vorwärtsblaurot
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Immerhin ein Anfang! Hoffentlich folgen zeitnah weitere Spieler!
Und ja, es sind "nur" A-Jugendliche. Trotzdem freue ich mich, weil man ihnen einfach die Vorfreude und Identifikation mit der Aufgabe und dem Verein abkauft! Und dass sie kicken können, haben sie ja auch schon durchblicken lassen.
Nur mal vier Beispiele von Eigengewächsen von Vereinen unserer Kragenweite (auch in der Jugend), die direkt Leistungen gebracht haben:
Sebastian Mai (RW Ahlen, 20, seit Sommer 2019 offiziell oben dabei, seitdem 17 Oberliga-Spiele (3 Tore, 3 Vorlagen) und letzte Saison 38 Spiele in der RL (7 Tore, 2 Vorlagen))
Kevin Hoffmeier (Lippstadt (seit diesem Sommer Rödinghausen), 21, seit 2018 dabei, seitdem 74 RL-Spiele in drei Spielzeiten)
Lukas Demming (Wiedenbrück, 21, seit 2019 dabei, 20x Oberliga und letzte Saison 38x RL)
Luis Felipe Monteiro (Bonner SC, 19, seit Januar dabei, direkt mit 19 Einsätzen in der RL)
Ich pack's mal hier rein. Tipico wird künftig Sponsor der ARD Sportschau (https://www.gamesundbusiness.de/news/details/tipico-sponsert-ard-sportschau/).
Tipico? Da war doch was, weiß sogar die Sportschau selbst.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/tipico-die-schmutzigen-geschaefte-des-wettanbieters-a-85cd4a29-0002-0001-0000-000177693579
https://www.youtube.com/watch?v=VOxyzr7OAXI
Bei einer solch großen Integrität bei der ARD zahlt doch jeder gerne seine Rundfunkgebühren.
Habt ihr auch den Kommentar von Karoj Sindi (https://www.transfermarkt.de/karoj-sindi/profil/spieler/115392) unter dem neuesten Insta-Post von Damien Raths gesehen? Er hat Raths wohl kontaktiert. Eigentlich finde ich, dass solche Spieler für die Regionalliga zu schwach sind, aber wenn er hier ab Mittwoch mittrainieren und sich reinhängen würde, dann wäre ich auch über ihn nicht unglücklich (wenigstens als Spieler für die Breite).
Über die nächsten Wochen hinaus wünsche ich mir aber auch ganz klar eine noch aktivere Kommunikation des Vereins. Das ist einfach für einen Verein wie den KFC, der in Zukunft zu einem großen Teil von den Fans, der Tradition und Identifikation leben soll, essentiell. Wir brauchen Imagepflege, Fannähe, Heimatverbundenheit etc. bis zum Abwinken. Neben der sportlichen und infrastrukturellen Entwicklung müssen wir einfach (wieder) der sympathische Traditionsverein aus Krefeld werden. Dafür müssen wir in die Offensive gehen mit jungen, kreativen Köpfen, die es als reizvolle Aufgabe ansehen, den KFC bestmöglich zu präsentieren. Ich würde mir da einen Christian Straßburger 2.0 wie bei RWO wünschen (dort hat er als Medienverantwortlicher gearbeitet, bevor er zu Borussia MG gegangen ist), der frische Ideen einbringt, Bock hat und nicht zu teuer ist. Dazu noch einen engagierten Studenten mit Medienaffinität als Hilfskraft und man könnte für relativ wenig Geld richtig viel aufziehen (Pressearbeit, KFC.tv, Homepage, Social-Media inkl. coolen Aktionen/Formaten etc.)
Ich glaube, dass er tatsächlich nicht vor hat, hier Geld in den Verein zu investieren, sondern die Ansage mit den Sponsorengesprächen auch wirklich so meint. Heißt: Man appeliert jetzt wirklich an die lokale Wirtschaft, spricht gemeinsam vor und lässt seine weiteren Kontakte spielen, um ein paar Sponsoren für einen Etat von bis zu einer Million Euro zusammenzubekommen. Ich glaube auch, dass es so gewollt war, dass man es wirklich noch einmal von Neuem bei der Wirtschaft versuchen möchte und man Raths für eine überzeugende Persönlichkeit in solchen Sponsorengesprächen hält. Ich kann mir auch vorstellen, dass das klappen könnte, wenn auch Meyer mithilft. Es soll ja einen Termin beim OB geben, wo dann vielleicht Meyer, der KFC-Vorstand und einige Unternehmensvertreter aus KR an einem Tisch sitzen und sich auf eine gemeinsame Kraftanstrengung einigen können.
