies auch gleichzeitig Ihr letzter Einsatz für Bayer, da Sie Uerdingen kurze Zeit später in Richtung Wattenscheid 09 verließen. Was veranlasste Sie gerade zu diesem Zeitpunkt zu einem Vereinswechsel (in die 2.Liga)? Schließlich hatten Sie doch gerade erst eine komplette Saison dafür geackert, ums ins Fußball-Oberhaus zurückzukehren.


Den Verein verließ ich damals nur wegen Timo Konietzka, dem schlimmsten Trainer meiner gesamten Fussballzeit. Ich wäre sicherlich gerne geblieben, aber es ging nicht anders. Trainingspläne und sonstige Abläufe konnte man immer am „schwarzen Brett“ ablesen, gesprochen hat er nur mit einigen wenigen. Er brachte es fertig mit einigen Spielern monatelang kein Gespräch zu führen. Somit wechselte ich nach Wattenscheid, wo mit Waldemar Steubing schon ein alter Bekannter auf mich wartete.


Dort hatten wir zwar eine gute Mannschaft, wenn man die Einzelspieler betrachtete, aber im Kollektiv lief es nicht so wie gewünscht. Dazu waren die Trainingsbedingungen, sowie die Stimmung im Stadion, nur mäßig bis katastrophal. Nach nur einem Jahr dort, wechselte ich dann über eine Bezugsperson aus meiner Zeit in Kaiserslautern zum damaligen Oberligaclub Mainz 05, wo ich 9 Jahre spielen sollte. In Mainz habe ich dann 2 Aufstiege in die 2.Liga mitgemacht und dabei ca.450 Spiele für den Club gemacht. Außerdem war ich von den 9 Jahren in Mainz 7 Jahre lang Kapitän der Mannschaft. Die Zeit in Mainz 05 war also praktisch meine 2.Fussball-Karriere, die ich dann im Jahre 1993 beendete.


Wie ging es anschließend beruflich für Sie weiter? Und stimmt es, dass Sie inzwischen auch Mitglied im Aufsichtsrat der Mainzer sind? Wenn ja, könnten Sie uns vielleicht erläutern wie Ihr genaues Aufgabengebiet dort aussieht?


Also beruflich war ich bereits seit 1988 schon im Außendienst der Warsteiner Brauerei in den Gebieten Hessen und Rheinland-Pfalz tätig. Ich war also schon zur Mainzer Fußball-Zeit bei Warsteiner am Arbeiten, da bis 1993 alle Spieler reine Amateure waren und einem Beruf oder Studium nachgingen. Erst danach wurde hier das so genannte „Vollprofitum“ eingeführt. Danach war ich noch bei insgesamt 3 Vereinen als Spielertrainer und Cheftrainer tätig. Aber seit 2005 widme ich mich nur noch meinem Beruf. Inzwischen bin ich allerdings in der Dental- und Beautybranche unterwegs. Das heißt, ich besuche vorwiegend Zahnärzte und Dermatologen und lade zu Seminaren und Fortbildungen ein und informiere über die neuesten Produkte in diesem Bereich.


2017 habe ich mich bei Mainz für den Posten im Aufsichtsrat beworben und bin dann auch in der Mitgliederversammlung gewählt worden, für 3 Jahre. Wir sind insgesamt 9 AR-Mitglieder, die wie in jeder Firma eine Aufsichts- und Überwachungsfunktion haben. Ich bin dann noch im Sportausschuss, mit rein sportlichen Themen wie zum Beispiel das Nachwuchs-Leistungszentrum.


Bestehen denn eigentlich noch persönliche Verbindungen zu ehemaligen Mannschaftskameraden aus Uerdingen? Und welche Erinnerungen haben Sie heute noch an Ihre beiden Jahre im Verein?


Von der aktuellen Besetzung des Vereins kenne ich auch keinen mehr, leider. Bei den Spielern von früher hatte ich auch nur noch mit Waldemar Steubing längeren Kontakt. An meine Zeit in Uerdingen habe ich aber noch viele tolle Erinnerungen. Der schönste Moment war sicherlich die Geburt meiner Tochter Julia damals. Und dann natürlich der Aufstieg in die 1.Liga! Wir haben damals übrigens in Krefeld-Gartenstadt in einem Mehrfamilienhaus mit Peter Schwarz und Horst Feilzer gewohnt. Auch Dieter Ingendae wohnte nur um die Ecke. Daher gab es auch öfters die ein oder andere schöne Feier, die wir im Keller unseres Stamm-Italieners Pasquale Barbato bei „La Barca“ in Uerdingen erlebt haben. Die 2 Jahre haben mir also sportlich, sowie privat sehr viel Spaß gemacht (bis Konietzka kam) und ich möchte die Zeit bei Bayer Uerdingen wahrlich nicht missen.


