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Thomas13

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Grotenburg - Sanierung ·

Inwiefern hätte er das Gleiche gezahlt? Bei der Stadiongesellschaft hätte er Millionen € investieren und zusätzlich Miete bezahlen müssen. Ohne Stadiongesellschaft lediglich Miete. Und lediglich "Miete" ist sicherlich ein geringerer Betrag als Investition und Miete, oder glaubt jemand ernsthaft der KFC würde 1,5 Mio. € Miete für ein Stadion mit nach Fertigstellung der Drittligatauglichkeit 2 nutzbaren Tribünen bezahlen?

Warum sollte der Investor des KFC das Risiko für das Stadion tragen? Aus welchem Grund? Wer trägt denn das Risiko der Yayla Arena? Die Krefeld Pinguine GmbH als Hauptmieter ja nun sicherlich nicht. MP etwas vorzuwerfen, was an anderer Stelle in Krefeld völlig legitim ist, nennt man mit zweierlei Maß messen.

Wenn man sich als Stadt eine Arena leistet (die jedes Jahr einen Millionen Verlust einfährt), dann kann man sich auch einen Verlust mit der Grotenburg leisten. Wobei sich immer die Frage stellt: Müssen städtische Einrichtungen Gewinn machen? Ich denke nicht, da es sich (z.b. auch Schwimmbäder und Museen) um Angebote an die Bürger handelt, die man als Stadt einfach haben und machen muss. 


MP hat als Investor des KFC die Sache für sich durchkalkuliert und festgestellt dass er am Ende draufbezahlt. Denn am Ende trägt er mit der Stadiongesellschaft nicht nur 51% der Investitionen, sondern auch 51 % der Kosten und somit auch 51 % eines möglichen Verlusts. 

Von den 51% der Versäumnisse der letzten 3 Jahrzehnte, wie Kotbullar schon geschrien hatte, mal ganz zu schweigen. 

MP/KFC hatte nach der Absage mehrmals betont dass man die Gespräche gerne wieder aufnimmt wenn die Drittligatauglichkeit hergestellt ist.

Das ein Investor Kohle machen will, ist nun wirklich nichts Neues. MP ist nicht Dietmar Hopp, und Herr Hopp ist auch kein Investor sondern ein Mäzen. Warum ist wohl der Schweizer bei den Krefeld Pinguinen eingestiegen, von denen er zuvor wohl noch nie etwas gehört hatte?     


Grotenburg - Sanierung ·
Was ändert das an der Tatsache dass er zu 51 % die Sanierung bezahlt und über den KFC gleichzeitig Miete zahlt?
Grotenburg - Sanierung ·
Nochmal: Er bekommt von der Miete, die er über den KFC an die Stadiongesellschaft bezahlt, gar nichts wieder. Die Stadiongesellschaft verursacht Kosten, und die werden von Deinem Kuchen (der Miete) bezahlt. 

Nochmal: MP hätte 51% von den 11,5 Mio.€ aufbringen müssen, mittlerweile laut (falscher) Angaben der Stadt 17,8 Mio. €.

MP hat es sehr wohl verstanden, und seine Darstellung ist vollkommen korrekt. Er hätte zum Einen zu 51 % der Sanierung bezahlt, und zum Anderen weiterhin Miete.  

Grotenburg - Sanierung ·

Ja, und vor knapp einer Woche hat die RP etwas anderes geschrieben:

https://www.fupa.net/berichte/kfc-uerdingen-05-darum-platzte-die-stadiongesellschaft-2755211.html

Ganz ehrlich gesagt verstehe ich diese Gedankengänge nicht. MP hätte also zu den Millionen € im zweistelligen Bereich, die er in den Verein gesteckt hat, einen weiteren Betrag im zweistelligen Bereich in die Hand nehmen sollen damit ein Stadion saniert wird das die Stadt 3 Jahrzehnte hat verfallen lassen.  Ist MP der Weihnachtsmann von Krefeld? Selbst wenn ihm dann 51% des Stadions inkl. Grund gehört hätten, schon mal darüber nachgedacht was er dann damit soll? Seinem Sohn vererben? Oder, wenn er mal aussteigt, an die stets klamme Stadt verkaufen? Dem KFC verkaufen, den er ohnehin alleine bezahlt? Oder einfach an die Stadt oder den KFC verschenken? Oder im im Alleingang einen neuen Investor suchen der ihm dann hoffentlich seinen Anteil abkauft?