Das Sportliche sehe ich auch als Gratwanderung. Wir sollten es irgendwie hinbekommen, eine einigermaßen wettbewerbsfähige Mannschaft aufzustellen, die gegen die unteren 5-10 Teams Spiele gewinnen kann und sich von den Topteams nicht abschlachten lässt. Ein guter Trainer würde die Chancen darauf natürlich stark erhöhen. Das Ziel sollte sein, dass wir allen vermitteln, dass es eine harte Saison wird und dass wir eine gemeinsame Mission Klassenerhalt ausrufen, hinter der alle stehen und für die alle alles geben, auf allen Ebenen. Das kann dann, wenn wir eine Mannschaft haben sollten, die mithalten kann und zu 110% mit Herz spielt, weil die Identifikation mit dem Projekt groß ist, auch Interesse und Freude erzeugen. Spannung zieht immer Leute an, im Aufstiegs- wie im Abstiegskampf, und leidenschaftlicher und halbwegs ansehnlicher Fußball auch (die Latte liegt nach Stefan Krämer ja gar nicht so hoch). Aber alleine für eine solche Saison zwischen Platz 13 und 18 ist es Stand jetzt natürlich noch ein weiter Weg.
Zum Thema Kader möchte ich nochmal an Bandes (wie ich finde sehr treffende) Analyse unseres potentiellen Spielermarktes aus dem anderen Thread mit einem zufälligen Beispiel anknüpfen, das zeigt, dass es auch in unteren Ligen gute Spieler gibt und dass bei solchen Spielern teilweise ganz andere Dinge wichtig sind als nur das Geld.
Es geht um Manuel Kabambi, 26, der jahrelang Mittelrheinliga und Landesliga gespielt hat, bis er im Juli 2020 zum SV Straelen wechselte. Dort löste er nach wenigen Wochen seinen Vertrag auf und ging nach Wegberg-Beeck, wo er 26 Spiele machte und 5 Scorerpunkte sammelte. Im März 2021 löste er aber dort überraschend seinen Vertrag auf. Die Gründe: sein Wohnort und sein Studium. Denn er wohnt in Lindlar (hinter Bergisch Gladbach) und musste daher zu jedem Training lange fahren und hatte außerdem eine anstehende Klausurenphase seines Wirtschaftsingenieur-Studiums an der FH Köln.
Und vor wenigen Wochen hat ihn nun tatsächlich der RWO verpflichtet mit folgenden Worten: „Manuel ist mit seinen 1,92 Metern ein groß gewachsener Spieler, der zudem über eine ausgesprochen gute Dynamik verfügt“, charakterisiert Oberhausens Sportlicher Leiter Patrick Bauder den gebürtigen Engelskirchener. „Er wird unser Offensivspiel noch vielseitiger machen.“
Selbst in der halbprofessionellen Regionalliga gehen viele Vereine und Spieler also noch sehr ungewöhnliche Wege. Und Oberhausen würde ich dabei sogar als einen Topklub bezeichnen, wenn man sich nur mal anschaut, wen die noch so verpflichten (u.a. Klaß aus Braunschweig oder Holthaus von Viktoria Köln).
Taktik falsch gewählt, Aufstellung falsch gewählt, Spieler falsch gewählt. Die 3er-Kette war ein Mist, hat überhaupt keine Stabilität gebracht. Dadurch haben wir die Flügel total verschenkt, wo wir eigentlich schon deutlich mehr Potenzial haben, und nur völlig ausrechenbar durch die Mitte gespielt. Ein Kimmich wurde damit auch total verschenkt als RV, wo ein Baku hätte spielen können. Werner (der sowieso extrem auf seine Geschwindigkeit beschränkt ist) als Mittelstürmer ist Augenkrebs, Gnabry (der in seiner Karriere auf dem Flügel die besten Spiele gemacht hat) genauso. Ein Mittelstürmer fehlt an allen Ecken und Enden (vielleicht wird Nmecha bald eine Option). Top-Talente wie Musiala dürfen sich in der 92. Minute einwechseln lassen. Risiko, Mut, Tempo, Umschaltaktionen, Leidenschaft - Fehlanzeige. Die Liste ist lang...
