RealityCheck
- Dabei seit
- 22.01.2022
- Beiträge
- 183
- Zuletzt angemeldet
- 14.08.2026
Beiträge
Sofern es ein Restrukturierungsverfahren nach dem StaRUG sein sollte, dann gäbe es wohl keinen Punktabzug, da es kein Insolvenzverfahren ist. Das Verfahren wäre aber typischerweise nicht öffentlich und die Trainer und Spieler bekommen dann auch kein Insolvenzgeld. Macht hier eigentlich keinen Sinn.
Aber in der Mitteilung ist von Eigenverwaltung die Rede. Das ist ein ganz normales Insolvenzverfahren. Nur dass es keinen Insolvenzverwalter gibt wie zuletzt bei uns sondern einen Sachwalter, der aufpasst, dass der sich selbst mit Unterstützung eines Insolvenzexperten verwaltende Verein alles richtig macht. Aber am Ende bleibt es ein Insolvenzverfahren und der führt nach den gültigen Statuten verbandsrechtlich zum Abzug von 9 Punkten. Auch dagegen könnte man natürlich klagen.
Eigentlich reicht schon der Eigenantrag für den Punktabzug. Und das Verfahren ist Insolvenz in Eigenverwaltung. Dann gibt es erstmal Insolvenzgeld für die Mitarbeiter und später eine Insolvenzeröffnung. Also Aufstieg wird bei - 9 Punkten ziemlich unwahrscheinlich sein.
Schöner wäre es gewesen, wenn es bereits dieses Jahr mit dem Aufstieg in die RL geklappt hätte. Auch wenn die Konkurrenz in der OL Niederrhein kommende Saison stärker sein dürfte, hoffe ich, dass der Kader zumindest in Teilen zusammenbleibt und das Team vielleicht insgesamt konstanter auftritt als diese Saison. Natürlich wird der Aufstieg kein Selbstläufer. Dafür fehlen einfach die finanziellen Mittel und es wird vermutlich durch die jetzige Führung deutlich konservativer geplant als in den 25+ Jahren vorher, jedenfalls außerhalb von Insolvenzverfahren.
Schön wäre zur Abwechslung mal eine verdammte Saison, wo es nicht um das Stopfen von Finanzlöchern, Streit im Verein und Chaos pur geht. FuF haben das (seriöse Arbeit) versprochen. Jetzt wäre es gut, wenn sie das auch halten. Auch wenn der Preis vielleicht ein realistischer Etat und keine Aufstieg um jeden Preis und bei vollem Risiko ist.
Also, das Sagen hat aktuell und bis zum Ende des Insolvenzverfahrens ausschließlich der Insolvenzverwalter. Da der persönlich für alle Fehlbeträge haftet gehe ich mal davon aus, dass die Saison durchfinanziert ist und er genug Finanzierungszusagen dafür hat, selbst falls die Zuschauerzahlen nicht so sein sollten wie geplant oder Sponsoren abspringen. FuF oder deren Umfeld kümmert sich um den laufenden Spielbetrieb, wo sich der Insolvenzverwalter nicht groß einmischen wird solange die Kohle stimmt.
Um das Insolvenzverfahren erfolgreich und nachhaltig zu beenden braucht man einen handlungsfähigen und von den Mitgliedern legitimierten Vorstand. Zudem müssen die Mitglieder die Fortführung des Vereins in einer MV beschließen. Denn sonst wird der Verein, der während der Insolvenz als aufgelöst gilt endgültig gelöscht. Solange also die MV nicht stattfindet, kann auch das Insolvenzverfahren nicht vernünftig abgeschlossen werden. Aber es gibt auch keine harte Frist für das Ende der Insolvenz. Solange genug Geld da ist, kann der Verein theoretisch auch über Jahre in der Insolvenz weitergeführt werden. Es wäre schön, wenn der formal noch bestellte Vorstand seine Blockadehaltung aufgibt und einfach in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter zu einer MV einlädt. Bin mir ziemlich sicher, dass man hier eine Security buchen und auch bezahlen würde, damit sich niemand daneben benimmt. Und vielleicht eine etwas stringentere Tagesordnung.