Auch das denkwürdige Spiel in Gelsenkirchen ist nun mehr als 35 Jahre her und im Fußball sich seitdem natürlich einiges verändert. Verfolgen Sie denn (unabhängig davon) trotzdem noch das Geschehen rund um den KFC mit großem persönlichem Interesse?


Ja, ich werfe in Zeitungen immer einen Blick nach Uerdingen, schaue mir seit Jahren die Ergebnisse an und freue mich, dass man wieder in einer attraktiven Klasse aufgestiegen ist. Ein guter Mittelfeldplatz müsste nun mit dieser Mannschaft drin sein. Klar ist allerdings (wie in Kaiserslautern auch), dass man dafür sehr viel Ruhe im Verein braucht.


Ich hoffe wirklich, dass der KFC in absehbarer Zeit vielleicht auch mal wieder an die alten Erfolge anknüpfen kann, eine Euphorie in der Stadt auslöst und sich somit wieder in den höheren Ligen etabliert. Mainz 05 hat gezeigt wie es geht. Eine früher nicht unbedingt fußballbegeisterte Stadt, in der man heute nicht dran vorbeikommt über Fußball zu reden. Arbeitet konstant und kontinuierlich weiter, mit Ruhe und Übersicht und vor allem mit Geduld, dann kann es klappen. Viele Grüße an alle Uerdinger!


Danke Michael Schuhmacher!


[quote]Mannschaften, bei denen es auch zwischenmenschlich stimmt, sind halt die erfolgreichsten. Profi hin oder her.[/quote]

Klar muss es innerhalb einer Mannschaft stimmen. Aber man kann es sich auch zu einfach machen.

Beispiel: Unsere Mannschaft in der Regionalliga-Rückrunde unter Wiesinger - wo uns so gut wie nichts mehr gelang. Schlechte Ergebnisse in der Winter-Vorbereitung. Schlechtes Spiel gegen RWO. Noch schlechteres Spiel in Wattenscheid. 2 Tore in der Nachspielzeit gegen RWE und dann war Wiesinger weg.


Überall hieß es schon dass es in der Mannschaft nicht stimmt und man hätte niemals den Oberliga-Aufstiegskader auseinanderreißen dürfen. Da war Beister schon der Fehleinkauf. Christian Müller ein weiterer Ex-Profi der nur zum Abzocken hier ist und so weiter.

Dann kam Krämer (und eine System-Umstellung) und plötzlich waren die selben Spieler denen man vorher eine Söldner-Mentalität nachgesagt hatte plötzlich die besten Kumpels. Es gab Kabinenselfies und nach den Toren lag man sich in den Armen. Plötzlich war es "ein Team".

Trotzdem gab es auch in dieser Mannschaft nicht nur Freundschaften genauso wie es bei den schlechten Spielen zuvor nicht daran lag dass der eine nicht für den anderen laufen wollte. Der einzige Unterschied ist dass man häufig bei Erfolg alles übertrieben schönredet und man bei Niederlagen nach (solchen) Gründen sucht. Da nehme ich mich auch nicht heraus.

Nur sehe ich dieses Jahr nicht dass wir auf dem Platz ein Problem hätten. Im Kader vielleicht - weil Großkreutz und Maroh und vorher Aigner sicherlich nicht zufrieden damit sind (oder waren) in der 3.Liga auf der Tribüne zu sitzen. Genauso wie Vollath und Udegbe sicherlich nicht glücklich sind. Die Hierachie kann daher natürlich nicht zu 100% stimmen. Aber bisher gab es wirklich nur ganz wenige Momente in der Saison wo man das Gefühl hatte dass jemand nicht "möchte".

Mit Rodriguez bin ich beispielsweise aktuell überhaupt nicht einverstanden. Aber scheinbar muss man sich damit abfinden dass er es nicht besser kann. Warum sonst verspringen ihm schon die leichtesten Bälle? Ich weiß nicht ob das man wirklich mit Lustlosigkeit erklären kann. Siehe auch das Beispiel mit Manuel Konrad. Das ist scheinbar deren Leistungsgrenze. Es gab nämlich Uerdinger Mannschaften die hätten gestern nochmal 3 oder 4 Stück bekommen und sich ergeben. Stattdessen hat man bis zur letzten Minute alles versucht.

