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Der KFC in den Medien ·

Sehr berechtigt. Und so schön es auch ist, dass FuF auch sentimentale Events ausrichtet wäre es doch mal ganz schön zu erfahren, ob und wie es denn hier so weitergehen soll. Gibt es schon konkrete Ideen für die neue Saison? Sponsoren? Eine Mannschaft? Trainer? Verbindliche Abstimmungen mit dem Insolvenzverwalter?

Der KFC in den Medien ·

Keine Ahnung wie das beim KFC geregelt ist. Sofern der Insolvenzverwalter die Masseunzulänglichkeit angezeigt hat, hätte er sie jedenfalls vorher bezahlen müssen für die 20 Tage im April. Nach der Anzeige darf er es eigentlich gar nicht mehr. Dann wird es etwas länger dauern mit der Zahlung bis zum 21.04.

Unabhängig davon sollten die Spieler aber zügig die Möglichkeit haben Arbeitslosengeld für die Zeit nach der Freistellung zu beantragen. Dafür brauchen sie aber entsprechende Schreiben und Unterlagen vom Insolvenzverwalter.

Der KFC in den Medien ·

Vielleicht liegt es ja auch daran, dass der Insolvenzverwalter sich darauf verlassen hat, dass die nötigen Gelder für den Zeitraum ab Inolvenzeröffnung bereitgestellt werden und er sie nicht bekommen hat? Es ist natürlich ärgerlich, wenn Arbeitsbescheinigungen nicht zügig ausgestellt werden. Aber sind wir sicher, dass der Vorstand alle benötigten Unterlagen auch vollständig und rechtzeitig übergeben hat, damit alles korrekt abgerechnet werden kann. Habe da so meine Zweifel auf Basis der Schilderungen im Vorfeld der Insolvenzeröffnung. Dass rund die Hälfte der Mannschaft über MS Soccermanagement betreut wird sei dabei nur mal am Rande erwähnt.

Aber richtig ist auch, dass man hier sehr zeitnah den Spielern ihre Unterlagen geben sollte, damit sie wenigstens Arbeitslosengeld bekommen können. Die haben schon genug Mist hier erleben und erleiden müssen. Notfalls müsste der Insolvenzverwalter selbst solche Schreiben erstellen können. Die Freistellung ist jetzt immerhin über drei Wochen her. Dass die Idee mit dem "wir spielen für lau" unausgegoren und nicht umsetzbar war, ist hier ja schon hinreichend diskutiert worden. Mal abgesehen von versicherungsrechtlichen Themen, falls sich ein unbezahlter Spieler verletzt, dürfen Finanzamt, Krankenkassen und BG bekanntlich sowieso nicht auf Zahlungen verzichten. Die Mittel dafür waren ja offenbar auch nicht da. Aber sicher sind etwaige Versäumnisse des Insolvenzverwalters am Ende auch der Weltverschwörung um JW zuzurechnen, der ja IV, Stadt Krefeld, SC Krefeld, die Medien und überhaupt alles unter seine Kontrolle gebracht hat, um endlich die Macht bei diesem traditionsreichen Oberligisten zu übernehmen.

So schön und sinnvoll eine (ao)MV wäre, damit sich dieser Verein endlich mal wieder auch ein durch die Mitglieder legitimiertes Gremium gibt statt von einem disfunktionalen Vorstand zum nächsten zu stolpern, begleitet von einem lame duck Verwaltungsrat. Für die Weiterführung des Vereins ist das erst einmal zweitrangig. Wichtiger ist es den Insolvenzverwalter zu überzeugen, sich eine weitere Saison anzutun. Sprich, FuF oder wer auch immer müssen ihm aufzeigen, dass sich die Saison 25/26 in der Oberliga rechnet und notfalls für ungedeckte Mehrkosten geradestehen.

