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Norbert Meier ·
@ David 

Aus deiner Logik werde ich nicht schlau.

Du sagst sinngemäß. dass Meier ja keine schlechte Arbeit geleistet haben kann, weil ja seine Nachfolger in Darmstadt, und Lautern auch nichts hinbekommen hätten. Was im Übrigen zu bezweifeln ist, denn Lautern war in der vergangen Zweitliga-Rückrundentabelle Siebter.

Dann schreibst du, dass Krämer in Cottbus und Bielefeld und im Grunde jetzt auch desolate Mannschaften hinterlassen habe und daher kein guter Trainer sein kann.

Also entweder ist man als Trainer für die Arbeit des Nachfolgers noch irgendwie mitverantwortlich oder nicht. Aber du legst es dir zurecht, wie es gerade in den Sinn kommt.

Norbert Meier ·
@ Nostalgie1905

Meier war wohl nicht erste Wahl, aber Ponomarev hat denke ich keinen Notnagel in ihm gesehen. Es war wohl eher der Wunsch, so etwas wie mit Funkel in Düsseldorf, Lienen bei Pauli oder Heynckes bei den Bayern hier in Uerdingen aufzubauen  - erfahrener Trainer führt mit der Gelassenheit der Jahre die Mannschaft.

Aber Meier unterscheidet sich einfach in zu vielen Punkten von solchen Kalibern. Das haben Ponomarew und Weinhart  nicht bedacht. Meier ist allein schon vom Typ her kein Grandseigneur, der die Spieler väterlich in den Arm nimmt. Ich habe nichts pauschal gegen ältere Trainer, die kurz vor der Rente stehen. Wenn Funkel zu haben wäre, gerne! Und wenn Heynckes urplötzlich  sein Herz für den KFC entdeckt, dann kann er es auch gerne machen. Meier ist als Trainer einfach ein Auslaufmodell, das die Zukunft hinter sich hat. Schon Darmstadt und Lautern haben den Fehler gemacht und gedacht, sie gehen den sicheren Weg, wenn sie auf Erfahrung setzen. Nein, das ist einfach kein sicherer Weg.

Bei den Spielern dachte man ähnlich: Hauptsache möglichs viel Erfahrung! Nein, das reicht nicht. 

Auch da sage ich: Wenn Pizarro, Schweini oder Poldi ihr Herz für den KFC entdecken - gerne! Aber eine derartige Masse an älteren Spielern zu holen, das bringt es auf Dauer nicht. Ich weiß auch nicht, wie Ponomarev da Ablösen generieren will. In der Regionalliga war das der richtige Weg, da es hier nicht so viele laufstarke Teams gibt. Viktoria Köln ist mit der Söldnertruppe auch immer oben dabei. Aber in Liga 3 muss man andere Wege gehen. Das zeigen Teams wie Halle. Was bringt die Erfahrung, wenn du nicht die nötigen PS auf den Platz bringst?

Norbert Meier ·

Ok, anders gefragt:


Ponomarev sagte wortwörtlich: ""Wir ha­ben in der Hin­run­de kei­ne über­zeu­gen­den Spie­le ab­ge­lie­fert. Wir ha­ben kein ein­zi­ges Mal über 90 Mi­nu­ten do­mi­niert. Ich möch­te im Sta­di­on sit­zen und auch mal re­la­xen, bis­her saß ich je­des Mal da und ha­be fast ei­nen Herz­in­farkt be­kom­men, weil es bis zur letz­ten Mi­nu­te ge­fähr­lich für uns war."

Welche Mannschaft spielt bitte ansatzweise den Fußball, den Ponomarev sich vorstellt? In der Regionalliga oder Oberliga ist diese Einstellung ok, weil du da mit Mannschaften wie Viktoria Köln konkurrierst, die jedes Spiel 3:0 gewinnen. Aber in der 3.Liga gibt es das kaum. Selbst Duisburg hat in den Aufstiegsjahren massig Spiele erst in den letzten Minuten gedreht. Und genau das ist der Punkt: Meier fällt nach dem Karlsruhe-Spiel ein, dass es nur mit Langholz-Fußball geht. Das hat für mich mit Unterstellen wenig zu tun. Das finde ich alles einfach fragwürdig.