Böser MP. 

Und die Miete wäre zu 50% an ihn gegangen? Also die Miete, die der KFC dann an die Stadiongesellschaft zahlt, wobei er ja den KFC bezahlt? 

Frage: Wovon bezahlt denn die Stadiongesellschaft die Betriebskosten, die Angestellten usw., wenn nicht von den Mieteinnahmen? 

Gar nichts wäre zu 50% bzw. 51 % an ihn gegangen. Er hätte nur immer weiter in die Stadiongesellschaft einzahlen dürfen. Zum Einen über die Miete, zum Anderen dann immer wenn am Stadion wieder etwas gemacht werden muss. Aber egal, Hauptsache es wäre dann schneller gegangen. 

PS: Bevor man das Geld anderer Leute ausgibt, sollte man vielleicht mal nachfragen ob sie das auch wollen.   

Grotenburg - Sanierung ·

"Die verarschen uns wo wir beistehen,zum Kotzen!!"

So ist es.... Und keiner sagt etwas.... Die Presse fragt nicht nach, im Stadtrat fragt keiner nach, der OB legt die Zahlen vor ohne die 3,3 Mio.€ zu erwähnen.... 

Man beschwert sich darüber dass MP unseren Verein schlecht darstellt....

Aber keiner merkt, dass die Stadt ihren Kostenanteil für die Sanierung der Grotenburg künstlich nach oben treibt..... 

Offensichtlich gibt es für Vereine aus der 3. Liga andere Vorschriften als z.B. für die 2. Liga. Würzburg musste ja im Dezember spielen, obwohl sie unterm Strich nur "11,5" Spieler hatten.... Sie hatten genug einsatzfähige Spieler (Untergrenze 16 oder 17 Spieler?), dabei hat die DFL aber lahme und gesperrte Spieler mitgezählt. 

Beschreibung aus der Erinnerung heraus. 

Ich würde auch davon ausgehen dass der DFB diese Lösung genehmigen würde, wahrscheinlich alleine schon damit Ruhe ist ;-)

Ich wollte mit meinem Beitrag nur sagen dass man nicht "sehen" kann ob ein Stadion drittligatauglich ist oder nicht. Dein Beispiel Köln passt da doch hervorragend.... Was für eine Bruchbude.... Erfüllt aber offensichtlich alle Bau-, Sicherheitsvorschriften und die exklusiven Wünsche des DFB. Wie auch immer das geht.... 

Grotenburg - Sanierung ·
Ja, so könnte das wohl gewesen sein :-D

Die Rechnung ist im Grunde ganz einfach: 

10,5 Mio. € bereits genehmigt und somit im Budget der Gesamtplanung enthalten.

./. 3,3 Mio. € ungeplante Förderung aus Berlin

= 7,2 Mio. € Rest

Man braucht also nur 7,2 Mio. €, 3,3 Mio. € aus der Gesamtplanung werden wieder frei verfügbar. 

Entweder freut man sich dass man 3,3 Mio. € der Gesamtplanung nicht ausgeben muss, oder man schaut was man mit den freigewordenen Mitteln anstellen kann.  

Edith sagt: Deswegen hatte ich ja geschrieben dass die 3,3 Mio. € beim Projekt Grotenburg abzuziehen sind. Wenn man denn korrekt arbeiten und informieren will. 

