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Johannes Dörfler ·
Er hat wirklich noch gerade rechtzeitig die Kurve bekommen und es zusammen mit dem Trainer geschafft, sein zweifellos vorhandenes Potenzial auf den Platz zu bringen. Die Vertragsverlängerung ist nun der Lohn dafür. Freut mich sehr für den Jungen!
3. Liga 2020/21 ·
Ich finde nicht, dass es populistisch ist, wenn ich behaupte, dass ein Verein wie Türkgücü München aktuell im Amateurfußball zuhause ist und eindeutig nicht im Profifußball. Nur weil 3. Liga drauf steht, bedeutet es nicht, dass es sich auch um einen für diese Liga würdigen Verein handelt - was Infrastruktur, finanzielle Stabilität und Fanbasis angeht. Das ist bei uns übrigens nicht viel anders. Jeder Verein kann nach Höherem streben, soll sich dann aber bitte ganzheitlich entwickeln, um auch einen solchen Platz in einer Profiliga würdig auszufüllen. Mit Geld aufgeblasene Landesligisten haben für mich nichts in Liga 3 und höher zu suchen. Spätestens wenn die Show dann nämlich zu Ende ist, zerfällt das ganze Kartenhaus und stellt den Klub vor große Probleme.  Aber gut, jeder, wie er will.
Bezüglich der Ticketpreise in England möchte ich mal einen Vergleich anstellen: In der Saison 2019/2020 kostete eine Dauerkarte in der 1. Bundesliga in der günstigsten Sitzplatzkategorie im Schnitt 346€. Während man in Wolfsburg lediglich 220€, bei der Hertha 248€ und in Düsseldorf 255€ zahlen musste, wurden in Freiburg 445€, bei Union Berlin 476€ und in Paderborn 585€ verlangt. Beim FC Bayern konnte man ab 350€ pro Saison Fußball gucken und in Dortmund ab 405€.

Zum Vergleich dazu jetzt die niedrigsten Dauerkartenpreise der Premier League in der Saison 2018/2019: Nach heutigem Umrechnungskurs zahlte man im Schnitt 547€ - also ungefähr 200€ mehr als in der Bundesliga. Am günstigsten waren Huddersfield mit 334€, Manchester City mit 346€ und West Ham mit 357€. Bei 9 von 20 Vereinen zahlt man für die günstigste Kategorie über 600€ - so viel wie in keinem einzigen Bundesligaverein. In Liverpool waren es übrigens 765€ - drei Vereine lagen sogar noch drüber.

Ja, es gibt in Liverpool wie in anderen Stadien in England auch günstige Kontingente, welche allerdings die Ausnahme der Regel darstellen. Gerade in Liverpool verließen erst 2016 10.000 Fans aus Protest vor Abpfiff das Stadion, weil die Ticketpreise erhöht werden sollten. Der Verein gab nach und fror daraufhin die Preise vorerst ein.

547€ - das sind auf 19 Heimspiele verteilt im Schnitt ca. 29€ für das günstigste Ticket, um ein Fußballspiel zu schauen. In Liverpool sind es die genannten 40€. Solche Summen sind in Deutschland Gott sei Dank utopisch. Die 346€ beziehen sich in Deutschland ja sogar nur auf die günstigsten Sitzplätze - Stehplätze sind nochmal weitaus billiger.


In England muss man sich eingestehen: Der Fan im Stadion zählt nicht mehr wirklich. Die Fankultur mag in manchen Stadien noch halbwegs vorhanden sein und es herrscht auch nicht nur Totenstille. Dennoch werden bei diesen Preisen bestimmte soziale Schichten und vor allem junge Fans sukzessive aus den Stadien verbannt und durch zahlungskräftige Neufans ersetzt - eine Publikumstransformation, die sich auch in der Stimmung niederschlägt (out-pricing). Wurde früher noch wegen der Stimmung ehrfürchtig nach England geschaut, ist es heute doch bis auf wenige Schlachtrufe ziemlich ruhig in den meisten Stadien geworden. Statt supportern sieht man heute vorwiegend Konsumenten in den Arenen sitzen. Das hängt mit der neoliberalen Entwicklung des englischen Fußballs unter Thatcher zusammen: ausgelöst durch die Hillsborough-Katastrophe wurden die Stadien im Zuge des sog. Tayler-Reports zu konsumfreundlichen Sitzplatztempeln für die Mittelklasse umgebaut. Gleichzeitig begann der Privatisierungszug der Fußballvereine und das Zeitalter der Investoren im englischen Fußball. Echter Fankultur begegnet man auf der Insel heute eher in unteren Ligen oder Pubs als in der Premier League.

Der ehemalige West Ham Trainer Slaven Bilic sagte einmal passend: "Wenn du Kaviar und Champagner willst, ist das teuer. Aber Brot und Milch sind billig. Auch der Fußball sollte es sein."


Den Großteil der Fans scheint der Umbau des englischen Fußballs nicht sehr interessiert zu haben. Für sie steht der Erfolg des eigenen Vereins über anderen Werten, weshalb sie Investoren in Kauf nehmen und sich über Europa-League-Spiele freuen. Einige wenige Fans haben Bauchschmerzen, ziehen aber auch den Erfolg vor und eine Minderheit ist ausgestiegen bzw. verdrängt worden. Auch wenn die Stimmungslage diesbezüglich in Deutschland etwas anders aussieht, steht wahrscheinlich auch hier eine Mehrheit Investoren und dem Fall der 50+1-Regel offen gegenüber, weil es eben immer sexy bleiben wird, sich im Licht des attraktiven Fußballs des eigenen Vereins zu sonnen. Das muss man aber noch lange nicht gutheißen, denn mit dieser Entwicklung wird der Fußball nach und nach sein Herz verlieren. Ich jedenfalls kann Spielen wie zwischen Leipzig und Hoffenheim oder internationalen Begegnungen trotz der fußballerischen Klasse schon heute nichts abgewinnen, weil diese Spiele einem Theaterbesuch gleichen und mit dem ursprünglichen Erlebnis Fußball kaum noch etwas zu tun haben.

Und letztlich ist es sogar egal, wie die Engländer ihren Fußball finden. Über die Attraktivität einer Liga entscheiden letztlich asiatische und amerikanische TV-Zuschauer. Diese Menschen haben allerdings keinen blassen Schimmer davon, was Fußball eigentlich ausmacht, weshalb Aussagen über die Attraktivität einer Liga heute eigentlich kaum noch ernstgenommen werden können. Ich würde gerne mal eine Umfrage unter lokalen britischen Fußballfans sehen.


3. Liga 2020/21 ·

Ganz offensichtlich bin ich hier (dank der Like-Funktion) mit meiner Meinung ziemlich alleine, was mich schon etwas überrascht. Repräsentative Umfragen unter KFC-Mitgliedern oder KFC-Fans würden bestimmt etwas ausgewogener ausfallen, aber egal.