Außer eine MV einzuberufen hat der aktuelle Vorstand während der Insolvenz aus rechtlicher oder wirtschaftlicher Sicht ohnehin nichts mehr zu sagen. Außer aus emotionaler Sicht weiteren Eingaben wie jetzt wo die Schuld für die Probleme wie üblich bei allen anderen gesucht wird. Wobei "alle andere" traditionell ja in wechselnden Besetzungen auflaufen. Anfänglich war es erst der alte Vorstand, dann waren es zwei neue Vorstände, dann die umfassende Verschwörung von JW, die offenbar auch das Rathaus und den SC Krefeld erfasst hat. Ach ja und auch der Insolvenzverwalter, der eigentlich schon Kraft seines Berufes und in der Aussicht auf zukünftige Bestellungen unabhängig zu sein hat, § 56 InsO und sicherlich nicht seine berufliche Existenz mit aktivem Arbeiten gegen eine Partei in einem wenig lukrativen Verfahren aufs Spiel setzen würde. Es sei denn man glaubt auch da an Verschwörungen.

Eine MV kann dann auch später stattfinden, falls etwas Ruhe eingekehrt ist.

Man kann eine Forderung auch anmelden, ohne dass einen der Insolvenzverwalter angeschrieben hat. Da ja die Transparenz in der Vereinsbuchführung eher schlecht zu sein scheint wird er vermutlich nicht jeden DK-Inhaber auf der Liste haben. Über die Veröffentlichung des Insolvenzeröffnungsbeschlusses im Portal www.insolvenzbekanntmachungen.de gilt dieser ohnehin als zugestellt an alle Gläubiger, mal abgesehen davon, dass er auch hier geposted wurde. Nicht dass diese Forderungen sehr ins Gewicht fallen bei der Schuldensumme von weit über 1 Mio EURO.

Denke der Sachverhalt ist einfach zusammen gefasst:

Durch Versagen diverser Vorstände hat der Verein von 2022 bis Frühjahr 2024 einen hohen sechsstelligen Schuldenberg angehäuft und war mindestens überschuldet, vermutlich sogar schon damals zahlungsunfähig. Da muss man eigentlich Insolvenzantrag stellen. Dann hat man aber gehofft, den kuriosen sportlichen Aufstieg als Dritter der Oberliga hinzubekommen und erst auf Herrn Gummert und nach dessen Problemen mit der Justiz dann ganz auf Herrn Eser gesetzt, frisches Geld zu besorgen, die Mannschaft über seine Tätigkeit als Spielerberater zugleich tauglich für die Regionalliga zu machen und die faktisch bereits damals bestehende Insolvenz wieder abzuwenden. Herr Eser hat einen Mann seines Vertrauens (TP) im Vorstand platziert und hat dann leider mehr Geld in den Kader investiert als im Budget vorgesehen und den Schuldenberg weiter vergrößert bzw. nur Teile durch eigenes Geld aufgefangen. Letzteres ist zwar ehrenwert war aber ziemlich unsinnig. Zudem war der Vorstand trotz zwischenzeitlicher Ergänzung im Herbst 2024 offenbar nicht in der Lage, konstruktiv zusammen zu wirken und zu klären wie hoch die Schulden wirklich sind. Was ME, TP und jeder anderen handelnden Person im Vorstand spätestens schon im Herbst 2024 letzten Jahres hätte klar sein müssen: Wenn man seine Steuern und Sozialabgaben nicht bezahlt stellen Finanzamt und Krankenkassen eher früher als später einen Insolvenzantrag. So geschehen Ende 2024. Und das hätte man nur durch komplette Zahlung aller offenen Steuern und Abgaben abwenden können. Dafür war aber offenbar kein Geld da. Folglich die Insolvenz. Da hat sich herausgestellt, dass die monatlichen Fixkosten sogar höher als gedacht waren. Bei rund 150.000 Euro im Monat an Kosten musst Du als Verein eigentlich im oberen Drittel der RL West mitspielen. Wobei zugegeben die Rahmenbedingungen äußerst schlecht waren und der Kader ja auch ziemlich aufgebläht. Bis hin zu Kosten für weiter bezahlte Ex-Trainer.

Jetzt kommt es allein auf den Insolvenzverwalter an wie er sich entscheidet. Und ob es irgendwen geht, sei es über ME, FuF oder sonstwen, der ein stabiles finanzielles Konzept vorlegt wie man die kommende Saison bestreiten kann und am Besten mit Vorabzahlungen absichert. Sonst gehen wir wohl demnächst die Lichter aus.