Norbert Meier ·

Zitat Meier: "Es fehlt an Körperlichkeit und Abgezockheit. Mit Schicki-Micki-Fußball geht es in der Dritten Liga nicht. Karlsruhe hat es uns vorgemacht. In der Abwehr gab es nur Langholz, da wurde der Ball einfach nach vorne geknallt.“

Lieber Herr Meier, 

sie haben doch den KFC angeblich ständig beobachtet. Dann hätte Ihnen doch auffallen müssen, dass das auch das bevorzugte Konzept von Stefan Krämer war, mit dem auch viele Siege geholt wurden. Warum haben Sie mit Ihrer Erfahrung Herrn Ponomarev nicht auf diesen Umstand hingewiesen? Warum haben Sie ihm nicht ummissverständlich klargemacht, dass er sich mit seiner "Relax"-Hängemattenmentalität auf dem absoluten Holzweg befindet.
Ich kenne die Antwort: Dann hätte Ponomarew möglicherweise Krämer gar nicht entlassen und Sie hätten diesen Job gar nicht. Ein Mann mit Anstand und Rückgrat hätte das doch alles gar nicht mitgemacht. Sie haben dem Investor nach dem Mund geredet um irgendwie an den Job zu kommen. Wenn das ein 30-Jähriger Newbie gemacht hätte, dann wäre das verständlich. Aber Sie hätten das doch eigentlich in ihrem Alter nicht mehr nötig gehabt.

Sie haben wahrscheinlich im Gespräch immer schön artig genickt, als er was von Spielkontrolle, Dominanz, Relaxen und weniger Krampf erzählt hat. Jetzt fällt Ihnen urplötzlich ein, dass man so in der 3.Liga nicht spielen kann. Wie lange verfolgen Sie den Fußball schon - seit gestern?

KFC - KSC (08.03.) ·
@ Bande Büderich

Wenn es nach deiner Logik geht, dann bräuchte man auch vor der Champions League keinen Respekt mehr haben. Da stand nämlich Großkreutz sogar schon im Finale.  

Die Kunst im Fußball ist einfach, dass man Spieler dann verpflichtet, wenn Sie wirklich in Ihrer Entwicklung weit oben sind. Manche bauen mit 30 ab. Manche blühen dann erst auf, z.B. Oliver Fink von Düsseldorf. 

KFC - KSC (08.03.) ·

Also so wie ich das verstanden hatte, war die Maßgabe folgende:
Der KFC ist Aufsteiger, hat aber eine top Kader. Daher möchte man in dieser Saison am besten den Durchmarsch - idealerweise noch mit attraktivem Fußball. 

Stefan Krämer hat zwar ergebnistechnisch halbwegs geliefert, aber eben nicht so souverän, dass man "relaxen" kann - ok akzeptiert. Man war halt der Meinung, dass er nicht alles aus dem Kader rausgeholt hat - warum, wieso auch immer. Zum Zeitpunkt seiner Entlassung war er Vierter - mit zwei Punkten Rückstand auf Halle.  

Eine besser Situation hätte Meier nirgends haben können. Selbst wenn er Bayern im Dezember übernommen hätte, wären es acht Punkte auf Bayern gewesen.  D.h. man hat von der Mannschaft mehr erwartet. Eben nicht nur Punkte holen, sondern auch attraktiv spielen. Dann wäre es doch wohl nur fair gegenüber Krämer, wenn man diesen Maßstab auch an Meier stellt und nicht gefühlt erstmal zehn Gänge zurückfährt. 

Das ist doch völlig normal. Oder würde man es z.B. in Hamburg akzeptieren, wenn Hamburg auf einmal nur Fünfter wird - weil Titz es ja vorher verbockt hat? Und es ist doch total hirnrissig, einen Trainer zu feuern, weil er nicht Bayern-like jedes Spiel souverän gewinnt und dann beim Nachfolger schon zufrieden zu sein, wenn man gegen eine Mannschaft wie Münster sich erstmal eine halbe Stunde einigelt um den Gegner zu beschnuppern und dann am Ende 0:0 spielt.  Und was soll bitte dieses blöde Geschwätz von wegen, dass Krämer immer leblose Mannschaften hinterlässt. Welcher Trainer hinterlässt bitte eine Mannschaft, die in der Kabine Samba tanzt? Hat Krämer einen Großkreutz hypnotisiert oder wie?

Aus meiner Sicht hat Krämer aus dem Kader das Optimum rausgeholt. Die Vereinsführung sieht das anders - ok.

Aber wenn das Potenzial des Kaders wirklich viel größer war, dann müsste man eigentlich schon mehr erkennen können.

Deine Argumentation erinnert an einen Arzt, der erzählt: "Was kann ich denn dazu, dass der Patient krank ist?"

Es geht nicht darum, ob der Arzt etwas dafür kann. Ein Arzt hat einen Auftrag, nämlich den Patienten gesund zu bekommen. 

Ich mache aber ohnehin keinen Hehl daraus, dass mir ein moderner Trainer mit einer gewissen Erfahrung lieber gewesen wäre. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen jungen Spieler der heutigen Generation interessiert, wenn ein Meier von irgendwelchen Spielen vor gefühlt 50 Jahren mit Werder Bremen anfängt. Natürlich kommt wieder das Argument: "Ja, aber Funkel und Heynckes beweisen doch......blablaba". Das sind aber Ausnahmen, an die Meier bei Weitem nicht ranreicht.

