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1.Bundesliga ·
Was soll jetzt wieder dieser Aufschrei? Jeder, der Herrn Reif kennt, weiß, welchen Wortschatz dieser Mann hat. Außerdem ist er jüdischstämmig und setzt sich selbst gegen Rassismus ein. Das Wort Jungtürke hat überhaupt nichts mit Türken zu tun, sondern steht eher für junge Revolutionäre. Aber Reif ist natürlich direkt Rassist, weil er damit alle Türken erniedrigt hat. Woher kommt diese linke Kleinkariertheit und Deutungshoheit im Bezug auf Sprache? Was soll diese inflationäre Verwendung des Begriffs Rassismus, was richtigen Rassismus banalisiert?
Gute Spieler werden schlechter oder stagnieren, wenn sie nicht ihren Stärken entsprechend eingesetzt werden und nicht kontinuierlich auf hohem Niveau trainiert wird. Dass das Training bei den meisten Trainern hier sehr dürftig aussah, hat man oft genug gelesen. Komischerweise haben wir unter Reise, der wohl Zug im Training drinnen hatte, die meisten Punkte geholt.
Wie gesagt: Glaubt ihr, dass ein Köllner in München seit Antritt nur ein bisschen 4 gegen 2 und kleine Trainingsspielchen veranstaltet hat? Da wurde vermutlich täglich hart taktisch wie fußballerisch gearbeitet und das sieht man dann eben auf dem Platz. Die Mannschaften haben klare Abläufe im Spiel, offensiv wie defensiv, mit und ohne Ball und jeder Spieler ist fußballerisch und körperlich voll auf der Höhe und weiß, was er zu tun hat. Die Mannschaft und jeder einzelne sind etwas besser geworden. Auch Teams wie Saarbrücken, Verl, Unterhaching, Mannheim oder Halle sind von ihren Trainern stabilisiert worden und spielen eine ordentliche Runde ohne größere Sorgen, weil offensichtlich gut gearbeitet wird, obwohl alle nicht über Berge Geld verfügen. Und selbst der ungeliebte RWE aus Essen marschiert in der Liga und im DFB-Pokal, WEIL sie einen Trainer haben, der eine Mannschaft besser machen kann. Kann das Krämer auch?
In Krefeld dagegen laufen Jungs wie Kinsombi wie Falschgeld über den Platz, ein Pusch ist so weit von Normalform entfernt wie die Erde vom Mond, Top-Leute wie Göbel versauern auf der Bank oder als RV, ein Feigenspan kann offensiv nichts anbieten, weil ihm keiner etwas zeigt, ein Kiprit stagniert, obwohl er noch viel lernen könnte, 6er wie Wagner sprinten an der Seitenlinie herum. Ja was soll das denn werden?
Schaut euch den BVB an: Terzic hat aus dem Sauhaufen wieder eine klar funktionierende Einheit geformt, weil auf jeder Position die richtigen Spieler spielen, die Formation passt und die taktische Mischung aus robustem Verteidigen und offensiven Nadelstichen auch. Und das in wenigen Wochen. Bei uns wird einfach nicht das Maximum aus den Möglichkeiten und dem Kader rausgeholt und das nervt, nicht erst seit heute.
Klar, wir müssen und sollten aktuell aufgrund der Ungewissheit und den widrigen Bedingungen im Verein mit den Leistungen und der Punkteausbeute der Mannschaft halbwegs zufrieden sein und Krämer wird wohl bis Saisonende Trainer bleiben.
Und ja, die dritte Liga ist (insbesondere im Winter) fußballerisch keine Feinkost, weil die Spieler dafür oft nicht gut genug sind. Das führt bei vielen Teams dann zu diesem Sicherheitsfußball, weil alle extrem auf die Ergebnisse achten und sich nicht erlauben wollen oder es nicht für möglich halten, dem Team auf Kosten von ein paar Punktverlusten ein echtes Offensivkonzept an die Hand zu geben.