Natürlich darf Osawe die Aktion mit dem Mittelfinger trotzdem nicht passieren und man darf sowas (intern) nicht unter den Teppich kehren. Ich habe ja auch mehrfach gesagt dass er mir diese Saison überhaupt nicht gefällt von der ganzen Art her. Aber er war auch schon immer jemand der vor dem Tor einfach blind den Abschluß sucht anstatt nochmal hochzuschauen. Wenn der Mickels den Ball vor dem 2:0 in die Wolken anstatt in den Winkel haut - dann fragen sich die Duisburger Mitspieler und Fans vielleicht auch: "Wieso spielt der nicht ab?" Genauso wie sich Osawe und Konrad in den Armen liegen würden hätte Osawe gestern das Spiel mit einem Sonntagsschuß gedreht.

Wie schon gesagt: Unser ganzes Spiel ist einfach unglaublich frustrierend. Boere muss so viel unnötige Arbeit machen anstatt dass er sich aufs Tore schießen konzentrieren darf. Kinsombi dribbelt zwei Spieler aus - hat dann aber keine Anspielstation. 9 von 10 Eckbällen landen beim Gegner. Andere verlieren den Ball schon im Aufbau und sofort muss man wieder abstoppen und nach hinten laufen und eventuell noch eine gelbe Karte ziehen. Es sind einfach so viele unnötige Laufwege - dabei ist man nicht mal richtig fit. Das kommt natürlich noch hinzu.

Bei Schalke wurde die Mannschaft letzte Saison von den Fans fast verprügelt. Die selben Söldner wie Harit und Sane sind jetzt deren Leistungsträger und werden gefeiert. Einfach weil es in der Mannschaft wieder läuft und der Trainer sie vielleicht besser einsetzt. Bei Bayern kann sich Jahr für Jahr die halbe Mannschaft nicht leiden und ein Ribery hat wahrscheinlich schon zehn Spielern eine Ohrfeige im Training verpasst. Trotzdem wurden und werden die jedes Jahr Meister. Während sich "11 Freunde" in Paderborn im Sommer wohl wieder aus der Bundesliga verabschieden müssen.

Unsere Pokalhelden von 85 reden wohl teilweise kein Wort miteinander - auch damals schon nicht (gerne). Aber wenn man merkt dass man ein gemeinsames Ziel hat dann macht das schon unheimlich viel aus. Und wenn dann noch Qualität (und Spaß) dazu kommt - dann läuft man erst recht den extra Meter für seinen Mitspieler. Ob man ihn nun mag oder nicht spielt dann im Erfolgsfall eher weniger eine Rolle.

Ganz wichtig dabei ist übrigens der Trainer (und die dazugehörige Taktik). Siehe Schalke im Vergleich zu letzter Saison. Siehe demnächst wieder bei den Bayern. Siehe Jürgen Klopp. Oder um beim KFC zu bleiben: Siehe den Unterschied im Spiel zwischen Vogel und Reisinger.

Ich habe daher auch die Hoffnung dass er es nicht zulässt dass uns einzelne Spieler (weiter?) auf der Nase herumtanzen so wie es Vogel und wohl auch Weinhart in seiner Rolle als "Sportvorstand" viel zu lange zugelassen haben. Spätestens dann wird die Diskussion darüber hoffentlich auch wieder weniger werden. Denn eines ist klar: Für den Erfolg brauchen wir nicht nur 11 passende Spieler sondern mindestens doppelt so viele. Und die haben wir im Moment nicht.

[quote]Ich kann's nur wiederholen. Bei Mannschaften wie Meppen, Duisburg, Haching und Mannheim sieht man einfach, dass da ein Team steht. Beim KFC sehe ich's nicht.[/quote]

Der Kader mag zwar unausgeglichen sein aber ich sehe nicht dass die Mannschaft die auf dem Platz steht jetzt nicht füreinander kämpft. Sonst könntest du nicht 3-4 mal in Folge ohne Gegentor bleiben. Sonst könntest du nicht nach Rückstand und Platzverweis (Großaspach/Unterhaching usw) noch zurückkommen und einen Punkt mitnehmen.  Sonst wären wir gestern mit 5:0 oder 6:0 untergegangen.

