vorwärtsblaurot
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Dann war der Aufstieg plötzlich da, ein Jahr nach dem Aufstieg aus der Oberliga. Die Stadt hat umgehend die Bereitschaft gezeigt, das Stadion fit für die 3. Liga zu machen, um in Krefeld Drittliga-Fußball zu ermöglichen. Ponomarev war es dann selbst, der mit dem Ausstieg aus der Stadion-GmbH den Umbauprozess verlangsamt hat.
Und glaubt ihr wirklich, dass Leute wie Meyer und Schön keine seriösen Partner in diesem Projekt sind? Die Stadt wollte konstruktiv arbeiten, Ponomarev hat aber immer auf seinen eigenen Profit geschaut und wegen der Mieten in Duisburg und Düsseldorf gejammert. Dass wir für den Umbau umziehen müssen, war allen bewusst. Dass die Stadt Krefeld da finanziell nicht helfen kann, auch. Dass der Umbau Zeit braucht, auch. Was hat Ponomarev erwartet? Ich konnte seine Anschuldigungen und sein Gejammer deswegen nie ganz nachvollziehen.
Anschließend wurde ausgeschrieben und nun wird am Stadion gearbeitet - in spätestens einem Jahr wird es drittligatauglich sein. Nach dann maximal 3,5 Jahren. Von der Stadt finanziert. Wo ist das große Problem? Ich werde dankbar sein, wenn das Stadion nächste Saison stehen sollte.
Wenn Ponomarev wirklich richtig ernsthaftes Interesse am Verein gehabt hätte, über die finanziellen Aussichten hinaus, dann hätte er mit der Stadt kooperiert und wir wären jetzt bestimmt schon weiter. So hat er es sich selbst auch nicht einfach gemacht - wie in vielen Dingen.
Aber vorne steht nach wie vor sehr oft die Null und das liegt nicht nur am Pech. Gestern hatten wir einen harmlosen Schuss von Mörschel, die Zufallshalbchance von Pusch, den Schuss von Fechner und ein paar gefährliche Situationen, die aber verpuffen, weil wir uns gegenseitig im Weg stehen. Das zeigt, dass wir offensiv noch immer kaum Automatismen haben. In den Spielen zuvor war es ja ähnlich. Wenn sich dort nicht in den nächsten Spielen etwas tut, werden wir an einer Trainerdiskussion wieder nicht vorbeikommen. Krämer muss in den nächsten Spielen gegen machbare Gegner Ergebnisse liefern und dafür brauchen wir Tore, so einfach ist Fußball. Der Druck ist durch das gute Spiel, was uns aber auch lag, nicht geringer geworden - im Gegenteil, die Erwartungshaltung steigt eher. 5-6 Punkte aus den drei ausstehenden Spielen sind fast schon Pflicht!
Ich glaube, dass die Wut über die unnötigen Niederlagen gegen Halle und Verl nicht nur in der Mannschaft etwas ausgelöst haben, sondern dass auch Krämer nun erkannt hat, dass wir ruhig mutiger nach vorne spielen sollten, weil wir locker die Qualität dafür haben. Ich hoffe, dass die Zeit des Sicherheitsfußballs nun vorbei ist und wir endlich unser Schicksal etwas mehr in die eigene Hand nehmen, denn das können wir ganz bestimmt, wie gestern angedeutet.
Wie im Spieltagsthread bereits erwähnt erwarte ich von Krämer nun, dass er aus den vielen fußballerisch und charakterlich starken Jungs im Kader eine gefährliche Offensivmannschaft formt. Dieser Step muss in den nächsten Wochen zwingend kommen und dafür braucht es meiner Ansicht nach Kontinuität und damit Automatismen.
Ich finde wirklich unsere Außenverteidiger sehr spannend. Göbel war ein super Fang. Traoré hat auch Potential. Dorda ist ein ordentlicher Linksverteidiger, der sich auch mit nach vorne einschalten kann, wenn er soll. Fechner kann es sowieso überall. Über Dorda und Göbel lief schon in den letzten Wochen relativ viel und das sollte man meiner Meinung nach ausbauen. Gestern kam in der Sportschau eine schöne Analyse zum Erfolg von Borussia Mönchengladbach und dort wurden auch die hochstehenden Außenverteidiger als Waffen beschrieben. Ich weiß, dass das ein höheres Niveau ist, aber ich finde, man kann sich davon schon etwas abschauen. Mal zwei Beispiele:
1. https://www.youtube.com/watch?v=Lldc0KGGenM (ab 0:17) - hier geht Lainer (ein ähnlicher Typ wie Göbel) auf Außen weit mit, kriegt den Ball und spielt einen wunderbaren Pass in den Rückraum. Eine Flanke wäre auch möglich gewesen. So "einfach" kann es doch gehen und solche Abläufe samt einlaufender offensiver Spieler (Kiprit, Pusch, van Ooijen...) kann man einstudieren.