Der KFC in den Medien ·

Es gibt keine rechtliche Handhabe für den Vorstand oder sonstige Vereinsmitglieder, den Insolvenzverwalter zu irgendwas zu zwingen. Ausschließlich die Gläubiger können ihm Vorgaben machen oder das Insolvenzgericht. Ansonsten hat er die Autonomie zu machen was er will. Er allein trägt rechtlich und wirtschaftlich die Verantwortung für die neue Saison, kann Verträge unterschreiben oder entscheiden, ob es überhaupt weitergeht. Natürlich wird er sich hier bei den Gläubigern rückversichern, ob die einverstanden sind. Aber sowohl der aktuelle Vorstand als auch MS Soccermanagement haben absolut nix mehr zu entscheiden, außer allenfalls MS Soccermanagement sofern es eine Gläubigerstellung hat und so mit seinem Stimmenanteil entscheiden kann. Der IV kann sich auch mit FuF abstimmen, ob und wie es weitergehen soll bzw. ob die die Finanzierung stemmen können und wollen. Vorausgesetzt es gibt ein konkretes Konzept.

FuF Infoveranstaltungen ·

Schuld sind die von 2022 bis Februar 2025 in wechselnder Besetzung tätigen Vorstände.

Die haben kollektiv den Laden vor die Wand gefahren. Durch eine Mischung aus Inkompetenz, Unkenntnis, Blauäugigkeit, Verkennen der Realität und dem zu langen Ignorieren einer bestehenden Insolvenzreife ohne eine realistische Lösung zu haben. Jedenfalls diejenigen, während deren Tätigkeit bis zum Beginn des Insolvenzverfahrens Lohnsteuern und Krankenkassenbeiträge pflichtwidrig nicht bezahlt wurden, werden dafür persönlich gerade stehen müssen.

Hoffentlich kommen jetzt geeignetere Personen, die den Verein vor dem Untergang bewahren können.

FuF Infoveranstaltungen ·

Der Steuerberater ist gegenüber dem Insolvenzverwalter umfassend zur Auskunft verpflichtet. Der Insolvenzverwalter ist seit der Insolvenzeröffnung 01.04. der "Alleinherrscher" im Verein, der Vorstand hat keinerlei Entscheidungskompetenz mehr. Er hat also nix gepetzt sondern nur seine Pflicht erfüllt. Eigentlich wäre der Vorstand übrigens verpflichtet darauf hinzuweisen. Ist ja durchaus sehr relevant für die Frage der zukünftigen Finanzierung des Vereins, ob man Spenden steuerlich absetzen kann oder nicht. Also bitte hier nicht die nächste Verschwörungstheorie erschwurbeln.

FuF Infoveranstaltungen ·

Die ehemaligen Vorstände und der aktuelle Vorsitzende werden leider vermutlich genug damit zu tun haben, sich um die unausweichlichen Haftungsansprüche von Finanzverwaltung, Krankenkassen sowie dem ein oder anderen durch die verschleppte Insolvenzanmeldung geschädigten private Gläubiger gegen sie persönlich zu kümmern. Hier gibt es in AO und im SGB direkte Durchgriffsansprüche. Und geschädigte sonstige Gläubiger können nach § 42 Abs. 2 BGB vorgehen. Und da diese Insolvenz schon länger bestand kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass einer der Beteiligten hier wieder in Amt und Würden kommen oder bleiben kann/will.

Und FuF scheint derzeit die einzig realistische Variante zu sein wie es hier weitergeht. Und zwar egal wer mit wem mal gesprochen hat oder gar Mittagessen war. Ehrlicherweise würde ich es begrüßen, wenn neue Verantwortliche sich mit den gescheiterten ehemaligen Verantwortlichen austauschen, vielleicht auch um deren Fehler und Versagen in Zukunft zu vermeiden. Eine Alternative zu FuF gibt es erkennbar nicht mehr. Mal abgesehen von den zahlreichen nicht eingehaltenen Ankündigungen von ME & Co. bzw. dem zumindest mehr als ungeschickten Agieren bei den ambitionierten Sanierungsbemühungen des letzten dreiviertel Jahres dürfte es schlichtweg an der Rückendeckung von Gläubigern, Insolvenzverwalter und Öffentlichkeit fehlen, um es nochmal im nun laufenden Insolvenzverfahren probieren zu dürfen. Mal abgesehen davon, dass es seit Wochen eh keine Wortmeldung mehr gab. Hoffe, dass der Weg für einen Neuanfang zumindest konstruktiv freigemacht wird.

