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Grotenburg - Sanierung ·
Was wurde denn jetzt groß verschleppt? Das Stadion ist sowas von marode - das weiß jedes Kind. Vor dem Aufstieg im Jahr 2018 war kaum abzusehen, dass ein Umbau nötig sein wird. Wieso sollte die Stadt dann viel in ein Stadion investieren, in dem sich 1500 Nasen verlieren?
Dann war der Aufstieg plötzlich da, ein Jahr nach dem Aufstieg aus der Oberliga. Die Stadt hat umgehend die Bereitschaft gezeigt, das Stadion fit für die 3. Liga zu machen, um in Krefeld Drittliga-Fußball zu ermöglichen. Ponomarev war es dann selbst, der mit dem Ausstieg aus der Stadion-GmbH den Umbauprozess verlangsamt hat.
Und glaubt ihr wirklich, dass Leute wie Meyer und Schön keine seriösen Partner in diesem Projekt sind? Die Stadt wollte konstruktiv arbeiten, Ponomarev hat aber immer auf seinen eigenen Profit geschaut und wegen der Mieten in Duisburg und Düsseldorf gejammert. Dass wir für den Umbau umziehen müssen, war allen bewusst. Dass die Stadt Krefeld da finanziell nicht helfen kann, auch. Dass der Umbau Zeit braucht, auch. Was hat Ponomarev erwartet? Ich konnte seine Anschuldigungen und sein Gejammer deswegen nie ganz nachvollziehen.
Anschließend wurde ausgeschrieben und nun wird am Stadion gearbeitet - in spätestens einem Jahr wird es drittligatauglich sein. Nach dann maximal 3,5 Jahren. Von der Stadt finanziert. Wo ist das große Problem? Ich werde dankbar sein, wenn das Stadion nächste Saison stehen sollte.
Wenn Ponomarev wirklich richtig ernsthaftes Interesse am Verein gehabt hätte, über die finanziellen Aussichten hinaus, dann hätte er mit der Stadt kooperiert und wir wären jetzt bestimmt schon weiter. So hat er es sich selbst auch nicht einfach gemacht - wie in vielen Dingen.
Grotenburg - Sanierung ·
Ganz schön viele unbelegte Behauptungen und Unterstellungen.
Ich sehe auch nur minimale Entwicklungsschritte im Gesamtspiel, leider. Den Großteil reißt unsere starke Defensivarbeit dank zweikampfstarker Spieler (Lukimya, Göbel, Fechner, Girdvainis, Wagner, Gnaase haben alle sehr starke Zweikampfwerte) raus und im Mittelfeld spielen einfach gute Fußballer zusammen. Der Verdienst des Trainers ist das glaube ich nicht in sehr hohem Maße. Wir sind halt stabil, was in dieser Liga schon viel ausmacht. Dazu kommt immer mal wieder etwas mehr Mut, zuletzt etwas häufiger.
Aber vorne steht nach wie vor sehr oft die Null und das liegt nicht nur am Pech. Gestern hatten wir einen harmlosen Schuss von Mörschel, die Zufallshalbchance von Pusch, den Schuss von Fechner und ein paar gefährliche Situationen, die aber verpuffen, weil wir uns gegenseitig im Weg stehen. Das zeigt, dass wir offensiv noch immer kaum Automatismen haben. In den Spielen zuvor war es ja ähnlich. Wenn sich dort nicht in den nächsten Spielen etwas tut, werden wir an einer Trainerdiskussion wieder nicht vorbeikommen. Krämer muss in den nächsten Spielen gegen machbare Gegner Ergebnisse liefern und dafür brauchen wir Tore, so einfach ist Fußball. Der Druck ist durch das gute Spiel, was uns aber auch lag, nicht geringer geworden - im Gegenteil, die Erwartungshaltung steigt eher. 5-6 Punkte aus den drei ausstehenden Spielen sind fast schon Pflicht!
Stefan Krämer ·

Ich glaube, dass die Wut über die unnötigen Niederlagen gegen Halle und Verl nicht nur in der Mannschaft etwas ausgelöst haben, sondern dass auch Krämer nun erkannt hat, dass wir ruhig mutiger nach vorne spielen sollten, weil wir locker die Qualität dafür haben. Ich hoffe, dass die Zeit des Sicherheitsfußballs nun vorbei ist und wir endlich unser Schicksal etwas mehr in die eigene Hand nehmen, denn das können wir ganz bestimmt, wie gestern angedeutet.