2. https://www.youtube.com/watch?v=U7gOn5JR-RU (ab 2:08) - Thuram kommt links entgegen und bindet den Außenverteidiger von Schalke, legt dann schlau nach innen ab, im Hintergrund läuft Wendt scharf den freien Raum an, bekommt das Zuspiel von Neuhaus (Pusch z.B.) und schließt frei ab. Auch das kann man einstudieren.
Ich weiß, dass es in der 3. Liga erstmal über den Kampf geht und viele Teams sehr diszipliniert verteidigen, aber wie schon auch JimPanse schreibt haben wir die Spieler, um den Gegner auch spielerisch nass zu machen. Dafür wünsche ich mir nun ein paar Varianten. Kiprit kann man ja auch wunderbar einbeziehen, beispielsweise mit tiefen Pässen hinter die Innenverteidiger (wie es Dortmund mit Haaland macht). Das Überzahlspiel bzw. das Ausspielen von Kontern können wir auch noch verbessern (positiv ist da zumindest, dass wirklich viele Spieler im Sprint mitgehen).
Krämer muss die Offensive hinbekommen, sonst gewinnen wir keine Spiele und er ist früher oder später seinen Job los. Er hat es nun nach dem guten Spiel in Dresden, das Selbstvertrauen gegeben haben muss, selbst in der Hand, unseren Angriffen noch mehr Struktur zu verpassen.
Stimme dir da für einige Spiele in dieser Saison zu, aber heute fand ich uns schon deutlich aktiver als z.B. in Rostock, gegen Saarbrücken, gegen Unterhaching oder bei 1860. Wir wollten heute schon mehr als nur nicht verlieren.
Ich fand uns heute endlich mal wieder durchgehend etwas mutiger. Wir haben uns im Mittelfeld in die Zweikämpfe geworfen und waren super präsent mit Gnaase, Wagner und Mörschel. Auch Pusch und van Ooijen haben viel investiert (Pusch ist übrigens für seine Größe ein extrem guter Kopfballspieler dank seiner Sprungkraft und seinem guten Timing). Wir haben mit zunehmender Spieldauer auch immer häufiger den Weg nach vorne gesucht, was grundsätzlich positiv ist.
Insgesamt finde ich es ziemlich schwierig, dieses Spiel einzuordnen, da die Platzverhältnisse kaum Fußball zugelassen haben, wodurch das ganze Spiel von Hektik und Zweikämpfen gelebt hat.
Wie das zuhause auf neuem Rasen gegen Türkgücü aussieht, die etwas tiefer stehen, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt.
Ich bin glücklich über einige Jungs, die bei uns spielen wie Fechner, Wagner, Göbel und Gnaase - die reißen sich den Hintern auf und retten uns denselbigen. Auch das Verteidigen haben wir im Großen und Ganzen nun gut verinnerlicht und machen es so jedem Gegner schwer gegen uns.
Und dennoch bin ich noch längst nicht davon überzeugt, dass wir spielerisch echte Fortschritte gemacht haben. Zweikämpfe im Zentrum zu gewinnen und dort den Ball unter so vielen guten Jungs laufen zu lassen reicht noch nicht aus - das ist nicht mehr als eine gesunde Basis. Die Aktionen im letzten Drittel haben noch zu selten Struktur, Plan und Zielstrebigkeit, sondern entsteht mehr aus Einzelaktionen, Fehlern, Zufall. Wir erarbeiten uns nach wie vor zu wenige gute Chancen aus dem Spiel heraus. Das ist sicherlich in dieser Liga nicht nur unser Problem. Trotzdem sind wir in der Hinsicht besonders schwach.
