Corporal Clegg
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Wieder einen neuen Trainer holen, wieder eine neue Wundertüte auf der Bank? Wieder verkennen, dass die Gründe für die sportlichen Leistungen zum größten Teil woanders liegen?
Es gibt nach X Trainern und den Erfahrungen letzten Jahre doch nun wirklich keinen rationalen Grund zur Hoffnung, dass ein erneuter Trainerwechsel einen längerfristigen positiven Effekt hätte. Selbst der Austausch der Mannschaft hat daran wenig verändert. Ein Blick nach Hamburg oder Schalke reicht da schon. Der KFC hat - zwar auf anderem Niveau - letztlich ganz ähnliche Probleme.
Eine echte Alternative dazu, ihm und der Mannschaft jetzt Zeit zu geben, gibt es nicht mehr. Dazu sind nach dem Aufstieg zu viele Dinge rund um den Verein falsch gelaufen. Und selbst wenn dieser Weg zum Abstieg führen würde, wäre SK dafür nicht der Hauptgrund.
Das gestrige Spiel war spielerisch absolut ernüchternd und sicherlich ein Rückschritt. So, wie es bei einer jungen, neu zusammengestellten Mannschaft halt zu erwarten ist. Selbst die Aufsteiger sind dem KFC da weit voraus. Trotzdem bleibe ich dabei, dass die Mannschaft mehr Potential hat als in den letzten beiden Jahren. Die faulen Eier sind aussortiert, einen richtigen Totalausfall im Spiel gibt es bisher eigentlich nicht. Der weitere Saisonverlauf wird sich vor allem daran entscheiden, wie schnell die verletzten Spieler wieder zurück sind und die Leistungen bringen, die von ihnen zu erwarten sind. Diese Situation kann auch ein neuer Trainer nicht ändern.
Trotzdem hat die Mannschaft mehr Potential als in den letzten beiden Jahren. Jetzt nicht beirren lassen und weitermachen.
Ich meine, viel öfter als der KFC kann man doch mit Trainerwechseln gar nicht mehr auf die Nase fallen, so dass auch der Letzte verstanden haben sollte, dass das so nicht funktioniert. Ganz davon abgesehen, dass die meisten Trainer eh keine Lust haben, unter diesen Umständen nach Krefeld zu kommen und es am Ende nur wieder eine 1B Lösung gibt. Nachdem das Trainerkarusell nicht funktioniert hat sieht man ja jetzt, dass auch eine fast komplett neue Mannschaft die strukturellen Probleme und Fehlentscheidungen seit dem Aufstieg nicht lösen kann.
Was bleibt denn dann noch?
Weitermachen. Einfach weitermachen. Mit DIESEM Trainer und DIESER Mannschaft. Und darauf hoffen, dass daraus irgendwie ein Team wird und noch Zeit bleibt, genug Punkte gegen den Abstieg zu holen.
Hinten den unsicheren Girdvainis rausnehmen und weiter defensiv stehen, auch wenn es nicht schön anzusehen ist. In den letzten 20 Minuten dann mit Kiprit auf einen Konter hoffen.
Mehr ist mit der Mannschaft derzeit nicht drin.
RP: “ Auch der Niederländer wird aufgrund seiner Muskelverletzung noch rund zwei Monate fehlen. Ob er dann in diesem Jahr noch spielfähig wird, muss abgewartet werden.“
Ein Witz, oder?
Hoffentlich behalten jetzt alle die Nerven.
Vorbereitung ist doch pillepalle. Die ersten 5 Spieltage werden schwer...mindestens
Trotzdem sehen die Ansätze im Spiel des KFC besser aus als im letzten Jahr, vor allem was das Tempo und den Vorwärtsdrang angeht.
Mit einem vollständigen Team und eingespielt sollte aber nach vorne noch einiges möglich sein.
Auch wenn man die Rolle der Stadt beim Thema Grotenburg kritisieren kann - was im Übrigen überwiegend auf die Zeit vor FM zurückzuführen ist - hat er in den letzten 20 Jahren sicherlich genauso um den KFC gezittert und mitgelitten wie die meisten anderen KFC Fans auch.
Vielleicht nicht "ups, wir haben gar kein Geld mehr" sondern "ups, dieses Jahr gibt es ja ein festes Budget und es wird - anders als in den Jahren zuvor - kein Geld nachgeschossen" ? Ein Stück weit also auch ein Kommunikationsproblem. OK, letzteres ist sicherlich reine Spekulation.
Aber wenn man eine Woche vor Saisonbeginn mit einem unterbesetzten Kader dasteht und die nun seit 2 Jahren für jeden ersichtlichen Probleme im Sturm nicht einmal ansatzweise gelöst hat, dann wird die Auswahl an wechselwilligen und gleichzeitig auch bezahlbaren Spielern bisher wohl kaum besonders groß gewesen sein.
Vermutlich liegt die Wahrheit am Ende in der Mitte. Der verbleibende finanzielle Spielraum muss zur Verstärkung auf mehreren Positionen reichen, nicht nur für einen neuen Stürmer. Daher spekuliert man, zu einem sehr späten Zeitpunkt noch den einen oder anderen Spieler günstiger verpflichten zu können. Scheint durchaus ein realisitisches Szenario zu sein.
Aber wie dem auch sei. Die Transferpolitik wird nicht vom Trainer allein gemacht, auch wenn es manchmal so scheint. Was ja schon daran liegt, dass er der Einzige von Seiten des KFC ist, der sich überhaupt zu Kaderfragen äußert.
Wenn das gesamte Budget von einer Person abhängig ist und diese eine Person festlegt, dass nicht mehr Geld ausgegeben wird, dann kommen eben auch keine neuen Spieler mehr. So einfach ist das !
Das Ergebnis sind dann so verzweifelte Ideen, dass man Spieler, die hier wahrscheinlich ihren letzten gut dotierten Profivertrag bekommen haben, aussortiert oder kein Gehalt mehr zahlt und dann darauf hofft, dass sie sich irgendwas zuschulden kommen lassen...
Einen KG interessiert es nicht mehr, wenn er sein Gehalt einklagen muss. Ein Spieler, der noch im Saft steht und Optionen hat, wird sich dreimal überlegen, ob er das Risiko eingeht, auch irgendwann zur Trainingsgruppe B zu gehören, weil sein Vertrag zu teuer ist und er verschiedenen Leuten nicht mehr in den Kram passt.
Davon abgesehen leben Fussballer auf dem Platz nun mal sehr von der Emotionalität. Und da kann der KFC selbst mit einigen Regionalligisten nicht mithalten, wenn man von der aktuellen Situation einmal absieht. Wenigstens gibt es da mit der Rückkehr in die Grotenburg ja zumindest einen kleinen Silberstreif am Horizont.
Klar, am Ende sollte man besser das nehmen, was verfügbar ist. Aber wenn dann ein Stürmer mit mittelprächtigen Statistiken verpflichtet wird, ist doch gerade hier das Geschrei sofort wieder groß.
Ohne grundsätzliche Änderungen im Verein wird sich an der gesamten Situation nichts ändern. Bei allem Dank für die letzten Jahre muss MP einfach irgendwann auch erkennen, dass man die Regeln des Profifußballs nicht beliebig steuern kann. Und noch mehr Geld auf den Tisch zu legen ist letztlich auch kein Allheilmittel.