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Covid 19

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Mittelstürmer
vor 2 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten #1996

Als Antwort auf giulia76 (Beitrag ansehen)

Das ist so nicht ganz richtig. Wenn Du nach einer Impfung stirbst und auch nur ein Verdacht auf einen Zusammenhang mit der Impfung besteht, wird das aufgenommen. Insofern ist das sehr ähnlich zu der Zahlweise bei Covid-Infektionen. 


Da Impfungen vor allem an gesunden Menschen (bei vielen Impfungen an Kindern) vorgenommen werden, sind die Hürden für die Impfung sehr hoch, auch wenn es einem nicht so vorkommt. Gerade bei Impfstoffen wird deshalb sehr darauf geachtet, dass es keine oder nur harmlose Nebenwirkungen in Vergleich zu den Folgen der Erkrankung gibt. 


Das führt dazu, dass man zum Beispiel Leuten unter 60 empfiehlt, auf das sehr sehr geringe Risiko (es ist wahrscheinlicher in nächsten Jahr in Straßenverkehr tötlich zu verunglücken) einer tötlichen Nebenwirkung bei AstraZeneca zu verzichten, solange es mit Biontech einen Impfung gibt, der noch weniger riskant ist. Beide schützen Dich aber vor dem höheren Risiko eines Covid-Todes. Man würde fast alle Leute mit AstraZeneca impfen, wenn es keinen anderen Impfstoff gäbe und das würde die Gefahr zu streben für jeden einzelnen Geimpften senken.


Leider ist das ein sehr emotionales Thema für manche und es sind sehr viele Gerüchte im Umlauf, die aus wissenschaftlicher Sicht einfach falsch sind.


Leute, lasst Euch impfen. Wenn nicht für Euch persönlich, dann damit Ihr niemanden ansteckt und wir diese Seuche loswerden.

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Mittelstürmer
vor 2 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten #1997

Als Antwort auf Ardo (Beitrag ansehen)

Die Patente freizugeben, ist gar nicht notwendig. Wahrscheinlich ist das auch so eine America-First-Politik, weil die interessanten Patente vielfach in Europa liegen. Das wäre schön für Pfizer, wenn sie an Biontech keine Lizenzgebühren mehr zahlen müssten. Einen Impftstoff, der so stark gekühlt werden muss, kannst du logistisch in vielen Teilen der Welt sowieso nicht einsetzen.


Für diese Länder gäbe es aber auch Lösungen. Mit AstraZeneca gibt es einen Impftstoff, der meines Wissens zum Selbstkostenpreis produziert wird und aufgrund seiner einfachen Handhabbarkeit (Kühlung etc.) für viele Länder ideal wäre. Den könnte man sicher in großen Stil produzieren und einsetzen. 

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Matthi
vor 2 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten #1998
Hallo, da hier ja schon einige von ihren Impfungen mit Astra Zeneca und Biontec berichtet haben, wollte ich eben kurz von meiner Impfung mit Moderna berichten. Ich bin gestern Nachmittag geimpft worden. Ich habe mich in meinen schwächeren Arm stechen lassen. Die einzige Nebenwirkung die ich habe ist, dass mein Oberarm, aber auch wirklich nur im Bizepsbereich, um die direkte Einstichstelle herum, leicht schmerzt, so als hätte ich mich etwas häftiger gestoßen. 


--- Vorsicht Ironie --- Aber vielleicht fällt mir ja heute noch ein Dachziegel auf den Kopf und ich sterbe daran als Impffolge. --- Vorsicht Ironie---   

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Mittelstürmer
vor 2 Monaten #1999

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Moderna ist von Funktionsweise und Nebenwirkungen sehr ähnlich zu Biontech. Schmerzen an der Einstichstelle sind das häufigste Symptom. Das sollte auch nicht wundern, schließlich hat dich ein Arzt mit einem spitzen Gegenstand verletzt und dir eine körperfremde Flüssigkeit in den Muskel gepresst ;-)


Nicht alles, was als Nebenwirkung wahrgenommen wird, kommt auch wirklich von der Impfung. In den Zulassungsstudien sind in den Vergleichsgruppen (also denen, die eine Kochsalzspitze ohne Impftstoff bekommen haben) massenweise kleinere Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen notiert worden. Die Leute hatten zwar Kopfschmerzen, die konnten aber natürlich nicht von der "Impfung" kommen. 



Ardo
vor 2 Monaten #2000

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Die Nebenwirkung kenne ich von der jährlichen Grippeimpfung. Bin gespannt, ob es dann bei der Covid Impfung auch irgendwann so sein wird. 
Derbysieger
vor 2 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten #2001

Als Antwort auf Schreberstraße4 (Beitrag ansehen)

z.B. Kenia...die hatten sich erhofft und mit gerechnet...Impfstoffe aus Indien zu bekommen. Da die Indier aber dies jetzt massiv selber benötigen-haben die wohl einen Auslieferungsstopp. Indien first sozusagen

....Kenia selbst kann bis 2022/2023 ein drittel ihrer Bevölkerung nur eine Erstimpfung geben...vorausgesetzt es klappt auch so...kann  mir vorstellen , das viele Afrikanische Länder zu sehr auf die Impfstoffe aus Indien und Co spekuliert haben und jetzt stehen die doof da. Die nagen ziemlich am Hungertuch, da die Tagelöhner dort-kaum Arbeit haben und einen dicken Hals haben, weil alles dort nichts klappt....zumindest konnte ich dies in einen guten Radiosendung verfolgen...

sicherlich kann man diese Impfstoffe die nicht geimpft wurden und übrigbleiben...weiterleiten...aber da kämpfen etliche Länder drum.


trotzdem alles ziemlich ungerecht..
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Inrather61
vor 2 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten #2002
....und im  Endeffekt wieder gefährlich für "uns"!!!     Es sollte mal global gedacht werden.


