vorwärtsblaurot
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Ich weiß, das ist Spanien, aber Real Madrid z.B. spielt ja seit Beginn der Corona-Krise sowohl Champions-League als auch Liga im eigenen Amateurstadion (https://de.wikipedia.org/wiki/Estadio_Alfredo_Di_St%C3%A9fano), das gerade einmal 8.400 Plätze hat. Das Stadion ist von 2006 und wird deswegen natürlich infrastrukturell (Kabinen, TV etc.) auf dem neuesten Stand sein, trotzdem zeigt das Beispiel, dass es aktuell doch eigentlich relativ egal ist, wo man spielt, solange die Grundvoraussetzungen stimmen. Da sollte doch auch Wattenscheid reichen, wo aktuell ohnehin keiner spielt.
@Thomas13
Die Aussagen zur Stadion-GmbH waren doch lange Zeit von beiden Seiten sehr optimistisch. Wenn man fest damit plant, mit dem Verein eine Stadiongesellschaft zu gründen, dann verschwendet man bestimmt keine Zeit für optionale Ausschreibungen. Man kann nicht immer für alles einen Plan B haben und es soll ja noch so etwas wie Vertrauen geben.
Bzgl. der 51% sehe ich es so, wie KFCfan45 es schreibt: "Es geht, wie hier schon erwähnt wurde um die Anteile der Stadiongesellschaft i.h.v. 51% und nicht um die Umbaukosten die ganz alleine von der Stadt getragen werden. Natürlich muss vom Nutzer eines jeden städtischen Stadions in Deutschland Miete gezahlt werden."
In den 20 Monaten seit Mai 2019 mussten eben vor allem europaweite Ausschreibungen vorbereitet und durchgeführt werden, was einfach Zeit braucht. Mich würde ganz grundsätzlich auch mal interessieren, für welche Arbeiten am Stadion die noch nicht gebundenen restlichen knapp 10 Mio. noch gebraucht werden?
Zu MP: Er war hier zwar schon ein paar Jahre tätig und hatte große Pläne, aber die hatten andere vor ihm auch. Man brauchte sich in Krefeld vor 2018 keine größeren Gedanken zum Stadion machen, denn der Aufstieg in die 3. Liga war ja nicht fest einplanbar, er kam einfach nach einem überragenden Schlussspurt und war dann ja auch erst der Zweite. Erst ab diesem Punkt wurde das Stadion richtig Thema. Man kann sich natürlich die Frage stellen, wie ernsthaft man sich von Seiten der Stadt, aber auch von Seiten des Vereins vor dem Sommer 2018 mit der Ertüchtigung der Grotenburg für den Fall der Fälle auseinandergesetzt hat. Hätte die Stadt also schon 2017 den Umbau des Stadions einleiten sollen in der Hoffnung, den Aufstieg in die 3. Liga bald zu packen? Das wäre in Krefeld bestimmt nicht durchsetzbar gewesen, wofür man auch Verständnis gehabt hätte.
Die Wellenbrecher-Geschichte war natürlich eine Fahrlässigkeit, keine Frage. Aber man darf unsere damalige sportliche Situation, wie die Stadt schreibt, eben auch nicht außer acht lassen. Die Grotenburg war in den ganzen Jahren kein größeres Problem. Und dann hat die Stadt ja auch gehandelt und z.B. den Block P erneuert. Dass man die Ost (leider) erstmal nicht angerührt hat, war aber ebenso (leider) verständlich bei einem Viert- bis Fünftligisten mit 2000 Zuschauern.
Und was den KönigPalast betrifft, muss man doch schon unterscheiden: Da wurde damals in erster Linie eine für Krefeld sehr bedeutende Veranstaltungshalle gebaut, die gleichzeitig die Konkurrenzfähigkeit der Pinguine sichern sollte. Da wurde ja nicht ausschließlich den Pinguinen ein Palast hingesetzt. Und zur Ausschreibung und zur Dauer hat Looxus ja bereits etwas geschrieben.
Werdet alle Mitglied beim e.V. und werbt in eurem Fanumfeld weitere Mitglieder an! Jeder kleine Schritt ist ein Schritt in die richtige Richtung! (https://www.kfc-uerdingen.de/wp-content/uploads/2021/01/Mitgliedsantrag-KFC-Uerdingen.pdf)
Und eine Plakataktion läuft in Krefeld ja bereits ganz gut (https://grotenburgkrefeld.tumblr.com/?fbclid=IwAR0138wOnr9VpuWgWNHme2Ycg35pLiqZMEOFLr3lJoWvNQcBC4lCE12A6NU). Jeder kann das Plakat auf der Website downloaden und dann in seinem Umfeld in der Stadt aufhängen sowie auch weitere Plakate!
Was ist außerdem aus den Grotenburg-Aufklebern geworden, die bestellt werden sollten?