"Die Stadt Bochum hat es 2019 für nicht drittligatauglich befunden, aber ich frage mich eigentlich, wieso. Die Lohrheide finde ich nicht untauglicher als die Stadien in Lübeck, Meppen oder Köln. "

Das ist eben das Problem.... Es geht nicht nach "finden".... Wenn z.B. die Allianz-Arena keine Rasenheizung hätte, dann wäre sie nicht drittligatauglich.... ;-)

Grotenburg - Sanierung ·

"@Thomas13: Natürlich sollte die Stadt ihr Fußballstadion stets an die gültigen Bau- und Sicherheitsvorschriften anpassen, aber man muss auch bedenken, welcher Aufwand und welche Kosten damit bei der Grotenburg verbunden sind. Die Ost hätte man also schon 2004 sperren oder abreißen und teuer neubauen müssen, die West ebenso. Block P und Q hätte man auch sperren und umbauen müssen. Das ist einfach ein riesiger Aufwand. Vielleicht hätten wir dann 2004 schon den Zustand von 2013 gehabt und hätten nur mit Süd- und Nordtribüne gespielt, weil der Umbau von West- und Osttribüne nicht angerührt worden wäre. Klar waren wir damals noch Regionalligist, aber in der Zeit fehlten eben auch schon die Geldgeber, um perspektivisch Profifußball anzustreben und damit einhergehend auch das Stadion im großen Stile zu modernisieren. So hat die Stadt erstmal alles beim Alten belassen und die Tribünen nicht gesperrt, weil es ab 2005 sowieso bergab ging. Du musst der Bevölkerung in einer so klammen Stadt auch erstmal verkaufen, dass du jetzt große zweistellige Millionenbeträge in den aufwändigen Umbau des Stadion des lokalen Oberligisten steckst. Da sollte man auch realistisch bleiben. Die Stadt kann sich einfach nicht alles zu jeder Zeit leisten und du schreibst ja selbst, dass wir ein Stadion für 3000 Menschen brauchen. Das war auch ab 2013 locker gegeben. Jetzt, wo es nachhaltig nach oben gehen sollte, hat die Stadt sich doch klar für Profifußball entschieden und Gelder bereitgestellt, MP war einfach nicht geduldig und kooperationswillig genug. Wenn er an Bord geblieben wäre (ohne Stadion-GmbH), würden wir in einem Jahr nach dann 3,5 Jahren wieder in der Grotenburg spielen. Ratsbeschluss war im November 2018, der Umbau begann 2020 und "eröffnet" wird das Stadion Anfang 2022 (nach ca. 40 Monaten). Ähnlich schnell wie beim KönigPalast (46 Monate), wobei sowohl Neubauten als auch Bestandssanierungen ihre Schwierigkeiten haben. Ich finde übrigens auch, dass man ein Museum nicht mit einem Fußballstadion vergleichen kann."


Und nochmal (und dabei belasse ich es auch bewenden):


Gültige Bau- und Sicherheitsvorschriften sind keine Empfehlungen, es sind Vorschriften. Sie sind zeitnah umzusetzen. 

Man muss weder bedenken welcher Aufwand und Kosten damit verbunden ist, und eine Ligazugehörigkeit spielt da auch keine Rolle, und man muss den Bürgern auch nichts verkaufen. Es ist auch völlig egal wie viele Menschen zu den Spielen kommen, wann MP als Investor eingestiegen ist und ob der KFC in eine Stadion GmbH einsteigt oder nicht. 

Vorschriften sind umzusetzen, und zwar zeitnah, und nicht erst nach 16 Jahren. "erstmal alles beim Alten belassen" ist keine Option.

Wenn man das Stadion ab 2004 nach und nach in Salamitaktik an die jeweils gültigen Bau- und Sicherheitsvorschriften angepasst hätte, dann gäbe es diesen Sanierungsfall Grotenburg jetzt nicht. Ganz realistisch.

MP war übrigens so geduldig und kooperationswillig das er nicht nur das eine Jahr (wie uns allen versprochen wurde) in der Fremde bezahlt hat, sondern mittlerweile das Dritte. Open End, denn dass die Grotenburg Anfang 2022 wieder "eröffnet" wird, glaube ich erst wenn ich es sehe. Mit diesen "Eröffnungs"-Terminen haben wir ja mittlerweile so unsere Erfahrungen gemacht. 