Wenn das Virus in der sogenannten "Dritten Welt" nicht unter Kontrolle gebracht wird, 

bleiben auch wir immer gefährdet.

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MoritzWuschel
vor 2 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten #2003

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Das trifft in erster Linie aber auf die zu, die sich nicht haben impfen lassen.

Problematisch für alle kann es werden, wenn die z.Z. vorhandenen Impfstoffe nicht gegen Mutationen wirksam sind.

Generell können wir uns darauf einstellen, dass wir - so, wie es jetzt aussieht - ca. jedes halbe Jahr zur Auffrischung nachgeimpft werden müssen. Hier ist aber zu hoffen, dass die Impfstoffe permanent weiterentwickelt und den Mutationen angepasst werden. Also so ähnlich wie bei den Grippeimpfungen.

Altersbedingt wurde ich vor zwei Wochen mit AstraZeneca geimpft. Die Nebenwirkungen waren zu vernachlässigen. Am nächsten Tag hatte ich nur das Gefühl, dass eine Grippe im Anmarsch ist, was sich schon am darauf folgenden Tag wieder verflüchtigte.

Für die Entwicklungsländer könnte übrigens der Impfstoff von Johnson&Johnson interessant sein, da der nur einmal verimpft werden muss und bei normaler Kühlschranktemperatur lagerfähig ist.
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Mittelstürmer
vor 2 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten #2004

Als Antwort auf MoritzWuschel (Beitrag ansehen)

Für Entwicklungsländer ist auch Johnson&Johnson gut. Das unterscheidet sich kaum von AstraZeneca. 


Das mit der Einmalimpfung ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Man bekommt die Zulassung für einen wirksamen Impfstoff für die Dosierungen und Impfschemata, die man in Studien nachweisen kann. 


Die Wirksamkeit nach einer Impfung ist bei Johnson&Johnson in etwa so wie bei AstraZeneca nach einer Impfung, wenn ich das richtig im Kopf habe. Da die Zulassung in Europa für AstraZeneca halt offiziell für zwei Impfungen beantragt wurde (und auch medizinisch besser ist), gibt es da halt jetzt den Unterschied in Impfschema und Wirksamkeit. 

Thomas13
vor 2 Monaten #2005

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"Leute, lasst Euch impfen. Wenn nicht für Euch persönlich, dann damit Ihr niemanden ansteckt und wir diese Seuche loswerden."


Anmerkung: Die Impfung schützt Dich vor einer schweren Erkrankung, aber andere Menschen nicht vor Dir. Und genau deswegen sollten sich so viele Menschen wie möglich impfen lassen. 

TimK
vor 2 Monaten #2006

"Die Impfung schützt Dich vor einer schweren Erkrankung, aber andere Menschen nicht vor Dir."


Geimpfte können m. W. bis zu einem gewissen Grad auch Überträger sein, allerdings ist die Ansteckungsgefahr, die von Geimpften ausgeht, ersten Zahlen nach wohl deutlich geringer.



In einer Studie des Robert Koch-Institutes heißt es: „Nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, spätestens zum Zeitpunkt ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen.“ Es bleibt demnach ein Restrisiko, das liegt aber in einem Bereich, den wir als Gesellschaft bei den Tests bereits akzeptieren.

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/corona-impfungen-koennen-geimpfte-andere-menschen-weiter.709.de.html?dram:article_id=495266

Thomas13
vor 2 Monaten #2007

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Richtig, Tim. Die "Chance" ist geringer, aber es gibt sie. Und darauf wollte ich hinweisen, bevor sich ein trügerisches Sicherheitsgefühl aufbaut. 
Mittelstürmer
vor 2 Monaten #2008

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Das habe ich hat nicht bestritten, ich halte das trotzdem für etwas theoretisch. Wer geimpft ist, wird im Regelfall hat keine Symptome bekommen und es sehr schwer haben, jemanden anzustecken - wenn es überhaupt (abseits von Ausnahmen wie Leuten, bei denen die Impfung nicht richtig wirkte) geht. 


Wir werden das in den nächsten Monaten sehen. Im Moment bin ich sehr überrascht, wie schnell die Infektionszahlen runtergehen. Da scheinen die ganzen Erstimpfungen einen größeren Effekt als gedacht zu haben.

Thomas13
vor 2 Monaten #2009

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Mittelstürmer, die Symptome haben im Grunde nichts mit der Ansteckung Anderer zu tun.... Ein Geimpfter kann das Virus durchaus weitergeben ohne es zu wissen. Das ist nicht Theorie sondern Virologie ;-) Eine Impfung ist keine Mauer, das Virus prallt an einem Geimpften nicht ab. 


Das geht nicht gegen Dich persönlich, sondern gegen die Denke "Wenn genug Menschen geimpft sind, dann kann mir als Ungeimpfter nichts mehr passieren". 


Ich bin auch sehr erfreut, und sehe auch die Impfungen als entscheidenden Effekt, auch wenn unsere Regierung ja eher die Ausgangssperre als Effekt sieht :-D

Leider geht es mit den Impfungen immer noch zu langsam voran.   

Ardo
vor 2 Monaten | Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten #2010

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Naja, die Impfung hilft schon gegen Übertragung. Der Körper eines geimpften erkennt das Virus und beginnt sofort es zu bekämpfen, dadurch bleibt die Virusast und damit auch die Absonderung normalerweise gering. So gering, dass man im Regelfall keinen mehr ansteckt. Studien aus Israel zeigen, dass Geimpfte nach der ersten Dosis 50% und nach der zweiten 90% weniger Menschen anstecken als ungeimpfte (für Biontech Impfstoff). 
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