Wie im Spieltagsthread bereits erwähnt erwarte ich von Krämer nun, dass er aus den vielen fußballerisch und charakterlich starken Jungs im Kader eine gefährliche Offensivmannschaft formt. Dieser Step muss in den nächsten Wochen zwingend kommen und dafür braucht es meiner Ansicht nach Kontinuität und damit Automatismen.


Ich finde wirklich unsere Außenverteidiger sehr spannend. Göbel war ein super Fang. Traoré hat auch Potential. Dorda ist ein ordentlicher Linksverteidiger, der sich auch mit nach vorne einschalten kann, wenn er soll. Fechner kann es sowieso überall. Über Dorda und Göbel lief schon in den letzten Wochen relativ viel und das sollte man meiner Meinung nach ausbauen. Gestern kam in der Sportschau eine schöne Analyse zum Erfolg von Borussia Mönchengladbach und dort wurden auch die hochstehenden Außenverteidiger als Waffen beschrieben. Ich weiß, dass das ein höheres Niveau ist, aber ich finde, man kann sich davon schon etwas abschauen. Mal zwei Beispiele:


1. https://www.youtube.com/watch?v=Lldc0KGGenM (ab 0:17) - hier geht Lainer (ein ähnlicher Typ wie Göbel) auf Außen weit mit, kriegt den Ball und spielt einen wunderbaren Pass in den Rückraum. Eine Flanke wäre auch möglich gewesen. So "einfach" kann es doch gehen und solche Abläufe samt einlaufender offensiver Spieler (Kiprit, Pusch, van Ooijen...) kann man einstudieren.

2. https://www.youtube.com/watch?v=U7gOn5JR-RU (ab 2:08) - Thuram kommt links entgegen und bindet den Außenverteidiger von Schalke, legt dann schlau nach innen ab, im Hintergrund läuft Wendt scharf den freien Raum an, bekommt das Zuspiel von Neuhaus (Pusch z.B.) und schließt frei ab. Auch das kann man einstudieren.


Ich weiß, dass es in der 3. Liga erstmal über den Kampf geht und viele Teams sehr diszipliniert verteidigen, aber wie schon auch JimPanse schreibt haben wir die Spieler, um den Gegner auch spielerisch nass zu machen. Dafür wünsche ich mir nun ein paar Varianten. Kiprit kann man ja auch wunderbar einbeziehen, beispielsweise mit tiefen Pässen hinter die Innenverteidiger (wie es Dortmund mit Haaland macht). Das Überzahlspiel bzw. das Ausspielen von Kontern können wir auch noch verbessern (positiv ist da zumindest, dass wirklich viele Spieler im Sprint mitgehen).

Krämer muss die Offensive hinbekommen, sonst gewinnen wir keine Spiele und er ist früher oder später seinen Job los. Er hat es nun nach dem guten Spiel in Dresden, das Selbstvertrauen gegeben haben muss, selbst in der Hand, unseren Angriffen noch mehr Struktur zu verpassen.

Kolja Pusch ·
Ich würde mir auch wünschen, dass van Ooijen und Pusch sich noch mehr auf die Halbräume und das Zentrum konzentrieren würden. Damit wären beide wohl einverstanden und das würde ihren Stärken am ehesten entsprechen. Aktuell sieht man sie noch zu häufig an der Seitenlinie und da finde ich besonders Pusch schon fehl am Platz. Ob er dann halb links oder rechts spielt, darüber kann man streiten. Ich würde Pusch sogar halb rechts und PvO halb links aufstellen, weil sie so mit dem starken Fuß zum Abschluss kommen können. Sie sollen sich variabel bewegen können, aufdrehen und Pässe spielen bzw. aufs Tor schießen. Und gerade wenn sie mal von etwas weiter außen aus den Halbräumen kommen, binden sie viele Mitspieler, z.B. den gegnerischen Außenverteidiger, der vielleicht mitgeht und man kann mit ein, zwei Pässen den eigenen Außenverteidiger wunderbar im Rücken auf dem Flügel freispielen.

