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3. Liga 2020/21 ·
Typisch 3. Liga mal wieder. Der Zweite steht gegen den 16. nur in der eigenen Hälfte und führt plötzlich kurios 1:0. So gewinnt man Spiele in dieser Liga.
Krefelder Sport ·
Klar musst du fähige Leute bezahlen, aber wie machen das denn andere Drittligisten? Es braucht bestimmt kein fünfköpfiges Team, das 300.000 € im Jahr verdient. Man braucht vielleicht zwei oder drei Mitarbeiter dafür, davon einen von Top-Format. Oder aber, und das habe ich ja bereits oben versucht anzumerken, man schafft es, gut vernetzte Menschen aus der Region in Geschäftsführung/Vorstand zu holen, die alleine über ihr Netzwerk schon viele Deals einfädeln könnten (bei der HSG scheinen Schicks und Wirtz persönlich die Ansprechpartner zu sein).
Denn man muss sich ja mal überlegen, wieso Fressnapf ausgerechnet bei der HSG auf dem Trikot zu sehen ist und nicht bei uns (egal, wie viel die zahlen). Drittliga-Handball ist nicht wirklich präsent in Deutschland, weshalb man Fressnapf wohl entweder über persönliche Kontakte (Andre Schicks alleine ist vermutlich schon ein extrem gut vernetzter Mann, dazu kommen noch Thomas Wirtz und Simon Krivec, die als Unternehmer am Niederrhein wahrscheinlich ebenso gute Kontakte haben) gewinnen konnte oder sie mit einem positiven Image/seriösen Auftreten sowie der Bedeutung des Vereins für die Region/Entwicklungspotential überzeugen konnte. Beides ist hilfreich und beides könnten wir auch haben - ganz unabhängig von den Investoren (und was die Bezahlung von Mitarbeitern betrifft, gerade wegen der Investoren).
Krefelder Sport ·
Du hast natürlich recht in deiner Feststellung, dass man beide Vereine kaum miteinander vergleichen kann und "Rang abgelaufen" ist wohl etwas übertrieben. Ich weiß natürlich, dass wir durch unser Investorenmodell und die aktuelle Liga, in der wir spielen, Stand jetzt kaum auf ein breites Sponsoring setzen wollen/können. Fakt ist aber auch, dass wir als KFC, wenn wir wollten und wenige fähige Leute dafür einstellen würden, bestimmt in ein paar Jahren über 100 Sponsoren (aller Größen) an Land ziehen könnten, die uns vielleicht eine zusätzliche Million Euro einbringen könnten, neue Kontakte schaffen und Möglichkeiten eröffnen würden und uns wieder stärker mit der Region verwurzeln würden (Image, Fanpotential). Klar ist die HSG mehr auf jeden einzelnen Sponsor angewiesen als wir, aber vom Prinzip her machen die es dort aktuell einfach in Sachen Sponsoring besser als wir, was bestimmt auch an einigen gut vernetzten Persönlichkeiten im Verein liegt (welche uns auch gut tun würden).
2. Bundesliga ·
Ja, die Strukturen sind ein verdammt wichtiger Faktor und dahingehend muss sich in den nächsten Jahren einfach sehr viel tun!
Wenn wir es schaffen, uns in den Junioren-Bundesligen zu etablieren oder zumindest immer mal wieder dort spielen, und uns gleichzeitig als gutes Sprungbrett für junge Spieler zeigen, indem wir vermehrt auf solche Spieler setzen, dann könnten wir bestimmt auch wieder gute Talente vom Niederrhein in frühen Jahren oder auch im U-19- oder Profibereich von uns überzeugen.Ich glaube schon, dass auch ein Benger interessiert gewesen wäre, wenn wir uns intensiv um ihn bemüht hätten und ihm eine klare Perspektive (Aussicht auf Spielzeit in der 3. Liga, Trainer, der auf junge Spieler setzt) aufgezeigt hätten (grundlegende Veränderungen im Gesamtverein vorausgesetzt).
Der MSV beispielsweise hat in den letzten Jahren Ahmet Engin, Lukas Daschner, Vincent Gembalies und Darius Ghindovean im Profikader integrieren können und konnte von diesen Spielern sportlich und finanziell auf jeden Fall profitieren.
RWO hat z.B. mit Tarik Kurt in den letzten Jahren einen Leistungsträger aus der eigenen Jugend hochgezogen, der WSV mit Joshua Mroß oder Noah Salau, RWE mit Timo Becker (jetzt Schalke 04). Diese Teams haben dazu auch Spieler aus anderen Jugendabteilungen überzeugen können: RWO Davud Tuma von Bielelfelds U19 (44 Spiele dort) (jetzt Kickers Offenbach), der WSV Kevin Pytlik von Bochums U19 (42 Spiele dort) und der RWE Cedric Harenbrock aus der U19 von Bayer Leverkusen (31 Spiele dort) (aktuell 13 Scorerpunkte in der RL-West).
Man sieht doch an Anapak, was in guten Jugendspielern steckt, die in den Bundesligen erstmal keinen Platz finden. Diesen Weg müssen wir noch intensiver weitergehen und auch selber Jugendspieler ausbilden. Der erste Schritt muss sein, "wenigstens" schon einmal das Niveau von RWO, WSV und RWE im Jugendbereich zu erreichen und weiterhin Talente aus anderen Vereinen in unsere Profimannschaft einzubinden, anstatt irgendwelche Altstars zu verpflichten.
KFC - Dresden ·
Ich finde an der Verlegung am negativsten, dass wir am übernächsten Spieltag nur zusehen, die Konkurrenz den Vorsprung auf uns also ausbauen kann und damit der Druck in den darauffolgenden Spielen noch größer wäre, wenn wir vielleicht schon 4-6 Punkte Rückstand zum rettenden Ufer haben. Es ist immer besser, wenn man vorlegen kann, als wenn man einen Rückstand aufholen muss.
Krefelder Sport ·
Gut, ich habe vielleicht etwas (zu) viel in die Antwort hineininterpretiert. Krivec sagt, dass sie mit Fressnapf im regen Austausch stehen würden und sich beide einig seien, dass die HSG ein spannendes Projekt für Krefeld und den Niederrhein ist. Das habe ich als Hinweis auf ambitioniertere Pläne der HSG (mit Fressnapf als Partner) gewertet, ist aber natürlich etwas vage.
Stefan Reisinger ·
Absolut! Eigentlich sollte es ja ganz normal sein, dass man solche Passstafetten und Flankenläufe regelmäßig trainiert, aber unter Krämer war das ja offensichtlich nicht der Fall, wenn man sich dieses Gekicke angeschaut hat.
Krefelder Sport ·
In einem WZ-Interview hat Simon Krivec, Gesellschafter der HSG Krefeld, übrigens verraten, dass sie im Austausch mit Torsten Toeller bezüglich einer Ausweitung des Engagements von Fressnapf stehen, weil sie das Potential sehen, den Verein zu einer großen Nummer am Niederrhein zu machen. Aktuell stehen die Aufstiegschancen in die 2. Liga ja auch nicht schlecht. Man muss einfach anerkennen, dass die HSG in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet und sich einen breiten Unterstützerpool aufgebaut hat. Hinsichtlich der Sponsoren haben die uns in kurzer Zeit den Rang abgelaufen. Man sieht daran, was möglich ist, auch wenn zur Wahrheit dazugehört, dass ein Zweitliga-Etat im Handball schon bei 700-800.000 Euro beginnt, was im Fußball nicht mehr als ein guter Oberliga-Etat ist.
Wer wird neuer Trainer? ·