Dass das durchaus geht, zeigen allerdings ein paar Teams in dieser Liga, sogar trotz geringer Mittel. Und wieso? Weil sie vor allem gute Trainer haben. So wie ein Nagelsmann oder ein Rose ein Team in ein paar Monaten eine halbe Klasse besser machen können, können das auch Trainer in der 3. Liga (auf anderem Niveau), wenn sie Ahnung haben, mutig sind und etwas entwickeln dürfen. Ich bin der Meinung, dass wir mit einem echten Konzepttrainer hier mehr Punkte hätten. Denn: 3x 0:0 bringen dir auch nur so viele Punkte wie ein 3:1-Sieg und zwei knappe 2:3-Niederlagen. Gerade weil die Liga so eng ist und kein Team andere Teams total dominiert, kann man sich etwas trauen, weil man an jedem Spieltag gewinnen kann und immer seine Punkte holen kann.
Vor diesem Hintergrund verschenken wir mit Krämer tatsächlich leider wahrscheinlich einige Punkte, weil unsere Offensive in der Form, wie man eine Offensive normal aus dem Fußball kennt, nicht stattfindet. Er spielt genau diesen biederen Drittliga-Stiefel, um sich seine 50 Pünktchen zu erkämpfen. Das ist leider bei der Qualität, die wir in der Abwehr und im Zentrum haben, zu wenig und schade. Ja, es fehlt in der Offensive auch vielleicht an ein, zwei Topspielern, aber auch mit unserem Kader kann man mit Sicherheit mehr Tore schießen. Wenn regelmäßig nur 2-3 echte Offensivspieler auf dem Platz stehen, dann wird es schwer, vorne Gefahr zu erzeugen. Die Basis in unserem Spiel ist nicht schlecht, aber fast alle Aktionen im letzten Drittel sind schwach. Krämer analysiert die Lage ja inzwischen relativ treffend, er müsste aber eigentlich auch Lösungen finden, weil wir sonst nicht weiterkommen.
Welches System wollen wir spielen, um möglichst viel Torgefahr auszustrahlen und nicht um möglichst sicher zu stehen (es geht ja beides)? Wer ist in diesem System auf welchen Positionen vorgesehen (auch dauerhaft, damit sich Automatismen entwickeln)? Welche Aufgaben erfüllen die Spieler auf den jeweiligen Positionen bei Ballgewinn oder im Ballbesitz (Laufwege ohne Ball, Entscheidungsoptionen mit Ball)?
Wir brauchen doch auf jeden Fall einen Stoßstürmer, besetzte Flügel und ein bis zwei fußballerisch starke zentrale Mittelfeldspieler als Mindestvoraussetzung, um Druck auf das gegnerische Tor auszuüben. Unser Pressing ist oft schon recht wirksam, aber gerade in diesen Momenten der Ballgewinne bräuchte es zwei bis drei Spieler, die direkt im Sprint den Weg nach vorne suchen und Anspielstationen bieten, damit es rasch Richtung Torabschluss geht. Das kann man einüben bis zum geht nicht mehr, damit unsere Spieler auch mal richtige Entscheidungen treffen. Und wenn man dafür auf den Kunstrasen geht. Außerdem braucht es eben auch die richtigen Spieler (Marcussen, Göbel, Traoré, Pusch, Kiprit, Mörschel z.B.) und den nötigen Mut (kein "Zeit" oder "Ruhe", sondern "Tempo" und "Abschluss").
Im eigenen Ballbesitz können wir einfach auch noch viel mehr, wenn man sich trauen würde. Selbst Magdeburg hat heute versucht, ein geordnetes Offensivspiel aufzuziehen, und sich auch das ein oder andere mal über ein sauberes Passspiel und Spielverlagerungen bis ans letzte Drittel kombiniert oder über die Flügel in Richtung Strafraum. Das können wir mit unseren Spielern auch ganz bestimmt. Ich sehe gerade Albutat und Mörschel im Zentrum locker in der Lage, Bälle zu verarbeiten und vernünftig zu verteilen. Das sind vom Potential her zwei der besten 8er der Liga. Wir hatten auch gestern ein paar wenige Momente, wo wir uns mal gut im Zentrum freispielen konnten und dann auf die freie Spielfeldseite verlagern konnten, wo dann der AV ankam und flanken konnte.