Und bevor wieder der tendenziöse gekränkte Neururer-Sprech mit Fragen wie "Willst du einen dieser Laptop-Trainer wie Tedesco?" kommt - Nein- man muss keinen Neuling da hin setzen. Ein Gruev hätte auch Erfahrung gehabt. Es hätte da wirklich genug Alternativen ohne Laptop gegeben.

KFC - KSC (08.03.) ·
Vor allem muss Meier der Mannschaft endlich mal abgewöhnen, dass sie dem Gegner in der ersten halben Stunde fast komplett das Feld überlässt - so als ginge es gegen Dortmund oder Bayern. Leider habe ich das Gefühl, dass das sogar taktische Vorgabe ist. Klar, ein bißchen Respekt vor dem Gegner ist immer gut. Man muss sich die andere Mannschaft auch mal ausgucken. Aber diese Phase sollte nicht zwanzig Minuten dauern. Aber wahrscheinlich ist auch Krämer daran schuld ;-).
KFC - KSC (08.03.) ·
Ganz ehrlich: Das mit Aigner stinkt eher nach taktischer Verletzung. Meier hat ihn  doch bereits zweimal relativ früh ausgewechselt. So können dann beide ihr Gesicht waren, wenn er demnächst wieder spielt.
Norbert Meier ·
@ David 
Torchancen  - ja, die gab es sicherlich. Aber wo hast du da bitte ein SYSTEM erkannt? Was war denn aus deiner Sicht konkret besser als unter Krämer?
Stefan Krämer ·
Also nochmal: Ich will Krämer nicht zurück.
Aber hier jetzt schon nach irgendwelchen Ausreden für Meier zu suchen, wäre unfaier den ganzen Ex-Trainern gegenüber, die gefühlt (ich betone: GEFÜHLT) schon nach der ersten Niederlage entlassen wurden.  In ca. 90 Prozent aller Fälle übernimmt ein Trainer eine Mannschaft, die am Boden liegt und nach einer Niederlagenserie komplett verunsichert ist. Das ist hier alles nicht der Fall - auch wenn vorher drei Spiele verloren wurden. Lotte und Großaspach lagen auch am Boden - und die neuen Trainer haben sofort frischen Wind reingebracht und Verbesserungen erzielt. Sogar Rico Schmitt holt mit Aalen aus den ersten vier Spielen vier Punkte. Hatten die bessere Bedingungen? Dagegen ist das doch hier ein Luxus-Tempel mit Wellness-Bereich.
Ich erwarte ja nicht den Aufstieg. Aber ich erwarte nach einem Trainerwechsel Verbesserungen und keine Verschlechterungen.
Stefan Krämer ·
Also ich wünsche mir Krämer nicht zurück. Trotzdem mal eine Anmerkung:
Wenn man sich mal anschaut, wie die KFC-Siege zustande kamen, dann waren das meist eher die "namenlosen", die die Kohlen aus dem Feuer geholt haben, ein Dörfler, ein Kefkir, Musculus. So richtig schlecht wurde es meines Erachtens erst, als sukzessive immer mehr "Promis" wie Maroh oder jetzt Lukimya und Matuschyk in der Startelf auftauchten. Dieser Weg war in der Regionalliga West goldrichtig, aber in der 3.Liga ist das der falsche Ansatz.
Klar, man benötigt Erfahrung. Aber mir kommt es so vor, als ob man mittlerweile nur noch nach irgendwelchen Erfolgen in der Vergangenheit geht - sowohl bei den Spielern als auch beim Trainer, dessen Erfolge mehrere Jahre zurückliegen. Jeder sollte sich mal selber fragen, wieviele Spieler er vom Halleschen FC auf der Straße erkennen würde. Die meisten könnten zumindest außerhalb von Halle seelenruhig durch die Gegend schlendern ohne als Fußballer erkannt zu werden, zum Beispiel ein Sohm, Washausen oder ein Ajani.
Das beweist doch, dass in der 3.Liga eben nicht nur darauf ankommt, seinen Namen spazieren zu tragen. Und ich bezweifel doch sehr stark, dass die Abkehr von diesem Konzept auf Krämers Mist gewachsen ist. Ich mag vielleicht mit Blick auf die irgendwelche Vorfälle naiv sein, aber ich sehe lieber Spieler wie Schorch und Öztürk, die sich anstrengen aber vielleicht weniger elegant mit der Kugel umgehen können, als einen Lukimya oder Matuschyk, die scheinbar doch mehr von ihrem Namen leben. Für mich ist die Abkehr vom "No Name-Konzept" ein Fehler. Und ich bezweifel sehr stark, dass das alles nur auf Krämers Mist gewachsen ist. Meier wollte doch einen Lukimya und einen Matuschyk haben, sind doch SEINE Spieler. Wie kann man dann darauf kommen, dass der irgendeinen Mist von Krämer ausbaden muss. Der hat doch hier im Vergleich zu Leuten wie Doll, Schubert, Weinzierl etc eine absolute Luxusituation.

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