vorwärtsblaurot
- Dabei seit
- 27.02.2012
- Beiträge
- 1621
- Zuletzt angemeldet
- 25.10.2025
Beiträge
https://verein.fortuna-koeln.de/jugend/aktuelles/meldung/patrick-schneider-ist-neuer-nlz-leiter/
Hier übrigens nochmal ein paar Worte zu Patrick Schneider. Er stand bei der Fortuna im direkten Kontakt mit Dirk Lottner und Uwe Koschinat. Er hat die A-Lizenz. Er war schon U19-Trainer der 1.Jugend-Fußball-Schule Köln. Das ist dann doch mehr Regionalliga als Kreisliga.
Schneider wird wie folgt zitiert: Wir könnten einen Kader stellen, der ein Durchschnittsalter von 23 Jahren hat, also nicht nur junges Gemüse.
Zeigt doch, dass er sich einerseits schon genauere Gedanken zum Kader macht, was gut ist, aber andererseits auch weiß, dass das aktuell noch Theorie ist.
Trainer von Straelen: https://www.transfermarkt.de/benedict-weeks/profil/trainer/57798
Trainer von Bergisch Gladbach: https://www.transfermarkt.de/helge-hohl/profil/trainer/30346
Trainer von Wegberg: https://www.transfermarkt.de/mark-zeh/profil/trainer/54480
Trainer von Homberg: https://www.transfermarkt.de/sunay-acar/profil/trainer/82598
Trainer von Lippstadt: https://www.transfermarkt.de/felix-bechtold/profil/trainer/61455
Trainer von Bonn: https://www.transfermarkt.de/bjorn-joppe/profil/trainer/31841
Nur mal ein paar Beispiele für aktuelle Regionalliga-Trainer. Schaut sie euch genau an. Natürlich sind die sportlich meistens nicht wirklich erfolgreich, trotzdem sind genau diese Leute mit dieser Vita Regionalliga-Trainer. Hier würde man solche Leute wahrscheinlich auch als Kreisliga-Trainer abstempeln. Nur mal als kleiner Realitätscheck, was wir hier zukünftig für Ansprüche stellen sollten.
Ich bin noch etwas vorsichtig mit der Euphorie. Ja, wir waren gegen Portugal deutlich aggressiver, mutiger und zielstrebiger als gegen Frankreich und waren in den ersten 60 Minuten deutlich überlegen. Das lag aber auch daran, dass Portugal teilweise in der Rückwärtsbewegung Arbeitsverweigerung betrieben hat. Wir waren gut, aber Portugal hat uns total spielen lassen, hatte teilweise gar keine Zuordnung. Nicht jeder Gegner wird es uns so leicht machen. Für die dicken Brocken müssen wir noch deutlich zulegen, natürlich auch defensiv. England wäre im Achtelfinale ein echter Prüfstein (erst recht, wenn die vielleicht mal Sancho und Rashford aufstellen). Die Einstellung stimmt aber jetzt definitiv schon mal!
Das stimmt schon ungefähr vom Zeitrahmen. Und ja, ich weiß natürlich, dass man die Situation als jemand, der den KFC in der Bundesliga erlebt hat, zurecht anders betrachtet. Was ich nur sagen wollte: Den Schmerz, den KFC jetzt wieder so tief spielen zu sehen, verstehe ich. Ich verstehe auch, dass man sich bestimmte Ligen eigentlich kaum noch antun will. Und ja, es ist völlig in Ordnung, dass man wieder Blut geleckt hat. ABER: Damit ist dem Verein jetzt nicht geholfen. Wir alle müssen einsehen, dass aktuell vom alten Glanz nicht mehr viel übrig bleibt und dass wir realistische Schritte zur Weiterentwicklung des Vereins gehen sollten, wenn wir den Verein irgendwie erhalten möchten. Dieser Weg führt eben meiner Ansicht nach zwangsläufig durch die Oberliga o.Ä. Das finde auch ich nicht cool, aber das ist nun mal die Realität.
Was bleibt, und das hast du ja auch angesprochen, ist aber der Name, die Geschichte, das Potenzial, das Stadion. Daraus gilt es etwas Neues aufzubauen, damit wir vielleicht in ein paar Jahren doch wieder etwas ambitionierter denken können. Vom Namen und der Geschichte her gehören wir mit Sicherheit mindestens in die 3. Liga, das unterschreibe ich. Aber aktuell sehe ich uns da realistisch nicht. Das heißt aber wiederum auch nicht, dass ich den KFC kleiner machen möchte, als er ist.
Ich sehe das genauso.
