vorwärtsblaurot
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Deswegen sollten wir nun wirklich alle wachsam sein. Wir haben 5 Jahre Ponomarev hinter uns, in denen weiß Gott nicht alles schlecht war, viele eigentliche Selbstverständlichkeiten im seriösen Fußball aber völlig gefehlt haben, die unserer Entwicklung und unserem Ansehen extrem geschadet haben. Wir haben definitiv sehr geile Momente miterleben dürfen und Profifußball spielen dürfen - das kann uns keiner mehr nehmen.
Wenn jetzt ein seriöserer Investor kommt, dann besteht Grund zur Hoffnung und die Stadt wird auch entgegenkommen (müssen).
Wenn das aber nicht der Fall sein sollte, dann wird das die Stadt sowieso erkennen, aber auch wir sollten dann nicht wieder zur Tagesordnung übergehen und zusehen, wie alles so weitergeht. Dann würde ich wie geschrieben lieber die Notbremse ziehen. Bande schrieb ja davon, dass wir uns unseren Verein zurückholen müssen. Und genau das ist es doch. Wir dürfen es in Zukunft nicht mehr zulassen, dass jemand hier mit unserem Verein tun und lassen kann, was er will und damit letztlich dem Verein schadet!
Auch ich gehe inzwischen lieber den Schritt zurück in die Regionalliga, als mir nochmal einen Investor wie MP anzutun. Dort könnten wir nochmal bei einigen Basics anfangen (hier wurden ja Vorschläge genannt, die mit wenig Geld zu realisieren sind) und uns etwas Kredit in Krefeld zurückholen - mit Krefeldern und KFC-Fans mit Herzblut im Verein. Welche Ambitionen wir dann hätten, weiß keiner, aber vielleicht wäre irgendwann ein Investor oder Großsponsor bereit, bei uns einzusteigen, um mit uns die 3. Liga in Angriff zu nehmen. Das Stadion müsste nicht mehr großartig umgebaut werden, die Basis würde stimmen. Wir wissen auch nicht, wie sich der Fußball nach Corona und in den kommenden Jahren entwickelt. Die Stimmen der Leute, die dem großen Fußballbusiness den Rücken kehren wollen, mehren sich ja. Es würde für einen Verein wie unseren auch Chancen geben - als seriös geführter Klub mit viel Historie und Charme aus der Region, der in der Stadt einen super Ruf genießt und seine Unterstützerbasis kontinuierlich vergrößern kann.
Meiner Meinung nach liegt in der Stadt und Umgebung noch immer (großes) ungenutztes Potenzial. Das zeigen alleine die Zuschauerzahlen damals in Liga 5 und 6 schon, obwohl sich da auch um nicht viel gekümmert wurde.
Es könnte doch folgendermaßen laufen: Wir (starke Persönlichkeiten, die den neuen KFC prägen möchten) müssten im Fall der Fälle schnellstmöglich ein neues Vertrauensverhältnis in der Stadt schaffen und auf allen möglichen Wegen so neue Sponsoren für uns gewinnen (Kleinvieh macht Mist, es würde ja erstmal nur um die Lizenz für die Oberliga oder Regionalliga gehen). Wichtig wäre einfach, dass Politiker, Bürger und Unternehmer merken, dass wir uns verändern wollen und ein neuer, anderer, vor allem seriöserer, verlässlicherer KFC werden möchten.
Wir müssten uns sportliche Fachleute ins Boot holen, die gerne für den KFC arbeiten und nicht des Geldes wegen hier wären. So könnte man eine günstige, aber hungrige Truppe für die Oberliga oder Regionalliga aufstellen, die die Zuschauer begeistert und Identifikation ausstrahlt.
Neben dem Platz bräuchten wir einfach Engagement und Manpower ohne Ende - auch aus Fankreisen, auch ehrenamtlich. Der Fan müsste wieder im Vordergrund stehen, gewertschätzt werden, eingebunden werden. So könnte man auch mit einem attraktiven Deal viele Mitglieder anwerben, die dann gerne Teil der KFC-Familie sein würden. Wir müssten wieder endlich viel präsenter in Krefeld werden, uns öffnen und Vertrauen schenken - indirekt über die Fans und das Image und direkt über ansprechende Werbung, Onlinepräsenz, Teilnahme an Veranstaltungen, Kampagnen, Fanaktionen, Kooperationen uns so weiter. Wir sind einfach immer noch kaum als Teil dieser Stadt bemerkbar und müssen uns unseren Platz zurückerobern. Es bräuchte daneben eine Versöhnung mit der Presse. Ehemalige müssten an den Verein gebunden werden. Die Jugendarbeit müsste ein fester Bestandteil des Vereins werden und breit unterstützt und getragen werden. Die Fans müssten sich besser organisieren (Fanclubdachverband, Fanprojekt). Wir müssten nochmal von Neuem auf Unternehmen zugehen und diese mit einem fein abgestimmten Sponsoring-Konzept an uns binden. Es müsste unterschiedliche Unterstützungsmöglichkeiten geben und wir müssten den Unternehmen auf so vielen Wegen wie möglich eine Plattform bieten, ihnen außerdem Wertschätzung entgegenbringen.