Stimme dir da für einige Spiele in dieser Saison zu, aber heute fand ich uns schon deutlich aktiver als z.B. in Rostock, gegen Saarbrücken, gegen Unterhaching oder bei 1860. Wir wollten heute schon mehr als nur nicht verlieren.


Ich fand uns heute endlich mal wieder durchgehend etwas mutiger. Wir haben uns im Mittelfeld in die Zweikämpfe geworfen und waren super präsent mit Gnaase, Wagner und Mörschel. Auch Pusch und van Ooijen haben viel investiert (Pusch ist übrigens für seine Größe ein extrem guter Kopfballspieler dank seiner Sprungkraft und seinem guten Timing). Wir haben mit zunehmender Spieldauer auch immer häufiger den Weg nach vorne gesucht, was grundsätzlich positiv ist.


Insgesamt finde ich es ziemlich schwierig, dieses Spiel einzuordnen, da die Platzverhältnisse kaum Fußball zugelassen haben, wodurch das ganze Spiel von Hektik und Zweikämpfen gelebt hat.

Wie das zuhause auf neuem Rasen gegen Türkgücü aussieht, die etwas tiefer stehen, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt.


Ich bin glücklich über einige Jungs, die bei uns spielen wie Fechner, Wagner, Göbel und Gnaase - die reißen sich den Hintern auf und retten uns denselbigen. Auch das Verteidigen haben wir im Großen und Ganzen nun gut verinnerlicht und machen es so jedem Gegner schwer gegen uns.

Und dennoch bin ich noch längst nicht davon überzeugt, dass wir spielerisch echte Fortschritte gemacht haben. Zweikämpfe im Zentrum zu gewinnen und dort den Ball unter so vielen guten Jungs laufen zu lassen reicht noch nicht aus - das ist nicht mehr als eine gesunde Basis. Die Aktionen im letzten Drittel haben noch zu selten Struktur, Plan und Zielstrebigkeit, sondern entsteht mehr aus Einzelaktionen, Fehlern, Zufall. Wir erarbeiten uns nach wie vor zu wenige gute Chancen aus dem Spiel heraus. Das ist sicherlich in dieser Liga nicht nur unser Problem. Trotzdem sind wir in der Hinsicht besonders schwach.


Da ist der Trainer für mich jetzt einfach ganz eindeutig gefragt, Lösungen zu finden. Was ist unser Offensivplan? Wie wollen wir zum Torerfolg kommen? Inzwischen muss ich sagen, dass wir angesichts der zu geringen Topqualität auf den offensiven Außenpositionen (wir haben fast keine Unterschiedsspieler mit Tempo, gutem 1vs1, Abschluss, Übersicht etc. wie einen Shipnoski, Yildirim, Korte z.B.), den guten offensiven Mittelfeldspielern wie Pusch und van Ooijen und immer mutigeren Außenverteidigern ein System wählen sollten, dass unsere Stärken im Zentrum fördert, weil wir da, wie heute wieder gezeigt, sehr hohe Qualität haben.


Ich könnte mir zum Beispiel ein 4-3-2-1 gut vorstellen mit drei arbeitenden zentralen Mittelfeldspielern wie Wagner, Gnaase, Mörschel, Albutat oder Fechner und davor Pusch und van Ooijen in den Halbräumen als zwei Spielmacher - dazu dann aber natürlich aktive Außenverteidiger (Göbel bietet oft gute Läufe an, Dorda kann das auch), die man situativ mitnehmen kann. Heute haben wir ja so ähnlich gespielt und das sah nicht so verkehrt aus.

Oder wir versuchen wirklich mal ein 3-4-2-1 mit Fechner und Lukimya als schnelle Innenverteidiger + x, davor zwei 6ern, zwei Außenspielern und wieder Pusch und van Ooijen als Halbraumzehner und einem Stürmer.


