vorwärtsblaurot
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https://www.wz.de/sport/eishockey/krefeld-pinguine/krefeld-pinguine-wir-sind-nicht-reich-aber-gesund_aid-61972417
Die Pinguine werden zu großen Teilen von ihrem Investor und dazu in beträchtlichem Maße von der SWK gesponsert. Weil aber auch sie nicht wirklich eine breite Sponsorenbasis haben, wurden jetzt 6000 Briefe an Unternehmen aus der Region verschickt, um für 1000€- bzw. 5000€-Unterstützerpakete zu werben. So einfach hat es in Krefeld kein Profiverein, man muss viel Arbeit in die Sponsorenakquise investieren. Das gilt natürlich noch mehr für uns. Problematisch ist natürlich grundsätzlich, dass in einer Stadt, die normalerweise nur Platz für einen Profiverein hat und dazu über keine unterstützungsfreudige Wirtschaft verfügt, zwei Vereine um die Gunst der Unternehmen kämpfen.
Ich orientiere mich da z.B. an der Abstimmung zur Grotenburg-Sanierung, in der einige Politiker klar Stellung bezogen haben. Frank Meyer hat meiner Ansicht nach zuletzt auch in angemessener Form öffentlich Hilfsbereitschaft signalisiert und ich glaube nicht, dass er in den letzten Wochen untätig war. Was tagtäglich hinter verschlossenen Türen besprochen wird, weiß ich nicht und kann ich deswegen nicht beurteilen. Und deswegen kann ich auch nicht sagen, wie die Gespräche in den letzten Wochen gelaufen sind. Vielleicht haben Raths und Co der Stadt ja vermittelt, dass sie einen Darlehensgeber haben und alles in Ordnung ist, was dann letztlich natürlich nicht der Fall war. Wir wissen ja auch gar nicht, wer alles in die Verhandlungen involviert war. Dass Lokalpolitiker öffentlich Hilferufe loswerden, kommt nicht so oft vor und dass erwarte ich jedenfalls nach den letzten Jahren auch nicht unbedingt. Die sollen ihre Arbeit machen und uns in Sachen Stadion, Trainingsgelände und Sponsoring angemessen unterstützen, dann wäre bzw. ist schon einiges erreicht.
Und dazu: Dieses politisch korrekte Verständnis für den eigenen Killer ist für Fußballfans echt nicht mehr normal und dürfte es so in keiner anderen deutschen Stadt mit einem Traditionsverein geben.
Wann hatte man als KFC-Fan das letzte Mal die Möglichkeit, uneingeschränkt ein Spiel der ersten Mannschaft zu sehen? Gegen Zwickau im März 2020?
Und natürlich fragt sich gerade jeder, was der Plan der Verantwortlichen war, auf wessen Hilfe man vergeblich gehofft hat, ob diese Hoffnung realistisch war und ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, die Fans einzubinden. Das ist meiner Meinung nach aber der einzige potentielle Vorwurf an die handelnden Personen, bevor man hierzu aber nicht Genaueres weiß, sollten wir uns mit Anschuldigungen doch eher zurückhalten. Irgendwann müssen die letzten Monate natürlich nochmal im Rahmen einer Mitgliederversammlung auf den Tisch, denn das Recht haben wir alle. Und ich finde auch, dass wir uns zukünftig personell verändern müssen, wenn wir uns entwickeln wollen.
Ich habe aktuell dennoch Vertrauen in Raths und die anderen und glaube, dass sie immer im Sinne des Vereinswohls entschieden haben. Die Aufgabe war extrem herausfordernd und jeder Fan musste immer mit weiteren Rückschlägen rechnen. Wir wussten doch alle, dass uns ohne Investor keine kuscheligen Zeiten bevorstehen.
Solange der Verein aber am Leben ist, sollten wir alle an Bord bleiben und unterstützen, wo es geht. Gerade jetzt kommt es mehr denn je auf unsere Unterstützung an, mit der wir allen in Krefeld zeigen können, dass wir der größte und wichtigste Verein der Stadt sind und so schnell nicht verschwinden werden.Im Gegenteil: wenn es nicht zu schlimm kommt, dann spielen wir in einem Jahr in der Grotenburg, in der Oberliga, mit Sponsoren, mit Mannschaft, mit Fans, ohne Schulden. Das wäre schon ein riesiger Erfolg und dürfte dann im Bestfall erst der Anfang einer neuen Zeitrechnung werden. Für unmöglich halte ich es nicht - Voraussetzung ist aber, dass wir Fans noch an unseren Verein glauben und ihm die Treue halten!
Post in der KFC Family: "Zwei vom Vorstand stehen seit mindestens einer Stunde vor der Volksbank Krefeld."
Da sollte neben Dauerkarten, Tageskarten, Fanartikeln auch ein Modell, in dem eine gewisse Anzahl an Fans einen gewissen Betrag pro Monat geben, wieder auf den Tisch. Vielleicht schaffen wir 500 KFC-Fans, die pro Monat 50€ geben, was in 5 Monaten schon alleine 125.000€ wären. Auch Spendenaktionen im ganzen Stadtgebiet (Innenstadt, Uerdingen, Fischeln, Hüls z.B.) wären eine Möglichkeit, Corona stellt ja keine ganz so große Hürde mehr dar. Dazu weitere kreative Benefizaktionen (neue Rettershirts wären aktuell vielleicht auch wieder angebracht oder ein Fanclubturnier). Wir haben es zu einem gewissen Teil einfach selbst in der Hand, auch wenn das vielleicht nicht reichen wird. Letztlich ist doch klar - wir Fans sind das einzige, was aktuell noch da ist, wir müssen den Verein am Leben erhalten! Und was das für eine Aufmerksamkeit erzeugt, sieht man an den Grotenburg Supporters. Dadurch können wir einfach zeigen, dass dieser Verein vielen Menschen in Krefeld und woanders am Herzen liegt, was bei manchen anscheinend gar nicht ankommt.
Denn ohne diesen Schuldenberg würde hier doch einiges ganz anders laufen, was man trennen muss. Raths und Co. haben in meinen Augen einen klasse Job gemacht: wir haben einen Etat von 1 Mio. €, was uns manche hier nie im Leben zugetraut hätten, wir hätten zum jetzigen Zeitpunkt mit Sicherheit schon 20 Spieler unter Vertrag und auch Testspiele bestritten und wir haben ein passables Ausweichstadion für eine Spielzeit organisiert. Ich sehe nach wie vor einen positiven Trend, der sich in den nächsten Monaten und Jahren fortführen ließe.
Nun wird jedoch alles wegen dieser Organschaft aufgehalten und man kann sich nicht einigen? Es muss jetzt einfach eine für alle Seiten akzeptable und konstruktive Lösung geben (zwischen dem Finanzamt und dem Verein, von MP erwarte ich gar nichts)! Alleine schon, weil ich es nicht mehr hören kann, dass wir ohne Investor ja keine Chance hätten und dieser Ausgang ja vorauszusehen gewesen sei.
Fakt ist jedenfalls, dass gesundes Wirtschaften hier in Zukunft über allem stehen muss und die entsprechenden Verantwortlichen in ihrem Handeln stets kontrolliert werden müssen.