Natürlich könnte der ein oder andere wie Rodriguez für meinen Geschmeck mehr (beziehungsweise schneller) laufen. Natürlich sorgt ein Großkreutz nicht für tolle Stimmung im Kader. Und Osawe geht mir mit seiner Körpersprache gerade auch richtig auf den Sack. Aber im Endeffekt fehlt es meiner Meinung nach nicht (nur) am Einsatz/Teamgeist sondern vielmehr an der Qualität was das Offensivspiel angeht.

Ein Manuel Konrad ist hier doch selten durch Lustlosigkeit aufgefallen. Trotzdem möchte ihn kaum einer im Team sehen. Mit solchen Leuten ist ein vernünftiges Umschaltsspiel halt nicht möglich. Dass dann irgendwann die Power fehlt und der Frust dazu kommt weil der hundertste Angriff wieder durch einen Ballverlust zunichte gemacht wurde - das ist klar. Unsere Spielweise ist viel zu aufwendig dafür dass da überhaupt nichts bei rauskommt.

Barry hat sich gestern beispielsweise richtig geil reingehauen und ist in jeden Zweikampf geflogen. Was hat es gebracht? Wenig bis garnichts - weil der Ball dann trotzdem spätestens eine Station weiter vorne wieder verloren wurde.

Boere könnte auch genauso gut mit den Händen in der Hosentasche im gegnerischen Fünfmeterraum stehen bleiben anstatt sich den Arsch abzuarbeiten. Und genau das müssen die Trainer jetzt erkennen. Wir MÜSSEN weg von der 1 Stürmer-Taktik und endlich dafür sorgen dass Boere im Strafraum zum Abschluss kommt. Und zwar mehr als nur einmal pro Spiel. So ein Tor wie das 2:0 von Duisburg würde hier nie passieren weil unsere Spieler niemals diesen Laufweg gewählt hätten.

Ich bleibe dabei: Wenn du so spielen willst dann hätte man auch einen Dauerläufer aus der Regionalliga holen können - dann musst du keinen Torjäger aus Holland verpflichten wenn der Mittelstürmer nur dafür da ist um "Bälle festzumachen" oder "den Gegner anzulaufen". Habt ihr den Lewandowski schonmal in der eigenen Hälfte gesehen (als übertriebenes Beispiel)? Dass es in Meppen beispielsweise so aussieht als würde dort eine bessere Mannschaft auf dem Platz stehen - liegt halt daran dass man dort das Gefühl hat dass die auch nach 3 Gegentoren noch nicht am Ende sind. Und das ist hier halt nicht so weil wir gefühlt eine Stunde für einen einzigen Abschluss brauchen. Hier ist jedes Gegentor schon eins zuviel.

Und dann sind wir wieder bei der Qualität und der Taktik. Alleine dieser Kleinsorge von Meppen macht Tempo ohne Ende und hat jetzt 6 Scorerpunkte. Mehr als Pflücke-Mbom-Daube-Kinsombi-Gündüz-Ibrahimaj-Barry-Rühle-Osawe zusammen. Trotzdem muss man die jetzt auch mal wirbeln lassen anstatt mit 3 Sechsern aufzulaufen.

Übrigens bleibe ich auch dabei dass es ein großer Fehler war dass man in der Vorbereitung nur gegen Champions League Mannschaften angetreten ist. Unsere Mannschaft hat überhaupt keine Ahnung wie man selber ein Spiel macht und wie man eine Abwehr aushebelt. Auch das rächt sich jetzt.

Diese Fehler sollten diesen Winter bitte nicht wiederholt werden.