Wenn wir mit zwei Stürmern oder mit echten Außenstürmern spielen wollen, sollten wir im Winter nochmal auf dem Transfermarkt aktiv werden, wobei man so etwas eigentlich im Sommer erledigen sollte.


Was ich sagen will: Ich wünsche mir so langsam eine Formation und dauerhaft verfolgte und eingeimpfte Idee, mit der wir mit unserem Team offensiv so gefährlich wie möglich werden können. Die Zeit des Stabilisierens und Einspielens ist jetzt vorbei - jetzt zählen Tore und Siege und dafür müssen wir vorne wissen, was zu tun ist.

Gino Fechner ·
Der Junge ist ein Naturtalent. Er trifft fast zu 100% die beste Entscheidung und bringt einfach auch sonst alles mit. Wenn er will, dann überläuft er mal eben 3, 4 Spieler, spielt dann noch einen klugen Pass oder holt einen guten Schuss raus. Inzwischen muss ich auch sagen, dass Fechner IMMER spielen muss. Eine Allzweckwaffe!
Verdienter Punkt, den wir mit etwas mehr Klarheit vor dem Tor sogar hätten verdreifachen können.
Ich fand uns defensiv endlich wieder sicher, weil die Zweikämpfe von allen Spielern aggressiv und entschlossen geführt wurden und wir kompakt standen. Im Zentrum räumen gerade Gnaase und Wagner sehr viel ab, was es jedem Gegner schwer macht. Auch die Flügel waren mit Göbel und dem wieder einmal überragenden Fechner dicht.
Und trotzdem haben wir mitgespielt und im Zentrum die Kontrolle gehabt, weil alle Spieler dort sehr fleißig waren und meistens Anspielstationen da waren. Bei dem Platz heute war es wichtig, in den Zweikämpfen griffig zu sein, und das waren wir. Wir haben über unsere Zweikampfstärke und Präsenz dem Gegner den Wind aus den Segeln genommen, der mit dem Platz und unserer Spielweise nicht so gut klargekommen ist, uns aber auch erstaunlich wenig unter Druck gesetzt hat. Genau so bitte weiter.
Das Manko bleibt dagegen aber ganz klar das Offensivspiel. Ja, der Rasen hat heute sicherlich dazu beigetragen, dass allgemein nicht viele geordneten Angriffe zu notieren waren. Dennoch müssen wir in den nächsten Spielen mehr Torgefahr erzeugen, weil wir sonst keine Spiele gewinnen können. Unsere Stürmer sind meistens komplett abgemeldet, lediglich aus der zweiten Reihe kommen Schüsse (wobei wir die Möglichkeiten dort noch besser wahrnehmen müssen) oder es gibt Einzelaktionen wie von Fechner. Das wird auf Strecke nicht reichen.
Trotzdem eine stabile Leistung gegen einen eigentlich guten Gegner, den ich aber nicht so stark sehe wie andere. Dresden hat recht sparsam gegen 1860 und Rostock gewonnen und dann zuletzt gegen Unterhaching und den MSV - nie mit Glanzleistungen, viele Tore sind nach Standards gefallen.
Alles in allem und unter den Umständen aber eine halbwegs zufriedenstellende Leistung. Die wirklich entscheidenden Spiele - auch für Krämer - kommen aber erst jetzt.
Gustav Marcussen ·
Laut dem RP-Artikel sehen wir ihn in diesem Jahr nicht mehr...
Sehe ich auch so! Ein Lichtblick in zuletzt dunklen KFC-Zeiten. Ich schätze, dass der mögliche Praktikant dort auch nochmal frischen Wind reingebracht hat. Und dass die Fans Interesse haben und die Mühe honorieren, zeigt ja alleine schon die Resonanz zur KFC-Decke.
Covid 19 ·
Kann ich nur zustimmen!
Stefan Krämer ·
In der Saison 2018/2019 hatten wir nach 13 Spielen 22 Punkte auf dem Konto, in der letzten Saison 19 Punkte - jeweils mit 15 geschossenen Toren. In dieser Saison sind es 15 Punkte bei 11 Toren. Wir hatten in der letzten Saison ganz bestimmt keinen besseren Kader als diese Saison, in der Saison 2018/2019 war er wohl ähnlich gut besetzt wie diese Saison - die Zielsetzung spielt doch keine entscheidende Rolle, denn wir wollen immer Spiele gewinnen. In den beiden letzten Spielzeiten hatten wir meiner Ansicht nach auch nicht viel mehr Glück als bisher (2018/2019 wohl noch etwas mehr). Wir stehen also faktisch eher noch schlechter da als zuvor und das trotz einer vielversprechenden Mannschaft und zwei lehrreichen Jahren.