PS: Ich finde keinen Beitrag in dem man ein Museum mit einem Fußballstadion verglichen hat. Es wurde lediglich darüber gesprochen ob "städtische Einrichtungen überhaupt rentabel sein können oder müssen..... ".... Museen, Badezentrum (Schwimmbäder), Yayla-Arena, Grotenburg usw... Alles städtische Einrichtungen.... 

Grotenburg - Sanierung ·

"Hier ein kurzer Auszug aus der RP vom 09.09.2020:

"Der Krefelder Stadtrat habe sich mit Mehrheitsbeschluss für eine Sanierung der Grotenburg ausgesprochen. „Ich setze mich immer ein, wenn es um Fördergelder für Krefeld geht. Umso mehr würde ich es befürworten, wenn die Kommune die durch Bundesunterstützung frei gewordenen Mittel zur Unterstützung des Breitensports in den Bezirkssportanlagen verwendet“, sagte Radomski, die dem Haushaltsausschuss seit 2013 angehört."

Das war mit die erste und fast auch letzte Wasserstandsmeldung die mir zu den 3,3 Mio. einfällt."


Danke, Crossy, und genau das habe ich gemeint. Genau hier wird der Bürger m.E. mehr oder weniger gezielt in die Irre geführt. "Jeder" Bürger spricht nämlich über

10,5 Mio. € 

+6,3 Mio. € Mehrkosten 

+1,15 Mio. € weitere Baumaßnahmen (nicht notwendig für die Drittligatauglichkeit, aber in den nächsten Jahren ohnehin fällig)   

= 17,8 Mio. € (Summe ist falsch, geistert aber durch den Stadtrat und die Presse) 

weil genau das sind die Informationen die er von der Stadt und der Presse bekommt/bekommen hat. Diese Informationen sind schlicht weg falsch, denn das Ursprungsprojekt "Grotenburg" belastet den Haushalt mit

10,5 Mio. €

+6,3 Mio. € Mehrkosten

./. 3,3 Mio. € Förderung 

= 13,8 Mio. €


Die 1,15 € weitere Baumaßnahmen (nicht notwendig für die Drittligatauglichkeit, aber in den nächsten Jahren ohnehin fällig) haben nichts mit dem Ursprungsprojekt zu tun und sind ein zusätzlicher Punkt der separat durch den Stadtrat zu genehmigen wäre. 

Wenn man die durch die 3,3 Mio. € Förderung eingesparten Mittel des Ursprungsprojekts Grotenburg für die Bezirkssportanlagen verwenden möchte, dann wäre das ebenfalls ein separater Punkt.   

Entweder werden hier gezielt falsche Informationen gestreut um die Zustimmung möglichst gering zu halten oder man hat von solchen Kostenaufstellungen keine Ahnung. Ich halte es für gezielt. 


Grotenburg - Sanierung ·
Ich glaube ich hatte bereits mehrmals darauf hingewiesen.....

Weder in den Ratssitzungen noch in den Presseberichten tauchen die bereits bewilligten 3,3 Mio. € Fördermittel des Bundes auf.   

Grotenburg - Sanierung ·

Nein, man kann das durchaus vergleichen, wenn man neutral bleibt, Crossy.... Ich denke mein Versuch war da schon ganz gut :-)


Deine beiden Fragen hatte ich  - für mich - ja schon beantwortet: 

"Und nein, hier spricht immer noch nicht der Neid. Meiner Meinung nach muss sich eine Stadt gewisse Themen einfach leisten. Ein Eishockeystadion für knapp 3.000 Menschen ebenso wie ein Fußballstadion für knapp 3.000 Menschen. Museen, auch wenn da vielleicht nur eine Handvoll Menschen ein- und ausgehen. Schwimmbäder.... Auch wenn man damit nur rote Zahlen schreibt. Aber: Man muss diese "Themen" auch pflegen. Und wenn man sie jahrzehntelang vernachlässigt, dann darf man sich nicht wundern wenn Sanierungen hinterher teuer sind. Gilt nicht nur für die Grotenburg, sondern auch für die Rheinlandhalle. Und das Kaiser-Wilhelm-Museum.... Und und und.... "


Nochmal kurz: Nein, städtische Einrichtungen müssen meiner Meinung nach nicht rentabel sein. Weder die Yayla Arena noch die Grotenburg, weder das Badezentrum noch das Seidenweberhaus, usw.... Kultur, Bildung, Sport... Alles Themen bei denen rentabel aus meiner Sicht keine Rolle spielen darf..... 