Zu den Bayern und Adidas: Mir wird nicht ersichtlich, wieso man den Deal zwischen Adidas und dem FC Bayern kritisch sehen sollte und wieso der FC Bayern davon nicht doch sehr profitieren sollte. Adidas zahlt nur Manchester United und Real Madrid mehr, beide Vereine haben aber auch nochmal eine ganz andere Reichweite. Der FC Barcelona ebenso und die stellen mit 150 Mio. € auch den absoluten Krösus dar, zudem mit einem anderen Ausrüster.

Zu Schalke: Welche Hintergründe kannst du uns denn noch zum Konstrukt Schalke 04 mitteilen? Und ist das bei den anderen genannten Vereinen auch so?


Dass Vereine, die an reiche Araber, Chinesen oder sonst wen veräußert werden und mit denen diese Menschen dann ein bisschen Fußball-Manager spielen, einfach nicht mehr als Spielzeuge sind, ist doch einfach Fakt. Der internationale Fußball ist zu einem Spielplatz Superreicher geworden - mit all seinen Vor- aber eben auch Nachteilen.


Wenn du nicht sicher bist, ob der KFC seine Seele verkauft hat oder zumindest auf dem besten Weg dahin ist, dann frag dich doch einfach mal, wer das Gesicht des Vereins darstellt, für welche Werte der Verein mit seinen Aktivitäten steht und wie viel ihm noch seine Fans wert sind. Zu all diesen Aspekten wurde über die letzten Monate viel geschrieben...


...Aber hey, wir spielen jetzt gegen große Namen, der Rest ist doch scheißegal. Am besten, hier steigen bald Investoren mit noch viel mehr Geld ein, die den Vereinsnamen möglichst erst seit ein paar Wochen kennen, übernehmen den Verein (50+1 buhhh) und machen uns zu ihrem neuen Fußballprojekt: neues Logo, Namensänderung (Getafe Team Dubai lässt grüßen), schmucke Arena mit neuem Namen, Spieler aus dem jeweiligen Land zu Werbezwecken und namhafte Altstars aus aller Welt. Damit rückt die Bundesliga, ach die Champions League, ganz nah. Nur blöd, dass die Tickets nun so teuer werden und die Spiele aus den USA immer nachts laufen (in Spanien z.B. gibt es bereits Pläne für Spiele in Miami). Aber egal, mein KFC, äh China Football Club Krefeld, spielt gegen die ganz großen Klubs - ein Traum wird wahr! Das ist echte Liebe! Endlich nicht mehr diesen Ramschfußball auf den Dörfern, sondern Spitzenfußball.


Das ist natürlich stark überspitzt dargestellt, entspricht aber letztlich nur der Realität in anderen Ländern, wo Investoren längst die Oberhand gewonnen haben und der Fußball zu einem reinen Produkt geworden ist.


Auf der anderen Seite muss die Entwicklung aber längst nicht so positiv verlaufen. Ein Herr Ismaik wollte ja schließlich auch mal in die Champions League und ist am Ende mit dem Verein gescheitert. Auch Vereine wie der FC Malaga, Leyton Orient oder der FC Portsmouth, ja sogar der FC Liverpool oder Manchester United können ein Lied davon singen (auch wenn alle den Ruin abwenden konnten).


In England, wo es keine 50+1-Regel gibt, zahlt man übrigens schon seit Jahren nicht selten umgerechnet 80€, wenn man sich ein Spiel der Premier League auf einem Sitzplatz ansehen möchte. Für einkommensschwächere Fanschichten ist somit kaum mehr Platz und die einst so bewunderte Fankultur auf der Insel ist längst tot. In den ausverkauften Stadien sitzen nun viele Modefans und Touristen, wenn sie denn mal Lust haben, ihre Karte zu nutzen. Gleichzeitig steigen natürlich auch die Kosten für Pay-TV-Abonnements, um die horrenden Summen an TV-Geldern einzuspielen. Die immer wieder aufgeflammten Fanproteste verpuffen in den meisten Fällen, weil letztlich zu wenige mitziehen und die Klubführungen nicht mit sich sprechen lassen bzw. sich nicht von ihrem Kurs abbringen lassen. Aus Resignation besuchen seit Jahren zunehmend englische Fußballfans regelmäßig deutsche Fußballspiele.


Beim KFC müssen außerdem, wie bereits geschrieben, erst einmal viele strukturelle Hürden genommen werden, die automatisch eine gewisse Geduld erfordern. Ob ein Investor diese aufbringt und den Verein, wenn es nicht so schnell gehen sollte, nicht fallen lassen würde, weiß keiner. Deswegen sind die 10.000 Zuschauer in der Grotenburg noch weiter weg als man denkt.


Nein, Deutschland ist auch kein Paradies mehr, denn auch hier hält die Kommerzialisierung selbstverständlich zunehmend Einzug (Änderung von Stadionnamen, langsame Spieltagszerstückelung und verschiedene Pay-TV-Anbieter zur Erhöhung der TV-Einnahmen etc.). Auch hier gibt es Personen, die offen mit der Abschaffung der 50+1-Regel flirten oder einen Herrn Kind, der sie in seinem Verein abschaffen möchte. Auch hier bleibt die Solidarität der Großen mit den Kleinen bereits auf der Strecke (siehe Treffen zur Verteilung der TV-Gelder). Auch hier wird mit Unternehmen aus undemokratischen Staaten kooperiert. Aber hier überlegt halt nicht der Kronprinz von Saudi-Arabien, einen Verein wie Newcastle United zu übernehmen und damit nichts mehr als "Sportswashing" zu betreiben. Newcastle wurde in dem Fall sogar von Amnesty International vor seinem Einstieg gewarnt.


Und dass in Deutschland die Fans dagegen nicht protestieren, ist doch einfach nicht richtig. Auf vehementen Protest der Fans hin wurden beispielsweise die Montagsspiele in der 1. Bundesliga wieder abgeschafft. Leider ist auch der Einfluss der Fans in Deutschland nur begrenzt, wenn es zum Beispiel um die Auswahl der Sponsoren geht. Das Beispiel Hannover zeigt aber dennoch, dass die Mitglieder in vielen Vereinen letztlich in entscheidenden Fragen immer noch das Sagen haben. Zudem wissen die meisten Vereine in Deutschland auch, dass ihr Produkt Bundesliga ohne die Fankultur nicht mehr so attraktiv wäre und versuchen deswegen Kompromisse zu finden.


Ich glaube auch kaum, dass Fußballfans sich vor Konkurrenz scheuen. Die meisten Bayern-Fans freuen sich sogar über eine spannende Bundesliga. Außerdem werden Investoren auch oft im eigenen Verein abgelehnt, obwohl man ja dadurch auch andere Vereine verdrängen könnte. Es geht einfach um die Art und Weise: Niemand sagt etwas gegen den FC Augsburg und Borussia Mönchengladbach, die es organisch aus der 2. Bundesliga in die obere Bundesliga-Tabellenhälfte oder gar bis nach Europa geschafft haben. Wenn aber ein Multimilliardär mit seinem Unternehmen einfach einen Amateurverein übernimmt und anschließend mit horrenden Summen aus dem nichts in die Champions League vorstößt, dann sorgt das nicht für Jubel in Fußball-Deutschland, weil es einfach pervers ist.