Und noch abschließend zur Aufarbeitung der Vergangenheit. Aktuell ist es einzig Job des Insolvenzverwalters Haftungsansprüche gegen aktuelle oder ehemals Verantwortliche zu prüfen und geltend zu machen. Bei einem eingetragenen Verein ist die persönliche Haftung aber begrenzt. Heikel sind hier eher Forderungen von Geschädigten, mit denen in Kenntnis der Insolvenzreife Verträge geschlossen wurden, die dann nicht erfüllt wurden. Dafür haften die handelnden Personen im Vorstand dann persönlich. Allerdings nicht gegenüber dem Verein sondern direkt gegenüber den geschädigten Gläubigern. Ansprüche des Vereins liegen beim Insolvenzverwalter. Wenn der nix findet und geltend macht, ist eine Aufarbeitungskommission zumindest aus finanzieller Sicht eher müßig. Man kann diverse Vorstände dann symbolisch auf einer MV, falls sie jemals einberufen wird, nicht entlasten und symbolisch die Fehler verurteilen. Aber darüber hinaus sollte man sich nicht viel versprechen. Die Justizbehörden werden vermutlich wegen Insolvenzverschleppung und Eingehungsbetrug gegen aktuelle Vorstände sowie vielleicht auch einige Vorgänger ermitteln. Aber das hat keine Auswirkungen auf das Vereinsvermögen. Außer im Falle der Verurteilung Jahre später vielleicht Genugtuung für den ein oder anderen. Mehr Sachlichkeit wäre also auf alle Fälle sinnvoll.
Das betrifft wenn das Insolvenzverfahren der ehemaligen GmbH. Auswirkungen auf den KFC e.V. wird das mit ziemlicher Sicherheit nicht haben, da etwaige Forderungen des e.V. in der Insolvenz der GmbH in der Regel nachrangig wären und damit nur bei Vollbefriedigung aller GmbH-Gläubiger überhaupt angemeldet werden können. Davon ist aber ganz sicher nicht auszugehen. Ist also lediglich was für den Boulevard. Und freut wenn überhaupt den Insolvenzverwalter der GmbH oder die dortigen Gläubiger.
Die Rolle von Chris ist wirklich mehr als verwunderlich. Gerade ihm habe ich das KFC-Herzblut abgenommen und hätte gedacht, dass ihm der nachhaltige Erhalt des Vereins wichtiger ist als das möglichst lange Strecken eines sinnfreien Revanchefouls, weil die Dinge von Januar bis Mai 2025 nicht wie erwünscht gelaufen sind. Übrigens ins großen Teilen hausgemacht vom eigenen Team, das eben nicht die Insolvenz abgewendet hat als man es noch konnte (was zugegeben sehr ambitioniert war) und entgegen der Ankündigung des Mäzens auch nicht den Spielbetrieb bis Ende der Saison in rechtlich tragfähiger Weise finanziert hat (was machbarer gewesen wäre). Bleibt zu hoffen, dass Vernunft einkehrt oder man halt den Aufwasch in förmlich wunschgemäßer OLG-Weise nochmals durchzieht.
Also sofern er sich derzeit in Deutschland aufhalten sollte wäre es sicher besser für ihn wenn er kommt. Sonst droht ihm weiterer Ungemach. Falls es im Ausland sein sollte, insbesondere außerhalb der EU wird er vermutlich nicht erscheinen, dann allerdings auch länger wohl besser nicht mehr einreisen.
Wünsche Lewe alles Gute für die neue Aufgabe. Er hat hier in sehr schwierigen Zeiten einen ordentlichen Job gemacht.
Was unseren jetzigen Trainer betrifft glaube ich, dass ein Versprechen von FuF Seriosität war. Das spricht gegen eine kurze Zündschnur in puncto Trainerentlassungen. Denke Julian Stöhr wird hier unabhängig vom Erfolg mindestens bis zur Winterpause arbeiten dürfen. Falls es ganz desolat läuft, kann man dann ja handeln. Aber vermutlich ist er für die volle Saison hier und vielleicht ja auch länger. Für einen neuen Trainer wird auch kaum Geld da sein.