Und so ist es für mich auch vollkommen ok dass die Pinguine keine realistische Miete zahlen.... Ich erwarte allerdings dann auch dass der KFC keine Unsummen an Miete bezahlen muss (müsste).... 

Wenn ich mir aber den Beitrag von toni361 anschaue........ 

"Übrigens hatte der KFC, nach Auskunft des gleichen Ratsmitgliedes, einen symbolischen Erbzins von einem Euro jährlich bezahlt, was die Motivation der Stadt für Instandhaltungen erklärt...

Bei einem Neubau oder Umbau würde der Erbzins, also die Mietzahlungen im guten oberen sechsstelligen Bereich liegen... Auskunft vom gleichen Ratsmitglied der CDU..."

........ dann weiß ich jetzt schon dass mit zweierlei Maß gemessen wird..... 


Grotenburg - Sanierung ·

"Die Aussagen zur Stadion-GmbH waren doch lange Zeit von beiden Seiten sehr optimistisch. Wenn man fest damit plant, mit dem Verein eine Stadiongesellschaft zu gründen, dann verschwendet man bestimmt keine Zeit für optionale Ausschreibungen. Man kann nicht immer für alles einen Plan B haben und es soll ja noch so etwas wie Vertrauen geben."


Ich sehe es wie TimK: Professionalität. Darüber hinaus sind die Arbeiten, die ausgeschrieben werden sollen, die Gleichen. Dementsprechend hätte man durchaus schon anfangen können. 


"Bzgl. der 51% sehe ich es so, wie KFCfan45 es schreibt: "Es geht, wie hier schon erwähnt wurde um die Anteile der Stadiongesellschaft i.h.v. 51% und nicht um die Umbaukosten die ganz alleine von der Stadt getragen werden. Natürlich muss vom Nutzer eines jeden städtischen Stadions in Deutschland Miete gezahlt werden.""


Dem widersprechen die Presseberichte und die Aussagen des KFC. Demnach ist der KFC ausgestiegen weil er 51% der Umbaukosten tragen sollte. Hier sollte man sich mal darüber einigen ob Presseberichte nur glaubhaft sind wenn sie über Verfehlungen des KFC berichten......  


"In den 20 Monaten seit Mai 2019 mussten eben vor allem europaweite Ausschreibungen vorbereitet und durchgeführt werden, was einfach Zeit braucht. Mich würde ganz grundsätzlich auch mal interessieren, für welche Arbeiten am Stadion die noch nicht gebundenen restlichen knapp 10 Mio. noch gebraucht werden? "


Ja, die Dauer der europaweiten Ausschreibungen.... 20 Monate für Aufträge in Höhe von 1,7 Mio.€. Respekt. Aber richtig, es hätte auch noch länger dauern können. ;-)


"Zu MP: Er war hier zwar schon ein paar Jahre tätig und hatte große Pläne, aber die hatten andere vor ihm auch. Man brauchte sich in Krefeld vor 2018 keine größeren Gedanken zum Stadion machen, denn der Aufstieg in die 3. Liga war ja nicht fest einplanbar, er kam einfach nach einem überragenden Schlussspurt und war dann ja auch erst der Zweite. Erst ab diesem Punkt wurde das Stadion richtig Thema. Man kann sich natürlich die Frage stellen, wie ernsthaft man sich von Seiten der Stadt, aber auch von Seiten des Vereins vor dem Sommer 2018 mit der Ertüchtigung der Grotenburg für den Fall der Fälle auseinandergesetzt hat. Hätte die Stadt also schon 2017 den Umbau des Stadions einleiten sollen in der Hoffnung, den Aufstieg in die 3. Liga bald zu packen? Das wäre in Krefeld bestimmt nicht durchsetzbar gewesen, wofür man auch Verständnis gehabt hätte."