Und im letzten Drittel braucht es dann einfach neben Mut zu Einzelaktionen Eingespieltheit und Automatismen: Wo stehen meine Mitspieler zum kombinieren? Wohin schlage ich Flanken, in Erwartung, dass welcher Spieler einläuft? Wie und wann gehe ich in ein 1vs.1-Duell? Wann, wie und wo bietet ein Mitspieler einen tiefen Lauf an? Wie löse ich enge Situationen ruhig und sicher? Das üben gute Teams ja nicht aus Spaß. Bei uns sieht man vorne noch viel zu selten etwas davon. Voraussetzung ist aber natürlich, dass überhaupt Spieler mit nach vorne kommen und den gegnerischen Strafraum und die Räume drumherum bevölkern. Wie oft haben wir hier schon Flanken ins völlig Leere gesehen, weil einfach gar kein Mitspieler mit einläuft. Solche Abläufe müssen eigentlich Standard sein und sind sie bei einigen Drittligisten auch, die nicht schlechter als wir da stehen. Wenn wir irgendwann mal erfolgreich sein wollen, müssen wir dorthin kommen, das steht fest.
Es ist einfach etwas schade, aber ich weiß natürlich auch, dass sich erstmal nicht viel ändern wird und wir einfach froh sein müssen, wenn wir uns im Sommer auf eine weitere Drittliga-Saison freuen dürfen.
Ein Punkt gegen den Abstieg - nicht mehr, nicht weniger. In der Abwehr und im Mittelfeld ordentlich, Pressing ordentlich, aber im letzten Drittel keine Präsenz, keine Qualität, keine Bälle, keine Abläufe, keine Gefahr, keine Tore. So werden wir, wie schon oft geschrieben, kaum mehr als den Klassenerhalt schaffen können. Unter den Bedingungen und dem Trainer muss man damit wohl leben.
Ich sag ja, es fehlt AUCH ein Topstürmer. Neben einer Spielidee.
Aber ja, grundsätzlich kommen da viel zu wenig brauchbare Bälle aus dem Mittefeld oder Gefahr allgemein.
Kiprit und Marcussen hatten heute schon je eine gute Chance. Topspieler machen die rein.
Wir spielen eigentlich typischen minimalistischen Drittliga-Fußball mit wenigen Bällen in die Spitze. Der Unterschied zu den anderen Teams ist nur, dass die vorne ein, zwei Knipser haben, die dann treffen.
Ja, das Problem ist, wie JimPanse schreibt, das letzte Drittel, wo wir nicht präsent sind und falsche Entscheidungen treffen, weil zu wenig Qualität da ist. Im Zentrum haben wir natürlich oft die Hoheit.
Magdeburg ist vor allem platt. Jetzt müssen wir die Überlegenheit ausspielen.
Wir spielen halt wieder mit 2,5 Offensivspielern und viele offensiven Räume werden nur sporadisch besetzt. So kann das nichts werden. Im Zentrum laufen vier ähnliche Spielertypen einfach nebeneinander herum, aber ein Plan ist nicht zu sehen.
Puhhh... Jetzt muss mehr kommen als dieser Fußball total für ganz Arme.
Magdeburg steht kurz vor dem Sieg, wenn man Krämers Worten glaubt.
Typische Girdvainis-Gelbe mal wieder. Einfach voll rein.
Glück, dass er nicht fliegt.
Ja ich finde die Aufstellung auch überhaupt nicht offensiv.
Halt wieder eine Arbeiterfußball-Aufstellung mit vier Zentralen, die irgendwie das Mittefeld abdecken müssen.