Ich möchte keinen persönlich angreifen: Mein Eindruck ist aber, dass einige KFC-Fans bis heute den Anspruch zu haben scheinen, ihr KFC müsse mindestens in der 3. Liga spielen, eigentlich in der 2. Liga. Alles andere sei unattraktiv bzw. nicht realisierbar und damit der Untergang vorprogrammiert. Mich beschleicht das Gefühl, dass sich manche einfach nicht (mehr) mit einem soliden Neuaufbau in der Regionalliga oder Oberliga zufrieden geben wollen, weil ihnen das schon zu unambitioniert ist, und sie deswegen immer noch lieber nach Investoren schielen, die erstens so schnell nicht in größerem Stil kommen werden und zweitens hier krachend gescheitert sind. Die Alternative wird mit dem Untergang gleichgesetzt, es werden Schreckensszenarien ausgemalt, damit der Weg mit weiteren Investoren alternativlos erscheint. Alles, weil man vermutlich einfach keinen Bock (mehr) auf Baumberg oder vielleicht Wiedenbrück hat. Man hat jetzt wieder Blut geleckt in der 3. Liga und will nicht mehr zurück.
Gleichzeitig weiß man aber ganz genau, wie schlecht es um den Verein steht. Aber anstatt alles daran zu setzen, die Basics aufzuholen und mit kleinen Schritten ein neues Fundament aufzubauen, tut man dies alles als unmöglich ab und möchte sich am liebsten morgen neuen Investoren anbieten. Ich habe es schon einmal geschrieben: Es gibt unzählige andere Traditionsvereine, die seit Jahren davon träumen, in der 3. Liga zu spielen, es aber trotz grundsolider Arbeit und sicherem Fundament nicht schaffen. Diese Vereine haben uns viel voraus und schaffen trotzdem nicht mehr als Regionalliga. Und dann meinen wir hier den Anspruch zu haben, ja Minimum 3. Liga zu spielen? Woher kommt dieses Denken? Von den 14 Jahren Bundesliga aus dem letzten Jahrtausend?
Wir sollten die Realität akzeptieren: Wir sind ein maroder Traditionsverein auf vollstem Amateurniveau, mit dem wichtigen Zusatz, dass sich trotzdem noch viele Menschen für uns interessieren und uns unterstützen, wie man gerade sieht. Auf diesem Niveau, also Oberliga oder vielleicht Regionalliga müssen wir wieder ansetzen und endlich echte Strukturen schaffen, die hier kein großer Investor jemals schaffen wird, und unseren eigenen Weg gehen. Es wäre gut, wenn wir dabei von ein paar zahlungskräftigeren Geldgebern mit lokalem Bezug unterstützt werden. Ansonsten müssen wir uns auf die Suche nach Sponsoren begeben. Grundvoraussetzung ist, dass sich alle KFC-Fans zum KFC und dessen Weg bekennen. Dann können wir das Fortbestehen des Vereins sichern und uns nachhaltig entwickeln, was an oberster Stelle stehen sollte. Die Männer mit den großen Geldbeuteln werden so schnell nicht mehr kommen und wir haben gesehen, wie sehr solche Menschen dem Verein schaden können. Ich sehe daher aktuell auch kaum eine Alternative zu einem konsequenten Neuaufbau mit viel Geduld und Identifikation. Und genau das halte ich für durchaus realistisch, wenn man sich in Bescheidenheit übt.
Windhorst mag ein eiskalter Geschäftsmann sein, aber was genau hat er sich bisher im Zusammenhang mit seinem Engagement zu Schaden kommen lassen? (Weil hier ja der Vergleich mit MP gezogen wird)
Und die Aufschreie, die gab es vielleicht nicht, aber Kritik dennoch. Für Aufschreie hat Windhorst sich zu ordentlich benommen und hat (noch) zu wenig Macht. Er hat ja im Jahr 2019 "nur" 37,5% der Anteile übernommen - von einem klassischen Alleinherrscher kann also (noch) nicht die Rede sein. Die Kritik kam aber spätestens, als Windhorst seine Anteile Ende 2019 auf 49,9% erhöhte, man 2020 groß einkaufte und dennoch im Abstiegskampf spielte, Klinsmann zurücktrat, er sich mehr einmischte etc. und im Verein totale Unruhe herrschte.
