Ich gehe davon aus, dass das ironisch gemeint war mit dem Motivationsschub. Soweit ich weiß, sichert bei einer Insolvenz das Arbeitsamt die Gehälter ab (für drei Monate oder so und wahrscheinlich gedeckelt). Besser auf jeden Fall, als gar nichts zu bekommen...
Anders als Aachen vor ein paar Jahren können wir nicht beliebig mit einer U23 nachfüllen und wären auch bei Insolvenz nicht automatisch abgestiegen. Das könnte Hoffnung geben, dass nicht alle Dämme brechen. Letztlich ist fehlendes Geld aber ein enorm starkes Argument.
Es ist natürlich nicht die Lizenz gemeint, sondern die sportliche Qualifikation, um überhaupt eine Lizenz für die nächste Saison zu beantragen. Das ist genau das, was vielen Vereinen der Regionalliga oder noch tieferen Ligen fehlt.
Auf Transfereinnahmen würde ich dagegen nicht mehr spekulieren. Wenn man keinen Investor hat, steht man so mit dem Rücken zur Wand, dass man froh sein kann, die Gehaltszahlungen bei einzelnen Spielern los zu sein. Da zahlt doch keiner mehr eine Ablösesumme.
Die Vereinsfarben oder den Standort zu ändern, wäre absurd. Das macht den Verein und die Geschichte aus.
Den Namen haben wir allerdings bereits (mindestens) zweimal geändert und hatten ja auch über 40 Jahre den Hauptsponsor/Investor als Namensbestandteil. Wenn eine erfolgreiche Zukunft daran hängen würde, dass man wieder FC Bayer Uerdingen heißen müsste (oder FC Covestro Uerdingen oder FC Lekker Uerdingen ;-) ), könnte ich mich schon daran gewöhnen.
Namen sind Schall und Rauch, also vor allem Schall...
Sehr krasses Video. Der KFC darf nicht untergehen. Es gibt so viele kleine Geschichten neben Pokalsieg und Jahrhundertspiel.
Zum Beispiel das mit dem Trockeneis gegen Wessels, wonach Fangnetze vor der Ost aufgebaut worden sind und Bochum das Wiederholungsspiel noch höher verloren hat. Oder die geteilte zweite Liga in den 90ern. Das Schultertor von Paßlack gegen die Bayern - war das nicht auch das einzige Pflichtspiel mit 34.500 Leuten in der Grotenburg? Die zwischen Geschichten um Jüptner und Klein. Da kommen so viele Erinnerungen hoch...
Ich sehe zumindest keinen wirklichen Grund, warum das Spiel nicht stattfinden sollte. Wenn keine größere Mietzahlung aussteht, kann D-Live die Spieler nicht aussperren. Nur aus (berechtigter) Sorge um seinen Arbeitsplatz stellt man als Spieler die Arbeit ja auch nicht einfach ein.
Mannheim ist zumindest mal ein würdiger Gegner. Was danach kommt, kann keiner sagen...
Ich finde das nicht so negativ. Herget, die Funkel-Brüder und Co. sind doch diejenigen, die deutlich besser bei der Stadt und bei möglichen Sponsoren für eine Fortsetzung der KFC-Geschichte werben könnten.
Vielleicht ist der Grund auch so banal, dass man gerade schaut, auf wen man für den Rest der Saison verzichten kann, um Geld zu sparen. Mit dem Aufstieg hat man wohl nichts zu tun (obwohl ich der letzte wäre, der die Hoffnung verliert) und gegen den Abstieg reichen auch alle anderen Optionen. Dann kostet jeder Spieler, der nicht viel eingesetzt würde, halt Geld. Jeder eingesparte Euro macht den Verein interessanter für Investoren.
Stefan Kuntz, auch ein ehemaliger Uerdinger. Wenn man die Namen von damals liest und weiß, was nachher aus den Leuten geworden ist, kommt schon etwas Wehmut auf. Wir waren mal eine der Top-Adressen für Talente und aufstrebende Leute auf allen Ebenen...
Es gab eine Menge Kritik an Stefan Krämer und manches mag durchaus berechtigt gewesen sein.
Gut finde ich aber, dass man mittlerweile eine Linie sieht. Die Mannschaft spielt auf 1:0-Siege, defensiv stark und vorne mit Standards oder Fernschüssen zum Tor. Das kann sehr erfolgreich sein ("Der Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften").