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Grotenburg - Sanierung ·
Für mich ist entscheidend, was die Stadtspitze sagt und nicht irgendein Gero Hattstein. Markus Schön hat sich ja eindeutig geäußert: Man steht zum KFC, hilft und saniert das Stadion, verlangt aber zumindest ab sofort mehr Seriosität.
Die Meldungen und Worte aller Beteiligten in diesen Tagen machen etwas Hoffnung. Es wird weitergehen!
Oberliga halte ich auch ganz klar für ein realistisches Mindestziel. Aber ob daraus letztlich etwas wird oder ob wir auch eine Perspektive auf Regionalliga-Fußball haben, hängt wirklich total davon ab, wer nun im e.V. das Heft des Handelns übernimmt und wie engagiert diese Personen gemeinsam mit der Stadt bei der lokalen Wirtschaft für den KFC werben können. Wichtig wäre allein schon eine öffentlichkeitswirksame Präsentation der dann neuen Vereinsspitzen mit der Stadt, in der die Ziele öffentlich ausgesprochen werden und ein öffentlicher Appell an alle Krefelder und die Wirtschaft gerichtet wird. Ich kann mir auch vorstellen, dass, sobald halbwegs Klarheit über die Besetzung und die Ziele des Vereins besteht, manche Unternehmen proaktiv auf uns zukommen werden und ihre Unterstützung anbieten. Da muss man sich dann natürlich maximal kooperationsbereit zeigen und jeden Erfolg medial gut verkaufen.
Corona mal ausgeklammert bin ich zudem optimistischer, was das Faninteresse anbelangt. Wir haben gerade durch die 3. Liga wieder so viel Aufmerksamkeit in der Stadt wie lange nicht mehr. Ich schätze unser Fanpotential (Stammpublikum und Gelegenheitsbesucher) auf ca. 5000 Menschen. Wenn wir diesen Leuten zeigen, dass der KFC nun einen neuen Weg einschlägt und wenn wir mit einfachen Mitteln präsenter in der Stadt werden und etwas Werbung für den Verein und die Heimspiele machen (in Kooperation mit Partnern), dann glaube ich, dass an einem ersten Spieltag 3000+ Zuschauer auf der Matte stehen werden, wenn wir wieder in der Grotenburg spielen dürfen. Wenn dann da unten auf dem Rasen eine hungrige Truppe alles raushaut und endlich wieder so etwas wie Stimmung aufkommt, dann werden sich die Gegner noch wundern und die Grotenburg kann wieder zur Festung werden. Wieso sollten dann in den darauffolgenden Spielen, wenn auch die Preise sehr einladend gestaltet werden (Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien, Rabattaktionen, Freikarten) und wir ein kleines Rahmenprogramm bieten (auch wieder mit kreativen Lösungen), nicht wieder 2000-3000 Leute kommen? Wir müssen es einfach so gut es geht hinbekommen, eine Art Euphorie zu entfachen, den Verein wieder erlebbar und sympathisch zu machen und ihn für die Stadtgesellschaft sichtbar zu machen. Es liegt auch an uns, was wir draus machen.