Es entscheiden nicht die Mitglieder über das aktuelle Konzept sondern gegenwärtig allein der Insolvenzverwalter als Vertreter der Gläubigergesamtheit. Die Gläubiger müssen dann die Rahmenbedingungen für das Ende des Insolvenzverfahrens schaffen indem sie einen Insolvenzplan annehmen. Und dann müssen die Mitglieder auf einer MV die Fortführung des Vereins beschließen und erst danach können die Mitglieder wieder selbst über Konzepte entscheiden. Da der IV Fakten geschaffen hat, was er zeitlich allerdings auch musste, und sich für die Saison 2025/2026 für ein Konzept entschieden hat, nämlich FuF gilt es nun dieses Konzept zum Wohle und letztlich Überleben des Vereins umzusetzen. Denn falls es scheitert wird der Verein liquidiert und kann sich dann für die Saison 2026/2027 neu gründen und in der Kreisliga starten. Vielleicht mit etwas Wohlwollen in der Kreisliga A. Jedenfalls aber nicht höherklassig.
Der richtige Weg nun wäre es, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass die Mitglieder aktuell ihre einzig verbliebenen Rechte geltend machen dürfen: Nämlich über die Besetzung der Vereinsgremien zu entscheiden, was sie schon länger nicht mehr konnten. Da der Vorstand bislang offenbar nicht bereit war, zu einer regulären MV einzuladen muss es halt nun im Schritt 1 über die aoMV gehen. Dann wird ein im Anschluss hoffentlich bestellter handlungsfähiger interims-Vorstand zu einer MV einladen, auf der man endlich den sichtlich gescheiterten VWR von seinem Amt befreit und einen neuen wählt. Für diese Wahl darf sich jeder zur Wahl stellen. Und dann einen Vorstand berufen, der erstmals wieder auch von den Mitgliedern legitimiert ist. Denn der aktuelle VWR hat sicher seine Legitimation verloren.
Natürlich ist die Blockade der aoMV oder auch einer ordnungsgemäß vom aktuellen Vorstand einberufenen oMV schlecht für den Verein und dessen Fortbestand. Mal alle Emotionen und Sandkastenspiele ("...aber der VWR hat letztes Jahr auch mit Sand geworfen") außen vor.
Um den Verein aus der Insolvenz wieder rausführen zu können braucht man einen handlungsfähigen Vorstand, der an einigen zwingend erforderlichen Formalien im Verfahren mitwirken muss, auch wenn er sie doof findet oder nicht befürwortet. Sonst gibt es keinen Neustart. Und dann braucht man auf jeden Fall auch eine MV, wo die Mitglieder die Fortführung des Vereins beschließen, da die Insolvenzeröffnung erst einmal zur Zwangsauflösung des Vereins führt. Wenn dazu niemand einladen will gibt es keinen Verein mehr. Und man dann nach Abschluss der Insolvenz und Fortsetzungsbeschluss natürlich auch einen im Tagesgeschäft handlungsfähigen Vorstand haben sollte. An all sowas scheint der aktuelle Vorstand kein Interesse zu haben, was insoweit schwer nachvollziehbar ist, als es ja kein alternatives Konzept zu geben scheint. Hier geht es einfach nur um Revanchefouls und es fällt mir schwer darin irgendeine Sinnhaftigkeit zu erkennen.
Finanzielle Krise & laufendes Insolvenzverfahren
Der KFC befindet sich aktuell im fünften Insolvenzverfahren. Die wirtschaftliche Zukunft ist unsicher, offene Fragen zu geplatzten Zahlungen und Millionenverbindlichkeiten machen die Zukunftsplanung schwer und könnten den Spielbetrieb akut gefährden.
Das ist wirklich Quatsch. Der Insolvenzverwalter haftet persönlich, wenn er gemachte Zusagen nicht einhalten kann und hat sich ja offenbar über FuF hinreichend abgesichert. Denke der Spielbetrieb in der Saison 25/26 ist daher sicherer als bei jedem anderen Oberliga-Team.
Fehlende sportliche Stabilität & schwacher Kader
Berichte aus der Vorbereitung deuten auf ein schwaches sportliches Niveau hin: Viele Neuzugänge, eine fast komplett neu zusammengewürfelte Mannschaft ohne gemeinschaftliche Bindung oder Struktur. Leistungsträger wirken nicht fit, junge Spieler scheinen überfordert und Schlüsselpositionen (wie das defensive Mittelfeld oder Torwart) bleiben wackelig besetzt.
Das bleibt abzuwarten und kann natürlich passieren. Nach 6-8 Spielen wird man sehen, ob das Team im oberen Drittel steht oder sich nach unten oder ins Niemandsland orientieren muss.