Hier noch ein Artikel zur Lage in Italien: https://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-in-italien-die-serie-a-verscherbelt-ihre-tradition-1.3240553-0#seite-2


Und hier noch ein paar klare Statements zu 50+1 von einem, dem man das gar nicht so unbedingt zutrauen würde: https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/bvb-chef-hans-joachim-watzke-die-fans-wollen-keine-investoren/21020694-all.html


Außerdem hier noch ein paar Zitate von deutschen und englischen Fans:

"Die 50+1-Regel ist die letzte Regelung, die verhindert, dass immer mehr Geld in das Spiel fließt"

"Ich bin gerne Fan meines Klubs, weil ich Mitglied und somit Teil des Vereins bin. Ich glaube nicht, dass ich gerne Teil eines Klubs wäre, wenn ich wüsste, dass er tatsächlich einem Unternehmen oder einem Land gehört."

"Wir würden in unserem Klub gerne mitreden wollen und beeinflussen, wie der Verein mit seiner Umgebung interagiert. Das muss das Ziel für jeden Fußballfan sein."

"Die Diskussion fand bereits vor der Krise statt. Das 50+1-Modell in Deutschland ist die letzte Hoffnung für eine eigenständige Fankultur im Profifußball in Europa."

Quelle: https://www.dw.com/de/investoren-in-der-premier-league-wunsch-nach-501-regel/a-53538974


Und zu guter letzt diese Information: "Eine Studie, in der das Deutsche Institut für Sportmarketing im Jahr 2017 fast 20 000 Fußballanhänger befragte, zeigt jedoch: Die Fans haben genug. 51 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich vom Profi-Fußball abwenden wollen, wenn die Kommerzialisierung weiter voranschreitet."

Quelle: https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/fussball-europas-clubs-werden-zum-spielball-der-milliardaere/7750876-all.html

3. Liga 2020/21 ·
Natürlich ist der e.V. nicht nur seinen Mitgliedern gegenüber verpflichtet, aber das ist ja auch nichts Schlimmes. Und es ist doch auch nicht schlimm, dass Herbert Hainer enge Beziehungen zu beteiligten Unternehmen hat. Klar handelt er auch im Interesse dieser Unternehmen, aber der Verein steht im Zweifel über allem. Deshalb ist der Verein auch finanziell immer gesund gewesen, es wurden keine utopischen Summen für Spieler ausgegeben, Verträge wurden stets eingehalten, der Verein ist in seiner Infrastruktur organisch gewachsen und die bayerische Identität und Verbundenheit zur Bundesliga bleiben trotz Internationalisierung bestehen. Zudem agieren Herren wie Hainer, aber auch Hoeneß (von seinen privaten Angelegenheiten abgesehen) absolut seriös und vernünftig. Nicht umsonst genießt der Verein auch international dieses hohe Ansehen.
Wo genau liegt das Problem?
Es gibt in der Tat sehr viele Unternehmen, die ihre regionalen Vereine sponsern, weil sie Gutes für die Region tun möchten. Dass auch sie davon profitieren, ist natürlich klar, das macht Sponsoring ja aus. Die Vereine mit ihren Vereinsvertretern und die Vereinsmitglieder sind es letztlich vor allem, die es in der Hand haben, bestimmte Werte des Fußballs möglichst zu wahren oder ein Gleichgewicht zwischen Kommerz und Tradition herzustellen und das schaffen viele Profivereine auch immer noch halbwegs gut.
Da geht es mir dann um Dinge wie wirtschaftliche Nachhaltigkeit und Fairness, Integrität/Transparenz/Ehrlichkeit/Zuverlässigkeit, (Mitglieder-)Demokratie, wirtschaftliche und gesellschaftliche Solidarität, Volks- und Basisnähe/Fanfreundlichkeit/Traditions- und Identitätsbewusstsein und Respekt/Toleranz/Vielfalt.
Ich weiß nicht, was das mit träumen zu tun hat. Die meisten Profivereine in Deutschland orientieren sich am Großteil dieser aufgezählten Werte, auch wenn es heute natürlich in manchen Bereichen bröckelt.
3. Liga 2020/21 ·

Natürlich kann ich nicht sicher sagen, ob wir ohne Investor heute in der Grotenburg spielen würden. Allerdings glaube ich nicht, dass es sicherer ist, dass wir ohne Investor definitiv nicht mehr existieren würden.


Und natürlich ist Fußball Geld und ist Fußball Business, es stellt sich nur die Frage, in welchem Ausmaß. Ich will wie bereits geschrieben auch nicht Investoren per se verteufeln, plädiere aber dafür, sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen und ihr Engagement zu hinterfragen, weil manche Investoren eben den Verein finanziell unterstützen möchten und wiederum andere diesen als Rendite abwerfendes Investitionsobjekt ansehen, was sich in ihren Herangehensweisen widerspiegelt.


Vielleicht verdeutlichen einige Beispiele nochmal die Unterschiede: 


An der DSC Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA hält der e.V. 71,4 % der Anteile und das Bündnis Ostwestfalen (Dr. Oetker, Gauselmann, JAB Anstoetz, Möller Group, Schüco, Goldbeck, DMG Mori, Stockmeier, Böllhoff, Melitta, Phoenix Contact) 28,6 %.

An der VfB Stuttgart 1893 AG hält der VfB Stuttgart e. V. 88,25 % der Anteile und die Daimler AG 11,75 %.

An der FC Bayern München AG hält der FC Bayern München e. V. 75,00 % der Anteile und die Adidas AG, die Allianz SE und die Audi AG je 8,33%.

Das sind nur drei Beispiele von vielen Bundesligisten, die strategische Investoren im Rücken haben, die den Verein langfristig unterstützen, sich operativ zurückhalten und es befürworten, dass der Verein seine Seele nicht verkauft.


Vereine wie Schalke 04, der SC Freiburg, Mainz 05, Union Berlin oder die Fortuna aus Düsseldorf sind "sogar" noch eingetragene Vereine und leben "nur" von Sponsoren.


Andere Klubs wie RB Leipzig, Bayer Leverkusen, der VfL Wolfsburg oder 1899 Hoffenheim gehören zu nahezu 100 einem Unternehmen oder Mäzen und unterhöhlen auch die 50+1-Regel. In Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim gilt es, das jahrzehntelange Engagement der Gönner und Unternehmen zumindest noch zu respektieren. RB Leipzig ist schon ein reines Kunstprodukt.


Aus dem Ausland kennen wir die vielen Vereine, die bereits vollkommen zu Spielzeugen von Investoren verkommen sind.


Wo sind in dieser Aufstellung jetzt Vereine wie Türkgücü München, der KFC oder aber auch Hertha BSC einzuordnen? Türkgücü und wir gehören quasi auch zu 100% einem einzigen Menschen. Bei Hertha BSC hält die TENNOR Holding B.V. von Investor Windhorst inzwischen schon 66,6% der Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KgaA. Gegen die 50+1-Regel wird in diesen Vereinen zwar offiziell nicht verstoßen, dennoch ist der Einfluss der Investoren in allen Vereinen extrem groß. Es herrschen also letztendlich einzelne Investoren mit rein gewinnorientiertem Denken, die den ausländischen Vorbildern nacheifern und sich mit massig Geld Erfolg und Rendite erkaufen möchten, wobei viele Werte im deutschen Fußball auf der Strecke bleiben oder bleiben könnten.