Ich werfe noch einen langjährigen Trainer einer Zweitvertretung in den Ring, der auch unter die Kategorie ambitioniert und Fußballfachmann fällt: Marco Wildersinn.


40 Jahre alt, Fußballlehrer mit der Note 1,0, war von April 2014 bis Oktober 2020 Cheftrainer der U23 der TSG Hoffenheim. In 211 Spielen kann er einen respektablen Punkteschnitt von 1,52 vorweisen. Sein Team wurde 10., 9., 3., 4., 6., 10., 9. und in dieser (schwierigeren) Saison wurde er nach sieben Spielen auf Platz 19 überraschend entlassen. Er konnte in seinen sechs Jahren mit den Profitrainern Markus Gisdol, Huub Stevens, Julian Nagelsmann und Alfred Schreuder eng zusammenarbeiten und viel von ihnen lernen.


In seiner Amtszeit waren Spieler wie Kevin Akpoguma & Dennis Geiger (TSG Hoffenheim), Grischa Prömel (Union Berlin), Jannik Dehm & Joshua Mees (Holstein Kiel), Kingsley Schindler (Hannover 96), Benedikt Gimber (Jahn Regensburg) oder Felix Lohkemper (1. FC Nürnberg) feste Größen und haben von dort den Sprung in den Profifußball geschafft.


https://bnn.de/mittelbaden/ex-hoffenheimer-wildersinn-hofft-auf-baldige-rueckkehr-in-den-traumjob

Auch er hält sich aktuell bereit für eine neue Aufgabe, schaut viele Spiele und denkt über seine Trainerphilosophie nach.
Ein paar Aussagen:

„Ja, es gibt Angebote“, verrät er. „Mein Netzwerk ist recht groß und deshalb spreche ich mit vielen Leuten, die viele gute Ideen haben.“