Da gab es dann auch Stellungnahmen aus der Fanszene wie z.B.: „Es zeigte sich hier ein Bild, welches für uns untragbar ist. Lars Windhorst hat sich in sportliche Belange nicht einzumischen, und er ist für uns keiner der 'Bosse' von Hertha BSC. Diese Rolle, die ihm von den Medien im Nachgang dieser Pressekonferenz bereitwillig angehängt wurde und die ihm, vermutlich im Wunsch Einigkeit und Ruhe auszustrahlen, von den Verantwortlichen bei Hertha BSC leichtfertig vor die Füße geworfen wurde, ist vielleicht aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten logisch, da kein Investor Geld zu verschenken hat. Der Verein Hertha BSC gehört jedoch uns, den Fans und Mitgliedern.“
„Um diesem Horrorszenario (einer Alleinherrschaft) entgegenzuwirken, sind mehrere Punkte enorm wichtig. Die Verantwortlichen im Verein haben richtig gehandelt, als sie Jürgens Klinsmanns Wunsch nach mehr Kompetenzen widersprachen. Dies muss definitiv auch in Zukunft geschehen! Die Hoheit über sportliche Belange muss beim Verein bleiben, auch wenn der Trainer bei Transfers natürlich ein Mitspracherecht hat. Es gilt nun, die Geschehnisse rund um Hertha BSC aufmerksam im Auge zu behalten.“
„Die 50+1-Regel ist für uns kein Idealzustand, sie ist die Minimalanforderung, die wir an den modernen Fußball überhaupt noch stellen können. Sie ist unantastbar und unverhandelbar! Dahingehend erwarten wir eine Positionierung der Geschäftsführung von Hertha BSC! Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir die Zeit nicht zurückdrehen können. Das, was auch von uns als „moderner Fußball“ häufig und zurecht kritisiert und abgelehnt wird, ist längst Realität und die Spirale dreht sich auf verschiedenen Ebenen weiter. Bei unserem geliebten Verein hat sie nun einen Quantensprung genommen, der dazu führt, dass uns Fans, als Bewahrer des Ideellen eine noch wichtigere Rolle zukommt, als ohnehin schon. Wir sind uns auch darüber im Klaren, dass wir diesen Zustand durch unsere weitere Aktivität ein Stück weit legitimieren. Diesen Widerspruch gilt es auszuhalten, wenn man als aktiver Fan in diesem ganzen Geschäft seine Hingabe für seine Farben ausleben möchte. Umso mehr ist es allerdings unsere Aufgabe, der Stachel im Hintern all derer zu sein, die daran arbeiten, dass sich diese Spirale immer schneller dreht bis am Ende gar nichts mehr von unserem Sport und unserem Verein übrigbleibt.“
„Wir erwarten eine schonungslose Analyse der massiven Fehlentwicklungen insbesondere seit dem Einstieg von Lars Windhorst und zukünftig eine vollständige Hintergrundtätigkeit dieser Person und seiner Lakaien.“
hier eine der Quellen: https://hb98.de/hertha-bsc-gehoert-den-fans-und-mitgliedern/
Das ist für mich eine der Situation bei Hertha gerecht werdende kritische Einstellung. Mit Ponomarev bei uns ist auch ein Windhorst nicht zu vergleichen. Oder habt ihr von ähnlichen Skandalen gehört?
Und zum DFB: Wir konnten froh sein, dass wir überhaupt noch bis Sommer 2021 in der 3. Liga spielen durften. Jetzt hat der DFB dem ganzen Spiel aber ein Ende gesetzt und aufgrund unserer dubiosen Vergangenheit eine höhere Sicherheit gefordert, von einem Investor, der ganz bestimmt das nötige Geld dafür gehabt hätte. Dass dieser dann wortlos abhaut, kann den DFB in seinem Handeln eigentlich nur bestätigt haben. Aber klar, wir können uns die Zeit mit MP jetzt noch ewig irgendwie schönreden und andere für ihre vermeintliche Heuchelei beschimpfen. Fakt ist aber, dass so etwas wie MP einmalig im deutschen Fußball war. Wir sind heftigst auf die Schnauze geflogen mit unserem (im Ursprung verständlichen) Versuch, uns ganz von Investoren abhängig zu machen. Damit sollte dieses Kapitel vorerst geschlossen sein und ich finde, wir alle sollten damit doch ganz glücklich sein, auch wenn das heißt, dass wir erstmal wieder ein kleiner Amateurverein sind, der wir über die ganzen letzten Jahre eigentlich sowieso immer waren.
Und das Probetraining sehe ich auch ganz entspannt. Ein erstes Beschnuppern mit Spielern, die das als Chance sehen, also eher Jungs für die zweite Reihe oder Perspektivspieler. Ist doch schön, wenn sich Spieler dafür interessieren, bei uns zu spielen. Und wir brauchen wie gesagt auch Breite im Kader. Wenn sich neue Geldgeber gefunden haben, was natürlich nicht mehr ewig dauern sollte, dann kann man auch an gestandene Spieler und vor allem an Trainer herantreten.