3. Liga 2020/21 ·
Die Fußballromantiker freuen sich bestimmt alle wieder auf Spiele in der Grotenburg, können aber doch trotzdem gleichzeitig unseren eingeschlagenen Weg mit einem Investoren kritisieren, oder nicht? Ohne diesen würden wir übrigens wahrscheinlich gerade in der Grotenburg spielen.
Wir sind in den letzten Jahrzehnten abgestürzt, was sehr bitter und schade war. Aber das heißt ja nicht, dass jetzt von anderen zu akzeptieren ist, dass wir mit einem Investor so schnell wie möglich aus den Niederungen in den Profifußball zurück wollen, weil da angeblich unser Platz ist und weil die dann wieder in unser tolles Stadion dürfen.
Außerdem gefällt mir dieses Selbstmitleid nicht. Ja, wir sind unserem Verein auch in unteren Ligen treu geblieben, was ehrenhaft ist. Aber müssen wir das jetzt immer und immer wieder erwähnen und indirekt Mitleid und Anerkennung von anderen einfordern? Wir können stolz drauf sein und echte Fußballkenner schätzen uns sowieso dafür, das genügt doch.
3. Liga 2020/21 ·
Der Fußball darf eben nicht auch noch dem Finanzmarkt-Kapitalismus verfallen wie schon so viele andere Lebensbereiche. Das würde die Sportart in der Form, wie sie in Deutschland Kult wurde, für immer zerstören und ihrer Seele berauben. Fußball in Deutschland ist Volkssport, deutsche Fankultur schützenswertes Kulturgut und Vereine werden von Mitgliedern getragen! Das gilt es zu erhalten!
3. Liga 2020/21 ·

Wie du schreibst, sollte sich inzwischen jeder Fußballfan über die möglichen Gefahren eines Investorenengangements im Klaren sein. Angesichts genügender Negativbeispiele alleine aus Deutschland ist es doch legitim, wenn einige ihre Sorgen offen aussprechen und andere Fans davor warnen, einem Einstieg eines Investors in ihrem Verein zu positiv gegenüberzustehen.

Wieso schreibst du scheinheilig? Kennst du die Verfasser dieser Kommentare und deren Werte und Motive? Ich würde etwas mehr differenzieren: Nur weil unser Fußballsystem immer mehr den Bach herunter geht, muss man doch nicht auch noch Investoren dulden, oder? Der Investorenfußball wird den Fußball, wie viele ihn lieben gelernt haben, nämlich endgültig begraben. Es hat für mich nochmal eine ganz andere Qualität, wenn Finanzinvestoren einen Verein aus rein gewinnorientiertem Sinn übernehmen und den Verein zur Erreichung dieses Ziels nach ihren Regeln an der 50+1-Regel vorbei umbauen und dabei die Basis völlig verprellen. Und wenn am Ende kein Gewinn in Sicht ist, wird der Verein fallen gelassen und bleibt auf allem sitzen. Es gibt auch im modernen Fußball noch Unterschiede. Oder willst du jetzt Arminia Bielefeld mit Türkgücü München auf eine Stufe stellen? Natürlich sind Investoren ein Problem - sie sind die aktuelle Speerspitze der endgültigen Kapitalisierung und Entfremdung des Profifußballs. Türkgücü wäre ohne Investor weiterhin ein glücklicher, kleiner Verein gewesen und hätte dort gespielt, wo sie aktuell nun mal hingehören - im Amateurfußball. Es hat doch nicht jeder Verein ein automatisches Anrecht auf Profifußball.


Und was macht Hansi Flick nicht zu einer bemerkenswerten Persönlichkeit? Der Mann hat innerhalb der letzten 13 Monate herausragende fachliche wie menschliche Qualitäten bewiesen.

Saisonvorbereitung 2020/21 ·
Ab morgen wird wieder trainiert. Die Mannschaft wird heute und wurde gestern auf Corona getestet. Morgen und am Mittwoch wird direkt 2x trainiert.
Neue Investoren ·

@Suma: Danke für deinen Post #90, wie ich finde eine sehr schöne Erläuterung des Ausgangsproblems. Ich stimme dem voll zu. Es geht letztlich doch auch um das Ansehen unseres Vereins, das beschädigt wird, wodurch sich viele Türen mehr und mehr schließen. Wollen wir unser Image einfach achselzuckend beschmutzen lassen und uns von Fußballdeutschland mit Häme und Antipathie überschütten lassen, weil wir ja vermeintlich keine Alternative hatten? Findet ihr das schön? Mich nervt das, selbst wenn viele Nicht-Uerdinger nur irgendwelche Zeitungsfetzen aufgeschnappt haben. Wollen wir nicht mal wieder für positive Schlagzeilen im Kicker stehen? Wollen wir nicht wieder richtig Spaß an unserem Verein haben, auch wenn es sportlich mal nicht so gut läuft (die letzten Jahre waren ja auch kein Leckerbissen). Möglich wäre es prinzipiell. Dafür müssten wir aber erstmal wieder ein Verein mit einem Gewissen und einem Verantwortungsbewusstsein werden, der Werte verkörpern will, wieder für etwas stehen will. Aktuell sind wir einfach nur ein seelenloser Verein, der durch extrem viel Geld (Spielergehälter von 600.000 €) völlig über seinen Verhältnissen unterwegs ist. Ausschließlich wegen der Finanzkraft von MP sind wir Drittligist.


Und da schließt sich in meinen Augen ein Kreis. Ja, man muss zugeben, dass der Vergleich mit anderen Vereinen oft sehr hinkt, weil diese Vereine einen deutlich größeren Rückhalt genießen und ganz andere Strukturen haben. Aber glaubt ihr, diese Vereine würden die Unterstützung in der Form genießen, wenn dort irgendwelche Skandalinvestoren am Werk wären (selbst wenn diese viel Geld mitbringen würden)? Seriosität ist eben nun mal die Basis für politisches und wirtschaftliches Engagement. Wenn wir in Sachen Stadion, Jugendarbeit, Zuschauer und Sponsoring irgendwelche Fortschritte machen wollen, um erstmal ein echter Profiklub zu werden, brauchen wir Ruhe und Vertrauen. Die großen Steine, die es in Krefeld gibt, muss man versuchen, aus dem Weg zu räumen. MP hatte dazu offenbar keine echte Lust und Geduld.

In diesem Zusammenhang lohnt wie ich finde immer ein Schwenk zu anderen Vereinen. Das sind Worte aus Lübeck vom September, als man dort den neuen Haupt- und Trikotsponsor vorgestellt hat:

"Auch Lübeck will sich innerhalb der Region mit dieser Partnerschaft als wirtschaftlicher Faktor festigen. "Wir als VfB Lübeck haben immer betont, dass wir ein positiver Ankerpunkt für die Gesellschaft in und um Lübeck sein wollen", betont Marketinleiter Sven Theißen, der als Ex-Profi einst selbst für den VfB auf dem Platz stand. Entsprechend ist der 31-Jährige sich auch einer Verantwortung auf und neben dem Platz bewusst: "Gemeinsam mit unseren Mitgliedern, Fans und Sponsoren wollen wir unserer sozialen Verantwortung gerecht werden und unser Umfeld und die Region nachhaltig mitgestalten.""