Der KFC in den Medien ·

Hier kommen schon sehr viele angebliche Verschwörungen zusammen. Und wenn JW und seine Genossen alles von langer Hand geplant hätten, wieso haben sie überhaupt zugelassen, dass ME und seine Strohmänner hier im letzten Frühsommer faktisch alles übernommen haben? Klingt nicht sehr stimmig. Und angesichts der Vielzahl an Insolvenzen hat der KFC mittlerweile bereits den überwiegenden Teil der in Krefeld aktiven Insolvenzverwalter durch. Und mit Verlaub wird kein Insolvenzverwalter, der noch ein paar Jahre in dem Job tätig sein will sich an irgendwelchen Verschwörungen oder Insider-Geschäften beteiligen. Schon gar nicht bei einem Verfahren mit dem er vermutlich ohnehin nicht allzu viel Geld verdienen wird.

Denke die Realität ist, dass hier seit 2022 bis heute verschiedene weitgehend ungeeignete Personen im Vorstand am Werk waren, die vieles nicht überblickt haben, sich zu gutgläubig auf schwache Zusagen verlassen haben, grobe Fehler begangen haben sowohl in Auswahl von Sponsoren, Trainern und Spielern als auch in der Kommunikation gegenüber Fans, Mitgliedern und potentiellen Geldgebern und schlecht darin waren, mit dem bisschen Geld zu wirtschaften, was bei einem gehobenen 5. oder schwachen 4.Ligisten vorhanden ist. Und anders als bei einer GmbH gibt es bei einem e.V. keine harte Insolvenzantragspflicht von 3 bis 6 Wochen. Sondern eben nur eine persönliche Haftung handelnder Personen gegenüber beteiligten Vertragspartnern, mal abgesehen von gesetzlicher Haftung für nicht gezahlte Steuern und Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung. Sprich, solange man glaubte, ein neuer Geldgeber ist potent genug, um die eingetretene Insolvenzreife abzuwenden war es durchaus vertretbar, nicht schon im Früjahr 2024 die Reißleine zu ziehen. Spätestens im Herbst 2024 hätte man aber wissen müssen, dass es auch unter neuer faktischer Führung nicht funktioniert. Offenbar wurden Lohnsteuern und Sozialabgaben schon seit Sommer 2024 nicht mehr bezahlt. Und da die dann handelnden Personen im Vorstand persönlich haften gibt es da nur noch die Variante sehr viel Geld auf einmal von einem reichen Geldgeber zu bekommen oder Insolvenzantrag zu stellen. Und jeder Monat länger führt zu einer höheren Haftung. Ich möchte daher nicht in der Haut der Vorstände der letzten 9 bis 12 Monate stecken, die vermutlich für ziemlich viel persönlich haften werden. Da ist die Nichtentlastung einer MV noch das geringste Problem. Fakt ist, ME & Co. haben die Probleme nicht gelöst sondern eher vergrößert und versucht, das Feuer mit Kerosin zu löschen. Dass dabei eigenes Geld verbrannt wurde ist ehrenhaft aber zeigt auch einen gewissen Grad an Unkenntnis über den Umgang mit Sanierungsfällen. Und das regelmäßige öffentliche Beschimpfen von weiteren Beteiligten zeugt auch nicht von einem hohen Grad an Verantwortungsgefühl und Selbsterkenntnis.

Jetzt liegt der Verein leider mal wieder klinisch tot am Boden. Bleibt zu hoffen, dass man jetzt gemeinsam versucht, ihn wieder aufzurichten. Dafür braucht man auch einen glaubwürdigen personellen Neustart.

Kaderideen 2025/2026 ·

Haben wir denn einen handlungsfähigen Verein?