Da ist der Trainer für mich jetzt einfach ganz eindeutig gefragt, Lösungen zu finden. Was ist unser Offensivplan? Wie wollen wir zum Torerfolg kommen? Inzwischen muss ich sagen, dass wir angesichts der zu geringen Topqualität auf den offensiven Außenpositionen (wir haben fast keine Unterschiedsspieler mit Tempo, gutem 1vs1, Abschluss, Übersicht etc. wie einen Shipnoski, Yildirim, Korte z.B.), den guten offensiven Mittelfeldspielern wie Pusch und van Ooijen und immer mutigeren Außenverteidigern ein System wählen sollten, dass unsere Stärken im Zentrum fördert, weil wir da, wie heute wieder gezeigt, sehr hohe Qualität haben.
Ich könnte mir zum Beispiel ein 4-3-2-1 gut vorstellen mit drei arbeitenden zentralen Mittelfeldspielern wie Wagner, Gnaase, Mörschel, Albutat oder Fechner und davor Pusch und van Ooijen in den Halbräumen als zwei Spielmacher - dazu dann aber natürlich aktive Außenverteidiger (Göbel bietet oft gute Läufe an, Dorda kann das auch), die man situativ mitnehmen kann. Heute haben wir ja so ähnlich gespielt und das sah nicht so verkehrt aus.
Oder wir versuchen wirklich mal ein 3-4-2-1 mit Fechner und Lukimya als schnelle Innenverteidiger + x, davor zwei 6ern, zwei Außenspielern und wieder Pusch und van Ooijen als Halbraumzehner und einem Stürmer.
Wenn wir mit zwei Stürmern oder mit echten Außenstürmern spielen wollen, sollten wir im Winter nochmal auf dem Transfermarkt aktiv werden, wobei man so etwas eigentlich im Sommer erledigen sollte.
Was ich sagen will: Ich wünsche mir so langsam eine Formation und dauerhaft verfolgte und eingeimpfte Idee, mit der wir mit unserem Team offensiv so gefährlich wie möglich werden können. Die Zeit des Stabilisierens und Einspielens ist jetzt vorbei - jetzt zählen Tore und Siege und dafür müssen wir vorne wissen, was zu tun ist.
Ich fand uns defensiv endlich wieder sicher, weil die Zweikämpfe von allen Spielern aggressiv und entschlossen geführt wurden und wir kompakt standen. Im Zentrum räumen gerade Gnaase und Wagner sehr viel ab, was es jedem Gegner schwer macht. Auch die Flügel waren mit Göbel und dem wieder einmal überragenden Fechner dicht.
Und trotzdem haben wir mitgespielt und im Zentrum die Kontrolle gehabt, weil alle Spieler dort sehr fleißig waren und meistens Anspielstationen da waren. Bei dem Platz heute war es wichtig, in den Zweikämpfen griffig zu sein, und das waren wir. Wir haben über unsere Zweikampfstärke und Präsenz dem Gegner den Wind aus den Segeln genommen, der mit dem Platz und unserer Spielweise nicht so gut klargekommen ist, uns aber auch erstaunlich wenig unter Druck gesetzt hat. Genau so bitte weiter.
Das Manko bleibt dagegen aber ganz klar das Offensivspiel. Ja, der Rasen hat heute sicherlich dazu beigetragen, dass allgemein nicht viele geordneten Angriffe zu notieren waren. Dennoch müssen wir in den nächsten Spielen mehr Torgefahr erzeugen, weil wir sonst keine Spiele gewinnen können. Unsere Stürmer sind meistens komplett abgemeldet, lediglich aus der zweiten Reihe kommen Schüsse (wobei wir die Möglichkeiten dort noch besser wahrnehmen müssen) oder es gibt Einzelaktionen wie von Fechner. Das wird auf Strecke nicht reichen.
Trotzdem eine stabile Leistung gegen einen eigentlich guten Gegner, den ich aber nicht so stark sehe wie andere. Dresden hat recht sparsam gegen 1860 und Rostock gewonnen und dann zuletzt gegen Unterhaching und den MSV - nie mit Glanzleistungen, viele Tore sind nach Standards gefallen.
Alles in allem und unter den Umständen aber eine halbwegs zufriedenstellende Leistung. Die wirklich entscheidenden Spiele - auch für Krämer - kommen aber erst jetzt.