Selbstverständlich hätte man sich auch vor 2018 größere Gedanken um das Stadion machen müssen. Der KFC hat die Stadt von Anfang an über seine Ziele informiert, entweder wurde man nicht ernst genommen oder schlicht ignoriert. Es hat auch nichts damit zu tun ob der KFC 2018 in die 3. Liga aufsteigt, oder erst in 2019 oder 2020. 

Man hätte auch nicht "schon" 2017 den Umbau einleiten sollen, sondern "längst". Und zwar seit 2004. Änderungen in den Bau- und Sicherheitsvorschriften sind umzusetzen, da gibt es kein "Mach wenn Du mal Lust hast".... Hätte man seit 2004 die Grotenburg stets an die jeweils gültigen Bau- und Sicherheitsvorschriften angepasst und wäre seiner Verpflichtung als Eigentümer nachgekommen, dann gäbe es jetzt keine Diskussion. 

Die Aussage über MP ist übrigens falsch. Er hatte nicht nur große Pläne, er hat sie auch umgesetzt. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern. Und die Umsetzung konnte man auch nicht übersehen. 


"Die Wellenbrecher-Geschichte war natürlich eine Fahrlässigkeit, keine Frage. Aber man darf unsere damalige sportliche Situation, wie die Stadt schreibt, eben auch nicht außer acht lassen. Die Grotenburg war in den ganzen Jahren kein größeres Problem. Und dann hat die Stadt ja auch gehandelt und z.B. den Block P erneuert. Dass man die Ost (leider) erstmal nicht angerührt hat, war aber ebenso (leider) verständlich bei einem Viert- bis Fünftligisten mit 2000 Zuschauern."


Das lediglich eine Fahrlässigkeit zu nennen hat schon etwas.... :-) Und nochmal: Die Bau- und Sicherheitsvorschriften haben keinen Bezug zu sportlichen Situationen und/oder Zuschaueraufkommen. Man kann sich dabei nicht darauf berufen dass eine Immobilie kaum genutzt wird. "Die Stadt hat ja dann auch gehandelt" ist übrigens eine sehr schöne Umschreibung für eine Zeitspanne von 10 Jahren ;-)


"Und was den KönigPalast betrifft, muss man doch schon unterscheiden: Da wurde damals in erster Linie eine für Krefeld sehr bedeutende Veranstaltungshalle gebaut, die gleichzeitig die Konkurrenzfähigkeit der Pinguine sichern sollte. Da wurde ja nicht ausschließlich den Pinguinen ein Palast hingesetzt."

Der KönigPalast ist eine unbedeutende Veranstaltungshalle für Krefeld und die ganze Region. Schon vor dem Beschluss haben mehrere Fachleute darauf hingewiesen dass dieser Bau aufgrund der Konkurrenz im Umkreis nicht rentabel sein wird. Es war also schon vor dem Ratsbeschluss klar, dass der Palast im Grunde ein reines Eishockeystadion sein wird. Gebaut, weil die Krefeld Pinguine GmbH der DEL eine moderne Arena vorweisen mussten um weiterhin eine Lizenz erhalten zu können. Und genauso ist es gekommen, andere Veranstaltungen sind seit der Fertigstellung rar, und der Palast fährt seitdem jedes Jahr regelmäßig einen siebenstelligen Verlust ein.