Der Insolvenzverwalter wird sich üblicherweise nicht in die Kaderplanung einmischen - außer zu fragen, ob und in welcher Höhe fixe Sponsorenzusagen vorliegen. Also er wird keinen Vertrag genehmigen, dessen Gegenfinanzierung nur auf weichen Zusagen oder Versprechungen beruht sondern wird konkrete Absichtserklärungen oder noch besser unterschriebene Sponsoringverträge erwarten.

Und stellt jetzt ME als Strippenzieher hinter dem aktuellen Vorstand einen Kader zusammen?

Oder macht das schon JW mit seinem Schattenkabinett, das noch völlig ohne Funktion im Verein ist?

Gibt es schon einen Termin für eine MV, um einen neuen VWR zu wählen?

Gibt es schon Ideen, wie man das laufende Insolvenzverfahren wieder beenden will? Wer bezahlt das und mit welchem Konzept wird man die Gläubiger überzeugen?

Das sind alles Fragen, die man leider klären sollte bevor man sich mit dem Spielsystem möglicher Trainerkandidaten beschäftigt ;-)

Der KFC in den Medien ·

Der gemeinsame Nenner ist, dass ME & TP hier seit über einem dreiviertel Jahr sehr aktiv am Werk sind und es immer wieder "Schuldige" gibt, warum sie ihre Zusagen und ihre heren Vorhaben nicht einhalten und umsetzen konnten.

Der alte Vorstand aus dem Frühjahr / Sommer 2024 hat schlecht informiert und das Desaster nicht offen gelegt, wobei bereits aus der Zeitung und den Foren zu entnehmen war, dass sich hohe 6-stellige Altschulden bereits zum damaligen Zeitpunkt aufgebaut hatten. Der Verein hat sich im Juni 2024 dann komplett in Esers Hände begeben, in der Hoffnung auf einen finanzstarken und sportlich gut vernetzten Retter, der eine konkurrenzfähige Mannschaft bei einem überschaubaren Etat zusammenstellen kann und zudem die Akquise neuer Sponsoren versprach und ja auch Catering usw. übernehmen und professionalisieren wollte. Das hat dann ja zumindest auf Anhieb nicht so funktioniert. Mal war es angebliche Angst vor Pfändungen. Kleiner Einschub: Das ist ein Hinweis, dass ein Vorstand nach § 42 BGB Insolvenzantrag stellen sollte. Mal ging es aus anderen Gründen nicht. Dann kamen vier Monate später (!) die beiden neuen und von TP mit ausgewählten neuen Vorstände K & R ins Boot. Die waren dann die nächsten Schuldigen, weshalb es nicht voran ging. Zumal die beiden richtigerweise erkannt haben, dass der einzige Schutz vor persönlicher Haftung gegenüber Finanzamt und Krankenkassen ein Insolvenzantrag ist, wovon TP oder ME aber nix hören wollten. Ausweg wäre eine große Menge Geld gewesen, nicht nur die Zwischenfinanzierung Nettogehälter für eine objektiv für die Leistung auch ohne Punktabzug ziemlich teure Mannschaft. Sondern Regulierung von Altschulden und vor allem Zahlung der haftungsträchtigen Steuern und Abgaben.

Dann kam es doch zur verspäteten Insolvenz auf Antrag mehrerer öffentlicher Gläubiger. Da hatte man die völlig unangebrachte Hoffnung diese durch Ratenzahlungen oder gar Teilverzichte zur Rücknahme zu bewegen. Was solche Gläubiger in einer solchen Vollstreckungsphase einfach nie tun, weil sonst jeder Steuer- oder Abgabenschuldner mit dem selben Ansinnen kommen würde. Dann kam plötzlich die verschwörerische Gruppe um JW ins Spiel, die dem Desaster monatelang zugesehen hat und offenbar keine Grundlage für eine Zusammenarbeit mit TP/ME sahen und ab sofort die angeblich aussichtsreiche Sponsorenakquise und Abwendung der Insolvenz bei Schulden von mittlerweile über 1 Mio EURO und einem nicht gedeckten Etat für den Rest der Saison bei Kosten von 150.000 EURO im Monat für ein Team aus dem unteren Tabellendrittel, torpediert haben.