Fußballerisch sehe ich im Vergleich zur letzten Saison leichte Fortschritte, was bei unserem talentierten Kader allerdings auch kein Wunder sein darf. In der Saison 2018/2019 haben wir meiner Meinung nach ähnlich gut gespielt wie jetzt - der Trainer war ja derselbe. Das sah phasenweise ordentlich aus, aber in einigen Spielen waren wir auch nicht auf der Höhe. Nur haben wir damals wenigstens noch ein paar Spiele gewonnen. Das kriegen wir jetzt noch nicht mal mehr hin.
Wir treten aktuell also trotz guter Voraussetzungen im Kader auf der Stelle und stecken eigentlich jetzt schon im Abstiegskampf, wenn man sich unsere Punkteausbeute und Toranzahl ansieht. Wenn wir es nicht schnell schaffen, Spiele zu gewinnen, dann wird die Entlassung des Trainers ja die einzige Option bleiben. Dass einige dem Trainer nicht mehr zutrauen, den Trend umzukehren und dafür auch ihre Gründe haben, ist doch legitim.
Wenn allerdings die Menge an Kritik einigen hier zu destruktiv und negativ ist und sie sich wegen der "schlechten Stimmung" aus dem Forum zurückziehen oder anderen Usern Vorsatz unterstellen, dann kann ich das nicht mehr ganz nachvollziehen. Wir wissen ganz genau, dass hier im Forum nur KFC-Fans schreiben und jeder am Ende den größtmöglichen Erfolg für den Verein will. Dazu gehört meiner Ansicht aber eben auch, dass Missstände angeprangert werden und nicht als Panikmache oder Hetze abgetan werden. Ist ja schön, dass die Mehrheit der Fans (siehe auch andere Kanäle) hinter Krämer steht. Dennoch liegt es ja auf der Hand, dass wir sportlich suboptimal performen. Wieso wird jetzt so getan, als wären die paar Kritiker in diesem Forum ein paar zurückgebliebene, verbitterte Dauerpessimisten? Schwanz einziehen und das Forum als nicht mehr lesenswert abtun ist einfach, aber ist das die Art wie man mit kritischen Meinungen umgeht? Ich jedenfalls könnte nicht damit leben, im Austausch mit anderen KFC-Fans immer nur zu hören, dass wir Trainer und Mannschaft Zeit geben müssten, weil der Umbruch so groß war und das schon alles werden würde. Mir ist das zu lieb und geht meiner Ansicht nach an der Realität vorbei. Aber wenn darüber noch nicht mal mehr diskutiert werden will, dann können wir das Forum hier direkt zumachen oder nur noch den Thread "Positives über den KFC" offen lassen.
Ich denke, ein 4-2-3-1 sollte für das Spiel die beste weil stabilste Formation sein. Stand jetzt würde ich mit folgender Startelf gut leben können.
Jurjus
Schneider Lukimya Girdvainis Fechner
Wagner Gnaase
Göbel Pusch Feigenspan
Kiprit
defensiv so:
Jurjus
Schneider Lukimya Girdvainis Fechner
Gnaase
Göbel Wagner Feigenspan
Pusch KipritSchneider und Fechner sind beide zweikampfstark und schnell, womit sie die bei Dresden sehr agilen Außenspieler Meier und Königsdörffer in den Griff kriegen können. Ich hoffe, dass Wagner wieder eine ernste Option ist. Dann würde ich ihn mit Gnaase auf der Sechs ackern lassen (bzw. Gnaase den 10er bewachen lassen und Wagner mit Göbel und Feigenspan die Schaltzentrale (z.B. Will und Stark) unter Druck setzen lassen und die Passwege zustellen lassen). Davor muss Pusch die Bälle schlau verteilen bzw. Konter einleiten, auch mal mit Wagner - Göbel und Feigenspan haben beide Tempo und sind exzellente Vorbereiter. Kiprit müsste sich dann natürlich auch wieder etwas kaltschnäuziger präsentieren.
Wenn wir wieder konzentrierter verteidigen als zuletzt, ohne uns nur um den eigenen Strafraum zu bewegen, und dann strukturiert umschalten, dann kann das vielleicht was geben. Was wir brauchen, ist vor allem Mut. Mut in den Zweikämpfen, mut mit Ball, ohne dabei die Stabilität zu verlieren. In diesem Spiel wäre mir ein Fußball wie z.B. gegen Saarbrücken (noch mit etwas mehr Mut) schon recht, wo wir auch sicher standen und gute Umschaltmomente hatten und dann auch mal nachgerückt sind.