Alles richtig. Natürlich sollten wir irgendwie froh sein das wir überhaupt mal wieder gegeneinander spielen konnten und natürlich kann man beide Vereine von der gesamten Struktur nicht vergleichen nach dem was in den letzten 20-25 Jahren abgelaufen ist.
Ich war beim letzten Bundesliga-Spiel von uns (Bayer) gegen Duisburg dabei und auch bei unserer 6:0-Pleite gegen Gladbach 2. Kann das also schon halbwegs realistisch einschätzen. Aber dass der MSV gerade wieder vor uns steht hat diesmal (meiner Meinung nach) nicht nur was mit einem Vorsprung zu tun sondern halt auch etwas mit gezielten Einkäufen und einem fussballerischen Konzept. Da wurde die Not zur Tugend gemacht während bei uns Geld verbrannt wird ohne Ende.
Nicht dass der Kader vom MSV besonders stark wäre. Aber man hat sich scheinbar umgeschaut und hat versucht das zu holen was irgendwie passt. Wie gesagt - die wenigen teuren Spieler bei denen sind dann auch die Unterschiedsmacher. Und das ist es was mich so richtig ankotzt bei uns.
Wo ist unser Vize-Kapitän Maroh diese Saison? Wirklich immer nur verletzt? Stimmt es dass Großkreutz heute nicht mal auf der Tribüne saß um seine Mannschaft zu unterstützen? Was erhoffen wir uns noch von Daube und Grimaldi? Kommen die ehemaligen Zweitliga-Spieler wie Gündüz oder Konrad oder Barry jemals hier an? Wieso musste ein Guenouche (ohne Probetraining) kommen während der MSV zwei bessere Linksverteidiger aus der Regionalliga geholt hat?
Das sind so Fragen die halt nicht unbedingt etwas mit dem Spiel an sich zu tun haben - aber irgendwie halt doch. Denn unsere stärkste Elf (vom Namen her) müsste normalerweise mit dem MSV mithalten können. Also über die ganze Saison gesehen. Die Liga ist doch nicht stark.
Ein Stoppelkamp darf diese Saison aussehen wie Ronaldo - aber doch nur weil es zugelassen wird. Setz einen Boere doch mal so ein dass er auch 3-4 mal pro Spiel im Strafraum zum Abschluß kommt - dann trifft der auch zweistellig. Nur wir kommen nicht dazu weil es vom Sommer an garkeinen Plan gab unsere Offensive mit Sinn und Verstand aufzustellen. Es wurde kein Zehner geholt und die besten Vorbereiter sogar abgegeben. Das sind hausgemachte Fehler leider.
Boere benötigt ab nächster Woche einen Arbeiter neben sich. Rühle. Evina. Ibra. Osawe. Ganz egal. Aber wenn du vorne triffst dann kann der Gegner auf der Gegenseite auch mal den Ball in den Winkel hauen. Meppen macht 5 Stück gegen Bayern 2. Wir wurschteln uns ebenfalls mit einem Mann mehr zu einem 1:0 gegen 1860. Und Meppen hat sicherlich nicht die Struktur des MSV.
Edit: @Funkelblau: Lukimya war meiner Meinung nach der beste Spieler bei uns heute. Dabei war das eigentlich garnicht sein Spiel mit den vielen Kontern und dem Platz den wir Duisburg in der zweiten Halbzeit gelassen haben. Trotzdem war an ihm kein vorbeikommen und der Mittelstürmer vom MSV hatte nicht eine Aktion. Kirchhoff hat zwar auch viel abgeräumt aber alleine der Rückpass darf ihm nicht passieren.
Ich will Duisburg nicht besser machen als sie sind - aber die holen gerade das Beste aus ihren Möglichkeiten heraus - mit (jungen) Spielern die wir uns hier niemals auch nur angeschaut hätten. Und die jungen Spieler gehören denen meistens sogar. Das macht halt auch nochmal einen Unterschied in der Kaderplanung.
Was die in der 2.Liga mit ihrem kleinen Etat gemacht haben kann uns erstmal völlig egal sein. Fakt ist dass wir da sehr viel aufzuholen haben und am besten noch vor der Winterpause damit anfangen sollten.
Verdiente aber gleichzeitig auch ärgerliche Niederlage. Es ist ja nicht so dass der MSV uns irgendwie entzaubert hätte - aber da hat sich heute auch einfach der Sachverstand im Verein bemerkbar gemacht.
Sorry dass ich wieder so weit ausholen muss (bin noch nicht ganz runtergekommen nach dem Spiel) aber während beim MSV im Sommer zwei erfahrenen Profis wie Lieberknecht und Grlic einen Kader GEZIELT zusammengestellt haben - auch indem man einfach mal Leute (wie Mickels) zum Probetraining eingeladen hat - wurde bei uns von Vogel und unserem Vorstand einfach zu viel Mist gebaut. Und das rächt sich halt in den Spielen gegen Gegner die unsere Fehler ausnutzen. 1860 München oder Jena können das vielleicht nicht - aber Duisburg oder Ingolstadt halt schon. Und genau deswegen ist es auch völlig unrealitisch diese Saison nach oben zu schauen und sich auszurechnen wieviele Punkte zum Aufstiegsplatz fehlen.