„Der Trainerberuf ist sehr facettenreich und wird niemals langweilig. Ich habe gern ein Trainerteam um mich herum, mit dem ich mich über alle möglichen Themen austauschen kann. Gemeinsam mit den Spielern zu arbeiten, eine tolle Mannschaft zu formen, ihr einen Spielstil zu vermitteln und an diesem immer weiter zu feilen, ist eine wunderbare Aufgabe. Je höher das Niveau, desto schneller und dynamischer wird das Spiel und desto interessanter werden natürlich auch alle Themen drum herum. Das ist anspruchsvoll, aber unglaublich reizvoll.“
Stefan Krämer ·
Kommt eben immer darauf an, was man als schlecht definiert.
3. Liga 2020/21 ·
Wenn Meppen Krämer holt, dann hätten sie auch direkt Frings behalten können. Tun sich beide nicht viel.
3. Liga 2020/21 ·
Jetzt übernimmt interimsmäßig ein Dreiergespann, zu dem auch Athletiktrainer Daniel Vehring gehört. Sehe ich das richtig, dass Vehring mal Physio beim KFC war?
Covid 19 ·
Ich erkenne natürlich, dass die aktuelle Situation so überhaupt nicht vorherzusehen war (der Deal also ein anderer war) und für viele Eltern natürlich eine große Belastung darstellt. Ich meinte mit der Aussage, dass man sich seinen Kinderwunsch gut überlegen muss, auch vielmehr nur, dass man sich einfach bewusst sein sollte, dass mit der Kindererziehung eigentlich viel Arbeit verbunden ist (dessen sind sich aus Erfahrung eben manche nicht bewusst). Im Normalfall wird einem viel abgenommen, damit man sich auf seinen Beruf konzentrieren kann, aber jetzt müssen Eltern eben doch auch bereit sein, Beruf und Erziehung so gut es geht unter einen Hut zu bekommen. Wer gerne viel Freizeit neben der Arbeit hat und seine Ruhe braucht, sollte sich gut überlegen, ob er bereit ist, Kinder zu bekommen. Ich finde, dass junge Eltern auch einfach nicht erwarten sollten, dass sie viel Freizeit haben.
Ich möchte damit keinen angreifen, erst recht nicht dich, finde aber, dass manche Eltern sich einfach ihrer großen Verantwortung und dem Arbeitsaufwand, der damit verbunden ist, zu wenig bewusst sind, weil sie die Kinder vor Corona unter der Woche kaum richtig zu Gesicht bekommen haben und es halt irgendwie lief. Manchen war es recht, so wie es lief. Und denen sage ich, dass sie neben dem verständlichen Stress und den Sorgen doch vielleicht auch den positiven Aspekt sehen können, dass sie einfach Zeit mit ihren Kindern verbringen können. Ich kenne einige Väter, die ihre Kinder in den spannenden Jahren der Entwicklung nur wenige Stunden in der Woche sehen konnten und das bestimmt nicht schön fanden. Wenn jetzt der Vater im Homeoffice sitzt, dann wird er höchstwahrscheinlich mehr Zeit haben, sich vor, zwischen oder nach der Arbeit mit den Kindern zu beschäftigen, weil er vielleicht auch nicht mehr 2h zur Arbeit hin und zurück fahren muss oder die ganze Woche unterwegs ist.
Diese und die anderen Aussagen waren nicht übergriffig gemeint und falls das als respektlos rübergekommen sein sollte, entschuldige ich mich. Ich habe keine Kinder und weiß, dass ich mit solchen Aussagen vorsichtig sein muss, wollte aber trotzdem meine Meinung basierend auf meinen Einblicken loswerden.
Covid 19 ·
Das soll sich gar nicht auf deine Situation beziehen: Ich finde, dass die Problematik bezüglich Homeoffice und Homeschooling einfach eine weitere grundsätzliche Schwäche in unserem System offenbart: Und zwar dass eine vollwertige Kinderbetreuung durch beide Eltern in Folge der veränderten Arbeitswelt (beide Elternteile arbeiten meist Vollzeit) immer häufiger zu einem Drahtseilakt wird. Viele Familien sind ohne die Hilfe der Großeltern und/oder des ganztägigen Parkens ihrer Kinder in Kitas völlig aufgeschmissen, weil sie Arbeit und Erziehung nur schwer unter einen Hut kriegen (können). Manchen Elternteilen unterstelle ich sogar, dass sie froh sind, dass sie tagsüber ihre Ruhe haben und Kita und Schule ihnen alles abnehmen. Wer Kinder in die Welt setzt, muss sich heute eben gut überlegen, wie er das organisiert kriegt und ob er bereit ist, sich auch noch abends reinzuknien, um z.B. noch bei den Hausaufgaben zu helfen. Das System hat Eltern viel Arbeit abgenommen, aber einige müssen sich auch wieder bewusst werden, dass sie als Eltern die größte Verantwortung für die Entwicklung ihrer Kinder tragen und sich selbst dazu entschieden haben, Kinder zu bekommen. Kinder bedeuten auch Arbeit und das heißt jetzt eben, dass man, wo man seine Kinder sogar tagsüber mal sieht, sich auch um sie kümmert und seinen Alltag irgendwie anpasst. Man könnte es auch als Chance betrachten, endlich mehr gemeinsame Zeit mit den Kindern zuhause zu haben. Eins sollte klar sein: Die Kinder können am Ende am allerwenigsten für alles.