Ich musste gestern in der Sportschau auch direkt an uns denken. Man muss schon anerkennen, dass Pawlak einfach Ahnung vom Sport hat und sich auch in den letzten Jahren noch einmal sehr gut entwickelt hat. Er war in jeder seiner Stationen erfolgreich und der FC hat sein Potential natürlich erkannt. Aktuell kann er sagen, alles richtig gemacht zu haben. Ich glaube, dass er auch hier etwas hätte erreichen oder zumindest aufbauen können, aber unser Weg war damals eben ein anderer und war ja auch recht erfolgreich. Natürlich war der Schnitt damals hart, aber er hat uns sehr schnell in die 3. Liga geführt.
Das Problem sehe ich allerdings auch in der nachhaltigen Entwicklung. Wenn man schaut, wo wir im Herbst 2020 stehen, über 3 Jahre nach dem Aufstieg in die Regionalliga und über 2 Jahre nach dem Aufstieg in die 3. Liga, ist der Fortschritt einfach viel zu gering - ein hausgemachter Zustand. Wenn man sich die Aufsteiger anschaut, dann muss man sagen, hätten wir auch in diesem Sommer in die 3. Liga aufsteigen können (mit nachhaltiger Entwicklung und Strukturen) und hätten jetzt bestimmt nicht weniger Punkte auf dem Konto. Die letzten beiden Jahre wurden also verschenkt. Klar kann man die Zeit nicht zurückdrehen und weiß es einfach nicht, aber ich glaube, dass wir mit unseren finanziellen Möglichkeiten unter Pawlak und erst recht unter Wiesinger auch irgendwann aufgestiegen wären und jetzt vielleicht anders da stehen würden (auch vom Ruf her). Denn Krämer hat nach dem Aufstieg nicht mehr geliefert, sondern die ganze Misere eingeleitet.
Wenn man sich unsere Darbietungen in der 3. Liga anschaut, dann finde ich, haben Pawlak und Wiesinger hier im Vergleich gute Arbeit geleistet.
In der Oberliga hatten wir unter Pawlak natürlich einen sehr gut besetzten Kader beisammen (aber auch neu zusammengestellt), haben aber am Ende auch geliefert und sind verdient aufgestiegen, teils mit sehr ansehnlichen Siegen. Das hatte alles Hand und Fuß, die Mannschaft hatte immer einen klaren Plan. Und man darf nicht vergessen, dass alle Gegner gegen uns 120% gegeben haben, weil wir eben klarer Favorit waren. Dafür haben wir es ordentlich gemacht.
Ähnlich war es unter Wiesinger, wo wir einfach super stabil waren. Das war taktisch und körperlich sehr stark und trotzdem hatten wir immer unsere 3-4 guten Chancen pro Spiel, auch oft sauber herausgespielt. Die Entlassung war ja zu dem Zeitpunkt schon überraschend und wenn wir am Ende 2. geworden wären, wäre das bei der guten Serie von Viktoria Köln auch kein Beinbruch gewesen, aber MP wollte eben unbedingt hoch. Mir wurde gestern das Highlight-Video von Wiesingers letztem Heimspiel gegen Verl vorgeschlagen (https://www.youtube.com/watch?v=JF4TRIK6dM0). Auch in diesem Spiel hatten wir genügend Chancen, um das Spiel zu gewinnen und haben im Gegensatz zu Krämer aktuell noch Fußball gespielt. In Essen haben wir spät noch ein 2:2 mitgenommen. So schwach war das unter Wiesinger nicht, aber in dem Moment MP eben nicht genug. Im Nachhinein vielleicht ein Fehler.
Jetzt ist es also so weit. Und ich Depp habe heute Nacht noch über eine Dreierkette mit Göbel und Dorda als Außenspieler nachgedacht, weil uns Kinsombi, Anapak und Feigenspan auf den Flügeln nicht wirklich weiterbringen, Marcussen verletzt ist und wir dann Pusch und van Ooijen sinnvoll etwas zentraler offensiv einsetzen könnten...Tja, jetzt haben wir keinen echten Ersatz, nur Notlösungen, die gerade offensiv Dorda nicht ersetzen können. Fechner kann LV spielen, aber auch nicht so routiniert wie Dorda und eben nur defensiv orientiert und ist dazu kein Linksfuß. Ähnlich ist es ja bei Schneider.
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