Fußballerisch sehe ich im Vergleich zur letzten Saison leichte Fortschritte, was bei unserem talentierten Kader allerdings auch kein Wunder sein darf. In der Saison 2018/2019 haben wir meiner Meinung nach ähnlich gut gespielt wie jetzt - der Trainer war ja derselbe. Das sah phasenweise ordentlich aus, aber in einigen Spielen waren wir auch nicht auf der Höhe. Nur haben wir damals wenigstens noch ein paar Spiele gewonnen. Das kriegen wir jetzt noch nicht mal mehr hin.
Wir treten aktuell also trotz guter Voraussetzungen im Kader auf der Stelle und stecken eigentlich jetzt schon im Abstiegskampf, wenn man sich unsere Punkteausbeute und Toranzahl ansieht. Wenn wir es nicht schnell schaffen, Spiele zu gewinnen, dann wird die Entlassung des Trainers ja die einzige Option bleiben. Dass einige dem Trainer nicht mehr zutrauen, den Trend umzukehren und dafür auch ihre Gründe haben, ist doch legitim.
Stefan Krämer ·
Die Punkte sind aber eben nicht da und das hat auch seine Gründe. Und natürlich sind wir alle froh, dass wir überhaupt in der 3. Liga spielen dürfen, doch sollten wir doch trotzdem die aktuelle Lage ernstnehmen. Wir stehen tabellarisch und fußballerisch doch ganz ehrlich nicht besser da als in den letzten beiden Spielzeiten. Wenn wir in Dresden verlieren, was nicht auszuschließen ist, dann wird es langsam sehr eng in der Tabelle. Die Konkurrenz punktet ja schließlich. Ich schätze die Lage aktuell sehr ernst ein und bin jedenfalls nicht gelassen und das liegt auch am Trainer, von dem ich bis jetzt nicht viel Gutes in dieser Saison gesehen habe.
Stefan Krämer ·
kfc9999 schreibt es doch bereits: Das ist hier ein Forum und zu einem Forum gehört eben auch der kritische Austausch über alle Belange in unserem Verein, der ja genügend Anlass dazu bietet. Ja, es gibt sicherlich einige wenige Beiträge, meist kurz nach den Spielen, in denen der Respekt vor Vereinsmitarbeitern erodiert, aber hier wird doch insgesamt zwar sehr hart, aber immer noch fair über z.B. Stefan Krämer geschrieben. Die meisten Kritikpunkte sind doch völlig verständlich und angebracht, die Tabelle, die Statistiken und der Trend lügen nicht. Wer das anders sieht, konnte und kann hier immer seinen Standpunkt darlegen. Zu einem Forum gehört dann natürlich, dass auch kritisch auf Beiträge Bezug genommen wird - das passiert hier sowohl bei Krämer-Gegnern als auch Krämer-Befürwortern. Probleme gab es doch eigentlich nur mit dem Linner aufgrund seiner teilweise fast provokant wirkenden eigenwilligen Analysen (ja, davon sollte man sich nicht triggern lassen). Ansonsten wird hier doch in der Regel sachlich miteinander kommuniziert.
Wenn allerdings die Menge an Kritik einigen hier zu destruktiv und negativ ist und sie sich wegen der "schlechten Stimmung" aus dem Forum zurückziehen oder anderen Usern Vorsatz unterstellen, dann kann ich das nicht mehr ganz nachvollziehen. Wir wissen ganz genau, dass hier im Forum nur KFC-Fans schreiben und jeder am Ende den größtmöglichen Erfolg für den Verein will. Dazu gehört meiner Ansicht aber eben auch, dass Missstände angeprangert werden und nicht als Panikmache oder Hetze abgetan werden. Ist ja schön, dass die Mehrheit der Fans (siehe auch andere Kanäle) hinter Krämer steht. Dennoch liegt es ja auf der Hand, dass wir sportlich suboptimal performen. Wieso wird jetzt so getan, als wären die paar Kritiker in diesem Forum ein paar zurückgebliebene, verbitterte Dauerpessimisten? Schwanz einziehen und das Forum als nicht mehr lesenswert abtun ist einfach, aber ist das die Art wie man mit kritischen Meinungen umgeht? Ich jedenfalls könnte nicht damit leben, im Austausch mit anderen KFC-Fans immer nur zu hören, dass wir Trainer und Mannschaft Zeit geben müssten, weil der Umbruch so groß war und das schon alles werden würde. Mir ist das zu lieb und geht meiner Ansicht nach an der Realität vorbei. Aber wenn darüber noch nicht mal mehr diskutiert werden will, dann können wir das Forum hier direkt zumachen oder nur noch den Thread "Positives über den KFC" offen lassen.
Stefan Krämer ·
Auf einem Abstiegsplatz haben wir auch länger nicht mehr überwintert, oder? Müsste im Winter 2013/2014, in der ersten Regionalliga-Saison, als 16. gewesen sein. Wird ja mal wieder Zeit. ;)

