vorwärtsblaurot
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Ich hatte schon einmal ein paar Wunschkandidaten meinerseits genannt, jetzt nochmal eine Liste an Trainern, die ich für fähig genug halte: Bernhard Trares, Torsten Lieberknecht, Torsten Ziegner, Boris Schommers, Andre Schubert, Bernd Hollerbach, Daniel Steuernagel, Fuat Kilic, Rüdiger Ziehl. Mir ist allerdings auch klar, dass einige von denen grundsätzlich keine Lust auf uns haben, weil sie sich mit uns nicht identifizieren können.
https://zeitung.faz.net/faz/politik/2021-03-30/d4bdeb87d35070db356d354abf5680dd/?mc_cid=9613dda9bf&mc_eid=1753bb5e47&fbclid=IwAR0vhNLnohWMhRlFKjuLyPkO7C2knP3zG9wIrXJ-z1Od7998-3oplZ-Z0Xo
Das war nun wirklich nicht vorherzusehen. In Deutschland sind wir auch auf dem besten Weg, dorthin zu kommen.
Philipp Heise vom KSC kommt aus Meerbusch, hat auch beim FC Büderich in der Jugend gespielt. Der könnte es sein.
https://www.nordbayern.de/sport/heise-und-der-club-eine-liaison-mit-langem-anlauf-1.9698310?searched=true
erinnert sich Heise, der wie Palikuca im Düsseldorfer Vorort Meerbusch zu Hause war.
Und mit einem 3,5 Mio. € Etat könnte man auf Dauer in der 3. Liga auch einbrechen, was sportlichen Misserfolg bis zum Abstiegskampf und auch niedrigere Zuschauerzahlen mit sich bringen würde.
Man kann es nicht genau vorhersagen und wir werden eh abwarten müssen, wie wir diese Saison sportlich beenden und dann einfach das Beste draus machen müssen bzw. auf Noah hoffen müssen. Ein großes Minusgeschäft sehe ich in der Regionalliga aber nicht, wenn man es klug angeht.
Und natürlich kann man den Erfolg nicht zu 100% planen und muss eventuell in ein 4. oder 5. Jahr gehen, dann aber schon mit fertiger Infrastruktur, weil die erste Investitionsphase beendet ist. Da kann man sich dann nochmal den 2,5 Mio. € Etat oder etwas mehr leisten.
Viktoria Köln und Essen sollten aber einfach auch nicht der Maßstab sein. Gerade in Essen wurde so viel Geld verbrannt. Nehmen wir doch lieber Verl: Da hat Capretti drei Jahre für den Aufstieg gebraucht, der Etat im letzten Jahr betrug ca. 2 Mio. €. Das ist nicht sehr viel und trotzdem war man besser als der Rest. Oberhausen hatte 2019 bis zum letzten Spieltag die Chance auf den Aufstieg mit einem normalen Etat. Das ist alles möglich. Jetzt werden vielleicht erstmal Dortmund und Essen aufsteigen, aber danach ist wahrscheinlich wieder alles offen, wenn man gut arbeitet und natürlich ein Mindestmaß an Geld bereitsteht.
Ich sehe auch die Gefahren eines Abstiegs, aber wenn Noah hier einen mittelfristigen Plan verfolgt, und davon gehe ich aktuell in meinen Überlegungen erstmal aus, dann kann man aus solch einem Abstieg auch gestärkt hervorgehen und dann nach 5 Jahren deutlich besser als vorher dastehen. Wenn hier im Sommer natürlich nicht die richtigen Entscheidungen getroffen und die richtigen Weichen gestellt werden, dann sehe ich uns auch auf Jahre maximal in der Regionalliga, verbunden mit der Gefahr einer Abwärtsspirale.
Der Durchschnitts-Spieleretat der Drittligisten liegt bei 3,5-4 Mio. €. (https://www.weltfussball.de/news/_n4363219_/super-gau-droht-lautern-erneut-mit-finanzproblemen/). Nehmen wir 3,5 Mio. € - das x 3 Jahre und du bist bei 10,5 Mio. €.
Fortuna Köln hat einen Spieleretat von 1,5 Mio. € und liegt damit nicht in der Spitzengruppe (https://www.reviersport.de/artikel/fortuna-koeln-will-mitmischen-aber-rwe-ist-der-favorit/). 1,5 Mio. € x 2 Jahre Aufbau sind 3 Mio. €. Plus ein Jahr im Aufstiegskampf mit vielleicht 2,5 Mio. €. Macht insgesamt in 3 Jahren 5,5 Mio. €.
5 Mio. € Unterschied in 3 Jahren. Selbst abzüglich der geringeren Einnahmen wäre das immer noch eine Menge Holz für die Infrastruktur.
Aber die Strukturen sind verpflichtend, um mindestens gefestigt 3. Liga zu spielen. Um den Aufbau von Strukturen kommt man nicht herum. Die Mannschaft kann noch so toll sein. Wenn du dann in der 3. Liga überhaupt keine Strukturen hast, wird es schwer, das erleben wir seit 3 Jahren.