Dann kam der zunächst vorläufige Insolvenzverwalter, der Austausch von K & R im Vostand Mitte Februar und die deadline, die Insolvenz bis Mitte / Ende März vom Tisch zu bekommen, was offensichtlich auch nicht geklappt hat. Jetzt wurde langsam der vorläufige Insolvenzverwalter zum Sündenbock, weil der angeblich ebensowenig transparent über die öffentlich nachzulesenden Schulden berichtet hat. Wobei er eigentlich einen Auskunftsanspruch gegen TP als Vorstand hat, aber das nur am Rande. Vielleicht keine gute Idee einen finanziell desolaten Verein per Fernwartung aus Bayern führen zu wollen. Also Insolvenzbeseitigung klappte auch nicht. Nun eben wurden rund 450.000 Euro für die Fortsetzung des Spielbetriebs ab April benötigt, wo der Insolvenzverwalter persönlich haftet, wenn er Leistungen in Anspruch nimmt, die er nicht bezahlen kann. Auch hier ist es völlig üblich, solche Gelder im voraus zahlen zu müssen. Bloße Zusagen reichen nicht aus, wenn sie nicht mit Geld unterlegt sind. Das hat offenbar auch nicht geklappt.

Jetzt haben wir den größt möglichen Imageschaden. Einen abgetauchten Vorstand, einen wütenden Möchtegern-Mäzen, der hier unsinnig einen Haufen Kohle verplempert hat und jeden für seine Fehler öffentlicht verantwortlich macht und eine völlig ungewisse Zukunft und ein weiteres Kapitel für das Buch über den unseriösesten Fußballverein Deutschlands der letzten Jahrzehnte.

Der KFC in den Medien ·

Dass der Verein pleite war, war konnte man doch spätestens seit Frühjahr 2024 aus der öffentlichen Berichterstattung ableiten. Vielleicht war nicht klar, ob die überfälligen Schulden jetzt bei 900.000 oder eher 1.100.00 Millionen Euro liegen. Dass sie aber in dem Bereich lagen konnte man bei aufmerksamem Studium der Medien durchaus nachvollziehen. Aber den aktuellen ziemlich teuren Kader haben bereits ME und TP zusammengestellt und ebenfalls nicht ansatzweise voll bezahlt. So zu tun als hätten sie von nichts gewusst und hätten völlig überraschend einen total maroden Verein vorgefunden ist doch absurd. ME und TP verdienen Respekt dafür, es versucht zu haben und sicher auch erhebliche Mittel, vielleicht nicht sehr sinnvoll investiert zu haben. Aber sie verdienen keinen Respekt dafür nicht einzugestehen, dass sie haufenweise selbst Fehler gemacht haben, mindestens schlecht bis gar nicht beraten waren und jetzt einen schlimmeren Trümmerhaufen zu hinterlassen als zu dem Zeitpunkt als sie eingestiegen sind.

Der KFC in den Medien ·

Also nur aus der Insolvenzsicht weiß ich, dass kein Insolvenzverwalter der Welt irgendwelche Risiken bei defizitären Betrieben eingehen wird, wenn das fehlende Geld nicht schon VORHER auf seinem Konto ist. Sprich eine angebliche Zahlungsfrist erst Mitte Mai rückwirkend für die 6 Wochen vorher wäre absolut unüblich und würde den Insolvenzverwalter, der das ja auch schon ein paar Jahre macht in üble persönliche Haftungsrisiken bringen. Insoweit ist dieser Teil der Aussage von ME mit ziemlicher Sicherheit Quatsch. Zum Rest kann ich mangels Kenntnis nix sagen. Aber auch ME dürfte bewusst sein, dass sein Kumpel TP nun eine ziemlich dicke persönliche Haftung an der Backe hat, weil Lohnsteuern und Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung während der gesamten von ihm zu verantwortenden Saison 24/25 jedenfalls bis zur Insolvenzanmeldung nicht bezahlt wurden. Und dafür haftet der Vorstand bei unterlassenem Insolvenzantrag eben persönlich, so auch TP für jeden Monat im Amt. Und es ist sehr lobenswert, dass ME hier viel Geld gegeben hat. Aber es wurde eben nicht richtig eingesetzt und es war von Beginn an erkennbar, dass es wohl in der Höhe nicht reichen würde. M.Ponomarev hat bei all seinen Fehlern immerhin die überteuerten Gehälter seiner jeweiligen Teams bezahlt, notfalls nach entsprechender Klage. Aber wer sich als Retter und Investor vorstellt, sollte dann auch liefern. Und nicht nur ein bisschen.