Ich denke, ein 4-2-3-1 sollte für das Spiel die beste weil stabilste Formation sein. Stand jetzt würde ich mit folgender Startelf gut leben können.


                                        Jurjus                                                                    

Schneider          Lukimya          Girdvainis         Fechner                              

                             Wagner      Gnaase                                                                                    

       Göbel                      Pusch                Feigenspan                                                 

                                    Kiprit                                                                                          


defensiv so:               

                               Jurjus

Schneider   Lukimya    Girdvainis    Fechner                             

                              Gnaase                                                                                   

                Göbel     Wagner     Feigenspan                                                 

                         Pusch     Kiprit                                                                                         

Schneider und Fechner sind beide zweikampfstark und schnell, womit sie die bei Dresden sehr agilen Außenspieler Meier und Königsdörffer in den Griff kriegen können. Ich hoffe, dass Wagner wieder eine ernste Option ist. Dann würde ich ihn mit Gnaase auf der Sechs ackern lassen (bzw. Gnaase den 10er bewachen lassen und Wagner mit Göbel und Feigenspan die Schaltzentrale (z.B. Will und Stark) unter Druck setzen lassen und die Passwege zustellen lassen). Davor muss Pusch die Bälle schlau verteilen bzw. Konter einleiten, auch mal mit Wagner - Göbel und Feigenspan haben beide Tempo und sind exzellente Vorbereiter. Kiprit müsste sich dann natürlich auch wieder etwas kaltschnäuziger präsentieren.


Wenn wir wieder konzentrierter verteidigen als zuletzt, ohne uns nur um den eigenen Strafraum zu bewegen, und dann strukturiert umschalten, dann kann das vielleicht was geben. Was wir brauchen, ist vor allem Mut. Mut in den Zweikämpfen, mut mit Ball, ohne dabei die Stabilität zu verlieren. In diesem Spiel wäre mir ein Fußball wie z.B. gegen Saarbrücken (noch mit etwas mehr Mut) schon recht, wo wir auch sicher standen und gute Umschaltmomente hatten und dann auch mal nachgerückt sind.

André Pawlak ·

Ich musste gestern in der Sportschau auch direkt an uns denken. Man muss schon anerkennen, dass Pawlak einfach Ahnung vom Sport hat und sich auch in den letzten Jahren noch einmal sehr gut entwickelt hat. Er war in jeder seiner Stationen erfolgreich und der FC hat sein Potential natürlich erkannt. Aktuell kann er sagen, alles richtig gemacht zu haben. Ich glaube, dass er auch hier etwas hätte erreichen oder zumindest aufbauen können, aber unser Weg war damals eben ein anderer und war ja auch recht erfolgreich. Natürlich war der Schnitt damals hart, aber er hat uns sehr schnell in die 3. Liga geführt.