Ich weiß, aktuell ist das alles weit weg, aber ich sehe grundsätzlich zumindest die Chance, in Zukunft auch nochmal eine neue Entwicklung in eine andere Richtung anzustoßen. Der Erfolg würde in gewisser Hinsicht allerdings auch von unserem Engagement abhängen.
Aber wieso soll aus Utopie nicht irgendwann Realität werden? Wieso nicht im Jahr 2023 als gesunder Verein im Mittelfeld der Regionalliga mit neuem Rückenwind aus der Stadt vor stolzen 3-4000 KFC-Fans in der Grotenburg spielen, mit allem, was dazu gehört? Der sympathische Verein aus der eigenen Stadt werden. Wieder selbstbewusst mit KFC-Trikot über die Rheinstraße laufen, gerne mit anderen Krefeldern über den KFC sprechen, Jugendliche nicht auf der Coca-Cola-Tribüne stehen sehen, sondern in Block K.
Es ist nie zu spät, um an sich zu arbeiten und an sich zu glauben. Ich finde: Wir sind kein normaler Verein, wir haben dieses gewisse etwas, diesen Kult, die Geschichten von früher, dieses Grotenburg-Stadion.
(Bitte legt nicht jedes Wort auf die Goldwaage, ich war gerade einfach in der Stimmung so spät am Abend, mal etwas zu träumen)
Aus aktuellem Anlass
https://www.youtube.com/watch?v=iuy_dst1Hno
oder
https://www.youtube.com/watch?v=fuFA2lsB4IM&t=30s
Für immer KFC!
Ich frage mich tatsächlich, woran es liegt, dass in Krefeld keiner in den Spitzensport investieren möchte, selbst bei den Pinguinen nicht mehr. Sind es tatsächlich die vielen großen Fußballvereine in direkter Umgebung? Fehlt es an heimatverbundenen Unternehmen in der Umgebung? Wieso haben die paar namhaften Unternehmen hier kein grundsätzliches Interesse? (ja, Industrieunternehmen sind oft gar nicht auf das Sponsoring eines Drittligisten angewiesen). Liegt es doch vornehmlich am KFC?
Bei so vielen anderen Vereinen ist der Sponsorenpool so riesig, da sind so viele kleinere und größere Unternehmen aus der Region oder aus Deutschland dabei, weil sich darum gekümmert wurde und gekümmert wird und weil das Vertrauen da ist. Nur mal ein Beispiel: https://vfb-luebeck.de/fussball/business/partner/sponsoren/
Ich weiß, dass ein paar Sponsörchen nicht reichen, aber selbst wir hatten mal mehr Sponsoren als aktuell.
Dann gibt es Vereine wie Hansa Rostock oder Waldhof Mannheim, die das Glück haben, dass sie einen regional verbundenen Investor haben (https://www.sportbuzzer.de/artikel/hansa-rostock-elgeti-will-sportlichen-erfolg-nicht-mit-geld-kaufen/), der mit Augenmaß den Verein nach vorne bringen möchte. Solch eine Person wäre natürlich Gold wert.
Ich möchte nur die Herangehensweise hinterfragen: Wollen wir uns jetzt aus Perspektivlosigkeit weiterhin völlig irgendwelchen Investoren aussetzen, uns zum Spielball dieser machen? Ist das der Weg des KFC für die Zukunft? Wird das Image so besser? Schaffen wir so Vertrauen in Krefeld?
Ich wäre ja auch zufrieden, wenn die armenischen Investoren hier professionalisieren. Aber wenn nicht, dann würde ich mir wünschen, dass wir da nicht mitgehen, aus der Spirale aussteigen und wieder versuchen, einen anderen Weg zu gehen als mit irgendwelchen Investoren. Wir können nicht ewig so weitermachen.
Es gibt auch Investoren, die Geld geben, mitentscheiden, aber Fachmänner die Arbeit machen lassen. Es ist gar nicht schlimm, aber MP hatte doch ganz offensichtlich nicht die Kompetenz, einen deutschen Profifußballverein zu leiten.