Die Zusammenstellung des Kaders und die Position des Trainers hängt vom Etat ab. Der neue Mann an der Spitze des Traditionsclubs geht momentan von 500.000 bis 900.000 Euro aus. „Die Zeit drängt, aber wir sind frohen Mutes, die Aufgaben relativ schnell lösen zu können. Der KFC steht vor einem spannenden und wichtigen Jahr“, sagte Raths, der auch schon mit Oberbürgermeister Frank Meyer gesprochen und Kontakt zu verschiedenen Firmen aufgenommen hat, die ihre Hilfe bereits angekündigt haben.
Ich habe Vertrauen in die Führung. Aus den Statements spricht trotz aller Herausforderungen doch eine gewisse Zuversicht und die Art und Weise des Vorgehens gefällt mir auch. Ich glaube, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Klar ist aber auch, dass man mit einem Etat von 500.000-900.000 Euro in der Regionalliga West vermutlich auf Platz 20 steht. Das muss natürlich sportlich nicht so sein, hoffentlich!
Ich glaube, dass daraus etwas Gutes entstehen kann! Klar ist aber natürlich im Hinblick auf die anstehende Regionalliga-Saison auch, dass die Zeit drängt. Ich hoffe, dass Raths und Schneider recht bald sportliche Entscheidungen treffen, damit der Kaderaufbau und die Vorbereitung beginnen können.
Ein Fragezeichen bleibt aber hinter der Finanzierung. Haben Raths & Co. bereits (gewichtige) Sponsoren an der Angel, mit denen die Gespräche kurz vor dem Abschluss stehen oder wie lautet der Plan?
Neuer Vorstand des KFC Uerdingen e.V. gewählt
Der Verwaltungsrat des KFC Uerdingen hat am Montagabend einen neuen Vorstand bestellt. Der Luxemburger Sportexperte Damien Raths, Geschäftsführer des Unternehmens Raths Sportmanagement, wird das Gremium künftig als Vorsitzender anführen, ihm zur Seite stehen in Andreas Scholten (stellv. Vorsitzender), Christoph Lenz und Sven Hartmann drei langjährige Wegbegleiter des Klubs in den verschiedenen Ligen.
Der Verwaltungsrat wünscht dem neuen Vorstand um den Vorsitzenden Damien Raths eine glückliche Hand. 'Wir sind sehr froh, nach Wochen intensiver Verhandlungen eine Lösung präsentieren zu können, bei der externes Knowhow und frische Gedanken einerseits und das Engagement langjähriger Weggefährten des KFC Uerdingen andererseits eine fruchtbare Verbindung eingehen", kommentiert der Verwaltungsratsvorsitzende Andreas Galland. Der Verwaltungsrat, bestehend aus Galland, Mustafa Ertürk und Harald Grassen, möchte sich gleichzeitig auch bei den anderen Gesprächspartnern der letzten Wochen für die offene Diskussion und das dem Verein entgegengebrachte Interesse herzlich bedanken.
Der frisch gewählte Vorstand wird sich im Laufe des Tages der Öffentlichkeit präsentieren. Weitere, ausführlichere Infos folgen.
Quelle: KFC
Ich finde die Erwartungshaltung hier auch etwas zu hoch. Deshalb sind einige ja offensichtlich auch so enttäuscht.
Es ist doch so: Funkel zeigt sich enttäuscht ob der letzten Jahre und hatte sich etwas vom Verein distanziert - verständlich. Nun nähert er sich wieder etwas an - positiv. Er zeigt sich grundsätzlich hilfsbereit und kommuniziert das öffentlich - gut so. Er möchte aber "nur" beratend helfen (und eben nicht mehr, was zu respektieren und akzeptieren ist) und wartet deshalb jetzt erst noch auf ein paar positive Signale im Verein - verständlich angesichts der aktuellen Lage.
Wir müssen es jetzt erstmal ohne Funkel schaffen, was auch in Ordnung ist, aber dann könnten wir uns in Zukunft bestimmt auf seine Hilfe verlassen, in welchem Ausmaß auch immer. Alleine dass er sich schon wieder öffentlich positiver zum Verein äußert, ist doch schon ein Fortschritt.
Harald Grassen bei Facebook: Den Wunsch nach Transparenz kann ich natürlich verstehen. Als Verwaltungsrat ist für mich aber vor allem Vertraulichkeit wichtig, solange noch keine abschliessenden Vereinbarungen getroffen sind. Der Verwaltungsrat ist weder Pressesprecher noch operative Vereinsführung.
🙄