Kader 2020/21 ·
Apropos Kader und Körperlichkeit: Ich habe über die Hinrunde insgesamt den Eindruck gehabt, dass unser Team im Vergleich zu den anderen Mannschaften nicht zu 100% austrainiert ist. Ich denke z.B. an Spieler wie Fechner, Wagner, Gnaase, Kiprit und Marcussen, die alle noch stabiler werden können. Es liegt wohl daran, dass wir eben viele junge Spieler im Kader haben und das ist auch irgendwo normal, aber ich glaube, dass es auch an den Strukturen und am Personal liegen kann, ohne dem Verein in der aktuellen Zeit einen zu großen Vorwurf machen zu wollen.Insgesamt finde ich, dass andere Teams im Schnitt einfach muskulöser und stämmiger erscheinen und dadurch einige 1vs1-Duelle für sich entscheiden. An Lukimya oder Dorda sieht man, was ein top austrainierter Körper bringen kann (da wurde über Jahre gut gearbeitet). Wir müssen in Zukunft noch kontinuierlicher und akribischer körperlich arbeiten, gerade mit den jüngeren Spielern, weil körperliche Stabilität im modernen Fußball nochmal viel wichtiger geworden ist.
Kader 2020/21 ·
Ich widerspreche Schreberstraße4 auch in manchen Punkten, aber es stimmt doch schon, dass Fechner letztlich ein sehr guter Allrounder ist, der auf vielen Positionen gute Leistungen bringen kann und damit immer im Kader stehen sollte, aber eigentlich auf keiner Positionen so richtig vollkommen spielt.
Seine Stärken sehe ich auch klar im Zweikampfverhalten, weil er ungemein agil und beweglich ist und gut antizipiert, im kurzen Flachpassspiel- und Kombinationsspiel, wo er meistens saubere Bälle spielt, und im Tempo und den Tempodribblings, die unserer Spieldynamik gut tun.Ein Spieler mit diesen Eigenschaften und dieser Motivation tut einer Mannschaft auf dem Platz immer gut, weshalb er auch immer bedenkenlos spielen kann, aber ich finde eben auch, nicht MUSS. Für alle Positionen (vor allem IV, ZDM, RV) bringt er viel mit und ich weiß auch inzwischen gar nicht, wo er am besten sein könnte, aber es fehlt eben überall an ein paar Prozent, die ihn gegenüber angestammten Spielern schlechter aussehen lassen.
Für die Innenverteidigung wird es körperlich gegen bullige Topstürmer eng, auch in der Luft teilweise. Für das zentrale Mittelfeld fehlt es ihm an den fußballerischen Elementen, mit denen man ein Spiel sauber lenkt (er ist wenn überhaupt ein reiner Sechser). Für die Außenverteidigung kommt er auf Dauer nur rechts in Frage, ist offensiv aber vermutlich nicht so gewinnbringend wie ein Traoré.
Fechner ist ein Naturtalent, der mit seiner Intuition, Athletik und Technik sehr viel mitbringt, der aber körperlich noch stabiler werden muss und am Ball offensiv noch sauberer und ruhiger werden muss, z.B. bei Spielverlagerungen oder Flanken. Wenn er aber weiter hart arbeitet, dann kann er bald schon auf allen Positionen unverzichtbar werden. Er ist auch erst 23 und muss in den nächsten 2-3 Jahren eben jetzt den nächsten Schritt machen, um dann auch persönlich für die Bundesliga attraktiv zu werden.
Kader 2020/21 ·
In der heutigen WZ steht, dass wenn es Neuzugänge geben sollte, ein Mittelstürmer als Osawe-Ersatz am wahrscheinlichsten wäre. Im Gegenzug würde man sich dann aber noch von Spielern trennen, wobei Kobiljar und Ibrahimaj mangels Perspektive am ehesten Kandidaten für einen Abgang wären. Dazu kommt dann wahrscheinlich noch Schneider. Würde ich so akzeptieren. Das durch die Abgänge gesparte Geld könnte in einen kompletten Stürmer investiert werden, der uns deutlich mehr weiterhelfen würde als ein 7. oder 8. zentraler Mittelfeldspieler. Wir brauchen noch mehr Balance und Qualität im Kader.
Grotenburg - Sanierung ·

100% Zustimmung!


https://www.youtube.com/watch?v=DbUNpwObZbU (Gänsehaut!)

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