Neue Investoren ·
Letztlich muss man sich einfach nur anschauen, wer bei Vereinen, die mindestens ambitionierte Regionalligisten sind, das Geld gibt (jetzt mal nur einige Regionalligisten aufgelistet):
1. FC Schweinfurt - Markus Wolf (Wolf Möbel, Präsident und Geldgeber)Viktoria Berlin - Zeljko Karajica (SEH Sports & Entertainment Holding aus Hamburg, Investor)Energie Cottbus - großer Sponsorenpool
Chemnitzer FC - großer Sponsorenpool + regionale Investorengruppe
Carl-Zeiss Jena - Roland Duchatelet (X-FAB in Erfurt, schon seit 2014 Investor)VfB Oldenburg - großer SponsorenpoolSSV Ulm - zwei Investoren (Unternehmer) aus der Region haben 30% erworbenSV Elversberg - Frank Holzer (Ursapharm, Geldgeber)FC Homburg - Frank Theiss/Giuseppe Nardi (Dr. Theiss Naturwaren, Hauptsponsor)TSV Steinbach Haiger - Roland Kring (SIBRE, Geldgeber)FSV Frankfurt - großer SponsorenpoolKickers Offenbach - mehrere kleinere Anteilseigner und Kontakte zu regionalen Investoren + Sponsorenpool
Preußen Münster - großer Sponsorenpool, auf der Suche nach InvestorenRot-Weiss Essen - Sascha Peljhan (Gründer von Naketano, strategischer Investor, selbst RWE-Fan) + SponsorenpoolWuppertaler SV - Friedhelm Runge (EMKA, Geldgeber)
Von den 15 genannten Vereinen haben mindestens 5 einen regionalen, mit dem Verein verbundenen Geldgeber, der Rest verfügt über einen breiten, regionalen Sponsorenpool (meist mit wenigen starken Partnern aus der Region) und ist teilweise auf Ausschau nach regionalen Investoren oder hat bereits welche an der Angel/im Boot. Viktoria Berlin hat einen Investor, der aber auch ziemlich strategisch denkt. Jena hat auch einen Investor, zwar aus dem Ausland, aber in Ostdeutschland unternehmerisch aktiv und er peilt auch nicht zu große Ziele an.
Fazit: Regionalliga ist auf Dauer mit einem wachsenden Sponsorenpool möglich (darunter zwei, drei größere Zahler) - für mehr braucht es entweder noch mehr Großsponsoren oder (strategische und/oder regionale) Investoren. So etwas wie MP oder Noah holt sich kein anderer Verein in Deutschland ins Haus und das aus gutem Grund (ja, die haben es auch nicht so nötig wie wir). Mit dem Verein verbundene Geldgeber/Gönner/Mäzene gehen immer und erleichtern natürlich vieles. Auf diese Karte kann man aber nur schwer setzen, da muss das Interesse schon von deren Seite kommen. Meiner Meinung nach bleibt uns nur der Weg über den harten Aufbau einer Sponsorenbasis (der fannahe Verein Chemie Leipzig hat übrigens über 250 davon) und die Hoffnung, dass sich in der Regionalliga mit guten Köpfen vielleicht ein paar (seriöse) Investoren finden lassen. Dass das alles andere als leicht ist, zeigen Vereine wie die Kickers aus Offenbach, die vom Selbstverständnis ja auch Minimum ein Drittligist sind.
Aber in meinen Augen ist der Weg ohne undurchsichtige Investoren alternativlos, wenn wir eine nachhaltige Chance auf Erfolg haben wollen. Dieses Modell hat uns in den Abgrund geführt und unseren Namen heftigst verbrannt. Wir müssen den kleinen, schwerlichen Weg über Sponsoren gehen, mit dem wir uns, je seriöser und erfolgreicher wir arbeiten, irgendwann aber vielleicht das Vertrauen und Interesse größerer Fische erarbeiten. Das kann aber Jahre dauern und bis dahin müssen wir eben auch demütig und geduldig bleiben. Wir brauchen die Basis eines Regionalligisten (Stadion, Trainingsgelände, Geschäftsstelle, Fanshop, Jugend, Gremien, Sponsorenbasis), von der aus wir dann überhaupt erst größere Chancen bei seriösen Investoren oder Großunternehmen haben. Wenn wir dazu nicht bereit sind (durch harte, ausdauernde Basisarbeit) oder sich erst gar keine Sponsoren finden lassen (was ich nicht wirklich glaube), dann kann man den Verein auch direkt dicht machen. Irgendwelchen dubiosen Investoren in die Hände zu laufen, sollte jedenfalls keine Alternative mehr sein, weil dadurch der Erfolg auch nicht garantiert ist - im Gegenteil.
Grotenburg - Sanierung ·
Ich finde diese Abwägung sehr schwierig! Ja, der Umbau sollte am besten durchgezogen werden, damit die Tür zum Profifußball offen bleibt und sich nicht vielleicht dauerhaft schließt, aber ein Vereinsgelände (und das braucht jeder Verein, auch Profiklubs) ist so ziemlich das Essenziellste überhaupt. Ohne eigene Heimat werden wir GAR keine Langfristperspektive haben. Wo sollen denn die Mannschaften perspektivisch vernünftig trainieren?