Bezüglich der Mannschaft würde ich auf jeden Fall noch bis zum 1.2. warten, weil erst dann der Kader für die Rückrunde feststeht, der, wenn es dann noch um etwas gehen sollte, die Spiele gewinnen muss.
Die Stadt zahlt doch die 11,5 Mio. € und baut auch selbst um, dachte eben nur, dass man zusammen mit MP in einer GmbH vielleicht schneller ist im Sinne des Vereins. Es ging doch rein um den Vorteil einer GmbH, nicht darum, nicht für die Renovierung des Eigentums aufzukommen. Aber jemand wie MP weicht da wahrscheinlich nicht einen Meter von seiner Linie ab.
Wie ich schon geschrieben habe, kann MP doch nach dem Aus der Stadion-GmbH nicht ernsthaft geglaubt haben, dass die Stadt mit öffentlichen Ausschreibungen das Stadion innerhalb von einem Jahr fertigstellt. Das ist realitätsfern. Die Jammerei über die lahme Stadt, die einen hängen lässt, kann ich deswegen nicht ernstnehmen. Ein Stadionumbau durch öffentliche Hand geht nicht mal eben so, das sollte MP vielleicht wissen. Aber so hatte er immer einen Sündenbock.
https://www.mein-krefeld.de/die-stadt/eine-raetselhafte-geschichte_aid-38759441
Bezüglich der Stadion-GmbH möchte ich noch einmal auf einen Artikel aus dem Mai 2019 verweisen.
Nach dem Aufstieg 2018 hat die Stadt versprochen, die Grotenburg zu ertüchtigen. Es wurden gemeinsam mit dem Verein Gespräche über eine Stadion-GmbH aufgenommen. Im November 2018 bewilligte der Stadtrat 10,5 Mio. € für die Grotenburg als städtische Investition. Die Stadt hat also ganz deutlich Geld für den Umbau bereitgestellt. Es folgten viele weitere Gespräche und man stand kurz vor einer Unterschrift zur Stadion-GmbH, als der Verein der Gründung der GmbH doch aufgrund "veränderter Rahmenbedingungen" eine Absage erteilte. Im Mai 2019 war man also noch nicht viel weiter, weil MP sich plötzlich umentschieden hat. Die Stadt sollte das Stadion selber umbauen, dabei hat sie sich doch sowieso dazu verpflichtet.
Glaubt ihr wirklich an die Geschichte mit den 51%? Die Stadt macht es doch jetzt ohne GmbH auch selbst und investiert die 10,5 Mio. €. Und selbst wenn die Stadt MP gebeten hat, sich selbst zu beteiligen, vielleicht schon perspektivisch, um dann eben später etwas weniger Miete zu bezahlen, wo wäre das große Problem gewesen? Der Umbau wäre jedenfalls unter dem Strich viel schneller vollzogen worden, wodurch MP Geld gespart hätte, und man hätte direkt die Perspektive für die 2. Liga gehabt.
Interessant sind auch nochmal folgende Worte von Meyer damals:
„Jeder weiß, dass mir der KFC Uerdingen und das Projekt Profifußball am Herzen liegen. Der Rat der Stadt Krefeld hat sich zu seiner Verantwortung für die Grotenburg bekannt – und dieser Verantwortung werden wir in dem dort beschlossenen Rahmen nachkommen. Allerdings gibt es rechtliche, rationale und ethische Grenzen für das Engagement einer Stadt im gewinnorientieren Geschäft Profifußball. Diese Grenzen werden wir im Sinne unserer Gesamtverantwortung für die Stadt Krefeld selbstverständlich respektieren.“
Was man im Nachhinein auch beachten muss, ist, dass die Stadt eine Beteiligung von MP vielleicht auch als Vertrauensbeweis und Absicherung haben wollte, damit man nicht Millionen in ein Stadion investiert, weil der KFC plötzlich einen Investoren mit großen Plänen hat, der Investor mit unrühmlicher Vergangenheit dann aber irgendwann abhaut und man dann das Geld in ein Stadion eines Amateurvereins ex-post erstmal "umsonst" investiert hat.
Ich finde nach wie vor, dass sich vor allem MP die offenen Türen selbst geschlossen hat, bin aber auch offen für andere Meinungen.
Die Plakate spiegeln die Gefühlslage vieler Uerdinger Fans gut wider und machen wirkungsvoll darauf aufmerksam, dass hinter diesem Verein viele Fans aus Krefeld stehen, die ihren Verein lieben, sich aktuell aber berechtigte Sorgen machen und von Stadt und Vereinsspitze enttäuscht sind!
Und dass er zusammen mit NW hier ganz schön viel zerstört hat, ist doch nicht von der Hand zu weisen und deswegen der Gegenwind auch völlig verständlich! Es ist UNSER Verein, der gerade im Dreck liegt!
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