Das Problem sehe ich allerdings auch in der nachhaltigen Entwicklung. Wenn man schaut, wo wir im Herbst 2020 stehen, über 3 Jahre nach dem Aufstieg in die Regionalliga und über 2 Jahre nach dem Aufstieg in die 3. Liga, ist der Fortschritt einfach viel zu gering - ein hausgemachter Zustand. Wenn man sich die Aufsteiger anschaut, dann muss man sagen, hätten wir auch in diesem Sommer in die 3. Liga aufsteigen können (mit nachhaltiger Entwicklung und Strukturen) und hätten jetzt bestimmt nicht weniger Punkte auf dem Konto. Die letzten beiden Jahre wurden also verschenkt. Klar kann man die Zeit nicht zurückdrehen und weiß es einfach nicht, aber ich glaube, dass wir mit unseren finanziellen Möglichkeiten unter Pawlak und erst recht unter Wiesinger auch irgendwann aufgestiegen wären und jetzt vielleicht anders da stehen würden (auch vom Ruf her). Denn Krämer hat nach dem Aufstieg nicht mehr geliefert, sondern die ganze Misere eingeleitet.


Wenn man sich unsere Darbietungen in der 3. Liga anschaut, dann finde ich, haben Pawlak und Wiesinger hier im Vergleich gute Arbeit geleistet.

In der Oberliga hatten wir unter Pawlak natürlich einen sehr gut besetzten Kader beisammen (aber auch neu zusammengestellt), haben aber am Ende auch geliefert und sind verdient aufgestiegen, teils mit sehr ansehnlichen Siegen. Das hatte alles Hand und Fuß, die Mannschaft hatte immer einen klaren Plan. Und man darf nicht vergessen, dass alle Gegner gegen uns 120% gegeben haben, weil wir eben klarer Favorit waren. Dafür haben wir es ordentlich gemacht.

Ähnlich war es unter Wiesinger, wo wir einfach super stabil waren. Das war taktisch und körperlich sehr stark und trotzdem hatten wir immer unsere 3-4 guten Chancen pro Spiel, auch oft sauber herausgespielt. Die Entlassung war ja zu dem Zeitpunkt schon überraschend und wenn wir am Ende 2. geworden wären, wäre das bei der guten Serie von Viktoria Köln auch kein Beinbruch gewesen, aber MP wollte eben unbedingt hoch. Mir wurde gestern das Highlight-Video von Wiesingers letztem Heimspiel gegen Verl vorgeschlagen (https://www.youtube.com/watch?v=JF4TRIK6dM0). Auch in diesem Spiel hatten wir genügend Chancen, um das Spiel zu gewinnen und haben im Gegensatz zu Krämer aktuell noch Fußball gespielt. In Essen haben wir spät noch ein 2:2 mitgenommen. So schwach war das unter Wiesinger nicht, aber in dem Moment MP eben nicht genug. Im Nachhinein vielleicht ein Fehler.

Christian Dorda ·
Schade, komm schnell wieder!
Jetzt ist es also so weit. Und ich Depp habe heute Nacht noch über eine Dreierkette mit Göbel und Dorda als Außenspieler nachgedacht, weil uns Kinsombi, Anapak und Feigenspan auf den Flügeln nicht wirklich weiterbringen, Marcussen verletzt ist und wir dann Pusch und van Ooijen sinnvoll etwas zentraler offensiv einsetzen könnten...Tja, jetzt haben wir keinen echten Ersatz, nur Notlösungen, die gerade offensiv Dorda nicht ersetzen können. Fechner kann LV spielen, aber auch nicht so routiniert wie Dorda und eben nur defensiv orientiert und ist dazu kein Linksfuß. Ähnlich ist es ja bei Schneider.
3. Liga 2020/21 ·
Es wird enger in der Tabelle, weil die anderen Teams punkten und sich keineswegs schwach präsentieren. Wenn wir nicht schnell erkennbare Fortschritte machen, stehen wir zu Weihnachten tatsächlich klar auf einem Abstiegsplatz.
Gustav Marcussen ·
Jungs wie "Kimbo" trainieren bestimmt einfach besser. Kann man nichts machen.

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