Wir brauchen beides dringend und in beiden Fällen finanzielle Unterstützung der Stadt. Nur hat man aktuell irgendwie das Gefühl, dass nur eine von beiden Baustellen möglich ist, was nicht gut wäre.
Mir persönlich erscheint das Vereinsgelände wichtiger, vor allem weil das ein Projekt ist, was noch gar nicht angegangen wurde und wo deshalb jeder erste Schritt und jede Initiative der Stadt sehr begrüßenswert wäre, vor allem auch, weil es wirklich etwas für den Verein wäre und zwar etwas ganz Wichtiges. Das Stadion ist ja für alle Krefelder und wenn wir in 3-5 Jahren vielleicht ein gefestigter Regionalligist sind und vernünftige Leute Ambitionen anmelden, wird die Stadt einsehen müssen, dass der Umbau nötig ist, wenn Profifußball ermöglicht werden soll. Dann kann die Stadt immer noch die Pläne aus der Schublade holen und die restlichen Arbeiten für die Drittligatauglichkeit erledigen, auch wenn das nicht so einfach wird, wie es jetzt hier klingt.Aber wie gesagt, eigentlich braucht es Fortschritte auf beiden Ebenen, also Planungen zu einem Gelände unabhängig von der Fertigstellung der Grotenburg.
Schahidi hat sich auch in der FB-Gruppe "Mein KFC" zu Wort gemeldet. Sie würden nicht einfach aufgeben und er findet, dass die Fans das auch nicht tun sollten. Sie würden außerdem versuchen, einen Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, z.B. zur Bearbeitung von Mitgliedsanträgen.
Neue Investoren ·
Insgesamt bewahrheitet sich, dass für einen so fragilen Verein wie wir es sind nur Gönner in Frage kommen und keine Investoren. Gönner scheuen keine Kosten, Risiken und Verzögerungen und sie hauen erst recht nicht schnell ab, weil sie es aus persönlicher Verbundenheit machen und wenn überhaupt positive Nebeneffekte für sich persönlich erwarten. Investoren wie MP und Noah sprechen zwar auch von Projekten und dass sie etwas aufbauen wollen, schauen aber in erster Linie immer auf die Renditechancen. Wenn die sich verschlechtern, dann wird aufgehört, egal was bis dahin passiert ist und egal wie schmerzhaft das für den jeweiligen Verein ist. Das sind eben vor allem Geschäftsleute und weniger Fußballliebhaber und so handeln sie eben. Kein gutes Modell für so risikoreiche Vereine wie uns.
Oder es ist halt wirklich so gelaufen, dass sie die Unterlagen kannten, alles versucht haben, gemerkt haben, dass sie die Forderungen nicht erfüllen können oder wollen, sich mit Kruth auf die Regionalliga verständigt haben, dann aber noch einmal die Aussichten des Investments besprochen haben und einfach zu dem Entschluss gekommen sind, dass insgesamt die Kosten und Risiken in keinem guten Verhältnis zu den Ertragsaussichten stehen und es sich nicht lohnt, so viel Geld in diesen Verein zu stecken (was sie ja definitiv hätten tun müssen, um Erfolg zu haben). Und dann wurde eben einfach ein Schlussstrich gezogen, bevor man richtig mit der Arbeit und Kommunikation hätte anfangen müssen. Hätte man natürlich kommunizieren können, aber zurückrudern gehört nicht zum Repertoire von Investoren. Uns kennt hier doch eh keiner, werden die sich gesagt haben.
Ich denke, dass es am Ende einfach eine Sache des Commitments ist. Der DFB hatte einfach keine Lust mehr auf diese Hängepartien mit uns - schließlich sind wir der einzige Verein, der derart abhängig von einer Person/einem Anteilseigner/Investor ist UND in jüngerer Geschichte eine so dermaßen schlechte Zahlungsmoral hatte bzw. so viel Schulden gemacht hat UND in dem der Investor dann einfach hingeschmissen hat, wodurch der Verein direkt tot ist. Deshalb hat man in diesem Fall darauf bestanden, dass der Investor zeigt, dass er es wirklich ernst meint mit dem KFC und der 3. Liga und dass er seriöser arbeitet als sein Vorgänger. Auf diese Forderung konnte Noah, oder eher wollte Noah als Investor nicht eingehen, weil sie wahrscheinlich den Eindruck hatten, dass Investoren in Deutschland ein zu harter Wind entgegenbläst, worauf sie keinen Bock haben, auch weil sie natürlich meinen, nichts für die Vergangenheit zu können. Da ihnen letztlich ziemlich egal ist, ob sie hier weitermachen oder wieder weiterziehen, sind sie ohne Zögern ausgestiegen und widmen sich nun Investments, bei denen ihnen weniger auf die Füße getreten wird. Echtes Interesse gibt es bei solchen Investoren nicht - da werden Beteiligungen gewechselt wie Unterhosen.