Und zu den Ausgangssperren: Erstens überträgt sich Corona nicht nur über Aerosole, sondern da waren ja auch noch die Tröpcheninfektionen bei zu geringem Abstand (ist für Aerosolforscher natürlich nicht so spannend). Bei großen Gruppen, die sich draußen treffen und lange Zeit nah beieinander stehen, kann es dort leicht zu Infektionen kommen. Und zweitens verlagern sich diese abendlichen Treffen gerne von draußen nach drinnen.
Covid 19 ·
Ich finde dieses Entsetzen einiger Juristen und Bürger ja wirklich völlig unangebracht. Wir stehen gerade am Anfang einer großen 3. Welle eines neuen, ansteckenderen Virus, welche zu einer Überlastung des Gesundheitssystems und vielen Toten führen könnte. Die bisherigen Maßnahmen haben nicht stark genug gewirkt. Viele EU-Staaten haben erfolgreich auf Ausgangssperren gesetzt und die Bevölkerung hat es mitgetragen. Aber in Deutschland wird mal wieder von einer Einschränkung der Grundrechte gesprochen, weil man abends nicht mehr raus darf, wo aktuell sowieso nichts möglich ist. Die Ausgangssperre hat erwiesenermaßen einen Effekt, aber man stellt sich ja doof und meint, die Bürger würden nur eine Runde um den Block gehen wollen. Ich finde das echt gefährlich, wenn Juristen jetzt nicht der Gefahrenlage entsprechend entscheiden, sondern sich ganz starr an ihre Gesetzestexte klammern.
Covid 19 ·
Klar, aber man muss sich natürlich auch die Umstände anschauen. Die Pandemie beherrscht aktuell das Leben aller Menschen auf dieser Welt, der Impfstoff ist der große Ausweg, die meisten wollen geimpft werden, alle schauen auf die Imfpstoffzulassungen. Wenn die Politik jetzt den aufgetretenen Hirnvenenthrombosen nicht nachgegangen wäre, wäre von vielen Seiten der Vorwurf gekommen, die Politik setze leichtfertig die Gesundheit ihrer Bürger aufs Spiel. So wurde gesagt, dass es ein paar Fälle gibt, die man sich anschaut, es wurde überprüft und die Empfehlung wurde angepasst. Ich finde es vertretbar, dass gerade junge Frauen diesen Impfstoff eher nicht bekommen sollten. Klar hätte man noch ausführlicher erklären können, dass der Impfstoff nach wie vor unbedenklich ist, gerade im Verhältnis zu möglichen Coronaschäden, aber jeder normale Mensch hat das eigentlich auch erfahren. Es sind letztlich leider bestimmte Menschen, die einfach völlig irrational denken. Ich würde auch eher den Medien als der Politik die Schuld geben.
Stefan Krämer ·
Zum Abschied noch eine kleine Auswahl der schönsten Spiele unter Krämer:
KFC Uerdingen - SF Lotte 0:2, Unterhaching - KFC Uerdingen 4:0, KFC Uerdingen - Würzburger Kickers 0:3, 1. FC Kaiserslautern - KFC Uerdingen 4:0, KFC Uerdingen - SV Meppen 0:2, KFC Uerdingen - Wehen Wiesbaden 0:4, KFC Uerdingen - 1. FC Kaiserslautern 0:2, KFC Uerdingen - FC Ingolstadt 0:3.
Covid 19 ·
Was ich übrigens völlig kontraproduktiv finde: Dass alle Leute schreien, dass wir zu langsam impfen, dann aber eine nicht unerhebliche Zahl an älteren Menschen offenbar nur mit Biontech geimpft werden will, obwohl alle Impfstoffe ausgezeichnet sind. Da müssen Ärzte dann Streitgespräche mit ihren Patienten führen und ihnen verklickern, dass auch AstraZeneca ein guter Impfstoff ist. Letztlich nehmen diese Leute jüngeren Menschen Biontech-Impfstoff weg und wir kommen noch langsamer voran, weil AstraZeneca liegen bleibt.
Wer wird neuer Trainer? ·
Sehe ich auch so. Wir brauchen endlich mal wieder einen akribischen und hungrigen Fußballfachmann, der Spieler besser macht und ein klares und attraktives Spielkonzept hat.
Wer wird neuer Trainer? ·

