JP57
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Es wäre schön, wenn mir jemand Informationen liefern könnte, weil ich im letzten Herbst die Vorgänge um den KFC noch nicht so intensiv verfolgt habe wie jetzt.
Im WZ Artikel steht, dass Voronin im letzten Jahr entlassen wurde, weil es in der Kontaktpflege zu Bayer mit ihm Probleme gegeben hätte.
Jetzt soll er wieder eingestellt werden, u.a. mit dem Aufgabenbereich Kontakte zu Bayer.
Was ist denn da im letzten Jahr passiert?
"Die Probleme sind dadurch nicht beseitigt, aber es bietet sich die Chance auf einen gewissen Neustart."
Das ist richtig, allerdings bleibt die Frage, wieso der "Neustart" nicht zu Beginn der Saison gelungen ist.
Von den Personen, die am Anfang der Saison wichtige Positionen kriegten, sind nun zwei Sportdirektoren (Dinzey, Güner), zwei Vorstandsmitglieder (Scholten, Thißen) und der Trainerassistent entfernt worden.
Eigentlich ist aktuell nur der Trainer übriggeblieben, der ja zu Beginn nur als Assistent vorgesehen war.
Überlegte Planung sieht anders aus.
Es wäre schön, wenn jemand Hintergründe zu Dirk Röthig liefern könnte.
Und: Güner ist doch als Sportdirektor in die Saison gestartet, dann in den Vorstand befördert worden und hat
jetzt gar keine Funktion mehr?
Oder ist er wieder (bezahlter) Sportdirektor.
Wenn nicht, dann gibt es niemand mehr mit Fußball-Expertise im Vorstand/ Management.
Und alles in dieser Hinsicht wird von Eser geleistet?
Das ist alles richtig, was Du schreibst.
Der Verwaltungsrat hätte das aber machen müssen, b e v o r er Platzer zum Vorsitzenden gemacht hat.
In der Situation jetzt ist das Zögern kaum nachvollziehbar.
Und wenn man Platzer jetzt desavouiert, haben wir das Chaos.
Im Post der Ultras auf FB wird ausdrücklich Bezug genommen auf die Vorgabe, dass 1/3 der Mitglieder die Petition unterstützen müssten, damit der Vorstand eine MV einberuft:
"Wir Mitglieder möchten die Möglichkeit haben Fragen zu stellen und wollen antworten erfahren. Deshalb fordern wir eine Mitgliederversammlung. Hier kannst du dich eintragen, um die Forderung zu unterstützen. Wir benötigen 1/3 der Stimmen (ca. 350) der Mitglieder, damit der Vorstand verpflichtet ist die MV einzuberufen:"
By the way: Dies ist der Abschnitt der Satzung, der die Einberufung einer a.o.MV regelt. Vielleicht kann einer der Juristen hier mal klären, ob die Petition, für die jetzt auch die Ultras auf FB (KFC Family) werben, formal den Ansprüchen entspricht. Auf FB hat sich schon jemand beschwert, dass er bei Unterzeichnung seine Adresse angeben muss.
§11 (15) lautet:
Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind einzuberufen, wenn das Interesse des
Vereins es erfordert oder die Berufung von einem Drittel aller stimmberechtigten
Vereinsmitglieder schriftlich, unter Angabe des Zwecks und der Gründe, in ein und
derselben Sache vom Vorstand verlangt wird.
Aha ... statt also eine außerordentliche MV wie von der Satzung vorgesehen zu beantragen und dafür Unterschriften zu sammeln, richtet man jetzt eine Petition (dt.: Bittschrift) an ... ja, an wen? Das ist bei der Petition gar nicht angegeben!
O je!
Der KFC hat doch ohne eine Kooperation mit Bayer überhaupt keine ernsthafte Perspektive ... wie soll denn ein funktionierender Trainingsbetrieb auf einem Niveau oberhalb der Oberliga ohne (Mit)Nutzung der Anlage am Löschenhofweg funktionieren?
Hier träumen einige von der 3.Liga und die aktuelle Perspektive ist, dass ab 2025 möglicherweise wieder für Männer- und Jugendmannschaft zur Rundreise über Krefelder Fußballplätze kommen muss!
Die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Bayer hätte für den neugebildeten Vorstand Priorität Nummer 1 (!) sein müssen, stattdessen ... (erspar ich mir jetzt).
Endlich mal realistisch sein!