Es ging und geht nur darum diese unnötigen Fehler aus der Vorbereitung zu korrigieren und so schnell wie möglich die Punkte gegen den Abstieg zu sammeln um nicht wieder unten reinzurutschen. Nächstes Jahr 3.Liga in der Grotenburg muss das Ziel heißen - nicht mehr aber auch nicht weniger.
Beispiel: Stoppelkamp und Daschner haben mehr Tore geschossen als unsere gesamte Mannschaft - und das sind noch nicht mal Stürmer. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Bei Duisburg sind die wenigen erfahrenen Profis auch LEISTUNGSTRÄGER. Bei uns sitzen 4 der 5 Topverdiener (Großkreutz/Maroh/Daube/Grimaldi) zu Hause auf der Couch oder auf der Tribüne und ziehen dem Verein eine Summe aus der Tasche die für die gesamte MSV-Mannschaft reichen würde. Mag hart und einwenig nach Stammtisch-Parole klingen aber das ist leider die Wahrheit. Die Gründe (Verletzungen) sind erstmal egal. Es kann nicht sein dass bei unserem Kader ein Kinsombi oder ein Mbom sportlich in die Verantwortung genommen werden (müssen) - denn diese Jungs sind einfach noch nicht soweit.
Die ersten 20 Minuten waren zwar noch völlig in Ordnung. Trotzdem muss da (offensiv) einfach mehr kommen. Was Rodriguez in den vergangen Wochen gezeigt hat das ist eine Frechheit. Da ist mir auch egal ob der mal nen guten Freistoß zieht oder nem verlorenen Ball hinterherläuft (ihn aber nicht wieder gewinnt). Und was Reisinger sich heute von Mbom und Konrad als Spielmacher erhofft hat - während Ibra und Pflücke gesund auf der Bank sitzen - das wird wohl sein Geheimnis bleiben.
Bei Duisburg fehlte die gesamte Innenverteidigung und dazu fehlten denen 3 defensive Mittelfelspieler. Und wieviele Torschüsse gab es heute von unserer Seite? Ich glaube es gab keinen einzigen Ball den der Torwart wirklich halten musste. Das geht nicht. Boere wird vollkommen falsch eingesetzt und irgendwann muss man sich auch mal trauen das System umzustellen - ohne Angst haben zu müssen dass dafür die defensive Grundordnung verloren geht. Steurer hätte heute von einer 3er-Kette übrigens auch mehr profitiert als ihn andauernd ins Laufduell gehen zu lassen.
Apropos Laufduell. Ganz kurz nach der Halbzeit - also wirklich in der 46./47. Minute ist der Stoppelkamp mit Ball am Fuß fast 40 Meter über das Spielfeld gerannt und hat dabei Konrad UND Kinsombi abgeschüttelt und eine daraus eine gute Chance kreiert. Nicht nur dass es eigentlich nicht sein kann dass selbst ein Sprinter wie Kinsombi nicht richtig hinterher kommt - aber könnt ihr euch so eine saubere Aktion von Rodriguez oder einem anderen Offensivspieler bei uns vorstellen? Rodriguez wäre mindestens viermal abgestoppt und hätte das Spiel langsam gemacht.  Die anderen wie Osawe oder Kinsombi hätten vielleicht den Lauf geschafft aber danach nicht den richtigen Moment des Abspiels gewählt. Und das ist dann heute der feine Unterschied gewesen.
So gesehen haben wir Duisburg den Sieg fast schon geschenkt.
Positiv sehe ich aber dass die Mannschaft nie aufgegeben hat. Zudem fand ich Lukimya bärenstark.
Gegen Lautern sollten wir jetzt allerdings besser gewinnen - sonst wird es wieder verdammt eng in der Tabelle. Und Osawe muss für seine Mittelfinger-Aktion eine saftige Geldstrafe bekommen. Sowas geht garnicht und er ist gerade der letzte Spieler der sich über andere beschweren darf. Hier meinen scheinbar immernoch zu viele Leute dass sie machen können was sie wollen.
Ergebnisse der Jugend ·
Glückwunsch an das ganze Team. Starke Arbeit!
Siege gegen Fischeln sind natürlich immer doppelt schön.
3. Liga 2019/2020 ·
Wir haben unter Vogel ja wirklich einige richtige Drecksleistungen geboten bekommen - aber vorallem das Spiel gegen Braunschweig hätten wir wirklich niemals verlieren dürfen.
Gab es dieses Jahr eigentlich auch nur eine einzige Trainingswoche bei uns wo keiner mal aussetzen musste oder sich neu verletzt hat? Vorallem Maroh nervt nur noch mit seinen Blessuren.
Im Winter müssen sowieso 2-4 neue Spieler her und dann muss man halt notfalls die ein oder andere Abfindung zahlen. Aber so geht das nicht weiter.
Sollte Bittroff ebenfalls ausfallen dann gibt es eigentlich garkeine andere Alternative als auf eine 3er-Kette umzustellen. Was einem Großkreutz oder Gündüz oder sogar Barry dann sowieso entgegenkommen würde.
Dominic Maroh ·