Unzureichende Winter- und Saisonvorbereitung
Im letzten Jahr war eine geregelte Vorbereitung laut Beobachtern kaum möglich – unter anderem wegen ausstehender Gehälter, Trainingsstreiks und fehlendem Trainerstab. Dadurch fehlte die Fitness und Automatismen für eine starke Saison. So etwas wiederholt sich oft bei Vereinen mit akuten Finanz- und Strukturproblemen.
Siehe Punkt 1: Natürlich wird man sich kein Luxustrainingslager leisten können. Aber da die Saisonfinanzierung sicher ist, sollte es in dem Punkt keine Probleme geben.
Andauernde Unruhe und Machtkämpfe im Verein
Immer wieder gibt es im Verein internen Unfrieden, dezimierte Führungsetagen und Machtkämpfe. Trotz aller Durchhalteparolen steht der Klub regelmäßig vor einem “Neuanfang” und leidet unter strategischen Fehlentscheidungen, wie etwa chaotischer Kaderplanung oder unrealistischen Aufstiegsträumen.
Auch das Thema dürfte sich im Rahmen der laufenden Insolvenz faktisch erledigen. Bis zum Abschluss des Insolvenzverfahrens wird es sicher einen neu gewählten und dann auch handlungsfähigen Vorstand und Verwaltungsrat geben. Wie gesagt, wie gut dieser Kader wirklich ist und ob Entwicklungspotential besteht wird die Saison zeigen. Das Risiko bei einem faktischen Neustart ist sportlich immer vorhanden, gerade zu Beginn einer Saison.
Hoher Erwartungsdruck trotz dünner Perspektive
Rund um den Verein ist die Euphorie groß – aber die Erwartungshaltung der Fans und die Sehnsucht nach alten Erfolgen könnten sich rasch gegen den Klub wenden, wenn die Ergebnisse erneut ausbleiben. Das kann zusätzlich für Negativstimmung auf den Rängen und im Umfeld sorgen.
Wichtig wird sein, dass man glaubwürdig bleibt und auch im Fall eines guten Saisonstarts nicht abhebt und vom Aufstieg träumt. Allen seriös denkenden Menschen muss klar sein, dass es jetzt darum geht, den Verein erst einmal zu stabilisieren, eine solide Saison zu spielen. Und das als Sprungbrett für die Saison 26/27 nehmen, wo man dann vielleicht bei "guter Führung", dem Ende des Insolvenzverfahrens und einem hoffentlich dann seriöser gemanagten Verein vielleicht ja wieder oben angreifen kann. Dafür wäre sicher aber auch Kontinuität auf allen Ebenen hilfreich. Die Hoffnung stirbt zuletzt ;-)
Rein formal geschieht hier seit 1.4. alles im Sinne der Gläubiger des Vereins.
Wobei natürlich die Fortführung des Vereins durch den Insolvenzverwalter auch im Interesse der Mitglieder des Vereins liegen dürfte. Also unterstellt, die Mehrzahl der Mitglieder möchte, dass es den Verein weiterhin gibt, wovon ich mal ausgehe.
Spätestens auf einer eines Tages einzuberufenden Mitgliederversammlung müssen die Mitglieder übrigens ja auch die Fortführung des Vereins beschließen, um den Folgen der Insolvenzeröffnung (Auflösung) entgegenzuwirken. Das mal nur am Rande.
Warum sich der amtierende Vorstand mit Stellungnahmen rund um das Geschehen um das gelbe Haus nun auch noch lächerlich macht kann ich nicht nachvollziehen. Angeblich soll es doch einen insolvenzrechtlichen Berater des Vorstands geben. Der hat das Schreiben aber offenbar vorher nicht zu lesen bekommen. Denn klar liegt die Berechtigung zur Nutzung von Vereinsvermögen nicht mehr beim Vorstand sondern beim Insolvenzverwalter bzw. den von ihm gewünschten Personen. Und wenn er in Abstimmung mit dem Eigentümer des Gebäudes die Schlösser austauschen lässt ist das auch ok. Spätestens mit einer vollstreckbaren Ausfertigung des Eröffnungsbeschlusses, wenn er auch ganz formal alles richtig machen will. Was ein kurzer Anruf bei Gericht und ein Stempel ist ohne Rechtsmittel dagegen. Und so bleibt hängen, dass es weiterhin Chaos bei unserem Chaosverein gibt.