Übrigens: Am 01.02.2001 hat der Rat den Bau beschlossen, 27.08.2003 erfolgte der erste Spatenstich, am 04.12.2004 wurde der Palast eröffnet...... Wie schnell es doch manchmal in Krefeld gehen kann.... ;-)

Und nein, hier spricht immer noch nicht der Neid. Meiner Meinung nach muss sich eine Stadt gewisse Themen einfach leisten. Ein Eishockeystadion für knapp 3.000 Menschen ebenso wie ein Fußballstadion für knapp 3.000 Menschen. Museen, auch wenn da vielleicht nur eine Handvoll Menschen ein- und ausgehen. Schwimmbäder.... Auch wenn man damit nur rote Zahlen schreibt. Aber: Man muss diese "Themen" auch pflegen. Und wenn man sie jahrzehntelang vernachlässigt, dann darf man sich nicht wundern wenn Sanierungen hinterher teuer sind. Gilt nicht nur für die Grotenburg, sondern auch für die Rheinlandhalle. Und das Kaiser-Wilhelm-Museum.... Und und und.... 

Um den Bogen zur Grotenburg wieder zu spannen: Der KFC kann sich die Sanierung einer städtischen Immobilie nicht leisten, und er muss es auch nicht, die Sanierung ist Aufgabe der Stadt (Gesprächsbereitschaft über einen weiteren Ausbau der Grotenburg hat der KFC mehrmals bekundet, außerdem wollte die Stadt laut Aussage von Triple M ja Investoren für einen weiteren Ausbau suchen). Die Stadt muss sich entscheiden ob sie Profifußball anbieten möchte, genauso wie sie entscheiden muss ob z.b. die Jugendarbeit des KEV und anderer Eissportarten weitergeführt werden kann. Die Stadt hat sich wunderbar im Erfolg 2018 gesonnt und vollmundige Versprechungen gemacht. Jetzt sind wir im Januar 2021, aus einem Jahr in der Fremde wurden mittlerweile drei, Ende nicht absehbar. Sie kann natürlich die Sanierung stoppen und das Stadion entweder verfallen oder gleich abreißen lassen (ich höre jetzt schon den Rat über die Abrisskosten jammern). Ihre Immobilie, ihre Entscheidung. 


Ja, Crossy, die Frage taucht auch gefühlt millionenfach bei Facebook auf :-)

Gerade für´s TV muss alles getan werden ;-)

Kein Rollrasen ;-) Es wird gesät, so war der Presse zu entnehmen.... Rollrasen war sicher die teure Variante :-)
Grotenburg - Sanierung ·

Na ja, warum sollte man nicht trotzdem in der Zeit der Verhandlungen Ausschreibungen vorbereiten? Dann hätte man zumindest ein Grundgerüst gehabt nachdem die Stadion GmbH vom Tisch war. Hat man aber nicht gemacht (siehe Presseberichte aus der Zeit).

Wenn es rein nur um den Vorteil einer schnelleren Ausschreibung gegangen wäre, warum sollte der KFC dann 51% der 11,5 Mio.€ tragen (siehe Presseberichte)?


Dann waren wir wohl so ziemlich alle realitätsfern, nicht nur MP. Denn wir haben auch so ziemlich alle den Aussagen der Stadt geglaubt und auf den KFC Fan OB vertraut.

Und wo zahlt denn die Stadt die 11,5 Mio.€? Seit Mai 2019 wurden lediglich 1,7 Mio.€ an Aufträge gebunden (Stand Januar 2021, siehe Presseberichte). In 20 Monaten. So viel zum Thema "eben mal so"..... 


Und es ist keinesfalls so dass der KFC plötzlich einen Investor mit großen Plänen hatte, er war schon längere Zeit tätig und hat für 2 Aufstiege gesorgt. Von plötzlich kann da also keine Rede sein. Sind 2 Aufstiege in 2 Jahren nicht Beweis genug? 

Und es haben sich auch nicht "plötzlich" die Bau- und Sicherheitsvorschriften geändert, auch das war der Stadt Krefeld schon viele Jahre vorher bekannt. Wie viele Jahre hat es gedauert bis der Stadt Krefeld plötzlich aufgefallen ist dass die Ost schon längst hätte gesperrt und umgebaut werden müssen? 