Glaubt ihr, dass wir so eine Meldung in den nächsten Jahren im Zusammenhang mit unserem Verein lesen werden?


Natürlich wäre die Sponsorenakquise in der Oberliga ein hartes Geschäft, aber eben kein Ding der Unmöglichkeit, wenn man alle Möglichkeiten auslotet und sich so gut es geht in seiner Außendarstellung und Reichweite verbessert (einige Marketingideen wurden hier ja schon genannt). Die Zuschauer gehören auch dazu. Wie viele Krefelder kriegen denn mit, dass der KFC am Wochenende ein Heimspiel hat? Es wurde doch jahrelang nichts getan, wie Aktionen an Schulen, Plakate etc.Und ja, man müsste in der Oberliga natürlich die Ambition haben, oben mitzuspielen, aber das ist doch machbar. 500.000 € sollten mit sportlichem Fingerspitzengefühl auch für eine ambitionierte Mannschaft reichen. Und ich weiß nicht, ob so viele Oberligaspieler, wenn sie die Möglichkeit haben, für ordentliches Geld bei uns in der Grotenburg zu kicken, für 500 € mehr nach Baumberg oder was weiß ich gehen. Wir wissen doch gar nicht, ob wir einen Rankl und Talarski nicht auch mit weniger Gehalt bekommen hätten. Dass Ponomarev sehr, sehr gut zahlt, ist ja jedem bekannt, was dann wiederum manche Spieler und Berater auch ausnutzen.
Letztlich können wir unser Überleben durch beide extremen Wege gefährden. Nehmen wir den unseriösen Investoren, dann ist die Gefahr nicht sofort akut, könnte aber über die Jahre immer größer werden. Sind wir nicht zu einem solchen Schritt bereit, dann begeben wir uns von Anfang an auf dünnes Eis, können uns aber wenigstens noch mit dem Verein und Weg identifizieren und haben es selbst in der Hand, mit der nötigen Geduld und Demut den Verein mit der Zeit zu retten und kontinuierlich zu entwickeln. Man müsste natürlich in Kauf nehmen, vielleicht vor 2030 nicht über Zweitligafußball zu sprechen. Gehen wir einen Schritt vor, um bald vielleicht desillusioniert auseinanderzubrechen oder sich als Fan zu verabschieden oder gehen wir zwei Schritte zurück und kämpfen darum, in der langen Frist diese Schritte wieder nach vorne zu machen und dann auch das Fundament zu haben, um noch weiter zu gehen.
Neue Investoren ·
Kevin Großkreutz zum Beispiel.
Neue Investoren ·
Also bitte. Es ist schön, wenn jemand einem klammen Verein finanziell helfen möchte und dafür dankt hier doch jeder Ponomarev. Das heißt aber doch gleichzeitig nicht, dass sich diese Person hier daneben benehmen darf, nur weil sie alles bezahlt und wir nicht mehr als liebe, dankbare Fans sein dürfen. An gewissen Stellen ist die Kritik einfach berechtigt und dafür ist Ponomarev schon selbst verantwortlich. Es gibt auch andere Investoren, die die Musik bezahlen und sich ansonsten an Recht und Ordnung halten.
Neue Investoren ·
Ach das weißt du also ganz sicher? Tell us more.
Grotenburg - Sanierung ·
Ich denke auch, dass es vornehmlich um Pläne von MP bezüglich neuer Investoren und um deren Konzepte ging, denn eine gesicherte und vernünftige Nachfolge von MP sollte ja die Akzeptanz des Stadionausbaus in der Politik normalerweise wieder steigern.
Neue Investoren ·

Ich nehme nochmal Bezug auf einige Argumente (von Bande):


● Bei den Aussagen von Thomas Schlecht ging es mir gar nicht so sehr um ihn selbst. Ich denke auch, dass er hier gescheitert ist. Ich wollte eher die prinzipielle Herangehensweise und Idee hinter solch einer Personalie aufgreifen. Und wie gesagt bekommt man gute Kaufleute und Marketingexperten bestimmt auch vom Niederrhein.


● 2005 war sportlich gesehen eine enorme Chance, erst recht mit der WM 2006 im Auge. Leider ist dieses Jahr zu einem bitteren Wendepunkt in der Entwicklung des Vereins geworden, wofür Stadt und Wirtschaft mitverantwortlich sind. Aber wie hier geschrieben ist das nun 15 Jahre her, in denen sich der Fußball und die Welt stark gewandelt haben. Man kann doch nicht einfach von damals auf heute schließen.


● Die Zuschauerzahlen im Fußball sind einfach in den letzten 25 Jahren mehr oder weniger kontinuierlich gestiegen. Du kannst 2. Bundesliga Ende der 90er nicht unbedingt mit Regionalliga 2004 vergleichen. Und bei uns hat sich doch insgesamt kaum etwas bewegt. Auch in der Saison 2004/2005 hatten wir oft gerade einmal 2000 Zuschauer im Stadion, in der damals dritthöchsten Spielklasse. Dass die Zuschauerzahlen nach dem Abstieg runtergingen, war ja irgendwo verständlich, weil der Trend einfach über Jahre immer weiter nach unten zeigte. Für die damalige Zeit war Oberliga dann einfach erstmal Bedeutungslosigkeit. Und ganz ohne Geld geht es natürlich nicht. Ich weiß ja auch, dass ein Verein nicht alleine von 2000 Verrückten leben kann.


● Es geht nicht ausschließlich darum, ein sympathischer und seriöser Verein zu sein. Es geht darum, was mit Seriosität oder Unseriosität einhergeht. Ein seriöser Verein steht für bestimmte Werte und verschafft sich dadurch Akzeptanz und Interesse, woraus sportlicher Erfolg wachsen kann. Ein unseriöser Verein ist ohne eine Person, die den Verein am Leben hält, nicht überlebensfähig, weil sowohl die Bevölkerung, als auch die Politik und eben auch Unternehmen nichts mit diesem Verein zu tun haben möchten. Spieler, die zu diesem Verein wechseln, sind einfach normale moderne Fußballprofis, für die eben das Geld zählt.

Und Seriosität muss doch nicht konträr zu sportlichem Erfolg und Perspektive stehen. Es gibt auch noch ein paar Zwischenstufen zwischen Kevin Großkreutz und Nihat Kabayel.


● Die geringen Auswärtsfahrerzahlen 2016 waren doch eine Sondersituation. Alle hatten die Schnauze voll, weil der Verein ein Jahr lang große Taten angekündigt hatte und wir am Ende nur noch peinliche Leistungen angeboten haben. Damit konnte sich zum Ende hin dann kaum noch einer identifizieren und deswegen war die Luft raus. Wuppertal hatte uns in dieser Saison eindrucksvoll vorgemacht, wie man seriös arbeitet (ja, aktuell spielen wir eine Liga höher).