Ich rede jetzt zum Beispiel von Mannschaften wie Fortuna Köln. Recht jung für eine reine Seniorenmannschaft, aber trotzdem 4. in der Regionalliga, entwicklungsfähig und immer noch recht günstig. Wenn du dir so ein Team aufbaust und eine mehrjährige Perspektive Richtung 3. Liga aufzeigst, dann kann da etwas zusammenwachsen. Das kann man in zwei Spielzeiten aufbauen, wenn alle die nötige Geduld mitbringen (ja, dafür müsste man sich auch mal vorübergehend mit Regionalliga-Mittelfeld zufriedengeben). Im dritten Jahr würde man dann noch 3-4 Topspieler für die Spitze verpflichten, um den Aufstieg anzugehen. Die Chancen würden bestimmt nicht schlecht stehen. Der Erfolg würde sauber vorbereitet werden, auch wenn ich weiß, dass so etwas nie planbar ist. Aber eine eingespielte Truppe mit ein paar Topspielern kann in der Regionalliga definitiv viel reißen.Dass wir "nur" Regionalliga spielen würden, wäre für den Strukturaufbau nicht so wichtig, wenn das Konzept stimmt. Das wäre dann weitsichtig investiertes Geld. Wir hätten zwar geringere Einnahmen, dafür aber 1-2 Spielzeiten lang auch deutlich geringere Personalkosten. Und am Ende sind wir mit Noah ja sowieso nicht vordergründig auf Sponsoren etc. angewiesen.
Ohne MPs Rückzug wären wir vermutlich wie immer mit einem lachenden Auge mit unseren obligatorischen 48 Punkten trotz Rotzfußball davongekommen, weil alles am Limit gelaufen wäre und dann gereicht hätte.
Aber jetzt, wo es schwierig und eng wird (aber inzwischen trotzdem wieder zumutbar ist) und wir einen Trainer und ein Team bräuchten, die irgendwie noch jedes Prozent rauskratzen und sich alles überlegen, damit wir es trotzdem packen können, wird klar, dass es dafür einfach schon nicht mehr reicht. Ein Krämer ist kein Trainer, der Mannschaften perfekt einstellt und auf Sieg spielen lässt. Wir haben mindestens 3-4 Spieler, die Abstiegskampf in der 3. Liga nicht können und/oder wollen. Wir haben nicht genug gute Spieler an Bord.
Der entscheidende Faktor für das Auftreten ist für mich aber am Ende immer noch der Trainer. Gute Trainer schaffen es, die richtigen Spieler auszuwählen und ihnen einen sinnvollen Matchplan an die Hand zu geben. Wäre das der Fall gewesen, hätten wir gegen Halle etwas mitgenommen. Denn wie hier schon richtig geschrieben wurde: Wir haben immer noch genügend brauchbare Spieler im Kader und die Bedingungen passen aktuell auch wieder. Es stimmen aber leider nicht einmal die Basics, weshalb die Hoffnung schwindet.
Gerade stehen aufgrund der Personalprobleme der ersten Mannschaft alleine Stanisic und Thiago Dantas gegen Union Berlin auf dem Platz und Vita, Scott und Oberlin sitzen dort auf der Bank.
Arp war heute in der 3. Liga gelbgesperrt, Timo Kern fehlte verletzt.
Bei der Zwoten waren somit heute sechs 18-Jährige und je ein 17- und 19-Jähriger im Kader und es hat trotzdem noch zu einem Remis gegen Ingolstadt gereicht.
Wen wollen wir noch überholen? Meppen?
Gegen Lübeck haben wir ein grottenschlechtes Spiel gemacht und mit Müh und Not ein Unentschieden geholt. Das war eigentlich schon der Tiefpunkt. Dann kam das Spiel in Meppen, das perfekt für uns lief. Dort haben wir allerdings gegen einen absoluten Abstiegskandidaten gespielt, davon 60 Minuten in Überzahl, und waren einfach auch eiskalt. Der Sieg gegen den Letzten Haching war auch okay, aber auch nicht mehr als ein Arbeitssieg und ebenfalls wieder in Bestbesetzung. Dann muss man sagen, dass wir trotz Ausfällen (allerdings nur in der Abwehr) ein gutes Spiel gegen (ein müdes) Zwickau gemacht haben, was eigentlich Mut machte. Aber mit dem 1.4. und den offensiven Ausfällen ging es bergab. Gegen 1860 und Halle waren wir wieder nicht drittligatauglich.
Und daran wird sich vermutlich auch nicht mehr viel ändern. Die Luft bei einigen scheint raus, man ruht sich lieber auf Alibis aus, die der völlig überforderte und planlose Trainer gibt, dazu kommt eben die mangelnde Qualität einiger Spieler. So kann das nichts mehr werden. Selbst Unterhaching ist doch nicht mehr schlechter als wir.