Der Schuldenberg war doch laut frei zugänglichen Medien schon vor einem Jahr im mindestens hohen sechstelligen Bereich. Was ja aufgrund des Ausfalls von Das Bob und den Altlasten aus der vorangegangenen Saison ja auch rechnerisch Sinn macht. Die damals benötigten Gelder waren nötig, um die Saison 23/24 zu Ende zu spielen, nicht um einen maroden Pleiteverein nachhaltig zu sanieren. 80 oder 140 k hätten also nicht gereicht, um den Verein vor einer Insolvenz zu bewahren. Sondern allenfalls das Unvermeidbare noch ein wenig zu verschieben. Ich nehme des den damals handelnden Personen durchaus ab, dass sie große Hoffnungen in ME und dessen Netzwerk gesetzt haben. Nur dass er eben auch keine Wunder vollbringen konnte sondern die ziemlich aussichtslose Lage noch etwas verschlimmert hat. Ist jetzt gegessen und hat mit FuF nichts zu tun. Denke bei FuF hat wenn auch mit Verspätung die Erkenntnis eingesetzt, dass es bei Schulden von mittlerweile über 1 Mio EURO nicht ohne Insolvenz funktioniert. Jedenfalls nicht unterhalb der 3.Liga, von der man leider dann doch Meilen entfernt ist und war.
Die lebenslangen DK sind eine Insolvenzforderung, die man zur Tabelle anmelden kann. Es muss nichts gekündigt werden. Die Quotenaussicht dürfte gegen 0 Euro tendieren und sie ist für keine Liga gültig.
Die sehr kulante Alternativregelung ist wirtschaftlich sicherlich deutlich sinnvoller.
Es gibt keine Teilnahme- oder Stellungnahmepflicht für Gläubiger im Insolvenzverfahren. Wer als Gläubiger mitbestimmen will muss das aktiv tun. Hat ME dann offenbar nicht oder er war mit allen Vorschlägen des IV einverstanden. Unabhängig von der Frage wie hoch seine Forderung ist und in welcher Höhe diese festgestellt wurde. Das Verfahren ist nicht öffentlich. Daher werden wir es wohl nicht erfahren.
Der Grund besteht darin, dass die lebenslange Dauerkarte nicht insolvenzgeschützt ist. Sprich, man könnte den Schaden auch zur Insolvenztabelle anmelden und sich in Zukunft neue DK zum vollen Preis kaufen oder aus Wut über jahrelange Unfähigkeit einen neuen Verein suchen.
Die Regelung jetzt ist kulant und insolvenzfest. Die Beschränkung auf 3. Liga und drunter ist ebenfalls vertretbar, damit sich der IV nicht vorwerfen lassen muss, irgendwen sehr begünstigt zu haben. Denn ab 2. Liga dürfte es schwer werden, überhaupt an Karten zu kommen, falls wir 2032 dann soweit sind ;-)
Sprich, er kann diese Aussicht nicht einfach verschenken. Und ich möchte wetten, dass die bisherigen DK-Inhaber, dann aus Dank für die überraschende Wende zum Guten in der 2. Bundesliga auch nochmal gerne etwas draufzahlen.
Habe das leider im falschen Thread geschrieben, daher nochmal hier im Bemühen um Sachlichkeit zum neuerlichen Brief des Vorstands:
Am 30.06.2025 fand im schriftlichen Verfahren die erste Gläubigerversammlung statt. Sofern nicht wider Erwarten die Gläubiger dort gegen die Fortführung des Vereins gestimmt haben sollten, was höchst unwahrscheinlich ist und mittlerweile sicher bekannt geworden wäre, darf der IV den Verein völlig autonom und eigenverantwortlich weiterführen. Und ob er hier Vertreter der FuF im Tagesgeschäft für sich arbeiten und alles finanzieren lässt oder Rainer Calmund oder sonstwen einschaltet, ist allein seine Entscheidung. Jedenfalls ist das Ganze wirksam. Er muss sich natürlich im Rahmen der gesetzlich für einen IV vorgesehenen Haftunsgregelungen an seinem Vorgehen messen lassen. Hier ist er unter der Aufsicht des Gerichts und der Gläubigergemeinschaft.
Und ein offizieller Restrukturierungsplan liegt natürlich noch nicht vor. Das wäre dann der Insolvenzplan, der nach § 231 InsO erst einmal einer gerichtlichen Vorprüfung unterzogen werden müsste. Bei normalem Ablauf dürfte der wohl im Laufe der beiden nächsten Monate vom IV vorgelegt werden. Also nicht verwunderlich, dass es ihn eine Woche nach dem Termin vom 30.06. noch nicht gibt. Und es ist dem Vorstand selbstverständlich möglich, einen eigenen Insolvenzplan vorzulegen über den die Gläubiger dann abstimmen dürfen. Darin wird aber zu beachten sein, dass alles was der IV bislang getan hat, für den Verein wirksam bleibt.