● Was machen eigentlich die ganzen Regionalligisten ohne Investor? Sterben die bald alle? Heulen die jeden Tag, weil die keinen Investor finden? Wie läuft das in Verl oder Lübeck ab ohne großen Investor? Ist die Stimmung in Oberhausen wirklich unter null? Sind die wirklich so chancenlos? Im Mai 2019 war der RWO für ein paar Minuten am letzten Spieltag Drittligist, vor 8000 Zuschauern gegen Verl. Mit Lizenzantrag. Ohne Investor.

Und die Liste der ganzen Vereine, die jetzt nach Jahren mal wieder unter uns stehen, besteht hauptsächlich aus Regionalligisten, die in den letzten 10-15 Jahren zwischen 3. und 5. Liga gependelt sind, wenn überhaupt. So viel wurde da nicht falsch gemacht, ein paar ehemalige Zweitligisten haben sich verpokert oder haben einfach nicht die nächsten Entwicklungsschritte geschafft. Unser Weg in den letzten Jahren war einfach außergewöhnlich dank des Geldes von MP.


● Wattenscheider gab es noch nie viele. Wenn in der Regionalliga nur wenige hundert Nasen die Spiele ihres Vereins antun, dann kann die Fanbasis nicht allzu groß sein.


● Ich wünsche mir auch, dass Investoren uns nicht ignorieren, Johannes. Ich wäre eben nur nicht mit jedem einverstanden.

Neue Investoren ·

Ich möchte auch noch ein paar Zitate aus einem Artikel über und einem Interview mit unserem von 2014 bis 2015 tätigen Geschäftsführer Thomas Schlecht aus Bayern (einige werden sich noch erinnern) teilen. Wir haben in dieser Zeit zwar keine großen Fortschritte machen können, jedoch wenigstens wieder den Kontakt zur regionalen Wirtschaft gesucht und auch ein paar Partner gewinnen können. Die Idee an sich war sicherlich nicht verkehrt.


"„Beim KFC gab und gibt es einige Baustellen, die wir jetzt alle nacheinander abarbeiten“. Dafür suchte er zuallererst das Gespräch mit allen bisherigen Mitarbeitern, um die eigenen Strukturen zu optimieren, bevor er sich in die Kommunikation und Vernetzung mit Freunden des Vereins und potenziellen neuen Partnern und Sponsoren stürzte. „Das ist im Moment unsere Hauptaufgabe. Gespräche zu suchen und den Verein wieder besser in der gesamten Stadt zu verankern. Unser Bemühen ist aber schon an vielen Stellen auf fruchtbaren Boden gestoßen“, so Schlecht, sei es bei den Krefelder Geschäftsleuten, der Verwaltung oder auch der Politik."


"Sie sind jetzt seit gut acht Wochen im Amt. Gibt es in wirtschaftlicher Hinsicht schon erste Erfolge zu verzeichnen? Schlecht: Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind. Unseren Business-Raum sind wir dabei umzugestalten zu einer Lounge, wo man sich wohl fühlen kann. Mit dem Mercure-Hotel haben wir einen hervorragenden Caterer gefunden. Jetzt wollen wir die Räumlichkeiten eben auch entsprechend mit Leben füllen."


"Und in Sachen Sponsoren? Schlecht: Wir sind da am Ball, haben schon Sponsoren zurückgeholt und arbeiten an neuen. Übernächste Woche etwa setzen wir uns mit einem Unternehmen aus dem Krefelder Umland zusammen, dass schon ein großer Sportsponsor ist. Da hoffen wir, dass wir diese Firma mit ins Boot holen können."


"Andere Vereine greifen bei solchen Maßnahmen immer auf namhafte Ehemalige zurück. Am vergangenen Wochenende war nun das Legendenturnier in Krefeld. Haben Sie diese Gelegenheit genutzt? Schlecht: Haben wir natürlich gemacht, aber die Spieler sind da schon etwas zurückhaltend. Die Spieler wollen die Lage und Entwicklung weiter beobachten. So etwas muss man auch langsam aufbauen."

Neue Investoren ·

Ich würde gerne mal die Beispiele normaler Vereine (kein Hoffenheim und Leipzig) hören, die zuerst aufgestiegen sind und erst dann Strukturen aufgebaut haben? Türkgücü München? Und wenn sportlicher Erfolg einen Imagegewinn mit sich bringen würde, dann müsste sich unser Image in den letzten Jahren ja bereits deutlich verbessert haben. Die Realität sieht anders aus.


Ohne den Einstieg eines neuen Investoren wäre die 3. Liga in der Saison 2021/2022 wohl nicht mehr zu bezahlen und wir müssten freiwillig absteigen. Wie die Gespräche bis ins Frühjahr ablaufen werden und mit wem wer überhaupt spricht, wissen wir natürlich nicht. Die Hoffnung ist nach wie vor, dass es hier mit einem Investor seriös weitergeht. Ich erwarte in dieser Hinsicht, dass Ponomarev, Weinhart und die Stadt sich konstruktiv austauschen und die beste Lösung im Sinne des Vereins treffen.


Die Regionalliga wäre auf Anhieb aktuell noch eine große finanzielle Herausforderung, keine Frage. Das Stadion aber sollte doch bis Sommer auch regionalligatauglich gemacht werden können.


Kleiner Exkurs:

In den Regionalligen liegen die Etats für die ersten Mannschaften wohl irgendwo zwischen 1 und 1,5 Mio. Euro, eher bei 1,5 Mio. €.

Die diesjährigen Drittliga-Absteiger planen in etwa in diesem Rahmen. Preußen Münster setzt seinen Etat wohl bei 1,5 bis 1,7 Mio. € an, Carl-Zeiss Jena bei 1,5 Mio. € (Gesamtetat 2,3 Mio. €) und der Chemnitzer FC plant angeblich mit einem Gesamtetat von 2 Mio. € dank des Einstiegs eines neuen Hauptsponsors, der den Spielbetrieb mit einer sechsstelligen Summe finanziert.

Noch ein paar weitere Zahlen:

Alemannia Aachen hatte in der Saison 2018/2019 einen Etat für die erste Mannschaft von 1,2 Mio. € (Gesamtetat 3 Mio. €), Rot-Weiß-Oberhausen hatte in der gleichen Saison einen Gesamtetat von 2,5 Mio. € und wäre um ein Haar in die 3. Liga aufgestiegen. Der diesjährige Aufsteiger VfB Lübeck hatte in der Regionalliga einen Gesamtetat von 2,8 Mio. € (Etat für die erste Mannschaft: 2,2 Mio. €). Das würde zur Aussage von Pele Wollitz nach dem Abstieg mit Energie Cottbus passen: "Energie Cottbus muss jetzt für sich festlegen: Will der Verein zurück in den Profifußball? Mit einem Etat von 800 000 Euro wird das nicht möglich sein. Du brauchst einen Etat von zwei bis 2,5 Millionen Euro – nur für die erste Mannschaft.“

Andere Vereine wiederum fahren auch halbwegs gut mit deutlich kleinerem Budget: Der FSV Frankfurt spielt aktuell in der Regionalliga mit einem Personaletat von 800.000 € oben mit und der 1. FC Schweinfurt verfügt über einen Etat in Höhe von 1,4 Mio. €. Insgesamt wird aber deutlich, dass die Regionalliga West nicht unbedingt mit den anderen Regionalligen vergleichbar ist. Während der Wuppertaler SV mit einem Etat für die erste Mannschaft von 1-1,5 Mio. € gegen den Abstieg kämpft und man bei den Sportfreunden Siegen den Regionalliga-Etat von 1,1 Mio. € nicht mehr stemmen konnte/wollte, können Vereine wie Lichtenberg 47 in der Regionalliga Nordost (Etat: 250.000 - 300.000 €) oder der Lüneburger SK Hansa in der Regionalliga Nord (Etat: 300.000 €) mithalten.