[quote]Kann man auch geteilter Meinung sein, zumal wir Maroh ewig nicht gesehen haben.[/quote]

Du siehst also eher Maroh als Rechtsverteidiger? Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen dass er in den letzten Wochen zum Sprinter geworden ist.

Habe mir zwar nichts im MSV Forum durchgelesen aber es ist doch klar dass aus vielen Leuten der pure Neid und die Missgunst sprechen - auch wenn das natürlich kein Duisburger zugeben wird. Zudem ist es in der deutschen "Fankultur" doch inzwischen gang und gäbe dass man künstlich Schaum vor dem Mund haben muss wenn es gegen einen Verein geht der - laut Meinung irgendwelcher Dummköpfe - nicht (mehr) dazugehören darf oder sollte.

- Der Nachbar Schalke mit Gazprom und Clemens Tönnies als Hauptsponsoren und hunderten Millionen an Schulden? Total egal.

- Hoeneß der Steuersünder und die koruppten Rummenigge und Beckenbecker an der Spitze des FC Bayern? Total egal.

- Regionalligisten die Meister werden aus finanziellen Gründen lieber aber auf den Aufstieg verzichten? Total egal.

- Insolvenzen quer durch die Republik und verprügelte Schiedsrichter im Amateurfussball? Total egal.

Das Problem im deutschen Fussball ist natürlich der böse KFC Uerdingen. Denn Trainerwechsel und finanzielle Abhängigkeit von einer Person - sowas gibt es nuuur hier.

Gutes Beispiel dafür war doch das Duell am Samstag gegen Jena. Beide Vereine haben in den 80ern im Europapokal gegeneinander gespielt. Geht man nur nach den Kommentaren und den Presseberichten könnte man aber meinen dass Jena auf einen neugegründeten Verein aus Russland traf. Komisch - denn wenn überhaupt müsste doch Carl-Zeiss Jena als negatives Beispiel eines "Investoren-Vereins" gelten oder nicht?

Der Mäzen von Jena (Roland Duchatelet) hat seit 2014 mehr als 6 Millionen Euro in den Verein gesteckt - zum Teil als Darlehen welches Jena in den nächsten Jahren natürlich irgendwie zurückzahlen muss. Seitdem hat Jena keinen sportlichen Erfolg und seitdem hat man in Jena mehrere Trainer entlassen. Aktuell steht Jena mit 2 Punkten am Ende der Tabelle und angeblich ist der Investor (der noch bei 5!!! anderen Vereinen seine Finger im Spiel hat) so gut wie nie bei den Spielen - entscheidet aber über alles wichtige im Verein. Wieso wird da eigentlich nie gefragt was passiert "wenn der Belgier seine Lust am Spielzeug verliert"? Würde Jena ohne die Kohle denn nicht auch irgendwo in der Oberliga kicken?

Einen Teil des negativen Images hat sich der KFC durch den ein oder anderen großspuren Auftritt natürlich selbst zuzuschrieben. Aber das meiste ist einfach total übertrieben und einfach nur noch lachhaft. Auch am Montag werden wieder irgendwelche übermotivierten Spinner mit ihren Bauchtaschen in der gegnerischen Fankurve stehen und ihren gespielten Hass aufführen um sich selbst hart zu fühlen. Als Beschützer der deutschen Fussball-Ehre.

Diese Leute kapieren garnicht dass es beim KFC nicht wenige Leute gibt die gesehen haben wie Uerdingen den MSV in der Bundesliga besiegt hat und die auch gesehen haben wie Uerdingen von der 2.Mannschaft des MSV in die Verbandsliga geschossen wurde.