Dass Forderungen zu diesem frühen Verfahrensstadium noch bestritten sind ist auch völlig üblich. Zum Beispiel meldet die Agentur für Arbeit fürs Insolvenzgeld immer erst eine Schätzung an, ebenso die Krankenkassen. Das wird logischerweise immer erst bestritten bis ein genauer Betrag ermittelt ist, was ein paar Monate dauert bis alle Anmeldungen der Mitarbeiter da sind. Und je chaotischer ein Betrieb vor der Insolvenz geführt wurde, desto länger dauert dieser Prozess üblicherweise. Und vielleicht wurde ja auch die Darlehensforderung von ME zunächst bestritten. Gläubiger können das über Akteneinsicht nachvollziehen.
Bei den lebenslangen Dauerkarten sind das natürlich insolvenzrechtlich Insolvenzforderungen, die keine Gültigkeit haben. Allerdings wird man unabhängig von der Vorstandsbesetzung sicher Wege finden, dass diese auch in Zukunft gelten. Da gibt es Möglichkeiten.
Und wünschenswert wäre im Übrigen die Einladung zu einer ordentlichen MV im Herbst. Statt sich mit Gerichtsgeplänkel über in der Tat fragwürdige aoMV abzulenken könnte da der Vorstand mal seinen einzig aktuell rechtlich verbliebenen Job machen. Und mag ja da auch die von ihm gewünschten VWR Kandidaten ins Rennen schicken. Dann könne die Mitglieder endlich entscheiden, was sie wollen, jedenfalls sobald die Insolvenz hoffentlich erfolgreich abgeschlossen ist, egal auf Basis von wessen Konzept.
Beim Lesen des Briefes muss man hier und da schmunzeln.
Am 30.06.2025 fand im schriftlichen Verfahren die erste Gläubigerversammlung statt. Sofern nicht wider Erwarten die Gläubiger dort gegen die Fortführung des Vereins gestimmt haben sollten, was höchst unwahrscheinlich ist und mittlerweile sicher bekannt geworden wäre, darf der IV den Verein völlig autonom und eigenverantwortlich weiterführen. Und ob er hier Vertreter der FuF im Tagesgeschäft für sich arbeiten und alles finanzieren lässt oder Rainer Calmund oder sonstwen einschaltet, ist allein seine Entscheidung. Jedenfalls ist das Ganze wirksam. Er muss sich natürlich im Rahmen der gesetzlich für einen IV vorgesehenen Haftunsgregelungen an seinem Vorgehen messen lassen. Hier ist er unter der Aufsicht des Gerichts und der Gläubigergemeinschaft.
Und ein offizieller Restrukturierungsplan liegt natürlich noch nicht vor. Das wäre dann der Insolvenzplan, der nach § 231 InsO erst einmal einer gerichtlichen Vorprüfung unterzogen werden müsste. Bei normalem Ablauf dürfte der wohl im Laufe der beiden nächsten Monate vom IV vorgelegt werden. Also nicht verwunderlich, dass es ihn eine Woche nach dem Termin vom 30.06. noch nicht gibt. Und es ist dem Vorstand selbstverständlich möglich, einen eigenen Insolvenzplan vorzulegen über den die Gläubiger dann abstimmen dürfen. Darin wird aber zu beachten sein, dass alles was der IV bislang getan hat, für den Verein wirksam bleibt.
Dass Forderungen zu diesem frühen Verfahrensstadium noch bestritten sind ist auch völlig üblich. Zum Beispiel meldet die Agentur für Arbeit fürs Insolvenzgeld immer erst eine Schätzung an, ebenso die Krankenkassen. Das wird logischerweise immer erst bestritten bis ein genauer Betrag ermittelt ist, was ein paar Monate dauert bis alle Anmeldungen der Mitarbeiter da sind. Und je chaotischer ein Betrieb vor der Insolvenz geführt wurde, desto länger dauert dieser Prozess üblicherweise. Und vielleicht wurde ja auch die Darlehensforderung von ME zunächst bestritten. Gläubiger können das über Akteneinsicht nachvollziehen.