Die von Kotbullar geschätzten 1,5 Mio. € für eine ambitionierte Regionalliga-Mannschaft im Westen kommen insgesamt wahrscheinlich hin. Der Gesamtetat sollte gleichzeitig schon bei 2 bis 2,5 Mio. € liegen. Das wäre bis Sommer 2021 wahrscheinlich nur mit großem Engagement und dem nötigen Glück realisierbar. Corona macht die Ausgangssituation bestimmt nicht leichter, das stimmt.


Einen Neuanfang in der Oberliga halte ich wie Kotbullar aber für machbar. Wir sollten als KFC mit dem nötigen Geschick und der nötigen Aufmerksamkeit + Unterstützung der Fans schon einen Spielbetrieb in der Oberliga auf die Beine stellen können. Von da an müsste dann die Professionalisierung starten mit dem Ziel, in die Regionalliga aufzusteigen (dafür ist laut Ponomarev ein Etat von 500.000-700.000 € nötig). Nebenbei müsste man sich mit der Stadt ernsthafte Gedanken um eine neue Heimat für die Jugend/den KFC allgemein machen und natürlich eine für alle sinnvolle Übergangslösung finden.


Das ganze Modell würde logischerweise nur durch eine vernünftige Sponsorenakquise funktionieren. Wie groß in Krefeld um Umgebung das Potential im Jahr 2020 ist, weiß hier vermutlich keiner. Wir haben es doch schließlich seit Jahren nicht mehr richtig versucht. Für aussichtslos halte ich diesen Weg allerdings nicht. Der Finanzvorstand von Hessen Kassel hat in diesem Sommer in einem Interview gesagt: "Vor der Krise waren wir zuversichtlich. Unsere vernünftige Arbeit hat sich auch im Interesse der Sponsoren widergespiegelt." Und weiter zur Situation in diesem Jahr: "Wir werden mehr denn je auf die Zuschauer angewiesen sein. Fans können ein großer Sponsor sein. Uns fehlt noch ein kleiner sechsstelliger Betrag.“