Das komische ist ja dass wir bis vor ein paar Jahren dafür sogar noch respektiert wurden. Ich kenne 2-3 MSV-Fans die sind damals an freien Sonntagen selber immer mit dem Fahrrad in die Grotenburg gefahren und haben mir vorher geschrieben wie toll und "Oldschool" das doch alles sei. Und wie sehr man dem KFC gönnen würde dass er mal wieder aufsteigt. So ein toller Traditionsverein. Da fand gerade der Wechsel von Lakis zu MP statt - ungefähr in diesem Zeitraum.

Mit dem Aufstieg in die RL war auch noch alles gut. Aber spätestens mit der Rückkehr in den Profi-Fussball kippte dann die Stimmung. Wieso? Weil man in Uerdingen plötzlich nicht mehr die lustige Witzfigur aus der Oberliga sah die einem an nem freien Wochenende bei einem Bierchen unterhält - sondern weil mit Uerdingen plötzlich ein ernsthafter Konkurrent auf der Matte stand. Ein Verein der Spieler des eigenen Verein abwirbt und sportlich Mitreden möchte. Das ist einfach so.

Und was ist passiert? Genau diese MSV-Fans die ich eben beschrieben habe - lassen seit mehreren Wochen keine Gelegenheit aus um auf Facebook auf irgendwelchen MSV-"Fanseiten" gegen den KFC zu hetzen. "Lasst uns die Russen-Nutten aus der Stadt jagen" und was auch immer einem gerade einfällt. Naja was soll man dazu noch sagen?  Ich hab inzwischen das Gefühl dass für einige MSV-Fans das Spiel am Montag größer ist als für uns. Und alleine das zeigt dass der KFC sich wieder auf einem guten Weg befindet. Wie sagte Helmut Rahner immer so schön: "Neid muss man sich erarbeiten".

Habe aus sportlicher Sicht zwar kein gutes Gefühl - aber alleine dass wir wieder mit ehemaligen Konkurrenten wie Duisburg in einer Liga spielen dürfen ist aktuell mehr Wert als Sieg oder Niederlage. Wenn wir es darüber hinaus wirklich noch schaffen sollten die auch noch auf dem Platz zu ärgern - wäre das aber natürlich Genugtuung pur.

PS: Es sind natürlich nicht alle MSV-Fans so. Ich kenne auch einige vernünftige Jungs die genau wissen dass beide Vereine auch andere Zeiten kennen und alles sachlich einschätzen können. Leider befinden die sich inzwischen aber wohl in der schweigenden Minderheit.

Christopher Schorch ·
Edit: Hab den Beitrag hier jetzt wieder gelöscht. Macht keinen Sinn sich noch darüber aufzuregen. Diese Leute leben sowie in ihrer eigenen Welt.
Nur noch zum Verständnis weil es hier schon Feedback darauf gibt. Es ging um einige Facebook-Kommentare zu Schorch dass der KFC-Vorstand "täglich geohrfeigt werden müsste" weil man so einen tollen Spieler abgegeben hat und dass er es "wieder allen gezeigt" hätte bla bla bla.
Kader 2019/20 ·
Mal einwenig provokant gefragt - aber was ist denn aus der angeblichen Stammplatzgarantie von Großkreutz geworden von der so mancher überzeugt war dass es sie gibt? So gesehen besetzt sich die Position ja sowieso von ganz alleine.

https://www.wz.de/sport/fussball/kfc-uerdingen/kfc-uerdingen-reisinger-sucht-den-dorda-ersatz-grosskreutz-ist-fit_aid-46831649

Christian Dorda ·
Das ist große Scheisse - gerade jetzt wo die Abwehr wieder schön stabil stand. Kommt aber (auch) davon weil man Dorda erneut angeschlagen ins Spiel hat gehen lassen weil man Guenouche diese Rolle offensichtlich nicht zugetraut hat.
Jetzt ist natürlich die Frage wie man darauf reagiert. 3er Kette mit Steurer und dann Gündüz auf dem linken Flügel? Oder Bittroff auf der linken Seite und Großkreutz wieder als RV? Die Lösung mit Barry gefällt mir da am wenigsten - auch wenn der seine Sache ganz ordentlich gemacht hat. Aber Duisburg ist was anderes als Jena bei 0:2-Rückstand.

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