Der KFC in den Medien ·

Und wie gesagt gibt es auch einen ganz einfachen Grund warum der Insolvenzverwalter so handeln muss ohne Kohle auf dem Konto: Die persönliche Haftung. Bloße Versprechungen und öffentliche Zusagen helfen da nicht mehr. Das war ME möglicherweise nicht ganz klar, wobei ja zumindest der Vorstand schon angeblich länger von einem Fachanwalt für Insolvenzrecht beraten wird. Spätestens in der Insolvenz zählt wirklich nur noch Kohle auf dem Konto. Und keine Hoffnungspositionen, usw.

Bleibt zu hoffen, dass es gelingt, in den nächsten vier bis sechs Wochen ein handlungsfähiges Vorstandsteam aufzubauen, dass sich diesen Chaosclub bereit ist anzutun und man die Mehrheit der Gläubiger überzeugen kann, beim neuerlichen Neustart mitzumachen. Und natürlich auch eine Mannschaft findet für die Oberliga, die sowohl bezahlbar als auch konkurrenzfähig ist.

Spielbetrieb eingestellt ·

Vor 16 Monaten hätte man den Weg auch schon gehen können oder sogar müssen. Aber vielleicht haben die handelnden Personen gehofft, dass Gummert und sodann Eser es schaffen, die Kuh vom Eis zu kriegen, d.h. die Insolvenz zu beseitigen. Das hat aber offenbar nicht funktioniert. Stattdessen wurde seit dem Einstieg von Eser der Etat deutlich erhöht, ebenfalls nicht vollständig gedeckt und der Schuldenberg ist noch angewachsen. Spätestens im letzten Herbst hätte man handeln müssen als klar war, dass es auf keinen Fall funktionieren wird. Weil Finanzamt und Krankenkassen während bereits laufender Vollstreckungen einfach nicht mehr auf irgendwelche Gelder verzichten können / dürfen.

Stellungnahme KFC ·

Vor allem haftet der Insolvenzverwalter höchstpersönlich mit seinem privaten Vermögen, wenn er die nach der Insolvenzeröffnung auflaufenden Schulden nicht bezahlen kann. Sowohl bei Krankenkassen, Finanzamt, BG als auch bei Arbeitnehmern. Daher war immer klar, dass er vorab das Geld braucht, um den Spielbetrieb bis Saisonende aufrechtzuerhalten. Irgendwelche Versprechungen, Zusagen und Ankündigungen helfen da anders als in den vergangenen 9 Monaten während die bis zuletzt hoffenden Fans geblendet wurden nicht mehr weiter. Sondern es zählt nur Geld auf seinem Konto und zwar vorab. Das hat offenbar ebensowenig funktioniert wie das mit der vorher angekündigten Abwendung der Insolvenz. Und nun musste der Insolvenzverwalter aus Selbstschutz wohl die Notbremse ziehen.

Mehmet Eser ·

Übrigens witzig hier einen Haufen downvotes zu kassieren für eine Schilderung der Lage, die jeder halbwegs mit Wirtschaftsrecht vertraute Mensch so 1:1 bestätigen würde. Bisschen wie: „Die Erde ist keine Scheibe“ - oh Blasphemie, er muss sofort gehängt werden ;-)

Die Insolvenz hätte spätestens zu dem Zeitpunkt beantragt werden müssen als die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung und die Lohnsteuern nicht mehr bezahlt werden konnten. Und das war ganz sicher nicht erst im Januar sondern deutlich früher in 2024. Unangenehme Tatsachen kommen hier allerdings nicht allzu gut an, weil man lieber in Verschwörungstheorien oder schwarz-weiß denkt. Den Fehler haben ehemalige Vorstände, der aktuelle Vorsitzende und vermutlich auch der VWR gemacht. Vielleicht ja im guten Glauben oder der irrigen Hoffnung auf riesige Geldflüsse. Aber letztlich ist das eine objektive Bewertung.

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