Neue Investoren ·
Freut mich, dass hier so viele Rückmeldungen gekommen sind.
Zuallererst noch einmal deutlich: Ich wehre mich nicht grundsätzlich gegen Investoren, denn auch ich weiß, dass es ohne solche schwierig wird, im Profifußball zu überleben. Ich wollte lediglich eine kritische Debatte über mögliche Nebenwirkungen von manchen Investoren anstoßen, eine vollkommen bereitwillige Haltung gegenüber jeglichem Investor hinterfragen, den Status quo analysieren und Alternativen aufzeigen.
Denn ich bin nach wie vor der Meinung, dass sich durch Lakis und Ponomarev bis auf bessere Trainer und Spieler und damit verbundene Aufstiege kaum etwas in diesem Verein geändert hat und wir faktisch, und das wurde hier ja oft genug zugegeben, strukturell immer noch ein Oberligist sind. Wir dürfen doch nicht vergessen, dass wir eigentlich extrem weit weg von Bundesliga-Fußball sind. Nicht umsonst möchte jeder andere Verein aus Ober- und Regionalliga Strukturen aufbauen, wenn er Ambitionen hat. Das Konzept, erst in Beine zu investieren und irgendwann in Strukturen, ist letztlich doch einfach nicht realistisch umsetzbar. Ein Zurück in die Ober- oder Regionalliga wäre natürlich schade, aber eigentlich ist dort aktuell unser Platz. Gleichzeitig heißt das, dass wenn hier nicht die strukturellen Baustellen angegangen werden, von wem auch immer, der Traum vom Profifußball nie Realität werden kann.
Die Jugend muss dafür ein ganz zentraler Bestandteil des Vereins werden, dem viel mehr Aufmerksamkeit zukommen muss. Die Jugendarbeit muss zum langfristigen Projekt werden. Wenn wir es schaffen, diesen Bereich zu professionalisieren, indem wir der Jugend zusammen mit der Stadt ein neues Zuhause schaffen, als Verein mit seinen Fans und Mitgliedern (Seid ihr denn alle Vereinsmitglieder und wenn nicht, wieso?) mitanpacken und ein NLZ und Aufstiege in die Jugend-Bundesligen anpeilen, dann werden wir davon auf Strecke profitieren. Das ist ein harter Weg, der sich meiner Ansicht aber lohnen und finanziell auszahlen würde.
Die Aufstiege haben uns Blut lecken lassen und von der Bundesliga träumen lassen, aber aktuell ist es doch wirklich nicht mehr als ein Traum. Bundesligafußball in Krefeld vor 2025 betrachte ich als völlig realitätsfern. Das muss aber doch nicht heißen, dass die Tür dorthin für immer geschlossen sein muss. Es haben immer wieder kleinere Vereine den Sprung in die 3. Liga und dann sogar in die 2. Bundesliga geschafft und zwar, weil dort über Jahre hinweg seriös gearbeitet und gewirtschaftet wurde - auch weit nach 2006. Schaut mal, was aus grauen Mäusen wie Jahn Regensburg oder Holstein Kiel geworden ist. Klar haben es viele Regionalligisten oder wir extrem schwer, ohne Investor erfolgreich zu sein, aber das muss doch nicht heißen, dass wir deswegen jeden Investor mit Kusshand nehmen, egal, was der hier anstellt. Andere Vereine überleben auch in der Regionalliga und versuchen, sich kontinuierlich zu verbessern, Strukturen zu schaffen, kreative Lösungen zu finden und vielleicht irgendwann den einen passenden Investor überzeugen zu können. Gleichzeitig können diese Vereine es sich aber auch leisten, gewisse Investorenanfragen abzulehnen, weil sie davon nicht zu 100% abhängig sind. Aus dieser Abhängigkeit sollten wir erst einmal herauskommen, denn aktuell sind wir wie gesagt ein Verein mit großem Namen, aber ohne Substanz.
Für mich stellt sich daher nicht die Frage, ob wir hier Profifußball wollen - das will glaube ich jeder Fan des KFC. Die Frage ist doch eher, wann wir hier Profifußball wollen. So schnell wie möglich irgendwie mit allen Risiken und Nebenwirkungen oder vielleicht erst in einigen Jahren, dann aber mit nachhaltiger Perspektive?
Ich verstehe in dem Zusammenhang natürlich diejenigen, die sagen, dass sie auf Oberliga oder Regionalliga keine Lust mehr haben, weil sie schon genug mit diesem Verein durchgemacht haben, aber letztlich muss es doch um die bestmögliche nachhaltige Entwicklungsmöglichkeit des Vereins gehen. Was bringt es, wenn wir noch ein paar Jahre 3. Liga sehen und dann richtig abstürzen? Es braucht einen realistischen Fünf-Jahres-Plan, um die 2. Liga angreifen zu können. Wenn wir einen Investor finden, der diesen Weg mit uns mit der nötigen Geduld gehen möchte, dann bin ich, wenn es sonst keine Nebengeräusche gibt, sofort dabei. Aber alle weiteren schnellen Erfolgsversuche von Investoren, die nicht transparent und vertrauenswürdig arbeiten (ich will den Armeniern nichts unterstellen, sie sollten aber erst einmal Argumente liefern), sehe ich hier zum Scheitern verurteilt.
Auch spielt meiner Ansicht nach unser verdorbenes Image gewiss eine große Rolle. Krefeld ist in meinen Augen eine Sportstadt mit genügend begeisterungsfähigen Menschen, um ein Stadion halbwegs zu füllen. Hier wurde ja oft genug geschrieben, wie viele Zuschauer wir wohl in der Grotenburg gehabt hätten, wenn eine gewisse Euphorie herrscht. Eine Fanbasis muss man sich auch erarbeiten. In anderen Städten laufen die Fans den Vereinen auch nicht die Bude ein. Dort wird aber über Jahre ein seriöses Bild nach außen abgegeben und junge Fans werden angeworben. Wieso sollten sich nicht die jungen Krefelder von morgen für den KFC interessieren? Ja, die Konkurrenz in der Region ist erdrückend groß, aber das heißt nicht, dass wir unter den Minimum 500.000 Menschen im Krefelder Einzugsgebiet nicht ein paar Fans für den KFC begeistern können. Es liegt nicht an denen, es liegt am Verein, die Leute wieder anzulocken. Denn das Stadion haben schon viele Menschen ein paar Male betreten (Die Spiele gegen Mannheim und Dortmund sind für mich übrigens nicht mehr als Events, zu denen jeweils maximal 10.000 KFC-Fans und Sympathisanten kamen. Der Rest waren neugierige regionale Fußballinteressierte oder Freunde oder Freunde von Freunden von KFC-Fans).
Das Image spielt dann selbstverständlich eine große Rolle, wenn es darum geht, in der Stadt Brücken zu bauen und sich wieder an die regionale Wirtschaft heranzutasten. Ja, die Wirtschaft hat sich über Jahre nicht wirklich um den KFC geschert. Aber ich finde auch, dass wir alleine schon in den letzten Jahren so vielen Menschen in dieser Stadt, die ein zartes Interesse hatten, vor den Kopf getreten haben und uns damit Tür für Tür verschlossen haben. Man darf nicht vergessen, dass sich solche Geschichten schnell in Krefeld herumsprechen und die schon immer da gewesene Skepsis nur erhöhen anstatt abzubauen. Es braucht kluge Köpfe, am besten mit etwas Herzblut für den KFC, von denen es überall genügend gibt. Die Marketingfachleute sprießen heute nur so aus dem Boden, Social Media haben einen gewaltigen Bedeutungsgewinn erfahren. Mit dem richtigen Konzept, einem gewillten Team, engagierten Fans und einem guten Verhältnis zur Stadt oder eben zu anderen Vereinen (Allianz) könnten hier innerhalb weniger Jahre schon wieder einige Wunden geschlossen werden. Das Desinteresse der lokalen Wirtschaft muss nicht ewig währen und besteht bei einigen ganz bestimmt aufgrund des Images und nicht rein aus mangelndem Nutzen.
Ich bin einfach nicht der Meinung, dass es einen KFC in der Ober- oder Regionalliga nicht geben könnte. Wir leben in anderen Zeiten als damals, als wir gegen Straelen 2 spielen mussten und so weit müssten wir bestimmt nicht runtergehen. Außerdem haben wir seitdem unsere Fanbasis verbreitern können, was wir natürlich nutzen sollten. Es hängt letztlich auch am Engagement der Fans. Das soll nicht heißen, dass wir der neue HFC Falke werden, aber wir müssen versuchen, uns mehr einzubringen, dem Verein wieder ein Gesicht zu geben.
Die Stadt würde uns ganz bestimmt mit einer fairen Miete entgegenkommen, damit wir in der Grotenburg spielen könnten. Da habe ich einfach das Vertrauen in Leute wie Frank Meyer.Dazu müsste natürlich neben der strukturellen eine sportliche Perspektive gegeben sein, weil natürlich Oberliga auf Dauer keine neuen Fans begeistert. Das ist klar.
Um nochmal zum eigentlichen Thema zurückzukommen. Ich begrüße hier Investoren mit sinnvollem Konzept oder seriöse Geldgeber, die sportliche Fachmänner arbeiten lassen. In Essen z.B. muss man ja eher von einem Mäzen oder einem Gönner sprechen, der sportlich kaum Einfluss haben will. Finde ich in Ordnung und wird deshalb ja auch in Essen akzeptiert. Undurchsichtgen und hochambitionierten Investoren ohne genauer ersichtlichen Plan und ohne Bekenntnis zur langfristigen Stärkung des Vereins stehe ich aber mit Bauchschmerzen gegenüber. Essen und auch Wuppertal waren aber doch auch ohne große Geldgeber nicht zu unterschätzen. In Essen hat man es einfach nicht hinbekommen, mit immer wieder guten Kadern Kontinuität zu schaffen und in Wuppertal wollte man nach dem Aufstieg und einer riesigen Euphorie 2016 zu schnell zu viel und hat sich übernommen. Das muss aber nicht heißen, dass diese Modelle nicht doch zum Erfolg geführt hätten.
3. Liga 2020/21 ·
In der heutigen WZ stand es auch noch einmal: Wir haben in 17 Spielen 8x kein eigenes Tor geschossen. Das ist Ligaspitze! Kaiserslautern hat das 6x geschafft, Rostock, Köln, Türkgücü und Magdeburg 5x (wobei Türkgücü und Magdeburg erst 15 Spiele absolviert haben).
Am besten sind Saarbrücken (1x), Verl und 1860 (2x) und Ingolstadt, Dresden und Wehen (3x) - sechs der sieben besten Teams der Liga. Diese Teams stellen gleichzeitig mit Mannheim die besten Offensiven der Liga. Meisterschaften gewinnt man eben nicht NUR mit einer guten Defensive, es benötigt auch offensive Qualitäten.
Kader 2020/21 ·
Warst ein paar Sekunden schneller als ich :-D
Wer könnte eurer Ansicht nach den Verein verlassen? Mit Kirchhoff hat es keinen wirklichen Sinn mehr. Ihn könnte man aber an den Verein binden und langsam an eine Position in der sportlichen Leitung heranführen. Schneider hat hier auch kaum noch eine echte Perspektive und könnte frühzeitig nach Köln zurückkehren. Ansonsten sehe ich für Kobiljar und Ibrahimaj kaum Chancen auf Spielminuten, auch perspektivisch.

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