Keine Frage - einen Start in der Regionalliga zu ermöglichen, wird sehr schwierig, aber auch nicht unmöglich! Saisonstart ist am 13.8. - das sind noch über 10 Wochen. Wir haben also ca. einen Monat Zeit, um eine (kommissarische) Vereinsführung zu etablieren und gemeinsam mit Meyer & Co. interessierte Sponsoren zu finden, welche zusammen mit Fanspenden/Mitgliedseinnahmen einen Mindestetat von ca. 1 Mio. Euro auf die Beine stellen. Voronov und Schneider traue ich sogar zu, in der RL an der Seitenlinie zu stehen und ich traue ihnen auch zu, eine ganz junge Mannschaft zusammenzustellen aus hungrigen Spielern, für die RL in der Grotenburg eine Chance ist. Eventuell kann man noch einen Fachmann als sportlichen Berater gewinnen (Funkel z.B.). Man sollte es zumindest versuchen. Was man in Sachen Fangewinnung noch alles rausholen kann, erst recht, wenn wir Heimspiele nach Corona und durch einen Umbau light in der Grotenburg austragen sollten, ist auch klar. Wir müssen das als Wiederaufstehung nutzen! Der Zusatz "Ihr neuer" KFC muss endlich mal Wahrheit werden!
So sieht's aus! Top!
Sehr starkes Statement vom KFC (von wem auch immer)! Jetzt gilt es, alle Kräfte zu bündeln und endlich das wahre Potenzial des KFC auszuschöpfen! Das geht aber nur gemeinsam und nur mit größtmöglicher Integrität und Hingabe.

https://www.wz.de/nrw/krefeld/krefeld-kfc-uerdingen-steht-vor-dem-aus-ob-meyer-bietet-hilfe-an_aid-58851587?utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR135pWdnM_rtnSQvKnEKO3ft_fgrS9fDTZWiNVYeqQUDnE-TZdMogVJzV4#Echobox=1622654637


Kann jemand zusammenfassen, was Meyer sagt?
Nicht unbedingt. Die Verträge der Spieler waren ja für die 3. Liga gültig und das wird jetzt wieder der Fall sein. Da werden einige bleiben.
Mikhail Ponomarev ·
Bitte den Thread aus Jugendschutzgründen schließen. Ganz davon abgesehen, dass diese Person es gar nicht mehr wert ist, in diesem Forum erwähnt zu werden.

https://www.kfc-uerdingen.de/wp-content/uploads/2021/01/Mitgliedsantrag-KFC-Uerdingen.pdf


Hier. Wir brauchen jetzt mehr als je zuvor Mitglieder!
Nein, es geht nur gemeinsam mit der Stadt!
Tschüssi!
Kommt immer drauf an, was der Anspruch ist und wie realistisch man ist. Die Realität war und ist jedenfalls, dass wir maximal ein Regionalligist, eher ein Oberligist sind. Die Jahre unter MP und Noah hatten mit der Realität nichts zu tun und haben uns letztlich gar nichts gebracht außer viele Sorgen. Wir sollten alle mal kleinere Brötchen backen und ganz kleine Schritte gehen. Ob es dann letztlich bergauf geht, wird man sehen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch viel schlechter laufen kann als zuletzt.
NEUSTART JETZT! Schluss mit Träumereien, Schluss mit fremdem Geld, Schluss mit Abhängigkeiten, Schluss mit Skandalen! Für einen KFC, auf den wieder alle Fans und Krefelder stolz sein können!

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