Ich würde mich freuen, wenn sich darüber und weitere Fragen ausgetauscht würde.
Vieles hängt am Stadion. Die Herstellung der Drittligatauglichkeit dauert, wenn es im Februar noch grünes Licht geben sollte, realistisch gesehen bis weit ins Jahr 2022. Das heißt, dass wir für eine weitere Saison in der 3. Liga bei gleichzeitig voranschreitendem Umbau nochmal eine Ausweichstätte bräuchten. Ob auch Spiele in der Grotenburg ab kommendem Sommer unter bestimmten Voraussetzungen möglich wären und man sich damit die Miete in Düsseldorf sparen könnte, muss zumindest untersucht werden. Denn die aktuell noch laufenden und bereits geplanten Baumaßnahmen sollten ja zumindest weiter durchgeführt werden. Stadt und AS+P müssen in den nächsten Wochen hier Fakten schaffen: Worauf genau basieren die Kostensteigerungen? Welche Ertüchtigungsmaßnahmen sind nicht zwingend notwendig und können erstmal gespart werden? Wie kann ein Spielbetrieb in der Grotenburg schnellstmöglich hergestellt werden und wie würde ein realistischer Zeitplan aussehen? Wenn diese ganzen Fragen konstruktiv aus dem Weg geräumt werden und nach außen kommuniziert werden, dann wäre das zumindest ein kleines Signal an Investoren.
Dann wird es in nächster Zeit natürlich darum gehen, wer sich dafür interessiert, die Anteile von MP zu übernehmen. Was sind das für Investoren? Welche Idee haben sie? Welche Ziele haben sie - kurz-, mittel- und langfristig? Bringen sie die Geduld mit, hier noch mindestens weitere drei Jahre Drittliga-Fußball zu finanzieren und in der Zeit so gut es geht am Aufbau von Profistrukturen zu arbeiten oder verfolgen sie die gleiche Strategie wie Ponomarev? Zunächst liegt jetzt der Ball bei MP, der ja Interessenten versprochen hatte. Mit diesen Menschen muss dann aber zwingend in den Austausch getreten werden, um all diese wichtigen Fragen beantwortet zu bekommen. Das muss sehr kritisch ablaufen - sowohl von Seiten der Stadt als auch von Seiten der Mitglieder. Wir können uns keinen zweiten MP erlauben und ich glaube, manche wollen das auch nicht noch einmal! Der Investor muss letztlich bereit sein, den Weg in den nächsten Jahren gemeinsam mit der Stadt zu gehen. Nur dann wird das Vertrauen groß genug sein, um auch die Mittel zur Ertüchtigung der Grotenburg abzusegnen.
Insgesamt müssen sich aber beide Seiten aufeinander zu bewegen. Die Stadt muss ihre Hausaufgaben machen und der Verein muss vernünftige Nachfolger für MP finden. Das wird nicht einfach, aber auch nicht unmöglich.
Ganz wichtig für mich wäre, dass wir als Verein zurück zu mehr Realitätssinn, Transparenz, Nachhaltigkeit, Kooperationswille und Menschlichkeit zurückkehren. Der Verein muss personell endlich dem Profisport entsprechend aufgestellt werden - mit Leuten, die Kompetenz haben UND Menschen, denen der KFC etwas bedeutet und die einen Draht zur Stadt haben. Es müssen seriöse Ziele und mehrjährige realistische Strategien erarbeitet werden - ohne Hauruck! Das sind Erwartungen, die für mich über dem Reiz des schnellen Erfolgs stehen. Wir haben gesehen, was die letzten Jahre mit dem Verein gemacht haben. Dieser Verein muss wieder zurück zur Seriosität finden - für mich steht dieses Ziel über allem! Und wenn damit ein Absturz in tiefere Ligen verbunden wäre, würde ich den Weg vorziehen. Auch wenn es aktuell die größte Überlebenschance für uns ist, wünsche ich mir, dass wir nun alle kritischer auf neue Investoren schauen und immer die gesunde Entwicklung und Vertretung bestimmter Werte im Vordergrund stehen sollte. Damit wir irgendwann vielleicht nochmal in der 2. Bundesliga spielen können, müssen wir endlich anfangen, ein seriös arbeitender Fußballklub zu werden, der den nötigen Rückhalt in Stadt und Wirtschaft hat. Denn nur so können die vielen Hürden auf diesem Weg gemeistert werden. Schließlich sind wir hinsichtlich unserer strukturellen Voraussetzungen anderen Vereinen meilenweit hinterher.
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