Bei den lebenslangen Dauerkarten sind das natürlich insolvenzrechtlich Insolvenzforderungen, die keine Gültigkeit haben. Allerdings wird man unabhängig von der Vorstandsbesetzung sicher Wege finden, dass diese auch in Zukunft gelten. Da gibt es Möglichkeiten.
Und wünschenswert wäre im Übrigen die Einladung zu einer ordentlichen MV im Herbst. Statt sich mit Gerichtsgeplänkel über in der Tat fragwürdige aoMV abzulenken könnte da der Vorstand mal seinen einzig aktuell rechtlich verbliebenen Job machen. Und mag ja da auch die von ihm gewünschten VWR Kandidaten ins Rennen schicken. Dann könne die Mitglieder endlich entscheiden, was sie wollen, jedenfalls sobald die Insolvenz hoffentlich erfolgreich abgeschlossen ist, egal auf Basis von wessen Konzept.
Nur mal zur Erinnerung: Hier ein Bericht aus März 2024 (!)
Schon damals gabe es 600.000 EUR Altschulden und die fehlenden 500.000 EUR von DasBob on top. Dann gab es zwischendurch noch das Fake-Darlehen über ne halbe Mio, das nicht kam, dann kam Herr Gummert, versprach viel, zahlte immerhin etwas und landete dann in U-Haft ohne mehr zu zahlen. So wenig mich Herr Limberg mit seinen Aktionen ansonsten überzeugt, so richtig war sein damaliger Hinweis auf die ziemlich offensichtliche Insolvenzreife. Statt diese zu beantragen setzte man dann alle Hoffnungen auf den neuen vermeintlichen Retter Eser und seine vermeintlich tollen Ideen und Connections. Dass der nun vom Ausmaß des Desasters überrascht gewesen sein soll erscheint dann doch eher abwegig - ein kurzer Blick ins Internet hätte wohl gereicht um sich im Klaren zu sein wie desaströs die Lage ist. Und spätestens als im Herbst klar war, dass ME auch nicht zaubern kann und die Schulden eher größer als kleiner werden hätte man handeln müssen, erst Recht wenn es nichtmal für die Krankenkassenbeiträge und Steuern reicht, für die der Vorstand sogar persönlich haftet. Hat man warum auch immer nicht. Und jetzt ist es wie es ist. Der IV ist mit deutlicher Verspätung da, hat sich entschieden das FuF Konzept umzusetzen mit offenbar aus seiner Sicht hinreichenden Sicherheiten und hoher Umsetzungswahrscheinlichkeit und das ist nun die letzte Chance auf Rettung.
Leute, die Insolvenzreife war doch schon vor einem Jahr evident. Es ruhten einige Hoffnungen darauf, dass ME sie beseitigen kann. Und ME hat sicher versucht, sie noch irgendwie abzuwenden und einen Haufen Geld in eines von vielen Feuern geworfen, zugleich aber leider übersehen oder in Kauf genommen, dass er Benzin auf andere Feuer geschüttet und sie verschlimmert hat. Sprich, die Insolvenzanmeldung war überfällig bzw. was Fremdanträge betrifft nur eine Frage der Zeit. Denn wenn ich länger keine Steuern oder Sozialabgaben zahle, dann stellen solche Gläubiger mal gerne einen Insolvenzantrag. Und anders als früher reicht es nicht aus, diesen Antrag zu bezahlen und wieder aus der Welt zu schaffen. Sondern vielmehr muss die Insolvenz nachhaltig beseitigt werden, was hier mindestens eine zusätzliche Mio in sofortigem Cash bedurft hätte und dazu noch ein Superlangfristdarlehen oder einen Verzicht von ME & friends. Und dass der Versuch, das Finanzamt oder Krankenkassen zu Ratenzahlungen zu bringen, wenn schon die Vollstreckung läuft und zig Monate offen sind, von Beginn an zum Scheitern verurteilt war kann Dir wirklich jeder bestätigen, der schon irgendwann mal was mit dem Thema zu tun hatte. Sprich, FuF hat ganz sicher nicht die Insolvenz zielgerichtet herbeigeführt. Sie war schon sehr evident da, schon lange bevor es FuF überhaupt gab. Und seit Juni 2024 ist die Lage immer schlimmer geworden statt besser. Unabhäging von FuF oder den damit assoziierten Personen.