Ich möchte wirklich nochmal einen meiner Meinung nach sehr interessanten Mann in den Ring werfen: Rüdiger Ziehl.


Er ist Fußballlehrer und hat acht Jahre lang für Wolfsburgs Amateure gearbeitet, von Januar 2017 bis Sommer 2020 als Cheftrainer. 2017 wurde sein Team Dritter, 2018 auch Dritter, 2019 Erster und ist in der Relegation gescheitert, 2020 wurden sie Zweiter. In der letzten Saison hatte er einen Punkteschnitt von 2,33. Dann trennte man sich überraschend im Sommer von ihm.

Ich will nur mal ein paar der Spieler nennen, die er in seiner Zwoten trainiert (und wahrscheinlich geformt) hat: Elvis Rexhbecaj (1. FC Köln), Omar Marmoush (FC St. Pauli), Paul Jaeckel (noch Greuther Fürth, bald Union Berlin), Anton Stach & Luca Itter (Greuther Fürth), Blaz Kramer (FC Zürich), Mamadou Karamoko (LASK Linz) Julian Justvan (SC Paderborn), Iba May & Robin Ziegele (Eintracht Braunschweig), Sebastian Stolze (Jahn Regensburg), Robert Herrmann (Würzburger Kickers), Daniel Hanslik (offiziell Holstein Kiel).


Nun beobachtet er den Markt und hält sich bereit: https://www.sportbuzzer.de/artikel/ex-vfl-ii-coach-ziehl-ich-muss-keinen-klub-mit-der-brechstange-auswahlen/

Er war seitdem wohl Kandidat in Chemnitz (im letzten Sommer für den Neuaufbau in der Regionalliga) und jetzt in Saarbrücken für die Nachfolge von Kwasniok.


Ich finde, dass solch ein Trainer nicht nur viel Ahnung mitbringt, wie man erfolgreich Fußball spielt, sondern auch mit Hinblick auf einen eventuellen Neuanfang in der Regionalliga sehr wertvoll werden könnte, weil er gut mit jungen Spielern arbeiten kann und sicherlich über ein hervorragendes Netzwerk verfügt.

Interessant ist folgende Aussage von ihm im obigen Artikel:

"Bei Vereinen, die den Trainer wechseln, ist es meistens der Fall, dass sie im Abstiegskampf sind. Und da höre ich dann als K.o.-Kriterium, dass ich Abstiegskampf noch nie erlebt habe. Das ist so ein bisschen das Dilemma im Moment", berichtet der Ex-VfL-Coach. "Oder es wurde sich für einen anderen Trainer entschieden, weil der schon einen Traditionsverein trainiert hat. Auch das kam schon vor." Mit den Wolfsburgern, mit denen Ziehl zweimal in Folge haarscharf den Aufstieg in die 3. Liga verpasst hat, war er quasi zu erfolgreich. "Ich halte dann dagegen, dass es am Ende darum geht, Spiele zu gewinnen, ein Team führen zu können - egal ob oben oder unten. Und das habe ich mit meinen Mannschaften unter Beweis gestellt. Deshalb waren wir auch immer erfolgreich."

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