Zitat aus einem Artikel der WZ vom 12.03.2013: ( https://www.wz.de/sport/fussball/kfc-uerdingen/sicherheitsmaengel-in-der-grotenburg-osttribuene-gesperrt_aid-29955861 )

"Seit 2004 hat die Stadt Krefeld als Eigentümerin es versäumt, in den Stehplatzbereichen der West- und Osttribüne sowie auf den überdachten Stehplätzen der Haupttribünenblöcke P und Q für eine ausreichende Sicherung der Zuschauer durch Wellenbrecher zu sorgen. „Die Verwaltung hatte im April 2013 mitgeteilt, dass die Anordnung der Wellenbrecher auf einigen Tribünen nicht den Bestimmungen der Sonderbauverordnung entspricht“, sagt Manuel Kölker vom Presseamt der Stadt. Auf die Frage der WZ, warum die Nachrüstung nicht in den vergangenen neun Jahren erfolgt ist, sagt Kölker: „Angesichts der geringen Zuschauerzahlen in der Grotenburg hatte man die Umsetzung der Verordnung nicht mit der allerhöchsten Priorität versehen.“"

Anmerkung von meiner Seite: Am 03.08.2006 fand das Frauen-Länderspiel Deutschland - Italien vor 15.700 Zuschauern statt. 

Von wegen "nicht mit der allerhöchsten Priorität versehen"...... Man könnte ja eher vermuten dass man voll und ganz mit dem KönigPalast beschäftigt war.... 

"nicht mit der allerhöchsten Priorität versehen"... Satte 9 Jahre lang.... 


Ich bin weiß Gott nicht immer mit den Entscheidungen "des KFC" einverstanden, ich hätte (zu den jeweiligen Zeitpunkten) so einiges anders gemacht. 

Aber was die Grotenburg angeht, so ist der Sündenbock tatsächlich die Stadt. Ist aber nur meine Meinung.

Und: Das der KEV 81 sich mit der Rheinlandhalle dem Protest offensichtlich anschließt..... Könnte zu denken geben, oder?

Und: Der Bau des KönigPalast wurde ganz wunderbar über Töchter der Stadt Krefeld realisiert.... Ganz ohne die Krefeld Pinguine GmbH..... Eigentümerin ist die Krefelder Bau GmbH (Investor und Bauherr), Betreiberin die Seidenweberhaus GmbH.... Und nein, das ist kein Neid. Es ist nur interessant was in Krefeld alles möglich ist.... 


Grotenburg - Sanierung ·

Nein, laut Berichten wie z.b. https://www.fupa.net/berichte/kfc-uerdingen-05-darum-platzte-die-stadiongesellschaft-2755211.html

sollte "der KFC" 51% der 11,5 Mio.€ bezahlen. Die 11,5 Mio.€ beinhalten die notwendigen Arbeiten zwecks Tauglichkeit 3. Liga (Stand damals ), also die Nachholung der Vernachlässigung der letzten 3 Jahrzehnte. Dazu passen dann die Äußerungen der Stadt damals "Dann fangen wir jetzt mal an auszuschreiben (sinngemäß). Aus meiner Sicht war die Ablehnung völlig korrekt, keiner von uns hätte damals anders gehandelt. Ich jedenfalls nicht, ich stehe doch nicht für die Versäumnisse der Stadt gerade.

"Der KFC" hat nach der Ablehnung mehrmals geäußert (u.a. auf einer MV) dass man gerne wieder über eine Stadion GmbH verhandeln würde sobald die Versäumnisse der letzten 3 Jahrzehnte aufgeholt worden sind, sprich dann Ausbau zwecks Tauglichkeit 2. Liga.

Und auf die Erfüllung der vollmundigen Versprechungen der Stadt bezüglich der Sanierung zwecks Tauglichkeit 3. Liga warten wir im Januar 2021 immer noch. Und im November 2020, also bevor der Investor seinen Ausstieg bekannt gab, haben wir genauso darauf gewartet. 

Ingolstadt ·
Und warum wundert man sich hier dann dass die Miete nicht gezahlt wurde?
Ingolstadt ·
Mal eine Frage an die Insolvenz Experten hier:

Warum meldet eine Gesellschaft eine Insolvenz an?

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