"btw. ich kann auch dieses ewige verteufeln von Gümmert oder Günes net mehr hören... Ja, die beiden sind vorbestraft und wann geben wir (als Gesellschaft) solchen Leuten wieder eine Chance? Wiedergutmachung an die Gesellschaft? Resozialisierung? Naja... so ist nun mal die Welt heute."
Es ist nicht Aufgabe eines hoch verschuldeten Fußballvereins, Kriminelle zu resozialisieren, in dem man ihnen Führungspositionen (!) zur Verfügung stellt.
Das ist ein völlig falsches Verständnis von Resozialisierung.
Der KFC ist darüber hinaus ein mitgliedergeführter Verein. Da hätte man zumindest die Mitglieder vorher fragen müssen, ob man einen solchen Versuch macht.
Und bei Gummert sehen wir doch jetzt, dass er bereit ist, seine Ziele (ein Comeback) mit einer Intrige durchzusetzen. Das schafft kein Vertrauen in einen verurteilten Betrüger.
Hier noch einmal ein älterer Bericht zur Zusammenarbeit von Bayer und KFC.
Ich glaube, im Moment hilft nur noch jemand von außen, der alle wichtigen Leute an einen Tisch holt und für klare Verhältnisse sorgt.
Aber außer dem OB würde mir niemand einfallen.
Das habe ich befürchtet!
Und die Zusammenarbeit mit Bayer ist meiner Meinung nach die Überlebensfrage für den KFC!
Oder könnt Ihr Euch vorstellen, dass die Rumirrerei von einem Trainingsplatz zum nächsten wieder beginnt?
Aus Sicht der Verantwortlichen von Bayer ist das absolut nachzuvollziehen, die leisten hervorragende Arbeit, haben stabile Strukturen und wollen das Chaos nicht auf ihrer Anlage haben.
Aussage von Günes im Interview: "Und ein seriöser Unternehmer achtet auf seinen Ruf, dass sein Name nicht in den Dreck gezogen wird."
Der Mann ist zu einer Gefängnisstrafe von 3 Jahren und sechs Monaten wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Urkundenfälschung verurteilt worden.
Von was für Gestalten sich der Verwaltungsrat immer abhängig macht ... Gummert gehört auch dazu.
Platzers Fehltritte (Dopingbetrug) sind immerhin schon Jahrzehnte her.
Um wie viele Trainer geht es hier überhaupt?
Zur Not hätte man denen das ausstehende Geld (oder zumindest eine Anzahlung) doch auch einfach in die Hand drücken können.
Aber von den Verantwortlichen ist vermutlich schon keiner mehr in Krefeld.
"„Wir haben die Verpflichtung, Schaden vom Verein abzuwenden. In diesem Zusammenhang haben wir die ein oder anderen Ideen.“"
Was für eine Realitätsverleugnung.
Scholten und Thißen haben "Ideen", wo der KFC auf der Stelle eine realistische Planung, Sponsoren und qualifiziertes und zuverlässiges Personal braucht.
Vereinsschädigendes Verhalten allerorten.
Und was geschieht jetzt, wenn der VWR nicht die Vorstandsvorschläge von Platzer bestätigt?
Interessehalber: Was an Sponsoreneinnahmen hat denn/ braucht denn ein durchschnittlicher Regionalligaverein?
Wie auch immer, die 300.000€ geben jetzt ein bisschen Luft.
Möglicherweise ist das jetzt auch das Signal für andere Interessenten, um zu realisieren, dass im
Verein Ruhe einkehrt und sich ein Engagement lohnt.
Der zweite Artikel in der WZ ist leider hinter der Bezahlschranke. Da gehts darum, dass die Ultras ihn am Samstag wohl niedergebrüllt und als "Betrüger" bezeichnet haben.
Aus dem Artikel: "Eser spielt damit unter anderem auf die Verträge mit Sunay Acar und Osman Sahan, deren Wirksamkeit das Arbeitsgericht zuletzt mit Versäumnisurteilen bestätigt hatte, nachdem keine KFC-Vertreter erschienen waren. „Dadurch ist dem Verein in Summe ein Schaden von 550 000 Euro entstanden“, sagt Eser."
Oh Mann. Was für eine schlechte Vorstandsarbeit vorher.
300.000 Euro ...das ist eine Ansage.
Das hätte ich Platzer nicht zugetraut, alle Achtung.
Auch, wenn es vermutlich eine Verlegenheitslösung ist.